AT219064B - Vorrichtung zur Verwertung der Abhitze von Konvertern für die Blasstahlerzeugung - Google Patents

Vorrichtung zur Verwertung der Abhitze von Konvertern für die Blasstahlerzeugung

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AT219064B
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superheater
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Description


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  Vorrichtung zur Verwertung der Abhitze von Konvertern für die
Blasstahlerzeugung 
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verwertung der Abhitze von Konvertern für die Blasstahlerzeugung nach Patent Nr. 210445. 



   Gegenstand des Patentes Nr. 210445 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verwertung der Abhitze von Konvertern für die Blasstahlerzeugung, bei welchem mittels Abhitzekessel und Überhitzer aus der Abgaswärme der Konverter Dampf gewonnen wird, wobei der im Abhitzekessel in Abhängigkeit von der jeweils anfallenden Abgaswärmemenge erzeugte Dampf hohen Druckes zur Nivellierung einem Gefällespeicher zugeführt und von hier aus   gleichmassig   strömend mit niedrigerem Druck zum Überhitzer desselben oder eines zweiten Konverters, bzw.

   zu einem von den Konvertern unabhängigen Überhitzer weitergeleitet wird, wo er auf die für den Betrieb eines Turboaggregats erforderliche Temperatur gebracht wird, wobei die den Konvertern zugeordneten Überhitzer während des Konverterbetriebes einer regelbar einstellbaren Abgaswärmemenge und bei nicht arbeitenden Konvertern der regelbaren Wärmemenge einer   Gasfeue-   rung ausgesetzt sind, wogegen der unabhängige Überhitzer ständig mit Gas beheizt wird. 



   Ein besonderes Merkmal besteht dabei darin, dass die mit den Konvertern zusammenarbeitenden Abhitzekessel mit einem die anfallende Dampfmenge aufnehmenden Gefällespeicher in Verbindung stehen, der entweder über ein automatisches Wechselventil mit allen in den Schächten der Konverter angeordneten, mit zusätzlicher Gasfeuerung ausgestatteten Überhitzern verbindbar ist, oder mit einem von den Konvertern getrennten Überhitzer mit eigener Gasfeuerung in Verbindung steht. 



   Ein Ausführungsbeispiel nach dem Stammpatent besteht ferner darin, dass der getrennt aufgestellte Überhitzer in dem einen Kanal eines zwei Strömungskanale aufweisenden Schachtes untergebracht ist und von einer während der Dampferzeugung ständig in Betrieb befindlichen Gasfeuerung beaufschlagt ist, wo- 
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 oder Überhitzertemperaturimpuls steuerbare Regelklappe zur Bestimmung des Strömungsquerschnittes der Kanäle dient. 



   Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung der Vorrichtung nach dem Stammpatent und besteht darin, dass jedem der Rauchgaskanäle für die Heizgase eine Regelklappe, ein Schieber oder eine Gruppe von Regelklappen zugeordnet ist, wobei die dem Überhitzerkanal zugeordnete Gruppe durch einen Folgeklappen- 
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 einem Unterdruckregler zusammenarbeitet, der auf einem bestimmten im gemeinsamen Feuerraum gewünschen Unterdruck anspricht. 



   Durch die Erfindung ist es möglich in jedem Rauchgaskanal den Gasstrom oder die mit Hilfe der Brenner zugeführte Wärme getrennt zu regulieren. Ferner bietet sich dadurch die Möglichkeit fallweise hauptsächlich von der Speicheranlage stammenden Dampf zu überhitzen und fallweise eine gewünschte Zusatzdampfmenge   ausserdem   zu erzeugen, so dass eine eingestellte, dem Bedarf entsprechende Dampfmenge ganz oder bis zu einem gewünschten Mass ausgeglichen   Und   daher eine für einen bestimmten Zweck verwertbare Dampfmenge jederzeit zur Verfügung steht. 

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   Alle innerhalb des Systems anfallenden Dampfmengen werden   in der Kesseltrommel 10   vom Umwälz- wasser geschieden, wobei der Dampf über eine Dampfleitung 24 und über einen   Überströmregler   25 In die Hauptdampfleitung 3 abgeführt und vom Mengenregler 19 mitgemessen wird. Gemeinsam mit dem Abhitzedampf werden diese Dampfmengen auf die gewünschte Temperatur gebracht und für den   Betrieb, z. B.   einer Turbogeneratoranlage verwendet. 



   Tritt nun der Fall ein, dass von Seiten der Abhitze und des Speichers 2 die dem Mengenregler 19 vorgegebene Dampfmenge trotz voller Öffnung des Mengenreglers nicht mehr geliefert werden kann, so öffnet sich als Folgeregler in der vom Kessel 10 herrührenden Dampfleitung 24 eine Regelarmatur 26 und es Strömt von dieser Seite her Dampf in die Hauptleitung 3, wodurch der   Druckinder Kesseltrommel 10   sinkt. Als Folge davon steuert ein Druckregler 27 (Kolbenmanometer) die zusätzlichen Brenner 11 und schaltet sie ein, wobei die Feuerwirkung so lange erhöht wird, bis der Druck in der Kesseltrommel 10 trotz der Dampfabnahme wieder ausgeglichen ist und erhalten bleibt. Die vergrösserte Feuerwirkung ist wieder ein Anlass zu einer Temperatursteuerung auf der Überhitzerseite, wodurch die Überhitzungstemperatur konstant gehalten wird.

   Der dem Überhitzer 4 parallel geschaltete Kanal 8 wird mit Hilfe des Unterdruckreglers 16 und der Regelklappen 13 so weit geöffnet, dass die vermehrte Feuergasmenge abströmen kann. 



   Die übrigen   Regeleinrichtungen, wie Subregler, die   die Verbrennungsluft im Verhältnis zur Gasmenge einstellen oder der Speicherentladeregler, der für ein sanftes Ausklingen des fast entladenen Speichers sorgt und die vom Speicher herkommende Dampfmenge ausserdem in ihrem Maximum begrenzt. Ferner die Speise- und Wasserstandsregler der Speicheranlage und des Kessels, sind wie alle   ändern   verwendeten Regelelemente lediglich für den ordnungsgemässen Betrieb der ganzen Anlage erforderlich. 



   Nach dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 ist der Feuerraum in zwei voneinander völlig getrennte Teile 28, 29 geteilt, was eine einfachere Regelung zur Folge hat, dabei die Rauchgaskanäle durch Regelklappen 32,33 gedrosselt werden können, wobei die Regelklappen nur vom erforderlichen Unterdruck in den Feuerräumen gesteuert werden müssen. 



   In diesem Falle kann die Temperaturregelung 34 auf den Gasregler 35 direkt zurückwirken und diesen so weit vor-oder zurückstellen, dass die vom Sollwertsteller   36des   Mengenreglers 37 vorgegebene Gasmenge der tatsächlichen Überhitzungswärme   entspricht. Die Zusatzdampferzeugung   erfolgt bei Bedarf ge-   nau   so wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig.   l   und wird in gleicher Weise wieder zurückgenommen. 



   Mit Vorteil kann diese Ausführungsform der Erfindung verwendet werden, wenn Koks- oder Generatorgas, welches leicht zündet, an Stelle von Gichtgas verwendet wird, da in diesem Falle nur ein kleiner Brenner der dampferzeugenden Hälfte ständig in Betrieb sein muss. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Vorrichtung zur Verwertung der Abhitze von Konvertern für die Blasstrahlerzeugung, wobei die mit den Konvertern zusammenarbeitenden Abhitzekessel mit einem die anfallende Dampfmenge aufnehmenden Gefällespeicher in Verbindung stehen und ein getrennt aufgestellter Überhitzer in einem Kanal eines zwei Strömungskanäle aufweisenden Schachtes untergebracht ist und von einer während der Dampferzeugung ständig in Betrieb befindlichen Gasfeuerung beaufschlagt ist, nach Patent Nr.

   210445, dadurch gekennzeichnet, dass jedem der Rauchgaskanäle (5 und 8) für die Heizgase eine   Regelklappe, ein Schieber   oder eine Gruppe von Regelklappen zugeordnet ist, wobei die dem Überhitzerkanal zugeordnete Gruppe (12) durch einen Folgeklappenregler (14) in Verbindung mit einem auf die gewünschte Dampftemperatur ansprechenden Temperaturregler (15) steuerbar   ist und die im Kanal   (8)   furdie Umwälzheizflächen (9)   vorgesehene Klappe der Klappengruppe (13) mit einem Unterdruckregler   (16)   zusammenarbeitet, der auf einen bestimmten, im gemeinsamen Feuerraum gewünschten Unterdruck anspricht.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem zwischen dem Gefällespeicher (2) und dem Überhitzer (4) eingeschalteten, über einen Sollwerteinsteller (36) einstellbaren Dampfmengeregler (19) ein Gasregler (20) zugeordnet ist, der eine den verschiedenen Einstellungen des Mengenreglers (19) jeweils entsprechende, korrekturfähige Gasmenge den Brennern (7) der Gasfeuerung zuteilt, wodurch die erforderliche Verbrennungswärme vorgegeben und sichergestellt ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Folgeklappenregler (14) ein Einspritzregler (23) zugeordnet ist, der bei Überschreitung der gewünschten Dampftemperatur durch Wassereinspritzung eine Vorausregelung herbeiführt, bis der Folgeklappenregler (14) nachgekommen ist.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überstromregler (25) vorgesehen ist, über den die unvermeidliche, durch den Überhitzerbetrieb mitentstehende Dampfmenge in die zum Überhitzer (4) führenden Abhitzedampfleitung (3) abströmt. <Desc/Clms Page number 4>
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Mengenregler (19) ein Folgeregler (26) vorgesehen ist, über den bei Rückgang des Dampfzuflusses von der Abhitzeanlage und den Gefällespeichern unter dem eingestellten SollwerkDampfvon der Kesseltrommel (10) in die zum Überhitzer (4) führenden Hauptdampfleitung (3) zuströmt.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf einen bestimmten Druck in der Kesseltrommel (10) ansprechender Druckregler (27) mit Zusatzbrenner (11) im gemeinsamen Feuerraum in Verbindung steht und bei sinkendem Dampfdruckin der Trommel (10) die Brenner (11) zündet und entsprechend dem Dampfbedarf mit Brennstoff versorgt.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden der beiden Heizkanäle ein eigener, getrennter Feuerraum (28, 29) vorhanden ist und die diesen Feuerräumen zugeordneten Regelklappen (32, 33) mit Unterdruckreglern (38,39) in Verbindung stehen, die auf einen bestimmten, eingestellten Unterdruck ansprechen (Fig. 2).
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturregler (34) mit einem Gasmengenregler (35) zur Erhaltung einer bestimmten, einstellbaren Überhitzungstemperatur zusammenarbeitet (Fig. 2).
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