AT217588B - Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren - Google Patents

Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren

Info

Publication number
AT217588B
AT217588B AT346560A AT346560A AT217588B AT 217588 B AT217588 B AT 217588B AT 346560 A AT346560 A AT 346560A AT 346560 A AT346560 A AT 346560A AT 217588 B AT217588 B AT 217588B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
arrangement according
fuel
vacuum
nuclear
space
Prior art date
Application number
AT346560A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Bbc Brown Boveri & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bbc Brown Boveri & Cie filed Critical Bbc Brown Boveri & Cie
Application granted granted Critical
Publication of AT217588B publication Critical patent/AT217588B/de

Links

Classifications

    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

Landscapes

  • Monitoring And Testing Of Nuclear Reactors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren 
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren, bei denen der Brennstoff in geschlossenen aussen von einem Kühlmedium gekühlten Hüllen in einem Moderatorblock eingeführt wird und zwischen der äusseren elektrisch leitenden Hülle und dem mit Brennstoff gefüllten Raum ein evakuierter Zwischenraum vorgesehen ist, der nur durch isolierende Zwischenteile überbrückt ist. 



   Wegen der bekannten Vorteile des elektrischen Stromes hinsichtlich der Verteilbarkeit und Übertragbarkeit werden Leistungsreaktoren überwiegend zur Gewinnung elektrischer Energie verwendet. Dies geschieht bei allen bisher bekannten Reaktoren mittelbar, indem ein gasförmiges oder flüssiges Medium im Kreislauf geführt wird, wobei es durch die Kernreaktion erhitzt, danach in einer einen elektrischen Generator treibenden Wärmekraftmaschine arbeitsleistend entspannt, darauf einem Kühler zugeführt und schliesslich wieder dem Kernreaktor zugeführt wird. 



   Neben dem erforderlichen technischen Aufwand hat die mittelbare Gewinnung der elektrischen Energie über den Umweg der Wärmeerzeugung und die Wärmekraftmaschine den Nachteil, dass der erzielbare Gesamtwirkungsgrad begrenzt ist. Dies gilt um so mehr, wenn mit Rücksicht auf die Aktivierung des primär durch das Reaktorcore geführten Mediums noch ein Wärmetauscher und ein sekundärer Kreislauf zwischen Reaktorcore und Wärmekraftmaschine geschaltet werden muss. 



   Zur Erhöhung des Wirkungsgrades hat man bereits Kernreaktoren entwickelt, die mit hohen Betriebstemperaturen arbeiten, da bekanntlich nur so nach den Gesetzen der Thermodynamik der theoretisch maximal erzielbare Wirkungsgrad gross sein kann. 



   Im Rahmen dieser Entwicklung sind Brennstoffelemente bekanntgeworden, mit denen sich Temperaturen in der Grössenordnung von. 1500 bis 20000C an ihrer Oberfläche erreichen lassen. Dabei sind für derartige Brennstoffelemente schon die verschiedenartigsten Ausführungsformen beschrieben worden,   z. B.   liegen sie bereits inStangenform oder als Formkörper beliebiger Gestalt,   z. B. Kugein, Berisattelu. a. m.,   vor. 



   Es ist weiterhin aus theoretischen Überlegungen zwar grundsätzlich bekannt, dass eine unmittelbare Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen neben einer Einsparung an technischem Aufwand eine Erhöhung des gesamten Wirkungsgrades erwarten lässt ; jedoch sind die bestehenden Schwierigkeiten in der Praxis noch nicht überwunden worden, so dass eine funktionsfähige Anordnung mit diesen Eigenschaften bisher noch nicht bekannt ist. 
 EMI1.1 
 me vorhanden sind. Die Temperatur und Isolation kann jedoch beliebig sein. 



   Demgegenüber dient gemäss der vorliegenden Erfindung die Kernspaltung nur als Wärmequelle und es wird der Glühkathodeneffekt ausgenützt, was ganz andere physikalische Gegebenheiten bedingt, einen grösseren Gesamtwirkungsgrad erzielen lässt und hiefür einen geringeren technischen Aufwand voraussetzt als die bekannten Anordnungen. 



   Erfindungsgemäss ist die Breite des evakuierten Zwischenraumes kleiner als die mittlere freie Weglänge der von der Innenseite des Zwischenraumes durch Glühen emittierten Elektronen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise Brennstoffelemente verwendet, die Ar-   beitstemperaturen   von etwa 1500 bis   20000C   haben. Die Zweckmässigkeit dieser Arbeitstemperaturen sei zunächst einmal an Hand der folgenden theoretischen Betrachtungen erörtert. 
 EMI2.1 
   Glühelektronenemission.   Dieses bekannte Gesetz lautet : 
 EMI2.2 
 In dieser Formel bedeutet : j = Elektronen-Stromdichte in   Ampère/cm2   
 EMI2.3 
 - 19 e ='Elementarladung = 1, 602. 10 C ep = Austrittsarbeit in eV 
 EMI2.4 
 
T = Temperatur in    K   
Das Gesetz beschreibt die Aussendung von Elektronen aus heissen Wänden,   d. h., dass sich   aus einer Wand, wenn sie entsprechend aufgeheizt ist, Elektronen lösen. Hiebei wird durch die Wärmeenergie   (z.

   B.   aus Kernspaltungsprozessen) eine hohe Temperatur aufrechterhalten und eine Ladungstrennung erzielt. Zwischen der heissen und der kalten Elektrode baut sich eine Potentialdifferenz auf, die die direkte Entnahme elektrischer Energie gestattet. 



   Wie die Formel zeigt, sind dabei die Temperatur sowie das Verhältnis von der Temperatur zu der 
 EMI2.5 
 bedeutet dies, dass ein Wandmaterial gewählt werden muss, das bei höchsten Temperaturen eine möglichst geringe   Austritts- oder Ablösearbeit für   die Elektronen hat. 



   Es ist bekannt, dass von den in Frage kommenden Stoffen die Ablösearbeit sehr unterschiedlich ist. 



  Sie liegt am niedrigsten bei den Alkalimetallen,   u. zw.   zwischen etwa 1 - 3eV. Besondere Vorteile jedoch bieten die Oxyde, bei denen die Austrittsarbeit erheblich erniedrigt ist. Bei den Alkali-Oxyden liegen die Austrittsarbeiten   z. B.   zwischen 0,75 und etwa 2eV. 



   Ferner wird an die Anordnung die Forderung gestellt, dass zwischen der heissen und der kalten Elektrode ein Vakuum herrscht, wobei erreicht werden muss, dass in diesem Vakuum die mittlere freie Weglänge der Elektronen grösser als der Abstand der   beiden Wände ist. Da die Geschwindigkeits- und so-   mit auch die Energieverteilung der Elektronen entsprechend einer bekannten Verteilung ist, lässt sich durch geeignete Wahl des Abstandes zwischen der heissen und der kalten Wand eine Auswahl von Elektronen einer ganz bestimmten Mindestenergie erreichen, was für die Erhöhung des Wirkungsgrades von Bedeutung ist. Gegebenenfalls wird man also den Elektrodenabstand bzw. das Vakuum veränderbar oder sogar regelbar machen. 



   Neben dieser Energieübertragung durch die Glühemission der Elektronen findet noch eine fur den vorliegenden Fall nutzlose Übertragung durch die Wärmestrahlung statt. Um diese   unerwünschte   Wärmestrahlung in ihrer Wirkung zu mindern, ist es ratsam, die kalte Wand mit einem Spiegel für Wärmestrahlen 
 EMI2.6 
 



   Dabei lässtdass die Hälfte. der Wärmestrahlung reflektiert wird. Dabei beeinflusst der   Warmespiegel   den   Gluhelektro-   neneffekt nicht. 



   Zur Auslegung der erfindungsgemässen Brennstoffelemente ist es nach der Formel (1) erforderlich, das Potential zwischen den beiden Wänden mit zu berücksichtigen. Um das Maximum fui dieses Potential zu erhalten, Ist es zweckmässig, das   Richardson'sche   Gesetz folgendermassen zu schreiben : 
 EMI2.7 
 wobei eE = Austrittsarbeit oder Ablöseenergie in eV   eV   = Potential in Volt bedeutet. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die sich ergebende elektrische Leistung Q erhält man durch Multiplikation von j mit dem Betrag des   PJtentials   V. Dabei ergibt sich Q in   Watt/cm.   Differenziert man diese neue Gleichung nach V und sucht das Maximum für Q, so erhält man die Beziehung eV = kT als günstigsten Wert des erforderlichen Potentials im Hinblick auf die Elektronenausbeute. Ausserdem ist noch das Verhältnis der durch ein Elektron übertragenen elektrischen Energie zu der pro Elektron übertragenen Wärmeenergie für den Wirkungsgrad der Anlage zu beachten. Um dieses Verhältnis am günstigsten zu gestalten, ist es erforderlich, den Anteil an Elektronen, deren   Wärmeenergieübertiagung   gegenüber der Übertragung von elektrischer Energie zu gross ist, auszusieben. Das geschieht   z.

   B.   durch Beeinflussung des Potentials zwischen den beiden Elektroden mittels des äusseren Widerstandes, gegebenenfalls durch eine selbsttätige Regelung. Dabei ist es ratsam, ein Potential zwischen 1 und 3 Volt zu wählen. Dadurch tritt zwar nach dem Richardson'schen Gesetz eine zum Teil erhebliche Verringerung an der Elektronenausbeute ein, da nur wenige der Elektronen ein solches Potential durchlaufen können, doch erhöht sich der Wirkungsgrad für die direkte Umwandlung von Wärme in elektrische Energie durch diese Massnahme erheblich. Der Wirkungsgrad ist dabei gegeben durch die Formel 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
Vschrieben wurde. Es soll nun eine auf Grund vorstehend dargestellter Theorie entwickelte Anlage beschrieben werden und einige Ausführungsbeispiele von Brennstoffelementen vereinfacht und schematisch dargestellt werden.

   Dabei sollen zwei verschiedene Möglichkeiten betrachtet werden :
1. Brennstoffelemente, die in einem beliebigen, bekannten Hochtemperatur-Reaktor verwendet werden können, um dadurch den Wirkungsgrad eines solchen Reaktors zu erhöhen und
2. eine Hochtemperatur-Reaktor-Anlage, die insbesondere für die Verwirklichung der direkten Umwandlung geschaffen werden kann. 



   Um die erste Möglichkeit zu verwirklichen, sind Brennstoffelemente erforderlich, die eine "doppelte Umhüllung" besitzen, von denen die erste   als "Glühkathodenf1 che" wirkt   und durch die bei der Kernspaltung auftretende Wärme aufgeheizt wird, während die durch ein Vakuum von dieser heissen Fläche 
 EMI3.5 
 sondere Einrichtung zur Abnahme der erzeugten Spannung erforderlich. 



   Bei einem in dieser Art aufgebauten Element kann ausserdem in einer aus anderem Zusammenhang bekannten Weise eine Vorrichtung zum Abziehen der gasförmigen Spaltprodukte, die das Vakuum zerstören würden, vorgesehen werden. Ein solches Element hat dann die erheblichen Vorteile, dass erstens die Spaltprodukte in einem besonderen Kreislauf abgezogen werden, und dass zweitens das Vakuum nicht durch eine besondere Vakuumpumpe aufrechterhalten zu werden braucht, sondern direkt bei der Herstellung der Elemente vorgesehen wird. Ein derartiges Element liesse sich auch ohne besonderen Aufwand so auslegen, dass es in   flüssigkeitsmoderierten   Reaktoren verwendet werden kann. Eine andere Ausführung- 
 EMI3.6 
 selbstliche Vakuumpumpe abgepumpt werden. 



   Soll die zweite der aufgezeigten Möglichkeiten realisiert werden, so erscheint eine konzentrische Anordnung der beiden Flächen zweckmässig. Bei dieser Anordnung würde der Brennstoff in konzentrischen Ringen,   z. B.   homogen mit dem Moderatorvermengt, angeordnet sein. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Die beiden letztgenannten Möglichkeiten werden unter anderem im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert, in der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt sind. 



   In den Fig. 1-4 Ist ein Brennstoffelement dargestellt, wie es auch in beltannten Reaktoren verwendet werden kann. Das Brennstoffelement besteht aus einem   z. B. zylinderformigen Stab   1 aus Spaltstoff (gegebenenfalls auch Spaltstoff mit Moderator bzw. mit zusätzlichem Brutstoff), um den eine als Glühkathode wirkende Umhüllung 2 angeordnet ist. An den Werkstoff für diese Elektronen emittierende Schicht 
 EMI4.1 
 Wert für die   Ablösearbeit   der Elektronen aufweist. Als Werkstoff   kommenz. B.   Thorium auf Wolfram, mit Wolfram imprägniertes Barium, Calzium auf Wolfram oder auch Karbide wie TIC (oder ZrC, Oxyde   wie ThQ, BaO/SrO oder auch Silizide) in Frage, wie es von den Glühkathode in Vakuumrohren bekannt ist. Von dieser Wand durch ein Vakuum (in der Grössenordnung von z.

   B. 10-z Torr) getrennt, befindet   sich eine Anodenwand 3. Der Abstand der Wände 2 und 3 richtet sich nach der Reichweite der Elektronen, die an der Wand 3 gesammelt werden sollen. Diese Anodenwand 3 wird durch das einen Ringspalt 19 durchströmende Kühlmittel,   z. B.   ein Edelgas, gekühlt und auf einer Temperatur von etwa   COO.   bis 10000C gehalten ; sie ist auf der Innenseite an der Oberfläche poliert, so dass eine Spiegelung der Wärmestrahlen eintritt. Der als Kühlkanal wirkende Ringspalt 19 ist von einem Moderator 4 durch eine Wand 7 getrennt. 



  Die untere Begrenzung des Reaktorcores ist durch einen Tragrost 6 gebildet, der obere Abschluss durch eine Platte 5. In den unteren Tragrost 6 ist ein Isolationsring 17 eingesetzt, der einerseits die Wand 7. hält und anderseits den Tragrost abisoliert. 
 EMI4.2 
 Brennstoffelement mit einer Bodenplatte 14, die aus dem gleichen Material wie die Umhüllung 2 gefertigt ist, auf den Stromabnehmer 15 auf ; den Abstand zum Ringspalt 19   gewährteinIsolationsring   16, der gleichzeitig als Distanzring zwischen den Wänden 1 und 2 dient. Der Kopf des auswechselbaren Brennstoffelementes wird durch einen Stromabnehmer 9 gebildet, in den ein   Isolatorring   18 eingesetzt ist. Mit diesem Ring, dessen Querschnitt in Fig. 2 dargestellt ist, liegt das Element an der oberen, den Reaktorcore-Abschluss bildenden Platte 5 an. 



   Um das erforderliche Vakuum zwischen den Wänden 2 und 3 zu halten, ist ein Anschluss an eine Vakuumpumpe erforderlich. Dieser Anschluss erfolgt über einen Kopf 11. An diesem Kopf 11 ist ein Metallring 9 zwecks Verstärkung der Stromabnahme von der Wand 3 vorgesehen. Der Kopf 11 ist von diesem stromabführenden Ring 9 durch den Isolationsring 10 getrennt. 



   In dem Element selbst ist eine Hintereinanderschaltung vorgenommen. Die Anzahl der elektrischen Zellen je Element ist dabei beliebig und von der Länge des Elementes abhängig. Die Wärmeleitung innerhalb der bei Hintereinanderschaltung gekreuzten Elektroden ist zu berücksichtigen. In Fig. 1 ist eine der Schaltungen unterhalb des Schnittes B-B zu erkennen. Dabei dient der Isolationsring 12 zum Abisolieren der Wand 2 gegen die Wand 3 und gleichzeitig als Distanzring für den Abstand der Hüllen 2 und 3. Der Isolationsring 13 dient als Isolator an der Schaltungsstelle und als Distanzring zwischen den Hüllen 3 und 7 und 2 und 3. Die Fig. 3 gibt einen Querschnitt an der Stelle B-B an und lässt die Ausbildung der Ringe 12 und 13 erkennen. Schliesslich zeigt Fig. 4 einen Querschnitt an der Stelle C-C und lässt   den Kfihl-   gaseintritt erkennen. 



   Zur näheren Erläuterung sei ein Zahlenbeispiel zu diesem dargestellten Element gegeben :
Länge des Elementes : 1 = 3 m
Hiebei sollen das Element in drei   Abschnitte-1   =   1-1   = 1 m unterteilt und diese Abschnitte hintereinander geschaltet sein. 
 EMI4.3 
 
Die Temperatur sei in allen drei Abschnitten gleich (was zwar nicht exakt stimmt, aber für diese Überschlagrechnung angenommen werden kann, zumal die angenommene Temperatur gemittelt ist). 



   T = 18000K 
T =   1000 K   
EI = 2 V 
V =   1 V   
 EMI4.4 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
 EMI5.3 
 
Dieser Wert entspricht einer Wärmeleistung von 
Q =1. V. 3 ges ges = 6, 51. 105 Watt   Q =0, 651 MW/Stab    ges 
Bei dem Reaktor möge die Anzahl der Stäbe in der Grössenordnung von 140 Stäben liegen. Da infolge der Temperaturverteilung jedoch nicht alle Stäbe die gleiche Temperatur besitzen und hier sogar das Maximum zu Grunde gelegt wurde, werde mit 100 Stäben gerechnet. Das ergibt eine Leistung von 
 EMI5.4 
 
Da diese elektrische Leistung zusätzlich zu der thermischen Leistung auftritt, welche mit dem Kühlmittel entnommen wird und mit bekanntem Wirkungsgrad ebenfalls in elektrische Leistung verwandelt werden kann, bedeutet dies eine erhebliche Vergrösserung des Wirkungsgrades der Anlage.

   Der Wirkungsgrad für die direkte Energieumsetzung allein ergibt sich dabei, wenn mit einem Spiegelfaktor von   5010   für die Wärmestrahlung gerechnet wird,   zu :   
 EMI5.5 
 
Dieser Wirkungsgrad lässt sich-jedoch durch Optimalisierung des Potentials bzw. des Vakuums noch erhöhen. 



   . Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig.   5 - 7 dargestellt.   Dabei stellt Fig. 5 einen Längsschnitt durch ein Element gemäss der Erfindung dar und Fig. 6 die Draufsicht auf dieses Element. Dieses Element ist für einen Reaktor vorgesehen, dessen Brennstoffelemente in an sich bekannter Weise in Kugelform oder als Granulat vorliegen. Abweichend von dem zuvor beschriebenen Element ist hiebei die Ausbildung des Kopfes. Bei diesem Beispiel ist   das"Gluhkathodenelement"fest eingebaut ;   es ergeben sich die bekannten Vorteile, die durch die Verwendung von Brennstoffkugeln bedingt sind (einfaches Beschicken, kontinuierlicher Betrieb). 



   Hiebei ist der Tragring 18 nach Fig. 1 ersetzt durch vier fest eingebaute Isoliersegmente 22, die gesondert in Fig. 7 dargestellt sind. Auf diesen vier Isoliersegmenten 22 liegt ein Stromabnehmer 21. Der 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 eigentliche Kopf 20 des Elementes besteht aus Isolierstoff, auf dem oder in dem ein Anschlussstutzen 23 für die Vakuumleitung vorgesehen ist. 



   Die Hintereinanderschaltung der einzelnen Teile des Elementes ist   anolog   der Fig. 1 ausgeführt, ebenso der Fuss. 



   An Hand dieser beiden Beispiele sollte insbesondere gezeigt werden, dass beispielsweise die Verwirklichung der Erfindung in jedem der bekannten Hochtemperatur-Reaktoren und darüber hinaus auch noch in 
 EMI6.1 
 (wie Gitterkonstante u. a.   m.)   nicht zu ändern brauchen, und dass sich eine echte Erhöhung des Wirkungsgrades ergibt. Es sei noch darauf hingewiesen, dass diese direkt stromerzeugende Anordnung von besonderem Vorteil ist, da sie als besonders zuverlässige Stromquelle für die Speisung der Sicherheitseinrichtungen des Reaktors verwendet werden kann, da sie nur vom Reaktor abhängig ist. 



   In den Fig. 8,9 und 10 ist das Core eines Reaktors dargestellt, der zur direkten Erzeugung elektrischer Energie dient. Ausserdem wird aber auch die durch das Kühlmedium übertragene Wärmeenergie in bekannter Weise ausgenutzt. Die Fig. 8 stellt eihen Längsschnitt durch das konzentrisch zur Längsachse   M - M   aufgebaute Core dar, Fig. 9 einen Querschnitt an der Stelle   D - D   und Fig. 10 einen Querschnitt an der Stelle   E - E.   Verglichen mit   den'Fig. 1-7   sind gleiche Positionsnummern gleichen Positionen zugeordnet. Konzentrisch zu der Längsachse   M - M   sind die einzelnen Kathodenflächen 2 und die von diesen Flächen 2 durch ein Vakuum getrennten Anodenflächen 3 angeordnet.

   Die Anodenflächen 3 werden durch das Kühlmedium gekühlt, das die beiderseits von den Anodenflächen 3 begrenzten Ringspalte 19 durchströmt. Bei dieser Anordnung liegt der heisseste Stab im Zentrum, also mit seiner Längsachse in der Achse   M - M.   Die konzentrischen Ringe, die zur Aufnahme der Brennstoffelemente dienen, kön- 
 EMI6.2 
 ser Anordnung eine gleichmässige Verteilung des Neutronenflusses und der Temperaturen erreichen. 



   Der durch Glühemission in den hintereinandergeschalteten Ringen erzeugte Strom lässt sich durch die Stromabnehmer 5 bzw. 25 abführen. Dabei ist an der oberen Seite der Elemente eine Isolation 24 zwischen der heissen und der kalten Wand vorgesehen. Dabei soll diese Isolation 24 gleichzeitig den Vakuumraum zwischen Fläche 2 und 3 dicht nach oben hin abschliessen. Die Hintereinanderschaltung ist analog der Fig. 1 durchgeführt. 



   Der Stromabnehmer 25 ist so ausgebildet, dass durch den Raum 27 über den Anschlussstutzen 28 mittels einer Vakuumanlage das erforderliche Vakuum zwischen den Flächen 2 und 3 aufrechterhalten werden kann. 



   Die Stromabnehmer 25 sind untereinander durch die Isolationsringe 26 bzw. 29 getrennt. Dabei wird durch die Öffnungen der mit Segmenten versehenen Ringe des Isolationsringes das Kühlmedium in die Spalte 19 geleitet. Das Kühlmedium verlässt die Spalte durch die ebenfalls mit Segmenten versehenen Stromabnehmer 5. 



   Die Isolationsringe 26 bzw. 29 sind ausserdem so ausgebildet, dass sie die Flächen 2 und 3 an ihrem unteren Ende elektrisch trennen und den Abstand halten. Die Form der Ringe ist ebenfalls aus Fig. 10 zu ersehen. 



   Die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen nur drei der sehr zahlreichen Varianten dar und sollen nur dazu dienen, in vereinfachter Darstellung einige grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten zu zeigen und um ausserdem die erfindungsgemässe Aufgabenstellung zu   interpreteren.   



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren, bei denen der Brennstoff in geschlossenen aussen von einem Kühlmedium gekühlten Hüllen in einem Moderatorblock eingeführt wird und zwischen der äusseren elektrisch leitenden   Hulls   und dem mit Brennstoff gefüllten Raum ein evakuierter Zwischenraum vorgesehen ist, der nur durch isolierende Zwischenteile überbrückt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des evakuierten Zwischenraumes kleiner als die mittlere freie Weglänge der von der Innenseite des Zwischenraumes durch Glühen emittierten Elektronen ist.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die innere, leitende Oberfläche durch eine zusätzliche Umhüllung des Brennstoffelementes gebildet ist.
    3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum mit einer an sich <Desc/Clms Page number 7> bekannten Vorrichtung zum Abziehen der Spaltprodukte verbunden ist, wobei das Vakuum bereits bei der Herstellung der Brennstoffelemente erzeugt ist.
    4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Brennstoffes die Innenseite des evakuierten Zwischenraumes bildet.
    . 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff in konzentrischen Ringen, gegebenenfalls homogen mit einem Moderator vermengt, angeordnet ist.
    6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere, gekühlte Hülle innen für Wärmestrahlung spiegelnd (gegebenenfalls poliert) ausgebildet ist.
    7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Zwischenraumes verstellbar bzw. regelbar ist.
    8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Güte des Vakuums verstellbar bzw. regelbar ist.
    9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Potentialdifferenz zwischen der äusseren Hülle und der leitenden inneren Oberfläche verstellbar bzw. regelbar ist, beispielsweise durch Veränderung eines äusseren Widerstandes, vorzugsweise auf Werte zwischen 1 und 3 Volt pro Element.
    10. Anordnung nach einem der Anspruche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die leitende Oberfläche der Innenseite des evakuierten Zwischenraumes und die äussere, gekühlte Hülle in mehrere jeweils elektrisch voneinander getrennte Zonen eingeteilt sind, wobei bei je zwei einander benachbarten Zonen die leitende Oberfläche der Innenseite bei einer Zone mit der äusseren Hülle bei der Nachbarzone elektrisch leitend verbunden ist, so dass sich eine elektrische Reihenschaltung aller Zonen ergibt.
    11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberfläche der Innenseite des evakuierten Zwischenraumes eine emittierende Schicht angebracht ist, z. B. wie für Glühkathode von Vakuumröhren bekannt ist, aus Wolfram, Wolfram mit Barium, Thorium oder Calcium, Erdalkalioxyden oder-karbiden.
    12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffdich- te in den Hüllen eine derartige Verteilung im Reaktorcore aufweist, dass eine über das Reaktorcore vergleichmässige Verteilung der Neutronendichte bzw. der Temperatur gegeben ist.
    13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Stromquelle für die Sicherheitseinrichtungen des Kernreaktors dient.
AT346560A 1959-09-15 1960-05-06 Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren AT217588B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE217588T 1959-09-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT217588B true AT217588B (de) 1961-10-10

Family

ID=29592692

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT346560A AT217588B (de) 1959-09-15 1960-05-06 Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT217588B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1135977B (de) Thermoelektronischer Generator
DE1464090C3 (de) Thermionischer Konverter
AT217588B (de) Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren
DE1414637A1 (de) Thermionischer Generator,insbesondere zur Verwendung in Kernreaktoren
DE69020156T2 (de) Energiequellensystem.
DE2111689C3 (de) Röntgenröhren-Drehanode
DE1297174B (de) Thermionischer Energieumwandler zur Gewinnung elektrischer Energie aus der in einem Kernreaktor erzeugten Waermeenergie
DE1105076B (de) Anordnung zur unmittelbaren Gewinnung elektrischer Energie aus Kernprozessen in Kernreaktoren
DE1226716B (de) Kaltkathode, die aus einem dotierten Halbleiter-koerper besteht
DE1286229B (de) Vorrichtung zur Umwandlung von Kernenergie in elektrische nach dem MHD-Prinzip
EP0250496A1 (de) Thermoelektrischer generator mit einer nuklearen wärmequelle
DE1281002B (de) Thermionischer Wandler zur Verwendung in Verbindung mit Leistungskernreaktoren
DE3822056C1 (en) Nuclear reactor installation for the generation of electrical current utilising high-temperature heat
DE1539288B2 (de) Thermionischer konverter
DE1190070B (de) Thermoionischer Wandler zur direkten Umwandlung von Waermeenergie in elektrische Energie
DE908644C (de) Elektrische Entladungsroehre zur Erzeugung bzw. Verstaerkung von elektrischen Wellen
AT235920B (de) Thermoelektronischer Generator
AT220730B (de) Einrichtung zur Gewinnung von Energie durch kontrollierte Atomkernverschmelzung
DE1589492A1 (de) Reaktorkern fuer schnelle Reaktoren zur direkten Umwandlung der freigesetzten Waerme in elektrische Energie
AT205135B (de) Brennstoffelement für Kernreaktoren
AT266947B (de) Gasdiffusionselektrode
AT232150B (de) Energieumwandler
AT234826B (de) Verfahren zur Umwandlung von thermischer in elektrische Energie und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
AT143754B (de) Elektrische Entladungsröhre mit einer Kathode und einem oder mehreren Gitten.
DE69115199T2 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Verwendung der durch den Pons-Fleischman-Effekt erzeugten Hitze.