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Schraubenzieher
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Der Schraubenzieher besteht aus einem Schaft 10, an dessen einem Ende ein Handgriff 11 befestigt, ist.
Am entgegengesetzten Schaftende befindet sich eine kreuzförmige Schneide.
Der Kopf 12 der für den Schraubenzieher bestimmten Schrauben (Fig. 2) weist eine Einsenkung 13 auf, von deren Mittelteil vier symmetrisch gleiche Schlitze 9 ausgehen. Jeder Schlitz hat eine äussere Endfläi che 14, die in bezug auf die Schraubenachse nach innen in Richtung auf den Boden 17 der Einsenkung geneigt ist sowie ein Paar gegenüberliegender Wände 15, die in axialer Richtung gegen den Boden 17 der Einsenkung hin konvergieren, in Richtung auf die Achse der Einsenkung hingegen divergieren. Die Seitenwände 15 benachbarter Schlitze sind durch im stumpfen Winkel zueinanderstehende Zwischenwände 16 miteinander verbunden.
Bei dem Schraubenzieher der bisher üblichen Bauart nach Fig. 12 ist die Schneide im wesentlichen der Schraubeneinsenkung angepasst und weist eine Anzahl von Flügeln 20, in diesem Beispiel vier, auf, zwischen denen Ausnehmungen 21 liegen. Diese weisen in der bisher üblichen Ausführung ein Paar von den Zwischenwänden 16 der Schraubeneinsenkung entsprechender Wände 22 auf, die sich in der Mittellinie 25 jeder Ausnehmung 21 schneiden. Jede der beiden Seitenflächen 26 und 28 jedes Schneidenflügels 20 kann ein Drehmoment auf die Schraube übertragen, wobei die Flügelfläche 26 als Einschraubfläche und die Fläche 28 als Ausschraubfläche wirkt.
Obwohl die verschiedenen Teile dieser Schraubenzieherschneide bezüglich ihrer Neigungswinkel in gleicher Weise wie die Einsenkung des Schraubenkopfes ausgebildet sind, so ist doch die zwischen den sich gegenüberliegenden Wänden 22 der Schneidenvertiefungen gemessene Breite der Schneide in jeder Normalebene zur Achse vorzugsweise etwas grösser als die entlang des entsprechenden Durchmessers in der gleichen Ebene gemessene Weite der Einsenkung zwischen den Zwischenwänden 16. Auf diese Weise tritt beim Einführen der Schneide in die Schraubenkopfeinsenkung eine Keilwirkung zwischen den eben genannten Teilen ein, wodurch Schraubenzieher und Schraube genügend fest aneinandergehalten werden, um das Einführen der letzteren in das Werkstück zu erleichtern.
Gemäss der Erfindung bildet nun, wie besonders deutlich aus Fig. 11 ersichtlich ist, die Einschraubfläche 26 mit der Endfläche 23 des Flügels 20 eine scharfe Einschraubkante 27. Zu diesem Zweck wird die Einschraubfläche 26 hinterschnitten, z. B. durch Hohlschleifen, und erstreckt sich bis zur Mittellinie 25 der Ausnehmung 21, wie am besten aus der Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, in denen zur deutlicheren Darstellung die konkave Ausbildung dieser Flächen übertrieben stark abgebildet ist.
Aus Fig. 11 ist auch ersichtlich, dass die Flügel 20 in bezug auf eine Radialebene 32, welche die Flügelendfläche 23 halbiert, unsymmetrisch ausgebildet sind, wobei der links von dieser Ebene liegende Teil des Flügels mit der Ausschraubfläche 28 dicker als der bis zur Einschraubfläche 26 reichende rechte Tell 1st. Wle dort ebenfalls ersichtlich, konvergiert der aussere Teil jeder Einschraubfläche 26 nach innen zur Ebene 32, wobei er etwa in einer zur Schneidenachse radialen Ebene 30 liegt. Das Einschraubdrehmoment wird also an jeder Einschraubfläche 26 in einer radial durch die Drehachse der Schneide verlaufenden Ebene übertragen, was am günstigsten ist. Die Flügel 20 sollen von den Endflächen 23 nach innen hin mindestens gleiche Dicke, vorzugsweise eine zunehmende Dicke haben, um der Drehkraft standhalten zu können.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel divergieren die Ausschraubflächen 28 nach innen gegenüber den Radialebenen 32, so dass der Flügel 20 im äusseren Teil eine ziemlich gleichmässige und im inneren Teil eine allmählich zunehmende Dicke hat.
Die Schärfe der Einschraubkante 27 kann dadurch verstärkt werden, dass man die Endfläche 23 jedes Flügels in der besonders in den Fig. 6,7 und 11 gezeigter Weise von der Kante 27 aus etwa ? nach innen abschrägt, so dass der von dieser Endfläche und der Hinterschneidungsebene 30 eingeschlossene Winkel etwa 870 beträgt. In Fig. 11 ist dieser Winkel c der Deutlichkeit halber übertrieben spitz dargestellt. Die Einschraubkante 27 und die Ausschraubfläche 28 jedes Flügels konvergieren zueinander in Richtung auf das untere Ende 24 der Schneide, wie es bei den Wänden 15 der Schraubenschlitze 9 der Fall ist.
Das Ende 24 der Schneide ist vorzugsweise flach und steht senkrecht zur Schneidenachse. Es ist zweckmässig so bemessen, dass es beim anfänglichen Einführen des Schraubenziehers in die Schraubeneinsenkung etwas über deren Boden 17 liegt, so dass der Schraubenzieher beim Einschrauben der Schlaube gegebenenfalls tiefer in die Einsenkung eindringen kann, wenn gewisse Teile der Schraube oder der Schneide Verschleiss zeigen sollten.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemässen Schraubenziehers beim Einschraubvorgang ist in den Fig. 7,9 und 11 gezeigt, wo man sieht, dass die Einschraubkante 27 in das Metall der mit ihr zusam - menwirkenden Wand 15 des Schraubenschlitzes eindringt. Durch die Hinterschneidung der Einschraubfläche 26 wird die dazu nötige Drehung des Schraubenziehers in die in den Fig. 7 und 11 dargestellte Stellung erleichtert.
Wie Fig. 9 erkennen lässt, sind die Einschraubkanten 27 und die ihnen zugewendeten Schlitzwände 15
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so geneigt, dass die beiden im wesentlichen läolgs der ganzen Tiefe des in der Einsenkung befindlichen Schneidenteiles in Eingriff stehen. Dadurch und durch die besonders aus den Fig. 3 und 8 ersichtliche Neigung der Einschraubkanten 27 gegen die Schneidenachse wird die Sperrwirkung gegen die auf die Schneide nach aussen gerichtete Kraft verstärkt.
Wie in Fig. 10 gezeigt ist, kann selbst dann, wenn die Schneide unter einem Winkel von etwa 200 gegenüber der Schraube geneigt ist, diese mit dem erfindungsgemässen Schraubenzieher fest eingeschraubt werden, ohne dabei die Einsenkung des Schraubenkopfes zu beschädigen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schraubenzieher für Kreuzschlitzschrauben u. dgl. mit einem Mittelteil und einer Anzahl sich von diesem radial nach aussen erstreckender Flügel, deren jeder eine nach aussen weisende Endfläche und zwei sich gegenüberliegende Seitenflächen hat, von denen eine als Einschraubfläche und die andere als Ausschraubfläche dient und die aussen in je einer zur Achse der Schneide geneigten Kante endigen, so dass ein Ende dieser Kanten näher an der Achse als das andere liegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschraubfläche (26) jedes Schneidenflügels (20) in ihrem der äusseren, geneigten Einschraubkante (27) benachbarten Teil längs der ganzen Länge dieser Kante (27) hinterschnitten ist.