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Vorrichtung zum Anbringen von Leimbändern auf Paketen oder andern Verpackungsbehältern
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Anbringen von Leimbändern auf Paketen oder andern Verpackungs-Behältern, bei der eine Rolle des Leimbandes mittels einer Schwenk-Einrichtung um das Paket herum geschwenkt wird.
Es ist bekannt, Dosen oder andere Behälter mittels Trockenklebebänder zu verschliessen. Dabei wird eine Klebstoffrolle beispielsweise mittels eines Armes um die zu verschliessende Dose herum geschwenkt. Es wurde auchbekannt, an Stelle von Trockenklebebändern solche zu verwenden, bei welchen eine Schicht des thermoplastischen Kunstharzklebers auf einer Metallfo. lic angeordnet ist. Die Metallfolie wird durch elektrischen Stromfluss erhitzt, wobei der Kleber klebrig wird.
Der naheliegende Weg, nämlich Leimbänder zu verwenden -bei denen die Leimschicht durch Anfeuchtung eines Leimbandes erfolgt, erwies sich als schwer realisierbar, da ein gleichmässiger Wasserzulauf zu einer Anfeuchteinrichtung nicht erreicht werden konnte. Da die Kleberolle um das Verpackungsgut herum verschwenkt wird, muss auch die Anfeuchteinrichtung dieser Schwenkbewegung folgen. Eine Wasserzufuhr mittels Rohrleitungen, Schläuchen od. dgl. scheidet aus, wenn man nicht sehr schwierige Abdichtprobleme in Kauf nehmen will. Dementsprechend können auch keine selbsttätige Steuerungseinrichtungen mit entsprechenden Regulierventilen Verwendung finden, die beispielsweise in derartige Rohrleitungen eingebaut werden könnten.
Die Wasserzufuhr muss sich selbständig der Arbeitsgeschwindigkeit der Vorrichtung anpassen, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Arbeitsrhythmus oftmals sehr ungleichmässig sein kann. So können beispielsweise rasch hintereinander eine grosse Anzahl von Paketen verpackt werden, wonach die Maschine eine längere Stillstandszeit hat. Unabhängig von der Arbeitsgeschwindigkeit muss jedoch die Anfeuchteinrichtung während des Verfahrens ausreichend Wasser an das Leimband abgeben. Dagegen muss während der Stillstandszeit sichergestellt werden, dass kein Wasser aus der Anfeuchteinrichtung abtropft, da sonst das zu verpackende Gut beschädigt werden könnte.
Gemäss der Erfindung wird dieses Problem dadurch gelöst, dass die Schwenkeinrichtung einen mit Wasser füllbaren Hohlraum besitzt und eine Anfeuchteinrichtung für das Leimband trägt, die von dem in dem Hohlraum befindlichen Wasservorrat gespeist wird, wenn die Schwenkeinrichtung umläuft.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Schwenkeinrichtung aus einem hohl ausgebildeten Ring. Vorzugsweise besteht der Ring aus einem kreisförmig gebogenen Rohr. Die Anfeuchteinrichtung kann mit dem Hohlraum über einen Kanal verbunden sein, dessen Durchflussquerschnitt mittels einer Justierschraube verbunden ist.
Auf den Zeichnungen ist eine bevorzugte Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Es zeigen : Fig. l eine Ansicht der bevorzugten Ausführungsform der Paketumschnürungsvorrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 2 eine gegenüber Fig. l um 900 gedrehte Ansicht, Fig. 3 eine Unteransicht auf die Vorrichtung gemäss den Fig. 1 und 2, Fig. 4 eine Schnittansicht des Abspuldornes für das Umschnürungsmaterial, Fig. 5 eine Schnittansicht der Anfeuchteinrichtung.
Die dargestellte Vorrichtung enthält einen Tisch 1, welcher als Auflager für ein zu umschnürendes Paket 2 dient. Das Paket 2 wird dabei von Hand aus oder mittels mechanischer Fördereinrichtungen an den Tisch 1 herangebracht und auf diesem so angeordnet, dass es quer über einem Einschnitt 3 in dem Tisch 1 liegt. Über den Tisch 1 erstrecken sich Träger 4, an welchen Rollen 5 drehbar befestigt sind.
Über die Rollen 5 läuft ein Ring 6, der mit einem Teil seiner Peripherie in dem Einschnitt 3 liegt und
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der von einem Elektromotor 7 angetrieben wird.
Der Ring 6 trägt, wie dies insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich ist, einen Abspuldorn 8, aufweIchen eine Vierkanthülse 9 drehbar angeordnet ist. Die Vierl < anthülse 9 ist mit einer Scheibe 10 verbunden, über welche ein Bremsband 11 läuft. Die Spannung des Bremsbandes 11 kann beispielsweise mittels einer Schraube 12 (Fig. l) eingestellt werden.
Auf der Vierkanthtilse 9 wird eine Rolle 13 aus einem bandförmigen Umschnürungsmaterial aufgesteckt. Dasbandförmige Umschniirungsmaterial besteht, wie in Fig. 4 schematisch angedeutet, aus einem bandförmigen Träger 14, der einseitig mit einer Leimschicht 15 versehen ist.
Das bandförmige Umschnürungsmaterial läuft Über eine Anfeuchtrolle 17, welche in Fig. 5 in vergrö- ssertem Massstab dargestellt ist. Die Anfeuchtrolle 17 besteht aus einer Hülse 18 mit einem Anfeuchtbe- lag 19, welche auf einem an dem Ring 6 befestigten Ansatz 20 drehbar ist. Der Anfeuchtbelag 19 steht über Bohrungen 21 mit dem Inneren der Hülse 28 in Verbindung. Der Ansatz 20 hat einen zu dem Hohlraum 22 des Ringes 6 führenden Kanal 23, dessen Durchflussquerschnitt mittels einer Stellschraube 24 einstellbar ist. Der Hohlraum 22 kann über eine nicht dargestellte Einfüllöffnung gefüllt werden.
Die besondere Ausbildung der Anfeuchteinrichtung hat den Vorteil, dass in der oberen Ruhestellung der Anfeuchteinrichtung der Kanal 23 nicht in den Wasservorrat eintaucht, so dass während der Stillstandszeiten der Maschine kein Wasser auslaufen kann. Beim Umlauf des Ringes taucht der Kanal 23 in den Wasservorrat, so dass die Anfeuchteinrichtung das benötigte Quantum Wasser erhält. Die Wasserverteilung passt sich also selbsttätig der Benutzungshäufigkeit der Maschine an.
Das Paket 2 wird quer über dem Einschnitt 3 von Haltebolzen oder Haltewinkeln 25 gehalten, die mittels Stangen 26 mit einer unterhalb des Ringes 6 angeordneten Querplatte oder Querstange 27 verbunden sind. Die Querstange 27 ist auf einem Zapfen 28 drehbar gelagert, welcher von einer Strebe 29 des Tisches 1 gehalten wird.
Die Haltebolzen 25 gleiten in viertelkreisförmigen Aussparungen 30, welche zu beiden Seiten des Einschnittes 3 in dem Tisch 1 vorgesehen sind. Die Haltebolzen 25 können mittels einer Betätigungsstange 31 in den Aussparungen 30 verschwenkt werden, wobei das Paket 2 um etwa 900 gedreht wird.
Die dargestellte Paketumschnürungsmaschine arbeitet sehr rasch und sicher. Das von der Rolle 13 abgewickelte und von der Anfeuchtrolle 17 angefeuchtete Leimband wird mit seinem freien Ende an das Paket 2. angeklebt. Der Elektromotor 7 wird eingeschaltet, so dass der Ring 6 mit grosser Geschwindigkeit umläuft. Nach ein oder mehreren Umläufen des Ringes 6 wird das Paket 2 durch Betätigung der Stange 31 gewendet.
Nachdem der Ring 6 wieder ein oder mehrere Umläufe durchgeführt hat, ist die Umschnürung beendet. Das Leimband wird abgeschnitten und das Paket auf dem Tisch 1 weitergeschoben. Die Maschine ist dann zur Umschnürung des nächsten Paketes bereit. An Stelle des Tisches 1 kann auch eine entsprechende Fördereinrichtung verwendet werden, die die Pakete nacheinander unter den Ring 6 bringt. Ebenfalls kann das An- und Abschalten des Elektromotors 7 und das Wenden des Paketes selbsttätig gesteuert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Anbringen von Leimbändern auf Paketen oder andern Verpackungsbehältem, bei der eine Rolle des Leimbandes mittels einer Schwenkeinrichtung um das Paket herum verschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkeinrichtung einen mit Wasser füllbaren Hohlraum (22) besitzt und eine Anfeuchteinrichtung (17) für das Leimband trägt, die von dem in dem Hohlraum (22) befindlichen Wasservorrat gespeist wird, wenn die Schwenkeinrichtung umläuft.