AT215535B - Verfahren zur Herstellung eines lichtzerstreuenden Belages auf Glasoberflächen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines lichtzerstreuenden Belages auf GlasoberflächenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines lichtzerstreuenden Belages auf Glas Oberflächen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Hüllen elektrischer Lampen mit inwendiger lichtzerstreuender Struktur, bestehend aus einer geätzten Oberflächenschicht der Innenwand der Hülle und einer von dieser Ätzschicht getragenen, lichtzerstreuenden, feinverteilten Partikelschicht und ist dadurch gekennzeichnet, dass die lichtzerstreuende Partikelschicht gleichzeitig mit oder unmittelbar nach der Ätzung mittels Flusssäure aufgebracht wird und dass während der Ätzungs- und Fällungsreaktion die Lampenhülle innenseitig erhitzt wird. Besonders bezweckt die Erfindung, dass der eigentliche Aufbau der lichtzerstreuenden Partikelschicht in einer sehr heissen, säurehaitigen Wasserdampfatmosphäre erfolgt, in welche gasförmige Flusssäure fortlaufend, vorzugsweise direkt oder indirekt in der Weise eingeführt wird, dass eine geeignete, fluorhaltige chemische Verbindung in erwähnter Atmosphäre zum Zerfallen gebracht wird und sich dabei freie Flusssäure bildet. Man erhält auf diese Weise eine mit der Gestaltung der Partikelschicht gleichzeitige oder beinahe gleichzeitige und unter den vorhandenen Umständen momentane Ätzwirkung der Glasunterlage. Es bestehen keine Schwierigkeiten, das Belegungsverfahren gemäss der Erfindung etappenweise, z. B. durch Verwendung einer am besten-in einer Automatmaschine angeordneten Serie von Brennerstellen durchzuführen, wobei die Ätzwirkung im Verhältnis zu der niedergeschlagenen Menge lichtzerstreuender Partikelchen mit grosser Präzision beliebig geregelt werden kann. Die Glasoberfläche wird gemäss der Erfindung von innen durch die Wärmeentwicklung einer Flamme örtlich sehr rasch und genügend erhitzt, doch kann die Erwärmung noch dadurch beschleunigt werden, dass man mit vorerwärmten Lampenhünen beginnt. Es hat sich gezeigt, dass es für die mechanische Haltbarkeit der Lampe bedeutungsvoll ist, dass die Lampenwand während oder zwischen den Etappen der Bildung der beiden Schichten nicht zum Abkühlen gebracht wird. Ein anderer Gesichtspunkt der Erfindung ist, dass man die Bildung hydrathaltiger Schichten ganz vermeidet, welche Schichten die Lebensdauer der Lampe ganz katastrophal beeinflussen würden. Man erzielt also, gemessen an einer ungeätzten Glasunterlage, eine bedeutend verbesserte Anhaftung, und für den Fall, dass die lichtzerstreuenden Partikelchen aus Siliziumdioxyd bestehen-und besonders, wenn sich dieses im amorphen Zustand befindet-erhält man gemäss der Erfindung ausserdem eine'ultrafeine, all- EMI1.1 diffusionsfähigkeit gesteigert. Es ist ein ökonomisch bedeutungsvoller Gewinn, dass man bei der Ausnutzung der vorliegenden Erfindung von den im Verhältnis zu mattgeätzen Kolben billigeren Klarglaskolben ausgehen und gleichzeitig mit der Pulverschichtbelegung eine Oberflächenätzung kontrollierbarer Ausdehnung und Tiefenwirkung ausführen kann. Beim Einschmelzen des Lampenfusses im Lampenkolben ist es vorteilhafter, dass der eigentliche Kolbenhals ungeätzt und klar ist, denn es ist dann leichter, ihn zu kontrollieren und von Partikelchen, die eine perfekte und haltbare Glasverschmelzung erschweren, frei zu halten. Die hohe Temperatur der Reaktionsatmosphäre kann zweckmässig von der Flamme eines im Glashüllenraum befindlichen Brenners erzeugt werden, der z. B. mit reinem Wasserstoffgas und reinem Sauerstoffgas <Desc/Clms Page number 2> (Knallgas), vergastem Äthylalkohol oder andern geeigneten, brennbaren, vergasten Flüssigkeiten mit hoher Verbrennungswärme gespeist wird. Mit Vorteil kann die im schwedischen Patent Nr. 149026 beschriebene Anordnung verwendet werden, wobei das brennbare Gas oder die brennbare Flüssigkeit, die vergast werden soll, durch ein zentrales Rohr und das Sauerstoffgas durch ein jenes umgebendes Rohr eingeleitet wird. Die lichtzerstreuenden Partikelchen können gemäss der Erfindung entweder von aussen in den Glashüllenraum hineingeblasen oder vorzugsweise in demselben durch Verbrennung geeigneten Materials, z. B. von elementarem Silizium in Pulverform, leichtbrennbarem Metallpulver oder anderer Verbindungen, die vorzugsweise zu reinen Oxyden verbrennen, oder auch solcher mit organischen Radikalen, z. B. Äthylorthosilikat, erzeugt werden. Besonders zweckmässig können gemäss der Erfindung die Pulverpartikelchen durch die hochthermische Hydrolysemethode, die in der österr. Patentschrift Nr. 210009 beschrieben wird, erzeugt werden. Gemäss einem Ausführungsbeispiel des Herstellungsverfahrens wird in der mit einer lichtzerstreuenden Schicht zu überziehenden Glashülle durch Verbrennung reinen Wasserstoffes in Sauerstoff in einer Knallgasflamme eine heisse Wasserdampfatmosphäre erzeugt. In den Wasserstoffgasstrom wird die vergaste, partikelbildende Verbindung, z.B. Titantetrachloridund bzw. oder Siliziumtetrachlorid zwecks hochthermischer Hydrolyse injiziert, und in den Sauerstoffgasstrom wird gasförmige Flusssäure injiziert. Bei der hohen Temperatur der Knallgasflamme und den Feuchtigkeitsverhältnissen ätzt die Flusssäure augenblicklich die Glasunterlage und es bilden sich der Form nach abgerundete, amorphe Si02 -Partikel- chen, welche sich auf die betreffende Glasunterlage niederschlagen, wobei die obenerwähnten Vorteile erreicht werden. PATENTANSPRÜCHE : EMI2.1 tur, bestehend aus einer geätzten Oberflächenschicht der Innenwand der Hülle und einer von dieser Ätzschicht getragenen, lichtzerstreuenden, feinverteilten Partikelschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtzerstreuende Partikelschicht gleichzeitig mit oder unmittelbar nach der Ätzung mittels Flusssäure aufgebracht wird und dass während der Ätzungs- und Fällungsreaktion die Lampenhülle innseitig erhitzt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Flusssäure mit Hilfe eines Gasstromes eingeführt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flusssäure in situ durch Zersetzung einer fluorhaltigem Verbindung gebildet wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtzerstreuenden Par- EMI2.2
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