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Verpackung eines langen, runden Gegenstandes, vorzugsweise eines
Langstabis olators
Der Versand langer, runder, stossempfindlicher Gegenstände, beispielsweise Langstabisolatoren, muss in einer stosssicheren Verpackung erfolgen. Bisher ist es üblich, derartige Gegenstände einzeln oder auch zu zweit je nach Länge und Durchmesser neben- oder hintereinander zu verpacken. Als Verpackungsmaterial wird hiebei eine Holzkiste oder ein Lattenverschlag gewählt, in welche die Gegenstände im allge- meinen ohne Holzwolleschutz eingelegt und eingenagelt werden. Damit die zu zweit verpackten Gegenstände nicht gegeneinander schlagen können, ist eine stossdämpfende Holzzwischenlage zwischen ihnen angeordnet. Die hiebei verwendeten Holzkisten haben die übliche Form eines langen Quaders.
Die Latten- verschläge sind im allgemeinen so ausgebildet, dass die in Axialrichtung liegenden Abschlussflächen Acht-, Sechs- oder Vierecke sind. Die Vierecke können hiebei durch zwei kreuzweise übereinander ge- nagelte Latten ersetzt werden. Die umhüllende Längsverschalung wird dann von Latten gebildet, die auf die axialen Endverschlüsse aufgenagelt sind.
Der Nachteil all dieser Verpackungen liegt in dem grossen Zeitaufwand für die Herstellung und in den verhältnismässig hohen Materialkosten, zumal wenn für längere Versandwege noch eine Bandeisenarmierung vorgesehen ist. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass das stossempfindliche Versandgut durch das Zunageln der Kisten oder der Verschläge einer hohen mechanischen Belastung ausgesetzt ist. Es kommt auch vor, dass nach innen durchgeschlagene Nägel den zu verpackenden Körper sofort oder später während des Transportes durch Rüttelbewegungen beschädigen. Weiterhin haben die oben beschriebenen Verpakkungen den Nachteil, dass man sie oft nicht in ihrer naturgemässen Lage horizontal stapelt, sondern aus RaumersparnisgrUnden hochstellt.
Durch Erschütterungen od. dgl. fallen dann derartige, praktisch in einem labilen Gleichgewicht befindliche Kisten um, wodurch das eigentliche Transportgut in den meisten Fällen starke Beschädigungen erleidet.
Aufgabe der Erfindung ist es, die oben aufgezählten Nachteile zu beseitigen. Weiterhin sollen durch Verringerung des Aufwandes an Verpackungsmaterial die Verpackung billiger und die Verpackungszeit kürzer werden. Auch soll das Auspacken der versandten Gegenstände sehr schnell vor sich gehen.
Die erfindungsgemässe Verpackung eines langen, runden Gegenstandes, vorzugsweise eines Langstabisolators, bestehend aus Latten, Bindedraht und Krampen, wobei die auf Lücke parallel gelegten Latten durch mindestens zwei senkrecht zu ihnen verlaufende Bindedrähte zu einer Art Matte zusammengehalten werden, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Latten den zu verpackenden Gegenstand an seinen Enden überragen und dass der Abstand der äusseren Bindedrähte voneinander grösser ist als die Länge des zu verpackenden Gegenstandes. Mit Hilfe einer solchen Verpackung lassen sich lange, stossempfindliche Rundkörper einfach, schnell und sicher zu einer Einheit "einwickeln". Die Herstellung einer derartigen Verpackung ist ebenso einfach wie die Verpackung selbst.
Die aus Schwartenholz bestehendenLatten werden parallel in den erforderlichen Abständen nebeneinander gelegt, wobei die Abstände der einzelnen Latten so gewählt sind, dass der zu verpackende Rundkörper einen genügenden Schutz nach aussen erfährt. Rechtwinkelig zur Lattenrichtung wird an mindestens zwei von den Enden der Latten jeweils gleichen Abständen der Bindedraht über diese gelegt und mit Krampen befestigt. Hiebei kann das Festlegen des vor-und rücklaufenden Drahtes durch ein und dieselbe Krampe erfolgen. Zur Befestigung der
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Verpackung um den Rundkörper wird ein Eisenstab od. dgl. gemeinsam durch die zueinander gehörigen Schlaufen gesteckt, die dann miteinander verdrillt werden, so dass der Bindedraht unter Zugspannung
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Verschiebung gesichert.
Dabei sollen die Latten länger als der zu verpackende Rundkörper sein, um auch seine Enden gegen Stoss zu schützen. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, dass der Abstand der
Endbindedrähte voneinander grösser ist als die Länge des zu verpackenden Gegenstandes. Bei Verdrillung derBindedrähte ziehen sich dadurch die Enden der Latt. en konusförmig zusammen, so dass selbst bei Auf- stauchen der Verpackung in ihrer Längsrichtung der verpackte Rundkorper seine Lage in der Verpackung nicht mehr verändern kann. Hiedurch werden die bisherigen Endverschlüsse überflüssig.
Die oben erwähnte stehende Stapelung derartiger Verpackungen kann von vornherein dadurch ausge- schaltet werden, dass eine Latte der Verpackung an beiden Seiten um einige Zentimeter die andern über- ragt. Durch eine derartige Anordnung wird von vornherein der Versuch, die Verpackung stehend zu sta- peln, unmöglich gemacht, da beim Aufsetzen immer ein Kippmoment entsteht. Man ist also gezwungen, die Verpackung horizontal zu lagern, so dass durch diese Massnahme zwangsläufig eine stehende Stapelung ausgeschaltet ist.
Die Zeichnung soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutern. Hiebei ist die Verpackung eben ausgelegt und perspektivisch dargestellt. 1 sind gleichlange Holzlatten, die in zweckentsprechenden
Abständen parallel angeordnet sind. Die Latte 2 überragt mit ihren Enden die andern Latten um jeweils einige Zentimeter. Mit 3 ist der Bindedraht dargestellt, der an den Enden 4 zu Schlaufen ausläuft und 5 sind die teilweise bezeichneten Krampen, mit denen der Bindedraht auf den Latten gehalten ist. Der Ab- stand 6 der äusseren Bindedrähte 4voneinander soll grösser sein als die Länge des zu verpackenden Rund- körpers. Bei längerem Verpackungsgurkann einBindedraht 7 in der Mitte der Latten vorgesehen sein. Die so hergestellte flexible Verpackung wird derart um den zu verpackenden Rundkörper gelegt, dass der Bin- dedraht nach aussen kommt.
Die Vorteile der erfindungsgemässen Verpackung liegen einmal darin, dass der zu verpackende Gegenstand durch nachträgliches Festnageln der Verschalung oder Zunageln der Kiste nicht mehr erschüttert wird und wodurch eine Beschädigung des Rundkörpers durch schräg eingeschlagene
Nägel fortfällt. Die bisher verwendeten Deckplatten an den Enden der Verpackung sind in Fortfall gekom- men, da sich die Enden der Holzlatten durch die Spannung des Bindedrahtes konisch zusammenziehen.
Eine Beschädigung des verpackten Gutes durch Umfallen aufrecht gestellter Verpackungen ist durch das
Einfügen einer längeren Latte ausgeschaltet.
Schliesslich kommt noch hinzu, dass bei Anwendung der er- findungsgemässen Verpackung durch Lohn.-, Material- und Gewichtseinsparungen eine erhebliche Kosten- einsparung gegeben ist, wobei sich die Lohneinsparung auch auf das Lösen der Verpackung bezieht, wobei lediglich zwei oder drei gut erreichbare Bindedrähte durchschnitten werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verpackung eines langen, runden Gegenstandes, vorzugsweise eines Langstabisolators, bestehend aus Latten, Bindedraht und Krampen, wobei die auf Lücke parallel gelegten Latten durch mindestens zwei senkrecht zu ihnen verlaufende, mit Krampen befestigte Bindedrähte zu einer Art Matte zusammengehal- ten werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Latten den zu verpackenden Gegenstand an seinen Enden überragen und dass der Abstand der äusseren Bindedrähte voneinander grösser ist als die Länge des zu ver- packenden Gegenstandes.