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Einspritzventil mit elektromagnetisch betätigter Ventilnadel
Die Erfindung bezieht sich auf ein Einspritzventil, insbesondere für mit Transistoren gesteuerte Kraftstoff-Einspritzanlagen von mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen, mit einer elektromagnetisch betätigten Ventilnadel, die an einem aus magnetisierbarem Werkstoff bestehenden, längsverschiebbar angeordneten Anker eines Elektromagneten sitzt.
Bei mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen mit Saugrohreinspritzung sitzt in der Nähe jedes Einlassventils ein in den Ansaugstutzen eingeschraubtes Einspritzventil. Wenn die Brennkraftmatchine für hohe Drehzahlen bestimmt ist, so stehen während einer Kurbelwellenumdrehung nur sehr kurze Zeitspannen zur Verfügung, innerhalb deren nacheinander die Einspritzventile geöffnet werden müssen. Unter Umgehung der sich hieraus ergebenden Schwierigkeiten werden daher mehrere Ventile zu einer von zwei Gruppen zusammengefasst und die beiden Gruppen nacheinander betätigt, wobei die jeweils zu einer Gruppe gehörenden Einspritzventile gleichzeitig geöffnet und geschlossen werden mit Hilfe eines elektrischen Steuergerätes, das an alle zu dieser Gruppe gehörenden Ventile einen Stromimpuls liefert.
Es hat sich gezeigt, dass sich trotz ihrer Übereinstimmung in den magnetischen und den hydrauli- schen Eigenschaften bei den zu einer gleichzeitig betätigten Gruppe gehörenden Ventilen unterschiedliche Einspritzmengen ergeben können, die darauf zurückzuführen sind, dass die als Kraftstoffzuleitungen dienenden Schläuche oder Rohre der einzelnen Ventile eine voneinander abweichende Länge haben. In diesem Fall können sich nämlich in den Zuführungsleitungen Druckwellen ausbilden, die zur Folge haben, dass während der Schliessbewegung unterschiedliche DrUcke an den einzelnen Ventilen auftreten.
Wenn die zum Öffnen der Einspritzventile erforderlichen Impulsströme bei hohen Drehzahlen der Brennkraftmaschine und voller Last verhältnismässig lang sind und nur mit sehr kurzen zeitlichen Intervallen aufeinanderfolgen, können sogar die bei der vorher erfolgten Schliessbewegung ausgelösten Druckwellen während des nächstfolgenden Einspritzvorganges wirksam werden und ungleichmässige Spritzmengen ergeben, weil die Spritzmengen stark druckabhängig sind.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, bei Einspritzventilendereingangs beschriebenen Art in dem für den Anschluss der Kraftstoffzuftihrungsleitung bestimmten Stutzen des Ventils ein gas- oder 1uftgefUlltes Druckausgleichsgefäss unterzubringen.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in der Zeichnung im Längsschnitt dargestellten Ausfilhrungsbeispiels näher beschrieben und erläutert.
Das Einspritzventil nach der Zeichnung enthält in seinem aus Weicheisen hergestellten Ventilgehäuse 10 ein zur Führung eines längsverschiebbaren Eisenkerns 11 dienendes Messingrohr 12 und eine gleichachsig zu diesem angeordnete Magnetisierungsspule 13. In den von dieser Spule umschlossenen Innenraum ragt ein aus Weicheisen hergestelltes Rohr 14 hinein, das zusammen mit einem auf die offene Stirnseite des Ventilgehäuses 10 aufgesetzten Stutzen 15 den Rückschluss für die nicht dargestellten magnetischen Kraftlinien bildet, die dann entstehen, wenn zum Öffnen des Ventils die Spule 13 beispielsweise über einen nicht dargestellten Transistor eines elektrischen Steuergerätes mit Strom versorgt wird.
Am Anker 11 sitzt eine hohle Ventilnadel 16, die in der Nähe ihres kegeligen Endes eine Bohrung 17 für den Durchtritt der auszuspritzenden Kraftstoffmenge hat. Die Nadel 16 sitzt auf einer Düsenscheibe 18 auf und gibt dem einzuspritzendenKraftstoff den Durchtritt durch eine Düse 19 frei, sobald die Magnetisierungsspule 13 mit Strom versorgt wird.
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Der einzuspritzende Kraftstoff wird dem Ventil über eine nicht dargestellte Schlauchleitung zugeführt, die an einen Nippel 20 angeschlossen ist, der auf dem Stutzen 15 sitzt.
Zur Verhütung von die Einspritzmengen beeinflussenden Druckwellen in den Kraftstoffzuführungsleitungen mehrerer parallel zueinander arbeitender Ventile der dargestellten Art ist erfindungsgemäss in dem Stutzen 15 ein aus Kunststoff hergestelltes, dünnwandiges, blasenartiges, gasgefülltes Näpfchen 21 vorgesehen, das als Druckausgleichsgefäss dient und zusammen mit einem im Nippel 20 sitzenden Sieb 22 die insbesondere bei der Schliessbewegung angeregten Druckwellen dämpft. Der Rand des Näpfchens 21 istan einem Teiler 23 druckdicht festgebördelt, der mit zwei Klemmbacken 24 und 25 am Sieb 22 aufgehängt ist.
Da das Näpfchen sich auszudehnen vermag, wenn die Ventilnadel 16 von ihrem Sitz abgehoben wird und dem Kraftstoff den Durchtritt durch die Düse gestattet, wird eine erheblich grössere Genauigkeit der bei jedem Nadelhub ausströmenden Einspritzmengen erzielt, weil bis unmittelbar zum Öffnungszeitpunkt des Ventils in sämtlichen parallel zueinander arbeitenden Ventilen der Kraftstoffdruck auch bei unterschiedlich langen Kraftstoffzuleitungen einen gleichen Wert annimmt und daher die untereinander gleich grossen Näpfchen 21 gleich stark zusammengepresst werden.