AT220180B - Straßenbahn-Oberbau auf Querschwellen mit vorgefertigter Straßendecke aus Betonformsteinen - Google Patents

Straßenbahn-Oberbau auf Querschwellen mit vorgefertigter Straßendecke aus Betonformsteinen

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AT220180B
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  Strassenbahn-Oberbau auf Querschwellen mit vorgefertigter Strassendecke aus Beton- formsteinen 
Die Erfindung betrifft einen Strassenbahn-Oberbau mit vorgefertigter Strassendecke aus Betonformsteinen und verfolgt den Zweck, einen Strassenbahn-Oberbau mit annähernd gleichen Elastizitätseigenschaften des Vollbahnoberbaues zu schaffen, die Anwendung einer vollerhärteten, sofort befahrbaren Strassendecke zu ermöglichen, einen weitgehend mechanisierten Bauablauf nach dem Baukastensystem zu erreichen und nach der Ersterstellung bei den zukünftigen Gleisauswechslungen erhebliche Baukosten und lange Erneuerungsfristen zu ersparen. 



   Bisher bekannt gewordene Oberbau-Konstruktionen mit der stets zweifachen Aufgabe, wechselweise Fahrbahn für die Schienen- und die Strassenfahrzeuge zu sein, sind beispielsweise so ausgebildet, dass die breitfüssigen Fahrschienen, halbstarr oder starr unterstützt (z. B. auf schmalen Schotterbanketten gelagert oder in den Strassen-Untergrund einbetoniert), und der zwischen den Rillenschienen und um die Schienen herum eingefügte niveaugleiche Strassenkörper (Pflastersteine, Holzpflaster oder Betonguss mit Asphaltdecke) eine Zusammenfügung halbstarrer oder starrer, nicht artgleicher Fahrkörper ergeben. 



   Diese Doppelfahrbahnen mit so stark abweichenden Festigkeits-,   Tragfähigkeits- und   Elastizitätseigenschaften entsprechen nicht den fahrdynamischen Erfordernissen einer Gleisbahn, die in richtigen Grenzen elastisch sein muss, um das rollende Material zu schonen und die Fahrgeräusche zu mindern. 



  Durch die zeitlich und räumlich getrennte Inanspruchnahme der beiden artverschiedenen Fahrbahnen wird bei halbstarren Oberbaukonstruktionen (Fahrschienen auf Schotterbanketten) der Strassenkörper neben den Fahrschienen nach verhältnismässig kurzer Gebrauchszeit durch Gleissenkungen und Gleisschwingungen zerstört. Dies bedingt, um den Zerstörungsablauf durch Wasser und Frost zu verzögern, laufende Ausbesserungsarbeiten, die, abgesehen von den Kosten, die Schäden nur kurze Zeit zu beheben vermögen und die zusätzlich ein unschönes Strassenbild verursachen. 



   Am schwersten fällt unter allen Mängeln die Tatsache ins Gewicht, dass bei den unvermeidlichen Gleiserneuerungen der gesamte Strassenkörper aufgebrochen werden muss und nach der Gleisneuverlegung wieder vollständig neu herzustellen ist, wobei im Falle von Betonstrassenkörpern der Ausbruch nicht mehr verwendet werden kann. Solche Gleiserneuerungen erfordern einen ausserordentlich hohen Kostenaufwand und eine unverhältnismässig lange Störung oder Unterbrechung des Strassenverkehrs, was bei der stark angewachsenen Motorisierung als besonders nachteilig und störend empfunden wird. 



   Selbst auf weniger stark befahrenen Linien muss normalerweise zwischen der Neuverlegung der Fahrschienen und der Auswechslung der abgenutzten Fahrschienen der Strassenkörper ein- oder zweimal mit hohen Kosten instandgesetzt werden, weil die Strassenbahn die Strassendecke vorzeitig zerstört. Dabei müssen auch die abgesenkten Gleise gehoben, gestopft und nachreguliert werden, weil sie die feste und richtige Lagerung verloren haben. 



   Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Erscheinungen und Mängel zu beseitigen. Zur Erreichung dieses Zieles ist der erfindungsgemässe Strassenbahn-Oberbau auf Querschwellen mit vorgefertigter Strassendecke aus Betonformsteinen dadurch ausgezeichnet, dass die Querschwellen mit den Strassenbahnschienen und den stahlarmierten Betonformsteinen durch Schrauben mit Metallgewinde zu einem festen Verband zusammengeschlossen sind und die Querschwellen sowie die Betonformsteine Hohlräume für die Aufnahme der Schraubenenden mit Muttern, gegebenenfalls samt Beilagelementen, aufweisen. 



   Es sind bereits verschiedene Konstruktionen für einen einheitlichen, aus Schienen und Fahrbahn bestehenden Strassenkörper vorgeschlagen worden. Der älteste bekanntgewordene Vorschlag dieser Art sieht ausserhalb der Schienen und parallel zu ihnen verlaufende T-förmige Eiseneinlagen vor, die entweder je mit der zugeordneten Schiene durch querlaufende Distanzstücke verbunden sind oder wobei der sogenannte Spurhalter beide Schienen und die Eiseneinlagen gemeinsam verbindet. Querschwellen sind nicht vorgesehen.

   Als Fahrbahn zwischen den Schienen und den Eiseneinlagen wird dabei lose einge-   brachtes Material, allenfalls auch Beton und eine Schicht aus bituminösem Kalkstein verwendet, eine Anordnung, die, wie ohne weiters einzusehen ist, eine statisch gänzlich andere Aufgabe zu erfüllen hat,   

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