AT214534B - Verfahren zum gegenseitigen Verbinden keramischer Teile mittels eines gut leitenden Metalles - Google Patents

Verfahren zum gegenseitigen Verbinden keramischer Teile mittels eines gut leitenden Metalles

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AT214534B
AT214534B AT94859A AT94859A AT214534B AT 214534 B AT214534 B AT 214534B AT 94859 A AT94859 A AT 94859A AT 94859 A AT94859 A AT 94859A AT 214534 B AT214534 B AT 214534B
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  Verfahren zum gegenseitigen Verbinden keramischer
Teile mittels eines gut leitenden Metalles 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum gegenseitigen Verbinden von Teilen aus keramischem Material mittels eines gut leitenden Metalles, z. B. Gold, Silber, Kupfer, Aluminium oder einer Legierung derselben miteinander, insbesondere ohne dass die Teile vorher metallisiert worden sind. 



   Um Teile aus keramischem Material miteinander zu verbinden, wurden sie häufig zunächst metallisiert,   z. B.   durch Aufdampfung eines Metalles, durch Aufsintern eines Metallpulvers, wie Molybdän oder eines Gemisches von Mo-Pulver mit Eisen oder Manganpulver, oder durch Aufschmieren einer Silberpaste, worauf die metallisierten Oberflächen zusammengelötet wurden. Eine direkte Verbindung nicht-metallischer Gegenstände kann durch Anwendung titanhaltiger Legierungen von z. B. Gold, Silber, Kupfer oder Aluminium erhalten werden. 



   Es hat sich nunmehr ergeben, dass nicht-metallisierte Teile aus keramischem Material ohne weiteres mittels eines gut leitenden Metalles, z. B. Gold, Silber, Kupfer, Aluminium oder einer Legierung derselben untereinander miteinander verbunden werden können, wenn die Teile gemäss der Erfindung unter Zwischenfügung einer Folie dieser Metalle aufeinander gelegt und   200-250    C über den Schmelzpunkt des Metalles der Folie erhitzt werden während wenigstens 15 Minuten, so dass nach Abkühlung eine feste Verbindung zwischen den Teilen hergestellt ist. 



   Dies ist wahrscheinlich auf die Tatsache   zurückzuführen,   dass das Metall infolge Kapillarwirkung zwischen den Teilen festgehalten wird und sie miteinander verbindet. 



   Wenn der auf diese Weise gebildete Gegenstand wieder erhitzt wird und wenn die Teile voneinander getrennt werden. konzentriert sich das Metall in Kügelchen auf der Oberfläche. Es ist daher   überraschend,   dass trotzdem eine steife, vakuumdichte Verbindung hergestellt werden kann, ohne dass eine Benetzung der keramischen Teile durch das Metall auftritt. Die Erhitzung kann daher sowohl an der Luft wie im Vakuum vorgenommen werden. 



   Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung näher erläutert, die eine elektrische Entladungsröhre zeigt, deren Wand aus Teilen aus keramischem Material, z. B. Aluminiumoxyd, besteht. 



   In der Figur bezeichnet 1 eine Bodenplatte, z. B. aus Alundum   (AICg), in   der Stifte 2 befestigt sind. 



  Auf den Stiften ist ein Elektrodensystem 3 angeordnet, das in dem zylindrischen Ring 4, auch aus Alundum, zentriert ist. Die Röhre ist am oberen Ende mit einer ebenfalls aus Alundum bestehenden Platte 5 abgedeckt. 



   Die Teile 1,. 4 und 5 werden unter einer Vakuumglocke aufgestapelt unter Zwischenfügung von Folien 6 aus Gold, Kupfer, Aluminium oder Silber und über den Schmelzpunkt des betreffenden Metalles erhitzt. Je mehr die Erhitzungstemperatur den Schmelzpunkt überschreitet, desto kürzer kann die Erhitzungszeit sein. Es ergab sich   z. B.   bei Anwendung von Gold, dass eine Erhitzung auf 13000 C während 15 Minuten ausreichte. Dabei schmilzt das Metall und bildet eine feste Verbindung zwischen den Alundumteilen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum gegenseitigen Verbinden von Teilen aus keramischem Material mittels eines gut leitenden Metalles, z. B. Gold, Silber, Kupfer, Aluminium oder einer Legierung derselben miteinander, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile unter Zwischenfügung einer Folie dieser Metalle aufeinandergelegt und 2000 C - 2500 C über den Schmelzpunkt des Metalles der Folie erhitzt werden während wenigstens 15 Minuten, so dass nach Abkühlung eine feste Verbindung zwischen den Teilen hergestellt ist.
AT94859A 1958-02-10 1959-02-09 Verfahren zum gegenseitigen Verbinden keramischer Teile mittels eines gut leitenden Metalles AT214534B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3233022A1 (de) * 1982-09-06 1984-03-08 BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie., 5401 Baden, Aargau Verfahren zum direkten verbinden eines koerpers mit einem keramischen substrat

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3233022A1 (de) * 1982-09-06 1984-03-08 BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie., 5401 Baden, Aargau Verfahren zum direkten verbinden eines koerpers mit einem keramischen substrat

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