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Werkzeug mit einem aus Hartmetall oder keramischem
Schneidstoff bestehenden Schneidkörper
Die Erfindung bezieht sich auf ein Werkzeug mit einem aus Hartmetall oder keramischem Schneidstoff bestehenden Schneidkörper, der an einer nach drei Seiten hin offenen Ausnehmung des Werkzeugschaftes mittels einer in die Ausnehmung ragenden Zugschraube festgezogen liegt.
Es ist ein Werkzeug dieser Art bekanntgeworden, bei dem der plattenförmige Schaeidkörper in der nach drei Seiten hin offenen Ausnehmung des Werkzeugschaftes mittels einer Klemmp atze, die von oben her auf den Schneidkörper drückt, festgehalten wird. Eine Zugschraube durchsetzt die Klemmpratze und zum Teil die Ausnehmung und greift mit ihrem gewindeseitigen Teil in den Werkzeugschaft ein. Die Klemmpratze besitzt einen senkrecht nach unten gerichteten Ansatz, an den sich der Schneidkörper mit
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kante, die nach Stumpfwerden immer wieder nachgeschliffen werden muss.
Es sind auch bereits plättchenförmige Schneidkörper bekanntgeworden, die entweder kreisförmig, quadratisch oder fünfeckig ausgebildet sind. Der fünfeckige Schneidkörper beispielsweise besitzt ein. Mittelbohrung, die sich nach aussen hin konisch erweitert und in die eine Zugschraube mit ihrem Kopf eingreift, die in ein entsprechendes Gewinde des Werkzeugschaftes eingeschraubt ist. Die Seitenflächen dieses fünfeckigen Schneidkörpers bilden die Flächen eines entsprechenden Pyramidenstumpfes. Die Herstellung eines solchen fünfeckigen, kegelstumpfförmig ausgebildeten Schneidkörpers gestaltet sich sehr schwierig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug der oben bezeichneten Art zu schaffen, dessen Schneidkörper in einfacher Weise hergestellt sowie leicht lösbar, jedoch sicher befestigt werden kann und möglichst viele Schneidkanten aufweist. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäss der Erfindung dadurch, dass der Schneidkörper Würfelform und mindestens eine in an sich bekannter Weise senkrecht zu einer Anlagefläche stehende Gewindebohrung für die im Werkzeugschaft sitzende Zugscbraube aufweist.
Durch die Verwendung eines würfelförmigen Schneidkörpers wird zunächst erreicht, dass sich der Schneid-
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der Ausnehmungzu vor allem die Tatsache beiträgt, dass die drei Abstützflächen gleich gross sind. Der Würfel lässt sich ausserdem in besonders einfacher Weise mit grösster Massgenauigkeit herstellen. Ferner stehen mit einem Würfel zwölf Schneidkanten zur Verfügung, die jeweils durch Drehen des Würfels in der Ausnehmung des Werkzeugscbaftes zum Einsatz gebracht werden können. Günstig ist dabei auch sexe. Halterung mittels einer oder mehrerer Zugschrauben, da bei deren Anordnung günstigere Spannungsverhältnisse im würfelförmigen Schneidkörper erzielbar sind als mit Druckschrauben.
Es ist bereits der Vorschlag gemacht worden, Schneidkörper mit einer Füllung aus einem Werkstoff
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schraube anzuordnen. Diese Füllung hat den Vorteil, dass das Gewinde in einen relativ weichen Werkstoff geschnitten werden kann. Auch der Schneidkörper des erfindungsgemässen Werkzeuges weist eine Füllung aus einem Werkstoff mit niedrigem Schmelzpunkt auf, in der eine Gewindebohrung für die Zugschraube vorgesehen ist.
Diese Gewindebohrung ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung in der der Frei-
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bohrung hat den Vorteil, dass die Befestigungsschraube in wirksamer Stellung des Schneidkörpers und des Werkzeugschaftes leicht zugänglich ist, so dass in sinfachsr Weise der Schneidkörper bei Stumpfwerden
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einer Schneidkante so gedreht werden kann, dass eine andere Schneidkante in Arbeitsstellung gelangt. Da- mit der Schneidkörper in den verschiedensten Stellungen, in denen sich jeweils eine Schneidkante in Ar- beitsstellung befindet, in der Ausnehmung des Werkzeugschaftes befestigt werden kann, ist in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung der würfelförmige Schneidkörper mit zwei sich kreuzenden Durchgangsgewin- debohrungen versehen.
Dadurch ist das Festspannen des Würfels mit ein und derselben Zugschraube auch in verschiedenen andern Lagen des Schneidkörpers möglich, uaneben ergibt sich bei Verwendung einer
Füllung zur Aufnahme der Gewinde ein Füllkörper in Kreuzform, der sich unlösbar in dem Schneidkörper befindet. Hiebei kann der Füllkörper aussen die Konturen zweier sich schneidender Zylinder aufweisen, so dass sich die Herstellung der entsprechenden kreuzförmigen Bohrung im Schneidkörper und damit die gesamte Herstellung des Schneid körpers vereinfacht.
Besonders vorteilhaft wird die Halterung des in die Durchgangslöcher eingebrachten Füllwerkstoffes dann, wenn der würfelförmige Schneidkörper nach einem weiteren Merkmal der Erfindung drei sich kreu- zende Durchgangslöcher mit Füllung aufweist, von denen in mindestens zwei eine durchgehende Gewin- debohrung eingeschnitten ist. Wird der Würfel in der Ausnehmung des Werkzeugschaftes lediglich mit einer einzigen Schraube festgezogen, so genügt es, wenn mindestens zwei durchgehende, sich kreuzende
Gewindebohrungen vorhanden sind, um jede Kante des Würfels in die Schneidstellung bringen zu können.
Soll ein würfelförmiger Schneidkörperin einem als Seitenstahl ausgebildeten Werkzeugschaft zur An- wendung kommen, dann muss dieser Schneid körper in gewissem Masse von der Würfelform abweichen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Schneidkörper in seiner Form dadurch von einem Würfel ab- weichen, dass zwei sich parallel gegenüberliegende Quadratflächen des Schneidkörpers zueinander um ihre
Mittelachse um den Freiwinkel des Werkzeuges verdreht liegen. Dieser Verdrehung um den Freiwinkel kommt besondere Bedeutung zu, da der Freiwinkel bei einem Seitenstahl unbedingt notwendig ist und durch die Verdrehung der beiden parallel gegenüberliegenden Quadratflächen in der Schnittebene liegend erzielt wird.
Hiebei können die die beiden Quadratflächen aufweisenden Würfelhälften gegeneinander um den Freiwinkel gedreht und die die andern überragenden Kanten an der Trennfuge unter Erzielung einer
Dreieckfläche abgenommen sein. Dadurch werden überragende Kanten an der Trennfuge beider Würfel- hälften vermieden und gleichzeitig eine sichere Führung der Späne erzielt.
Damit bei der vorstehend erwähnten Ausbildung des Schneidkörpers die dem Werkzeugschaft zuge- wandten Schneidkanten nicht beschädigt werden, weist der Werkzeugschaft im Bereich der dem Zug- ) schraubenkopf zugewandten Würfelhälfte Ausnehmungen auf, in denen die vorspringenden Schneidkanten des Würfels Platz finden. Durch diese Anordnung ergibt sich auch der Vorteil, dass der Schneidkörper satt auf der Spannfläche und an den übrigen Flächender Ausnehmung auf deren vorderem Rand im Werkzeug- schaft liegt.
Bei der Verwendung von Hartmetall, insbesondere aber bei der Verwendung von keramischen Schneid- ! Stoffen, ist es wichtig, dass die zugeordneten Flächen von Schneidkörper und Werkzeugschaft völlig spiel- frei aufeinanderliegen. Dies ist zunächst deshalb notwendig, um Spannungen innerhalb des Schneidkörpers zu vermeiden, die beim Festziehen des Schneidkörpers hervorgerufen werden könnten. Ferner ist ein sattes
Aufliegenvon Schneidkörper und Schaft deshalb erwünscht, weil dadurch die Wärmeableitung vom Schneid- körper in den Werkzeugschaft verbessert wird. Treten nämlich im Schneidkörper Wärmestauungen auf, so werden Spannungen erzeugt, und die Gefahr eines Bruches wird vergrössert.
Es ist bereits bekannt, eine satte Anlage der Flächen aneinander durch Anordnung von Zwischenplättchen zu erzielen, die z. B. aus
Kupfer bestehen können. Diese Zwischenplättchen lassen eine gewisse Verformung beim Anziehen des
Schneidkörpers zu, so dass sich die entsprechenden Flächen satt aneinander legen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besteht das zwischen den Begrenzungstlächender Ausnehmung im Schaft und den entsprechenden Flächen des Schneidkörpers liegende an sich bekannte dünne Zwischen- plättchen aus einem drei etwa quadratische rechtwinkelig zueinanderstehende Teile aufweisenden ein- stückigen Plättchen, dessen Teile an den Begrenzungsflächen der Ausnehmung des Werkzeugschaftes an- liegen, wobei die Stosskanten zwischen den rechtwinklig zueinanderstehenden Teilen des Plättchens in die an sich bekannten Einziehungen der Stosskanten der Begrenzungsflächen der Ausnehmung herausgedrückt ! sind. Durch dieses Plättchen wird eine einwandfreie Anlage des Schneidkörpers an den entsprechenden
Flächen der Ausnehmung erreicht.
Ausserdem werden Spannungen im Schneid körper vermieden, wodurch die Lebensdauer des Schneidkörpers erhöht wird.
Zur Vereinfachung der Herstellung des erfindungsgemässen Schneidkörpers kann dieser gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung aus zwei je mit einer der Anlagefläche parallelen Fläche aneinandergei fügten, gleichgeformten Halbteilen bestehen. Die beiden Halbteile können dann je für sich in einfacher
Weise hergestellt werden.
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Um jedoch im Betriebe eine feste Verbindung dieser beiden Halbteile zu erzielen, sind in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung die pyramidenstumpfförmig gestalteten und mit ihren Stumpfflächen anein- andergefügten Halbteile mittels einer Buchse aneinandergepresst, die die Gewindebohrung aufweist. Um eine Verdrehung der beiden Halbteile um eine gemeinsame Mittelachse im Betriebe mit Sicherheit zu vermeiden, ist die Buchse, die aus einem stauch-oder schmelzbaren Material, z. B. einer Kupferlegierung oder aus einem harten Metall, z. B. Stahl, bestehen kann, mit Rippen oder Nocken versehen, die in entsprechende Nuten oder Lücken der Halbteile eingreifen.
Hiebei können an jedem Halbteil Nuten oder Lücken in mindestens einer Radialebene der Buchse angeordnet sein, die diagonal sich gegenüberliegende
Schneidspitzen des Halbteils schneidet, weshalb der Querschnitt der Halbteile am wenigsten geschwächt wird. Die Halbteile können um den Freiwinkel nach links oder rechts verdreht oder ohne jede Verdrehung miteinander verbunden sein. Damit die beiden aufeinanderliegenden Halbteile um den Freiwinkel gegeneinander gedreht angeordnet und starr miteinander verbunden werden können, sind die an der Buchse im
Bereich des einen Halbteils angeordneten Rippen oder Nocken um den Freiwinkel gegen die im Bereich des andern Halbteils angeordneten Rippen oder Nocken versetzt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, an der Buchse des Schneidkörpers die Rippen oder Nocken und an jedem Halbteil die Nuten bzw.
Lücken jeweils in zwei sich rechtwinkelig kreuzenden Radialebenen anzuordnen, wobei die Radialebenen der
Halbteile um den halben Freiwinkel gegenüber den ihre Schneldspitzen schneidenderidiagonalebenen verdreht sind. Dies hat den Vorteil, dass aussen an der Buchse die Rippen bzw. Nocken in axialer Richtung miteinander fluchten, so dass dadurch die Herstellung der Buchsen vereinfacht und erleichtert wird. Beim
Zusammenbau derbeiden Halbteilc mit Hilfe dieser Buchse ergibt sich dann eine Versetzung beider Halbteile um den vollen Freiwinkel.
Es ist natürlich-auch möglich, die beiden Halbteile in ihrer gegenseitigen Stellung miteinander zu verlöten, zu verkleben oder auch auf eine andere beliebige Weise zu verbinden.
Für kleine Vorschübe der Grössenordnung von etwa 0, 2 mm/U kann vorgesehen sein, dass jede Seiten- fläche der Halbteile eine sich über ihre etwa halbe Höhe erstreckende, stufenförmige Absetzung aufweist, über die solche schwache Späne bereits gebrochen werden. Diese stufenförmige Absetzung hat noch den Vorteil, dass sie zur Abstützung des Schneidkörpers an der entsprechenden Fläche der Ausnehmung verwendet werden kann. Für eine solche Abstützung sind in der Schaftausnehmung Passflächen vorgesehen, an denen sich der festgespannte Schneidkörper in der Schaftausnehmung mit dem stufenförmigen Absetzungspaar seiner Halbteile abstützt, das der jeweils arbeitenden Schneidkante gegenüberliegt.
Hiebei können die Passflächen an dem Schaft eines dem Schneidkörper zugeordneten Bolzenstiftes angeordnet sein, der . in dem Schaft und dessen Ausnehmung mit Presssitz befestigt ist. Der Bolzenstift kann aus einem in bezug auf den Schaft härteren Material bestehen und auswechselbar befestigt sein.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele nach der Erfindung dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen
Werkzeugschaft mit einem würfelförmigen Schneid körper nach der Erfindung, Fig. 2 den Werkzeugschaft ohne Schneidkörper und ohne Spannschraube, Fig. 3 den Schneidkörper im Werkzeugschaft nach Fig. 1 in schaubildlicher'Darstellung, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der'Fig. l, Fig. 5 den Werkzeugschaft nach Fig. l in vergrösserter Darstellung mit einem würfelförmigen Schneidkörper, dessen Spanflä- chen mit einem positiven Spanwinkel angeordnet sind, Fig. 6 einen.
Werkzeugschaft anderer Ausbildung für einen würfelförmigen Schneidkörper nach der Erfindung, Fig. 7 den Werkzeugschaft nach Fig. 6 mit einem eingesetzten Schneidkörper, Fig. 8 den Schneidkörper nach Fig. 7, losgelöst vom Werkzeugschaft,
Fig. 9 ein Zwischenplättchen, das zum Einlegen in die Ausnehmung des Schaftes nach Fig. 6 bestimmt ist,
Fig. 10 einen als Seitenstahl ausgebildeten Wer. kzeugschaft mit einem Schneidkörper anderer Ausbildung
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Fig. 12 eine Seitenansicht des Werkzeuges nach Fig. 10. in Richtung der Werkstückachse, Fig. 13 eine Draufsicht auf das im Einsatz befindliche'Werkzeug'nach Fig. 12, Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie XIV - XIV der Fig. 12 und 10, Fig.
IfulsSehenansicht'einen in grösserem Massstab dargestellten Halbteil für einen Schneidkorper, Fig. 16 eine Ansicht in Richtung ues Ptelles XVI gemäss Fig. lu, Fig. 17 einen Schnitt nach der Linie XVII - XVII der Fig. 16, Fig. 18 einen Schnitt nach der Linie XVIII-XVIIIder Fig. 16, Fig. 19 eine Seitenansicht eines ändern Halbteils, Fig. 20 als Seitenansicht einen aus zwei Halbteilen zusammengesetzten Schneidkörper, Fig. 21 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XXI gemäss Fig. 20, Fig. 22 als Seitenansicht einen Schneidkörper mit gegenseitig links verdrehten Halbteilen.
Fig. 23 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XXIII gemäss Fig. 22, Fig. 24 als Seitenansicht einen Schneidkörper mit gegenseitig rechts verdrehten Halbteilen, Fig. 2 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XXV der Fig. 24, Fig. 26 einen Schnitt nach der Linie XXVI - XXVI der Fig. 25 mit einer die Halbteile des Schneidkörpers verbindenden Buchse, Fig. 27 als Seitenansicht einen rechten Messerstahl mit gegenseitig links verdrehten Halbteilen
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des Schneidkörpers, Fig. 28 eine Ansicht von rechts gemäss Fig. 27, Fig. 29 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles XXIX gemäss Fig. 28, Fig. 30, 31, 32 desgleichen als Seitenansicht, Draufsicht und Vorderansicht
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des Schneidkörpers, Fig.
33,Schneidkörpers mit in ihn eingeführter Buchse.
In den Fig. 1- 5 ist der Werkzeugschaft mit 1 bezeichnet. Er weist an seinem vorderen Ende die wür- felförmige Ausnehmung 2 auf, die der Aufnahme des Schneidkörpers 3 gemäss den Fig. 1, 3 und 4 oder des Schneidkörpers 4 gemäss der Fig. 5 dient. In der Ausnehmung 2 ist der Schneidkörper 3 mittels der Zugschraube 5 gehalten, die den Schneid körper gegen die Fläche 6 zieht, wobei die Lage des Durchgangsloches 7 im Werkzeugschaft 1 für die Schraube 5 derart gewählt ist, dass der Schneidkörper 3 bzw. 4 auch formschlüssig auf der Fläche 8 aufliegt und ebenso formschlüssig an der seitlichen Fläche anliegt, von der lediglich die Kanten 9 sichtbar sind.
Der Schneidkörper 3 ist würfelförmig ausgebildet. Die Auflagefläche 8 in der Ausnehmung 2 ist zur Spitze hin um den Freiwinkel geneigt, so dass sich dadurch ein negativer Spanwinkel der jeweils oberen Fläche 10 des Schneidkörpers 3 ergibt. Der Schneidkörper 3 ist mit drei sich kreuzenden Ausnehmungen versehen, welche mit einem leicht schmelzbaren Metall, beispielsweise einer Kupferlegierung ausgegossen sind. In die Füllung sind zwei sich kreuzende Gewindebohrungen 12 eingeschnitten, in welche die Schraube 5 einschraubbar ist. Durch das Einbringen der. Gewindebohrungen 12 ergeben sich im Inneren des Schneidkörpers 3 sich kreuzende Gewindebuchsen 11, die durch die Kreuzform daran gehindert sind, etwa durch Anziehen der Schraube 5 herausgerissen zu werden.
Durch die kreuzförmige Anordnung der Gewindebohrungen 12 ist die Möglichkeit gegeben, den Schneidkörper 3 zwölfmal umzusetzen, so dass jeweils eine seiner zwölf Kanten als Hauptschneide zum Schneiden kommen kann. Es ist also bei dem Werkzeug nach den Fig. 1 - 4 nicht notwendig, dass bei einem Stumpfwerden der Schneidkante diese nachgeschliffen wird. Es genügt ein Umsetzen des Schneidkörpers, um auf diase Weise eine andere Kante in die Schneidstellung zu bringen. Erst wenn alle Schneidkanten stumpf geworden sind, wird ein Nachschleifen durchgeführt, gegebenenfalls kommt dann auch ein Nachschleifen der Stirnflächen des Werkzeugschaftes in Fra-
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Das in der Fig. 5 dargestellte Werkzeug weist einen Werkzeugschaft 1 auf, der mit dem nach den Fig.
1 und 2 übereinstimmt. Lediglich bei dem Schneidkörper 4 handelt es sich um einen'Körper anderer Ausbildung. Dieser ist nämlich unmittelbar an den Schneidkanten zweier sich gegenüberliegender Flächen hinterschnitten, u. zw. in der Weise, dass eine unter einem bestimmten Winkel stehende Spanfläche entsteht. Auf diese Weise ergibt sich ein positiver Spanwinkel, wie er in Deutschland üblich ist.
Wie die Fig. 1-5 erkennen lassen, sind in den Ecken der Ausnehmungen 2 Hinterschneidungen 13 eingearbeitet, so dass die Kanten der Schneidkörper scharfwinklig sein können, wie es wegen ihrer Verwendung als Schneidkante notwendig ist. Ausserdem ist durch die Hinterschneidungen 13 die Bearbeitung der Auflageflächen in der Ausnehmung 2 erleichtert.
Das in den Fig. 6 und 7 dargestellte Ausführungsbeispiel ist demnach den Fig. 1 - 5 ähnlich. Abweichend davon ist jedoch nicht nur eine einzige Schraube für das Festziehen des Schneidkörpers im Werkzeugschaft vorgesehen, sondern es sind drei Zugschrauben vorhanden. Der Werkzeugschaft ist mit l'und der im einzelnen in Fig. 8 dargestellte Schneidkörper mit 3'bezeichnet. Alle übrigen Bauteile und baulichen Merkmale sind mit den gleichen Bezugsziffern versehen, wie die in Fig. 1 - 4. Die Zugschrauben 5 stehen rechtwinklig zueinander und durchdringen jeweils die drei Begrenzungsflächen der Ausnehmung 2.
Für die Aufnahme der Zugschraube 5 sind die Bohrungen 7 vorgesehen, die insbesondere aus der Fig. 6 zu ersehen sind. Der Schneidkörper 3'ist im wesentlichen ebenso wie der nach Fig. 3 ausgebildet. Er unterscheidet sich von diesem lediglich dadurch, dass in allen drei Richtungen Gewinde 12 in den eingegossenen Buchsenkörper 11 eingeschnitten sind. In die Gewinde 12 greifen jeweils die Zugschrauben 5 ein. Zum Ausgleich etwa vorhandener Unebenheiten der Auflageflächen liegt-zwischen dem Schneidkörper 3'und den Flächen der Ausnehmung 2 ein dünnes Plättchen 32, dessen Ausbildung im einzelnen aus der Fig. 9 zu ersehen ist. Es setzt sich aus drei rechtwinklig zueinander stehenden Lappen zusammen. Jeder dieser Lap-' pen ist mit einer Bohrung 34 versehen, durch welche die Zugschrauben 5 greifen.
Die Ecken sind jeweils wie bei 33 nach aussen herausgedrückt und liegen nach dem Einsetzen des Plättchens 32 in den Hinterschneidungen 13 im Werkzeugschaft. Wie die Fig. 6 und 7 erkennen lassen, ist der Schneidkörper 3'ab- weichend von dem Schneidkörper 3 gemäss den Fig. 1 - 4 nicht nur mit einer einzigen Zugschraube 5, sondern mit drei Zugschrauben 5 in der Ausnehmung 2 festgehalten, wobei eine satte Anlage an den drei Begrenzungsflächen der Ausnehmung 2 gewährleistet ist. Diese Anordnung ist besonders vorteilhaft, wenn
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es sich um einen Schneidkörper aus besonders sprödem Werkstoff handelt und besonders in Verbindung mit Zwischenplättchen geeignet.
Handelt es sich um ein Plättchen beispielsweise aus Kupfer, dann trägt dies in hervorragender Weise dazu bei, die an der Schneidkante auftretende Wärme in den Werkzeugschaft l' überzuleiten. Ein solches Zwischenplättchen kann selbstverständlich auch bei einem Werkzeug gemäss den Fig. 1-5 und ebenso auch bei einem Werkzeug gemäss den Fig. 10-14 zur Anwendung kommen.
Bei dem in den Fig. 10-14 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein als Seitenstahl ausgebildetes Schneidwerkzeug. Der Schaft des Werkzeuges ist mit 14 bezeichnet. Er weist an der vorderen Ecke die Ausnehmung 15 auf, in welche der Schneid körper 16 eingesetzt ist. Dieser ist quer von der Ausnehmung 17 durchdrungen, die mit einer leicht schmelzbaren Kupferlegierung ausgegossen ist. In diese ist die Gewindebohrung 19 für die Spannschraube 20 eingeschnitten. Wie die Fig. 14 erkennen lässt, ist die Ausnehmung 17 durch zwei aufeinanderstehende stumpfkegelige Ausnehmungen gebildet, so dass das Ausgussmaterial nicht herausgerissen werden Kami. Es bildet eine unverlierbare Gewindebüchse 18, in welche die Schraube 20 eingreift, die mit ihrem Kopf 21 im Schaft 14 versenkt liegt.
Der Schneidkörper 16 liegt mit einer ebenen Fläche 23 an der Seitenfläche 22 des Werkzeugschaftes 14 an und weist eine zu dieser Fläche parallele, quadratische Fläche 23'auf. Mit seiner rechtwinklig dazu liegenden Fläche 29 liegt er auf dem vorderen Rand 25 des Schaftes 14 in dessen Ausnehmung 15 auf. Dies ist im einzelnen aus der Fig. 14 zu ersehen. Aus dieser Figur ist auch ersichtlich, dass im Anschluss an die Fläche25 eine Vertiefung 24 angeordnet ist, in welche die untere vorspringende Kante des Schneidkörpers 16 hineinragt. Eine solche Ausnehmung ist auch in der einen Seitenfläche vorhanden. Sie ist in den Fig. 10 und 13 ersichtlich und mit 26 bezeichnet.
Diese Ausnehmungen 24 und 26 sind deshalb vorhanden, weil der Schneidkörper 16 von der Würfelform abweicht, u. zw. in der Weise, als bestände er aus zwei an der Stelle 27 zusammengefügten Würfelhälften, die um die Achse der Gewindebohrung 19 zueinander um den Freiwinkel gedreht sind. Dies ergibt sich vor allem aus den Fig. 11 und 12. Unmittelbar an den Kanten sind die Dreieckflächen 28 angeschliffen, die mit der Fläche 29 einen stumpfen Winkel einschliessen. Die Anordnung der Flächen und der Verlauf ihrer Schnittkanten ist auf allen vier Seiten der gleiche. Es ist durch diesen Zuschliff gewährleistet, dass der Seitenstahl einen Freiwinkel aufweist und in der Weise zum Einsatz gebracht werden kann, wie es die Fig. 12 und 13 verdeutlichen.
Diese zeigen das Schneidwerkzeug beim Abdrehen einer Welle 30, wobei sich das Werkzeug in Richtung des Pfeiles 31 gemäss Fig. 13 vorwärtsbewegt.
Der Vorteil des Werkzeuges nach den Fig. 10-14 ist darin zu erblicken, dass der Schneidkörper 16 mit acht Schneidkanten zum Einsatz gebracht werden kann. Erst nachdem alle acht Seitenkanten stumpf sind, ist ein Nachschleifen erforderlich, wobei lediglich ein Nachschleifen der ebenen Stirnflächen 23 und 23' erfolgen muss. Zur Erzielung eines positiven Spanwinkels können noch die Seitenflächen entsprechend eingeschnitten sein, u. zw. in ähnlicher Weise, wie es gemäss Fig. 5 an dem würfelförmigen Schneidkörper 4 durchgeführt ist.
Das in Fig. 15 und den folgenden Figuren dargestellte, aus Hartmetall oder keramischem Werkstoff bestehende und pyramidenstumpfförmig gestaltete Halbteil 41 für einen aus zwei Halbteilen zusammenfügbaren Schneidkörper weist vier Seitenflächen 42 auf, die je mit der als Auflagefläche des Schneidkörpers verwendbaren, quadratischen Fläche 43, die wahlweise benutzbaren Schneidkanten 44 dieses Halbteiles erzeugen. Die Seitenflächen 42 sind gegenüber der quadratischen Fläche 43 um den für den Schneidkörper bestimmten Spanwinkel y von beispielsweise 180 geneigt. Eine der Seitenflächen 42 des einen oder andern Hablteils ist somit die jeweilige Spanfläche des Schneidkörpers. Die Stumpffläche 45 ist die Fläche, mit der das Halbteil an das formengleiche andere Halbteil gefügt wird.
Das Halbteil weist eine zur Auflagefläche 43 senkrechte zentrale Bohrung 46 mit auflageseitiger kegelstumpfförmiger Erweiterung 47 auf. In den die sich diagonal gegenüberliegenden Ecken 48 der Schneidkanten 44 schneidenden beiden Radialebenen ist je ein Paar sich gegenüberliegender Nuten49 angeordnet. Die Höhe des Halbteils beträgt, wie die Fig. 15 - 18 erkennen lassen, weniger als ein Viertel der Schneidkantenlänge.
Am Halbteil 41'des Ausführungsbeispiels nach Fig. 19 sind in dessen etwa halber Höhe die vier Seitenflächen 42'je mit der stufenförmigen Absetzung 50 versehen. Der aus den beiden völlig formgleichen, an ihren Stumpfflächen 45 zusammengefügte Schneidkörper 51 nach Fig. 20 und 21 weist keine gegenseitige Verdrehung der Halbteile auf und deren Nutenpaare 49 fluchten jeweils. Auch die vier Kantenpaare der bei 52 nahezu fugenlos aneinanderliegenden Stumpfflächen zeigen abstazlose Deckung.
An dem Schneidkörper 53 nach Fig. 22 und 23 sind die Halbteile 41 gegenseitig um einen Freiwinkel von < x= 60 verdreht. Am Schneidkörper 54 nach Fig. 24 und 25 ist die gegenseitige Verdrehung um 60 nach rechts vorgenommen. Weil in beiden Fällen die Kantenpaare bei 52 wegen der Umdrehung nicht absatzlos sich decken würden, sind die andernfalls überstehenden Teile der Seitenflächen unter Erzielung von
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Dreieckflächen 55 abgeschliffen. Die gegenseitige Versetzung um 60 der Nuten 49 beider Halbteile 41 verhindert nicht die Ausprägung von je sich zusammenhängend in beiden Halbteilbohrungen erstreckenden Rippen 56'an der Buchse 56, wie das Fig. 26 erkennen lässt.
Der durch die Fig. 27. 28, 29 etwa in Na-
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seitig nach links verdreht sind, lässt das Festspannen des Schneidkörpers mittels einer aus Stahl bestehenden rippenlosen Buchse 58 erkennen. Mittels dieser in die durchgehende Bohrung beider Halbteile eingeführten Buchse 58 und mittels der Innensechskantzugschraube 59 ist der Schneidkörper 53'in der prisma- förmigen, nach drei Seiten hin offenen Ausnehmung 60 des Werkzeugschaftes über seine Auflagefläche 43 festgespannt. Die Buchse 58 ist nach Herausschrauben der Zugschraube jederzeit vom Schneidkörper lösbar.
Die Ausnehmung 60 des Stahlschaftes besitztdie Eckaussparung 61 und die Kantenaussparung 62. In dieser Kantenaussparung 62 liegt eine der Seitenflächen des nichtschneidenden Halbteils innerhalb der Ausnehmung frei. Dem Schneid körper 53'ist der Bolzen 63 zugeordnet. Dieser Bolzen dient dem Schneidkörper als Widerlager gegen die jeweils auf ihn ausgeübte Hauptschnittkraft. Der Bolzen ist mit Presssitz im Werkzeugschaft und in der Ausnehmung befestigt. Er besitzt die Passflächen 64,65. An diesen Passflächen ist der Schneidkörper abgestützt mit einem Paar der in Fig. 19 gezeigten Absetzungen 50.
Die Fig. 36 zeigt einen beispielsweise ebenfalls für den Messerstahl 57 verwendbaren Schneidkörper 53" mit in der Bohrung jedes Halbteils ausgeschliffenen Nuten 49'.
In diesem Falle sind die Nuten 49'der formgleichen Halbteile in zwei sich rechtwinklig kreuzenden RadialebenenA angeordnet, die gegenüber den die Ecken der Schneidkanten schneidenden Diagonalebenen um die halbe Freiwinkelgrösse a/2 d. h. z. B. um 30 nach rechts abweichen. Der Schneidkörper 53" weist daher Halbteile auf, an denen jeweils die Nutenpaare nach Zusammenfügung der gegenseitig um 60 nach links verdrehten Halbteile fluchten.
Die Halbteile dieses Schneidkörpers sind somit nach Einführung der Buchse 58', an der aussen in rechtwinklig gekreuzten Radialebenen die Längsrippen 66 angebracht sind, auch dann unverdrehbar, wenn keine sonstigen Mittel dafür verwendet werden. Für die Innensechskantschraube besitztdie Buchse eine Gewindesackbohrung 67. Die Schneidkörper nach den Fig. 30-35 besitzen Gewindebohrungen 68, in die die Zugschraube 59. unmittelbar eingeschraubt ist.
Erprobungen haben gezeigt, dass ein Drehmeissel mit einem quadratischen Querschnitt von 25 x 25 mm. der mit einem erfindungsgemässen zweiteiligen Schneid körper ausgerüstet ist und dessen Halbteile hochkant gestellt verwendete Hartmetallplatten sind, eine Beanspruchung zulässt, die sonst einem normalen Drehmeissel aus legiertem Schnellstahl von 40 x 4Q mm Querschnitt zugemutet wird.
Es hat sich ferner gezeigt, dass nach Ausfall,, eines Halbteils durch Bruch, Riss od. dgl. das andere Halbteil voll einsatzfähig bleibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Werkzeug mit einem aus Hartmetall oder keramischem Schneidstoff bestehenden Schneidkörper, der in einer nach drei Seiten hin offenen Ausnehmung des Werkzeugschaftes mittels einer in die Ausnehmung ragenden Zugschraube festgezogen liegt, -'dadurch gekennzeic1met, dass der Schneidkörper (3 oder 3'oder 16) Würfelform und mindestens eine in an sich bekannter Weise senkrecht zu einer Anlagefläche stehende Gewindebohrung (12 bzw. 19) für die im Werkzeugschaft (1 oder 14) sitzende Zugschraube (5 bzw. 20) aufweist.