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Anordnung zur selektiven Pegelmessung
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Die Frequenzkonstanz des Sendeoszillators 9 wird dabei auf folgende Weise gewährleistet : In einem Nachstimmzweig wird seine Ausgangsfrequenz, beispielsweise unter Verwendung einer Modulationsanordnung 11 und eines quarzgesteuerten Generators 12, auf eine niedrige Zwischenfrequei z gebracht, die nach Verstärkung durch eine Verstärkeranordnung 13 mit einer zusätzlich in einem Interpolationsoszillator 14 erzeugten niedrigen Hilfsfrequenz verglichen wird. Der Interpolationsoszillator 14 ist dabei ebenfalls um den Rasterabstand in der Frequenz veränderbar.
Eine Angleichung der nach der Verstärkeranordnung 13 auftretenden niedrigen Zwischenfrequenz an die jeweilige Ausgangsfrequenz des Interpolationsoszillators 14 wird zweckmässig in der Weise vorgenommen, dass beide Spannungen einer Schaltung 15 zugeführt werden, die eine den auftretenden Frequenzabweichungen entsprechende, korrigierende Regelspannung einem frequenzbestimmenden Element 16 des Sendeoszillators 9 zuführt. Dadurch wird die in der Modulationsanordnung 11 erzeugte Zwischenfrequenz auf dem Wert der jeweils eingestellten Ausgangsfrequenz des Interpolationsoszillators 14 "festgehalten" und damit gleichzeitig die Ausgangsfrequenz des Sendeoszillators 9 frequenzstabilisiert, da ja die Frequenzkonstanz des Sendeoszillators 9 auf die wesentlich grössere absolute Frequenzkonstanz des niederfrequenten Interpolationsoszillators 14 zurückgeführt ist.
Vorzugsweise besteht die Schaltung 15 dabei aus einem phasenabhängigen Gleichrichter, der eine von der Phasendifferenz der beiden zu vergleichenden Frequenzen abhängige Regelgleichspannung erzeugt und dem z. B. aus einer Reaktanzröhre bestehenden frequenzbestimmenden Element 16 des Sendeoszillators 9 zuführt. Die Reaktanzröhre beeinflusst dabei den Oszillator derart, dass die an dem phasenabhängigen Gleichrichter liegenden Wechselspannungen in Phase bleiben.
Hat bei Inbetriebnahme des Gerätes die Ausgangsfrequenz des Sendeoszillators 9 nicht ihren Sollwert, so wird dem frequenzbestimmenden Element 16 von dem phasenabhängigen Gleichrichter 15 eine Wechselspannung zugeführt, die eine Frequenzmodulation des Hochfrequenzoszillators 9 verursacht und bei Durchlaufen der Sollfrequenz ein "Fangen" des Sendeoszillators 9 herbeiführt.
Die bei der Zusammenführung der Ausgangsfrequenzen der Sendeoszillatoren 1 und 9 in der Modulationsanordnung 8 entstehenden unteren Seitenfrequenzen werden vom Tiefpass 10 durchgelassen, in einem nachgeschalteten, vorzugsweise veränderbaren Verstärker 17 verstärkt und zweckmässig über eine zur Kalibrierung der Ausgangsamplitude vorgesehene Eichlei1 ; Ung 18 an die Ausgangsklemmen 19 geführt.
Eine Messung bzw. Kontrolle der Grösse des Ausgangspegels kann mittels eines Instrumentes 20 vorgenommen werden, das einem Gleichrichter 121 nachgeschaltet ist.
Nach einer weiteren Ausführungsform wird der im Nachstimmzweig des um den Rasterabstand verstimmbaren Sendeoszillators 9 vorgesehene quarzgesteuerte Generator 12 in der Weise ersetzt, dass zur Bildung der Zwischenfrequenz eine geeignet gewählte Rasterfrequenz der Quarzgeneratoranordnung 2 entnommen wird, die zweckmässig ausgesiebt und verstärkt wird. Durch diese Massnahme wird erreicht, dass auch die geringfügigen Frequenzänderungen der Quarzgeneratoren 2 und 12 in der Weise ausgeschaltet werden, dass sich nur noch eine Änderung im gleichen Sinne sowohl im "festen" als auch im "variablen" Sendeoszillatorteil ergibt. Die Frequenzkonstanz der gesamten Sendeanordnung kann dadurch noch weiter erhöht werden.
Die an den Ausgangsklemmen 19 der Sendeanordnung auftretende Spannung konstanter Ausgangsamplitude wird dem Messobjekt 21 zugeführt und nach Durchlaufen desselben an die Eingangsklemmen 22 des selektiven Überlagerungsmessempfängers gelegt, der in Fig. 2 schematisch dargestellt ist.
Die empfangene Messfrequenz wird im Überlagerungsmessempfänger über nicht dargestellte, als Messbereichumschalter dienende Spannungsteiler sowie über einen Trennverstärker 23 und ein Tiefpassfilter 24, dessen Grenzfrequenz oberhalb der oberen Grenze des Messbereiches liegt, einer ersten Umsetzungsstufe 25 zugeführt, an der die Umsetzung in eine erste Zwischenfrequenz vorgenommen wird.
Nach der Erfindung dient zur Erzeugung der notwendigen Hilfsoszillatorfrequenz eine den Hilfsoszillator 26 enthaltende Schaltungsanordnung, die dem"variablen"Sendeoszillatorteil 1-7 nach Fig. l entspricht.
Der Aufbau und die Wirkungsweise des Hilfsoszillators 26, der Quarzgeneratoranordnung 27, der Mischstufe 28, der Gleichrichterstufe 29, des Tiefpasses 30, der Nachstimmeinrichtung 31 sowie der Anzeigevorrichtung 32 sind dabei die gleichen wie die der entsprechenden Teile 1 - 7 nach Fig. l.
Demzufolge ist es möglich, den durchstimmbaren Hilfsoszillator 26 auf die gleiche Rasterfrequenz der Quarzgeneratoranordnung 27 "einrasten" zu lassen, wie der Sendeoszillator 1 bezüglich der Quarzgeneratoranordnung 2, so dass die empfangene Messfrequenz mittels der Umsetzungsstufe 25 bei Entnahme des entstehenden unteren Seitenbandes durch ein entsprechendes Bandfilter 26 in ein frequenzmässig festliegendes erstes Zwischenfrequenzband umgesetzt wird, dessen Breite dem Rasterabstand des von der Quarzgeneratoranordnung 27 bzw. 2 erzeugten Frequenzrasters entspricht. Die Lage der Messfrequenz
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innerhalb des ersten Zwischenfrequenzbandes hängt dabei von der Einstellung des Interpolationsoszilla- tors 14 ab.
Über einen dem Bandfilter 33 nachgeschalteten Trennverstärker 34 wird die erste Zwischenfrequenz nach der Erfindung einer zweiten Umsetzungsstufe 35 zugeführt, die mit einer Hilfsoszillatorfrequenz beaufschlagt ist, die von einem um den Rasterabstand verstimmbaren Hilfsoszillator 36 geliefert wird.
Dabei entspricht der Hilfsoszillator 36 in Aufbau und Wirkungsweise dem zweiten, um den Rasterabstand verstimmbaren, frequenzkontrollierten Sendeoszillator 9 (Fig. 1), während die Modulationsanordnung 37, der quarzgesteuerte Generator 38, die Verstärkeranordnung 39, die phasenabhängige Gleichrichterschaltung 40, der Interpolationsoszillator 41 und das frequenzbestimmendc Element 42 den gleichartigen, mit den Bezugszeichen 11 - 16 versehenen $chaltungsteilen nach Fig. l entsprachen. Hiebei ist lediglich zu beachten, dass die vom Hilfsoszillator 36 der Umsetzungsstufe 35 gelieferte Frequenz um einen der am Ausgang derUmsetzungsstufe35 auftretenden zweiten Zwischenfrequenz entsprechenden Betrag gegenüber der vom zweiten, frequenzkontrollierten Sendeoszillator 9 gelieferten Ausgangsfrequenz abweicht.
Die auf diese Weise gebildete, am Ausgang der Umsetzungsstufe 35 entstehende zweite Zwischenfrequenz ist bei übereinstimmender Einstellung der Interpolationsoszillatoren41 und 14 von der jeweiligen Messfrequenz unabhängig, so dass sie durch ein Bandfilter 43 der Auswerteeinrichtung des Überlagerungsmessempfängers zugeführt werden kann. Zweckmässig kann die zweite Zwischenfrequenz über einen nachgeschalteten Verstärker 44 einem Modulator 45 zugeführt werden, der mittels einer quarzgenau erzeugten Hilfsfrequenz fq eine weitere Verlagerung der zweiten Zwischenfrequenz in eine für die Auswertung günstige Frequenzlage bewirkt.
Hinter dem Modulator 45 ist eine Umschaltmöglichkeit auf ein Bandfilter 46 mit einem dem Bandfilter 43 entsprechenden Durchlassbereich oder auf ein Bandfilter 47 mit extrem schmalem Durchlassbereich vorgesehen, deren Ausgangsspannungen einer Verstärkeranordnung 48 zugeführt sind, die entweder über einen Gleichrichter 49 eine Anzeigevorrichtung 50 oder über eine weitere, mit einer Hilfsfrequenz ft beaufschlagte Modulatoranordnung 51 die Ausgangsklemmen 52 für
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B.werden : Die Quarzgenauigkeit des ersten "variablen" Sendeoszillators 1 ist durch die Möglichkeit der Einrastung auf eine beliebige Rasterfrequenz des von der Quarzgeneratoranordnung 2 erzeugten, quarzgenauen Frequenzrasters gegeben.
Für den zweiten,"festen"Sendeoszillator 9 des Schwebungssenders
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Die relativ niedrige Ausgar j. quenz des Interpolationsoszillators 14 kann dabei mit an sich bekannten Mitteln mit gleicher Genauigkeit konstant gehalten werden wie die Ausgangsfrequenz des ersten Sendeoszillators 1. Die von der Sendeanordnung dem Messobjekt und von da dem Messempfänger zugeführte Messfrequenz, die sich als Differenzfrequenz der durch die Sendeoszillatoren 1 und 9 gelieferten Frequenzen ergibt, besitzt demzufolge ebenfalls Quarzgenauigkeit.
Nachdem nun im Überlagerungsmessempfänger die den Umsetzungsstufen 25 und 35 zugeführten Hilfsfrequenzen in gleicher Weise erzeugt und somit frequenzkontrolliert sind wie die Ausgangsfrequenzen der Sendeoszillatoren 1 und 9, so besitzt auch die am Ausgang der Umsetzungsstufe 35 entstehende Zwischenfrequenz Quarzgenauigkeit, die auch nach einer weiteren Umsetzung mittels einer quarzgenauen Hilfsfrequenz fq im Modulator 45 nicht verlorengeht. Somit ist es möglich, die Zwischenfrequenz über ein Bandfilter 47 mit extrem schmalem Durchlassbereich der Auswerteeinrichtung 50,52 zuzuführen, ohne dass durch ungewollte Schwankungen der Zwischenfrequenz an den Flanken des Bandfilters störende Dämpfungseinflüsse für die Messspannungen entstehen und dadurch eine Verfälschung des Messergebnisses verursacht wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 wird der Überlagerungsmessempfänger durch Haupteinstellung des Hilfsoszillators 26 sowie durch Feineinstellung des Interpolationsoszillators 41 auf die empfangene
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gehende Bedienungsvereinfachung dadurch erzielt, dass der Überlagerungsmessempfänger mit dem Pegelsender voll synchronisiert wird, wie in Fig. 3 schematisch dargestellt ist. Die Oszillatoranordnungen auf der Sende- und Empfangsseite sind dabei in Fig. 3 unterweglassung der einzelnen Schaltelemente jeweils nur durch die Oszillatoren 1, 9,14 bzw. 26,36, 41 angedeutet, während die übrigen, aus den Fig. 1 und 2 entnehmbaren Schaltungsteile blockmässig zusammengezogen dargestellt sind.
Der Überlagerungsmessempfänger weist nach dieser Weiterbildung in der Zuleitung vom Hilfsoszillator 26 zu der entsprechenden ersten Umsetzungsstufe 25 sowie in der Zuleitung vom Interpolationsoszillator 41 zu der den Hilfsoszillator 36 enthaltenden Schaltungsanordnung 36 - 42 jeweils Schalter S
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auf, die in ihrer Schaltstellung 1 einen Betrieb wie nach Fig. 2 ermöglichen, während sie in ihrer Schaltstellung 2 die empfangsseitigen Oszillatoren 26 und 41 abschalten und durch die entsprechenden, über Verbindungsleitungen 53,54 zwischen Sender und Empfänger sowie vorzugsweise über Trennverstärker 55, 56 erreichbaren, sendeseitigen Oszillatoren 1 und 14 ersetzen.
Durch eine derartige Schaltmassnahme wird der wesentliche Vorteil erreicht, dass sowohl die Hauptabstimmung des Überlagerungsmessempfängers (mittels des Hilfsoszillators 26) als auch die Feinabstimmung (mittels des Interpolationsoszillators 41) durch eine doppelte Synchronisation zwischen Sender und Empfänger ersetzt wird, so dass die gesamte Anordnung zur selektiven Pegelmessung nach der Erfindung lediglich durch Betätigung der sendeseitigen oder der empfangsseitigen Haupt- und Feinabstimmung für jede beliebige Messfrequenz messbereit gemacht werden kann.
Durch die gewählte Synchronisierungsschaltung für die Feinabstimmung ist dabei auch die Forderung erfüllbar, dass die Ausgangsfrequenz des zweiten Sendeoszillators 9 sich von der Ausgangsfrequenz des im Empfänger vorgesehenen Hilfsoszillators 36 um den Betrag der am Ausgang der zweiten Umsetzungsstufe 35 auftretenden zweiten Zwischenfrequenz frequenzmässig unterscheiden muss. Es wird nämlich bei der Synchronisation der Feinabstimmung zwar der Interpolationsoszillator 41 durch den sendeseitigen Interpolationsoszillator 14 ersetzt, doch ist damit nur die Änderung der Ausgangsfrequenz des Hilfsoszillators 36 bestimmt, während die absolute Grösse der Ausgangsfrequenz von der Dimensionierung der im Nachstimmzweig vorgesehenen Schaltelemente 37 - 42 abhängig ist.
Die Anordnung zur selektiven Pegelmessung dient in der bisher beschriebenen Ausführung dazu, innerhalb eines breiten Frequenzbandes eine stetige Einstellung der Messfrequenz mit sehr grosser Genauigkeit und Frequenzkonstanz zu ermöglichen, u. zw. entweder durch entsprechende Einstellung der Oszillatoren 1 und 26 zur Haupteinstellung sowie der Oszillatoren 14 und 41 zur Feineinstellung oder bei doppelter Synchronisierung zwischen Sender und Empfänger lediglich durch Einstellung der Oszillatoren 1 und 14 bzw. 26 und 41. Es kann jedoch erwünscht sein, dass die Sendefrequenz den gesamten Frequenz-
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B.Gleichspannung erhält, so dass die Ausgangsfrequenz des Sendeoszillators 1 ; wenn auch mit verringerter Frequenzkonstanz, nur noch von der Stellung des abstimmenden Elementes, z. B. eines Drehkondensators, abhängt.
Durch eine automatische Veränderung der Einstellung über den ganzen Einstellbereich kann dann bei unveränderter Einstellung des Interpolationsoszillators 14 eine Wobbelung der Messfrequenz erreicht werden. Zweckmässig wird in diesem Fall bei richtiger Einstellung des Interpolationsoszillators 41 im Überlagerungsmessempfänger die Hauptabstimmung synchron mit dem Sender vorgenommen, beispielsweise elektrisch über die Verbindungsleitung 53 oder auch durch eine mechanische Kupplung der Betätigungsachsen der Abstimmelemente an den Oszillatoren 1 und 26.
Infolge des Fortfalls der Quarzstabilisierung des"variablen"Sendeoszillatorteils sowie der Hilfsfrequenz der ersten Umsetzungsstufe 25 im Überlagerungsmessempfänger ist es vorteilhaft, der in diesem Betriebsfall verringertenFrequenzkonstanz dadurch zu entsprechen, dass von dem Bandfilter 47 mit extrem schmalem Durchlassbereich auf ein parallel liegendes Bandfilter 46 mit breiterem Durchlassbereich umgeschaltet wird (Fig. 2).
Nach einer Weiterentwicklung der Anordnung zur selektiven Pegelmessung nach der Erfindung kann eine automatische Scharfabstimmung des Überlagerungsmessempfängers vorgesehen werden, durch welche die Zwischenfrequenz selbsttätig in der Mitte des Durchlassbereiches des Bandfilters 47 bzw. 46 gehalten wird und somit eine seitliche Frequenzverschiebung in den Bereich der Filterflanken, durch welche eine ungewollte Dämpfung der Empfangsfrequenz auf dem Wege zur Auswerteeinrichtung 50,52 entstehen würde, vermieden wird. Bei der Anordnung nach der Erfindung bringt eine automatischeScharfabstimmung ferner den wesentlichen Vorteil mit sich, dass die Genauigkeit der durch Einstellung des Interpolationsoszillators 41 bewirkten Feinabstimmung noch weiter gesteigert werden kann und dass etwaige Änderungen der Bandfilterkennwerte, die z.
B. durch Temperatureinflüsse entstehen können und die gleichen schädlichen Einwirkungen haben wie ungewollte Änderungen der Messfrequenz, ausgeschaltet werden können.
Nach dieser Weiterbildung der Anordnung nach der Erfindung wird eine zur Frequenzumsetzung der Zwischenfrequenz benötigte Hilfsoszillatorfrequenz, z. B. fq, mit einer vorzugsweise niedrigen Wobbelfrequenz f3 mit geringem Hub frequenzmoduliert und die an den Flanken des Bandfilters 47 bzw. 46 entstehende Amplitudenmodulation der Zwischenfrequenzspannung in der Weise ausgenützt, dass die Modulationsfrequenz abgeleitet und mit der vorzugsweise niedrigen Wobbelfrequenz f3 phasenmässig derart verglichen wird, dass eine von der Richtung der Phasenverschiebung abhängig gepolte Regelspannung
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gebildet und zur Verstimmung des Oszillators im Sinne einer Verschiebung der Zwischenfrequenz in Richtung auf die Mitte des Durchlassbereiches des Bandfilters verwendet wird.
Hiebei wird also die Regelspannung für den Oszillator von dem frequenzabhängigen Verlauf der Durchlasskurve des Bandfilters 47 bzw. 46 selbst abgeleitet.
Eine zu diesem Zweck vorzugsweise geeignete Schaltungsanordnung ist in Fig. 4 schematisch dargestellt, wobei der Teil des Überlagerungsmessempfängers gezeigt ist, der hinter dem Modulator 45 liegt.
Die von dem Oszillator 57 erzeugte Oszillatorfrequenz f, die dem Modulator 45 zur Umsetzung der Zwischenfrequenz in eine geeignete Frequenzlage zugeführt wird, wird dabei über ein potentialmässig steuerbares, frequenzbestimmendes Glied 58 (z. B. Reaktanzröhre) des Oszillators 57 und über eine Frequenzweiche 63 von einer aus einer Wechselstromquelle 62 herrührenden Wechselspannung geringer Amplitude der Frequenz f3 frequenzmoduliert. Dementsprechend wird auch die Zwischenfrequenz fz frequenzmoduliert, was durch die Beziehung fz = fz(, + Af. cos wt ausgedrückt werden kann, wobei fzo die mittlere Zwischenfrequenz, Af den Frequenzhub und w die der Wobbelfrequenz f3 entsprechende Kreisfrequenz darstellt.
Entspricht fzo der Mittenfrequenz des Bandfilters 47 und ist der Modulationsgrad so bemessen, dass der Frequenzhub Af nicht über den Durchlassbereich des Filters 47 hinausreicht, so wird die Amplitude der Filterausgangsspannung U2 keine Ver- änderung zeigen. Bei Verschiebung der mittleren Zwischenfrequenz fzo in den Bereich der Filterflanken tritt jedoch die frequenzabhängige Dämpfung des Filters 47 in Erscheinung, so dass die Filterausgangsspannung U2 neben der Frequenzmodulation auch eine von dem Frequenzhub Af und der Flankensteilheit abhängige Amplitudenmodulation AU2 erhält.
Fig. 5 zeigt dabei den Zusammenhang zwischen den Momentanwerte der Zwischenfrequenz fz und der Filterausgangsspannung U2. Auf der linken Filterflanke hat die Ausgangsspannung U2 bei einer angenommenen mittleren Zwischenfrequenz fzj bei fz = fzj + Af auf der rechten Filterflanke bei einer
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Daraus ist zu ersehen, dass beim Übergang der mittleren Zwischenfrequenz fzo von fzj auf fz 'bzw. von der einen zur andern Filterflanke die Phasenbeziehung zwischen Frequenz-und Amplitudenmodu- lation der Zwischenfrequenzspannung um 1800 geändert wird. Dieses Verhalten wird durch die weitere Schaltung zu einer korrigierenden Nachstimmung des Oszillators 57 ausgenützt.
Eine Demodulationsanordnung 59 leitet aus der in der Verstärkeranordnung 48 verstärkten Zwischenfrequenz fz die Modulationsfrequenz ab, d. h. die Umhüllende der Zwischenfrequenzspannung fz, welche über eineverstärkeranordnung SO dem einen Eingang eines phasenabhängigen Gleichrichters 61 zugeführt wird. Dem zweiten Eingang wird dabei die Wechselspannung geringer Amplitude der Wobbelfrequenz f3 zugeführt. Der phasenabhängige Gleichrichter 61 wirkt dann in der Weise, dass er eine von der Richtung der Phasenverschiebung der an seinen Eingängen liegenden Wechselspannungen abhängig gepolte Gleichspannung erzeugt, die über die Frequenzweiche 63 dem potentialmässig steuerbaren, frequenzbestimmenden Glied 58 (z. B.. Reaktanzröhre) des Oszillators 57 zugeführt ist.
Als phasenabhängiger Gleichrichter 61 kann beispielsweise eine Modulationsanordnung verwendet werden, der die Ausgangsspannung der Verstärkeranordnung 60 gewissermassen als Zeichenspannung zugeführt wird, die im Takt der Träger-bzw.
Schaltfrequenz f3 geschaltet wird. Die Frequenzweiche 63 besteht vorzugsweise aus einem RC-Glied, das, wie in Fig. 5 angedeutet, mit den einzelnen Zuleitungen verbunden ist.
Da die von der Verstärkeranordnung 60 gelieferte Ausgangsspannung je nach der Verschiebung der mittleren Zwischenfrequenz fzo auf die linke oder rechte Flanke des Bandfilters 47 jeweils eine um 1800 phasenverschobene Lage gegenüber der von der Wechselstromquelle 62 gelieferten Ausgangsspannung mit
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oder negative Gleichspannung am Ausgang des phasenabhängigen Gleichrichters 61. Diese wirkt nun über die Frequenzweiche 63 derart auf das potentialmässig steuerbare, frequenzbestimmende Glied 58 (z. B. Reaktanzröhre) des Oszillators 57 ein, dass eine Verstimmung im Sinne einer Verschiebung der mittleren
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aufwird.
Bei entsprechender Dimensionierung kann dabei der Gleichrichterkreis 49 der Auswerteeinrichtung des Überlagerungsmessempfängers selbst an Stelle der Demodulationsanordnung 10 zur Ableitung der
Modulationsfrequenz verwendet werden. Die Wechselstromquelle 62 kann vorzugsweise auch durch eine zusätzliche Wicklung des Netztransformators ersetzt werden, so dass die Frequenz f3 mit der im Über- lagerungsmessempfänger vorhandenen Netzfrequenz übereinstimmt.
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Es ist schliesslich auch möglich, die beschriebene Zusatzschaltung zur automatischen Scharfabstimmung an den Interpolationsoszillator 41 zu schalten, in welchem Fall die der zweiten Umsetzungsstufe 35 zugeführte Hilfsoszillatorspannung in ihrer Frequenz moduliert wird. Auch hiebei muss jedoch die Demodulationsanordnung 59 hinter dem Bandfilter 47 in den Weg der Zwischenfrequenzspannung geschaltet sein.
Die beschriebene Zusatzschaltung ist in ihrer Wirkungsweise von der Breite der Bandfilterdurchlasskurve unabhängig, so dass sie sowohl bei Einschaltung des Bandfilters 47 mit extrem engem Durchlassbereich als auch im Zusammenhang mit dem Bandfilter 46 verwendet werden kann.
Für die Durchführung von Messungen im Wobbelbetrieb ist die Anordnung zur selektiven Pegelmessung nach der Erfindung vorzugsweise an Stelle des Anzeigegerätes 50 mit dem einen Ablenkelektrodenpaar eines Zweikoordinatenschreibers (insbesondere Kathodenstrahloszillograph) verbunden, dessen anderes Ablenkelektrodenpaar zweckmässig eine Ablenkspannung erhält, die proportional der Messfrequenz ist und beispielsweise mittels eines Frequenzmessers aus der Messspannung selbst am Ort des Messempfängers abgeleitet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur selektiven Pegelmessung, bei der eine von einem Schwebungssender erzeugte Mess- spannung einstellbarer Frequenz nach Durchlaufen des Prüfobjekts in einem Überlagerungsmessempfänger frequenzselektiv ausgewertet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der ersten Frequenz des Schwebungssenders ein erster Sendeoszillator (1) dient, der auf eine gewählte Rasterfrequenz eines quarzkontrollierten Frequenzrasters (2), vorzugsweise automatisch, einstellbar ist, während zur Erzeugung der zweiten, um die Messfrequenz von der ersten abweichenden Frequenz ein zweiter, um den Rasterabstand verstimmbarer, frequenzkontrollierter Sendeoszillator (9) dient, und dass die- Messfrequenz im Überlagerungsmessempfänger in einer ersten Umsetzungsstufe (25),
deren Hilfsoszillatorfrequenz mit der jeweiligen Rasterfrequenz des ersten Sendeoszillators (1) identisch oder gleichartig erzeugt ist, in ein Band von der Breite des Rasterabstandes und in einer nachgcschalteten zweiten Umsetzungsstufe (35), deren Hilfsoszillatorfrequenz in gleicher Weise wie die Frequenz des zweiten Sendeoszillators (9) erzeugt oder von ihr abgeleitet ist, auf eine quarzkontrollierte, konstante Frequenz umgesetzt und über ein Bandfilter (47) mit engem Durchlassbereich der Auswerteeinrichtung (50, 52) zugeführt ist.