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Spritzkopf für Schneckenspritzmaschinen
Die Erfindung betrifft einen Spritzkopf für Schneckenspritzmaschinen, die zur Herstellung von Rohren und Profilen aus bei verhältnismässig niederen Temperaturen plastisch werdendem Material, insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff bestimmt sind und welcher Spritzkopf mit einem an die Schnekkenspritzmaschine anschliessbaren, eine durchgehende Öffnung aufweisenden Kopfgehäuse versehen ist, in dessen Öffnung eine mehrteilige Spritzdüse gehalten ist, die sich mit ihrem spritzmaschinenseitigen Ende im Spritzkopfgehäuse abstützt und durch an ihrem andern Ende angreifende, am Gehäuse befestigbare Gegenhalter an diesem festgespannt ist.
Bisher wird zum Festspannen der Spritzdüse am Spritzkopf meist am Mundstück der Düse ein Aussenflansch vorgesehen, der mit Hilfe von zur Düsenachse parallelen Schrauben am Gehäuse festgespannt wird, wodurch die gesamte Spritzdüse ihre Befestigung im Spritzkopfgehäuse erfährt. Da beim Spritzen von Rohren und Profilen mit verhältnismässig hohen Drücken gearbeitet wird und das zu verspritzende Material Teile der Düse, bei Rohrspritzkopfen etwa den (meist als "Torpedo" bezeichneten) Kern der Düse nur von der einen Seite belastet, müssen die den Flansch am Gehäuse haltenden Schrauben hohe Zugspannungen aufnehmen. Darüber hinaus sind die Schrauben einer dauernden Wärmebeanspruchung ausgesetzt.
Auf Grund dieser Belastungen kommt es meist schon nach kurzer Betriebsdauer zu einem Lockern der Schrauben, was zu einem Undichtwerden der fast immer aus mehreren mit ihren Stirnflächen aneinanderstossenden Teilen aufgebauten Düse führt, so dass dann ein Nachspannen der Schrauben notwendig wird. Durch das Undichtwerden und durch die Betriebsunterbrechung beim Nachspannen kann es zu einem Überhitzen oder Verbrennen des zu verspritzenden Materials kommen. Der am Düsenendstück vorgesehene Flanschteil ist starken Biegebeanspruchungen ausgesetzt, die häufig zu einem Auswölben dieses Flansches und damit zu einem Unbrauchbarwerden des gesamten mit ihm zusammenhängenden Teiles führen.
Ein weiterer Nachteil der bisherigen Rohrspritzköpfe besteht darin, dass das den Kern der Düse umgebende Mundstück zufolge seiner Befestigung mit Hilfe eines Flansches nur schwer gegenüber dem Kern zentriert werden kann. Jede Exzentrizität des Mundstückes gegen- über dem Kern bedingt aber eine entsprechende unsymmetrische Querschnittsform des mit diesem Spritzkopf gepressten Rohrmantels, was natürlich vermieden werden soll.
Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt. Diese betrifft einen Spritzkopf der eingangs genannten Art, der erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, dass zwei oder mehrere Schieber als Gegenhalter vorgesehen sind, die in gleichmässiger Umfangsverteilung um die Öffnung im Gehäuse radial angeordnet und zur Düsenachse schräg bewegbar sind, wobei ihre Enden gegen die äussere Stirnflä- che eines Absatzes des Düsenmundstückes drücken. Der Anstellwinkel der Schieber wird vorzugsweise ver- hältnismässig klein (etwa 5-300, vorzugsweise etwa 100) gehalten, so dass die Schieber gegenüber dem auf sie von der Düse ausgeübten Druck hemmend wirken.
Beim Betrieb werden die Schieber überdies ebenso wie der gesamte Spritzkopf erwärmt, so dass sie sich noch fester in ihre Führungen einpressen und daher durch den auf sie wirkenden Druck nicht verstellt werden können. Zufolge der schrägen Anordnung können anderseits mit verhältnismässig kleinen auf die Schieber wirkenden Schubkräften grosse Gegendruckkräfte auf die Düse ausgeübt werden. Bei kleinen Spritzköpfen genügt die Anordnung von zwei Schiebern, die einander diametral gegenüberliegend angeordnet werden, während bei grösseren Spritzköpfen drei oder mehr Schieber in sternf6rmigerAnordnung um die Düse vorgesehen werden.
Zufolge der Abstützung der Düse an diesen Schiebern kann weiterhin leicht eineVerstellmöglichkeit für dasDüsenmundstück mit Hilfe von im Gehäuse geführten, radial auf das Mundstück wirkenden Stellschrauben geschaffen werden.
Um eine Feineinstellung beim Festspannen und eine hinreichende Halterung der Schieber zu gewähr-
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leisten, sind in weiterer Ausgestaltung der Erfindung parallel zur Bewegungsrichtung der Schieber Schrauben vorgesehen, die einerseits über Querstücke mit dem Schieber drehbar verbunden sind und anderseits in Gewindelöcher des Gehäuses eingreifen. Die Querstücke können etwa als nazmrtlge, eine Durchfüh- rungsöffnung für die Schrauben aufweisende Ansätze der Schieber ausgebildet sein.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung verläuft die mit der Stirnfläche des Absatzes des Düsenendstückes zusammenwirkendeSeitenfläche der Schieber senkrecht zur Dusenachse. Durch diese Anordnung wird einerseits die Auflagefläche der Schieber an der Absatzfläche vergrössert und anderseits die Selbsthemmung der Schieber In ihren Führungen verbessert.
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gehäuse 1, das eine durchgehende, mehrfach abgesetzte Öffnung 3 aufweist. In die Öffnung 3 sind von der vom Sprltzmaschinenmundstllck 2 abweisenden Stirnseite 4 her die einzelnen Teile 5, 6,7 und 8 eines Dusensatzes eingesetzt, von denen sich der Teil 5 an einem Absatz der Öffnung 3 abstützt. Der
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den ist.
Der das Düsenmundstück bildende Teil 8 besitzt an seinem in die Öffnung 3 einragenden Ende einen Absatz 11, an dessen Mantel im Gehäuse 1 geführte Zentrierschrauben 12 angreifen. Im Bereich des Teiles 8 sind in entsprechenden Öffnungen des Gehäuses 1 Schieber 13 geführt, die an ihrem äusseren Ende nasenartige Ansätze 14 aufweisen, durch die Schrauben 15 hindurchgeführt sind, welch letztere in zu dem zugehörigen Schieber parallele Gewindelöcher des Gehäuses 1 eingreifen. Die Schieber können mit Hilfe dieser Schrauben radial gegen die, Düse 8 verstellt werden.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind die Schieber 13 zur Düsenachse schräg angeordnet, so dass sie beim Verstellen gegen die äussere Stirnfläche des Absatzes 11 und damit gegen den gesamten Düsensatz einen Druck ausüben, der zufolge der Keilwirkung gross im Verhältnis zur Anstellspannung der Schieber ist. Um die Auflagefläche zu ver- grössern, sind die mit der Stirnfläche des Absatzes 11 zusammenwirkenden Seitenflächen 16 der Schieber im Anstellwinkel abgeschrägt und verlaufen daher senkrecht zur Düsenachse.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spritzkopf für Schneckenspritzmaschinen, mit einem an die Spritzmaschine anschliessbaren, eine durchgehende Öffnung aufweisenden Kopfgehäuse, in dessen Öffnung eine mehrteilige Spritzdüse gehalten ist, die sich mit ihrem spritzmaschinenseitigen Ende im Spritzkopfgehäuse abstützt und durch an ihrem andem Ende angreifende, am Gehäuse befestigbare Gegenhalter an diesem festgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Schieber (13) als Gegenhalter vorgesehen sind, die in gleichmässiger Umfangsverteilung um die Öffnung (3) im Gehäuse (l) radial angeordnet und zur Düsenachse schräg bewegbar sind, wobei ihre Enden (16) gegen die äussere Stimfläche eines Absatzes (11) des Düsenmund- stUckes (8) drUcken.
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