AT205135B - Brennstoffelement für Kernreaktoren - Google Patents
Brennstoffelement für KernreaktorenInfo
- Publication number
- AT205135B AT205135B AT636656A AT636656A AT205135B AT 205135 B AT205135 B AT 205135B AT 636656 A AT636656 A AT 636656A AT 636656 A AT636656 A AT 636656A AT 205135 B AT205135 B AT 205135B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- plutonium
- fuel element
- fuel
- compounds
- element according
- Prior art date
Links
- 239000000446 fuel Substances 0.000 title claims description 23
- 229910052778 Plutonium Inorganic materials 0.000 claims description 24
- OYEHPCDNVJXUIW-UHFFFAOYSA-N plutonium atom Chemical compound [Pu] OYEHPCDNVJXUIW-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 22
- 239000000956 alloy Substances 0.000 claims description 6
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 150000003061 plutonium compounds Chemical class 0.000 claims description 5
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 4
- 150000004767 nitrides Chemical class 0.000 claims description 3
- 239000011148 porous material Substances 0.000 claims description 3
- -1 plutonium carbides Chemical class 0.000 claims description 2
- 229910021332 silicide Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 238000005245 sintering Methods 0.000 claims description 2
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 6
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 5
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 4
- 229910052770 Uranium Inorganic materials 0.000 description 3
- SHZGCJCMOBCMKK-KGJVWPDLSA-N beta-L-fucose Chemical compound C[C@@H]1O[C@H](O)[C@@H](O)[C@H](O)[C@@H]1O SHZGCJCMOBCMKK-KGJVWPDLSA-N 0.000 description 3
- 230000004992 fission Effects 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- DNYWZCXLKNTFFI-UHFFFAOYSA-N uranium Chemical compound [U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U][U] DNYWZCXLKNTFFI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 2
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 2
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 2
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 2
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- OYEHPCDNVJXUIW-FTXFMUIASA-N 239Pu Chemical compound [239Pu] OYEHPCDNVJXUIW-FTXFMUIASA-N 0.000 description 1
- WZECUPJJEIXUKY-UHFFFAOYSA-N [O-2].[O-2].[O-2].[U+6] Chemical compound [O-2].[O-2].[O-2].[U+6] WZECUPJJEIXUKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 210000000988 bone and bone Anatomy 0.000 description 1
- 238000009395 breeding Methods 0.000 description 1
- 230000001488 breeding effect Effects 0.000 description 1
- 239000000919 ceramic Substances 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 230000009931 harmful effect Effects 0.000 description 1
- 230000036541 health Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 150000001247 metal acetylides Chemical class 0.000 description 1
- 229910052752 metalloid Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000002738 metalloids Chemical class 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052755 nonmetal Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000002843 nonmetals Chemical class 0.000 description 1
- 229910052710 silicon Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010703 silicon Substances 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
- 238000001228 spectrum Methods 0.000 description 1
- 210000001519 tissue Anatomy 0.000 description 1
- 230000009466 transformation Effects 0.000 description 1
- 238000000844 transformation Methods 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 150000003671 uranium compounds Chemical class 0.000 description 1
- 229910000439 uranium oxide Inorganic materials 0.000 description 1
Landscapes
- Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
- Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Brennstoffelement für Kernreaktoren
Die Erfindung bezieht sich auf nichtmetallische Brennstoffelemente für Kernspaltungsreaktoren, die besonders für Leistungsreaktoren geeignet sind.
Es ist bekannt, als wirksamen Bestandteil der Brennelemente für Reaktoren neben Uran auch Plutonium 239 zu benutzen. Eine derartige Verwendung von Plutonium ist mit besonderem Vorteil verknüpft, da dieses Element mit ausserordentlich günstiger Neutronenausbeute spaltet. Vor allem für schnelle Reaktoren hat sich Plutonium als Brennstoff bewährt wegen des verhältnismässig geringen Abfalles im Wirkungsquerschnitt für die Neutronen mit steigender Neutronenenergie. Allerdings begegnet der Einbau von Plutoniumbrennelementen in Reaktoren auch gewissen Schwierigkeiten, die begründet sind vor allem in der Gesundheitsschädlichkeit des Elementes, da der menschliche Körper Plutonium aufnimmt und die Spaltprodukte wegen ihrer geringen Reichweite sich in den Geweben der Körperoberfläche anreichern.
Eine solche Anreicherung erfolgt auch in den Knochen, die Plutonium nur schwer wieder ausscheiden. Da der Dampfdruck des Plutoniums bei höheren Reaktortemperaturen immerhin schon merkbare Werte annimmt, ist die Gefahr der Verseuchung der Wärmeaustauschmittel und damit eine gesundheitsschädigen- de Wirkung nicht von der Hand zu weisen.
Darüber hinaus ist auch bekannt, dass Plutonium bis zu seinem bei 6320C liegenden Schmelzpunkt sechs verschiedene Phasen durchläuft und bei jeder Phasenumwandlung eine erhebliche Änderung der Dichte, des thermischen Ausdehnungskoeffizienten und der Wärmeleitfähigkeit stattfindet. Infolgedessen ist die mechanische Festigkeit von Plutoniumbrennelementen, insbesondere bei höheren Reaktortemperaturen, unbefriedigend, abgesehen davon, dass schnelle Reaktoren bei hohen Temperaturen wegen des niedrigen Schmelzpunktes mit Plutonium nicht betrieben werden können.
Es wurde nun gefunden, dass man diese Schwierigkeiten wirksam überwinden und zusätzliche Vorteile erzielen kann, wenn man solche Brennstoffelemente verwendet, die Plutonium nicht als Metall, sondern mindestens 1% Plutonium in Form von hochschmelzenden, d. h. über 1400 C schmelzenden Verbindungen, Legierungen oder Mischungen mit solchen nichtmetallischen Elementen oder Metalloiden enthalten, die einen geringen Absorptionsquerschnitt gegenüber Neutronen besitzen. Erfindungsgemäss kommen vor allem Plutoniumkarbide in Betracht, oder auch Oxyde, Silizide oder Nitride des Plutoniums mit dem Stickstoffisotop TN1i. Besonders bewährt haben sich aus der Gruppe dieser Verbindungen, die ihrem Aufbau nach auch als Legierungen bezeichnet werden, die Karbide.
Bei den mit Uran bzw. Uranoxyd arbeitenden Reaktoren entsteht bekanntlich auch Plutonium bzw.
Plutoniumoxyd, doch liegen die dabei gebildeten Mengen an Plutonium bzw. Plutoniumoxyd nur in der Grössenordnung von Promille, so dass die Eigenschaften des Brennelementes weiterhin von dem Uran bzw. der Uranverbindung bestimmt bleiben. Die Eignung von zu einem wesentlichen Teil aus Plutoniumoxyd bestehenden Brennelementen, namentlich auch in mechanischer und fertigungstechnischer Hinsicht, konn- te daraus nicht abgeleitet werden.
Gegenüber dem bisher verwendeten metallischen Plutonium hat sich gezeigt, dass bei den genannten Verbindungen, Legierungen und Mischungen die häufigen Phasenumwandlungen des Plutoniums nicht auftreten, bzw. wenn sie vorhanden sind, sich nicht schädlich auswirken. Ausserdem stellen Nitride, Silizi-
<Desc/Clms Page number 2>
de oder Oxyde des Plutoniums hochschmelzende Verbindungendar, die es erlauben, den Reaktor bei we- sentlich höheren Temperaturen zu betreiben, als es mit metallischem Plutonium möglich ist, ohne dass solche Verbindungen des Plutoniums wegen ihres viel niedrigeren Dampfdruckes zu einer Verseuchung der Wärmeaustauschmittel und damit zu einer Gefährdung der Sicherheit Anlass geben.
Man kann Reaktoren, die mit den erfindungsgemässen Brennstoffelementen ausgestattet sind, mit gasförmigen Wärmeaustauschmitteln bei Temperaturen zwischen 800 und 10000C und mit flüssigen Kühlmitteln bei Temperaturen bis zu 5000C betreiben.
Wider Erwarten hat sich weiterhin gezeigt, dass der an sich schlechtere Wärmeübergang und die geringere Wärmeleitfähigkeit, womit man bei der Benutzung von nichtmetallischen Brennstoffelementen rechnen musste, die Wirtschaftlichkeit des Reaktors ebensowenig beeinträchtigt, wie die Energieverarmung des Neutronenspektrums infolge der durch die Anreicherung an fremden Spaltstoffen bewirkten Abbremsung der Neutronen.
Infolge der hohen Schmelzpunkte der erfindungsgemäss für die Herstellung der Brennstoffelemente in Betracht kommendenPlutoniumverbindungen bzw. -Legierungen empfiehlt sich eine Verformung der Ausgangsstoffe in feinverteilter Form nach den üblichen Methoden der Keramik mit anschliessender Verfestigung durch Sintern. Man kann auf diesem Wege, um die Abführung der gasförmigen Spaltprodukte während des Arbeitens des Elementes zu erleichtern, dem Brennstoffelement auch eine gewisse Porosität verleihen, wobei das Porenvolumen mindestens 5%, vorzugsweise aber mehr als 10%, z. B. etwa 10 - 500/0, betragen soll.
Die Herstellung poröser Formkörper aus Plutoniumverbindungen erfolgt dabei nach an sich bekannten Methoden durch Zusatz von gastreibenden oder porznbildenden Mitteln oder ausbrennbaren Stoffen bzw. durch eine passende Auswahl der Körnungen der Ausgangsmaterialien derart, dass diese unter Porenbildung versintern.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf solche Brennelemente, die lediglich aus Plutoniumverbindungen bestehen ; vielmehr lassen sich die beschriebenen Vorteile und Fortschritte auch erreichen, wenn die Brennelemente neben Plutonium noch andere Spalt- oder auch Brutstoffe enthalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Brennstoffelement für Kernreaktoren, mit einem Gehalt von Plutoniumverbindungen als Brennstoff, dadurch gekennzeichnet, dass es als Brennstoff mindestens 1% Plutonium inForm von über 14000C schmelzenden Verbindungen, Legierungen oder Mischungen mit Nichtmetallen enthält, die einen geringen Absorptionsquerschnitt gegenüber Neutronen besitzen.
Claims (1)
- 2. Brennstoffelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es Plutoniumkarbide enthält oder aus solchen besteht.3. Brennstoffelement nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es Oxyde, Nitride oder Silizide des Plutoniums, einzeln oder zu mehreren, enthält.4. Brennstoffelement nach den Ansprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es als aus den nichtmetallischen Plutoniumverbindungen,-Legierungen oder-Mischungen in feinverteiltem Zustand verformter und durch Sintern verfestigter Formkörper vorliegt.5. Brennstoffelement nach den Ansprüchen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper ein Porenvolumen von mehr als 51o, vorzugsweise ein solches von 10 bis 50%, aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE205135X | 1955-11-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT205135B true AT205135B (de) | 1959-09-10 |
Family
ID=5785606
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT636656A AT205135B (de) | 1955-11-07 | 1956-10-24 | Brennstoffelement für Kernreaktoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT205135B (de) |
-
1956
- 1956-10-24 AT AT636656A patent/AT205135B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1041180B (de) | Brennelement fuer Kernreaktoren | |
| DE1266890B (de) | Schneller Atomkernreaktor grosser Abmessung | |
| DE69405565T2 (de) | Spaltprodukte zurückhaltender Kernbrennstoff | |
| CH503347A (de) | Regelstab für Kernreaktoren | |
| DE1041177B (de) | Brennstoffelement fuer einen Kernreaktor | |
| DE2312737A1 (de) | Kernbrennstoff fuer gasgekuehlte reaktoren | |
| AT205135B (de) | Brennstoffelement für Kernreaktoren | |
| DE1208016B (de) | Vorrichtung zum Entfernen von Spaltproduktmetalldaempfen aus dem Kuehlgasstrom eines Kernreaktors | |
| DE1222596B (de) | Absorbermaterialien fuer Kernreaktoren | |
| DE1771019B2 (de) | Verfahren zum Herstellen von über 500 Grad C und gegen Strahlung bestan digen Werkstucken aus einem neutronenab sorbierenden Graphitprodukt | |
| DE2401342A1 (de) | Neutronenabsorbierende legierung | |
| DE1182362B (de) | Brennelement fuer vorzugsweise gas- bzw. metallgekuehlte Kernreaktoren | |
| AT209452B (de) | Aus einem oder mehreren Formkörpern bestehende Brennstoffelemente für Kernreaktoren | |
| DE2545013C2 (de) | Kugelhaufenreaktor mit Ein-Zonen-Kern | |
| AT204661B (de) | Verfahren zur Herstellung von Dispersionselementen (Brenn- und Brutstoffelementen) für Atomreaktoren | |
| DE1242768B (de) | Thermionisches Konverter-Brennelement fuer Kernreaktoren | |
| AT204659B (de) | Aus Uran-Sauerstoff-Verbindungen bestehendes Brennelement für Kernreaktoren | |
| AT204142B (de) | Siedewasserreaktor | |
| DE1041609B (de) | Atomkernreaktor mit Gaskuehlung | |
| AT212950B (de) | Aus einem oder mehreren Formkörpern bestehende Brennstoffelemente für Kernreaktoren | |
| DE2542967C2 (de) | Heißgaskanalführung in Hochtemperaturreaktor | |
| Schmid et al. | Metallkundliche Probleme beim Bau von Reaktoren | |
| AT207006B (de) | Siedereaktor | |
| AT211925B (de) | Urandioxydteilchen enthaltender Kernbrennstoff | |
| DE2063720C3 (de) | Oxidischer Kernbrenn- oder Kernbrutstoff für Brenn- und/oder Brutelemente |