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An einem Pflock sitzende Kennzeichnungstafel, insbesondere Grabnummerntafel
Die Erfindung betrifft eine an einem Pflock sitzende Kennzeichnungstafel, insbesondere eine Grabnummerntafel, bei der die Kennzeichnungsaufschrift auf einem elastisch verformbaren Plättchen vorgesehen ist, das an einem tafelartigen Ansatz des Pflockes auswechselbar befestigt ist, wobei das Plättchen in seinem Randbereich festgehalten auf einer einspringenden Auflagefläche des Ansatzes aufliegt.
Bei einer bekannten, zur Grabkennzeichnung dienenden Tafel dieser Art, ist das obere Ende des aus Metall gefertigten Pflockes leicht gegenüber dem andern Pflockteil abgewinkelt und trägt eine Platte, auf der ein weiteres plattenartiges Blechstück befestigt ist, dessen Ränder unter Aussparung freier Ecken rahmenartig eingerollt sind. Die Blechplatte ist rechteckig ausgebildet und besitzt somit an jeder geraden Seite einen eingerollten Blechteil. Die Kennzeichnungsaufschrift ist auf dem obersten Blatt eines schreibblockartig aus mehreren aufeinanderliegenden Kartonblättern bestehenden, eine steife Rückseite aufweisenden Teiles vorgesehen, der nach dem Aufrollen eines der Ränder der Blechplatte auf die Blechplatte aufgeschoben werden kann, wobei die übrigen aufgerollten Ränder dieser Platte als Führungen dienen.
Nach dem Einschieben des Blockes wird der dazu ausgebogene Rand wieder eingerollt, so dass der Block dann zwischen den vier Einrollungen gehalten ist. Die Kennzeichnungsaufschrift wird auf dem obersten Blatt des Blockes jeweils mit einem Farbstoff angebracht, Falls die Kennzeichnungstafel für andere Zwecke und insbesondere zur Kennzeichnung eines andern Grabes verwendet werden soll, wird der Block nach Aufbiegen eines der eingerollten Ränder der Blechplatte herausgenommen, das oberste Blatt abgerissen und der Block in der vorher beschriebenen Weise wieder an der Tafel befestigt. Eine Kennzeichnungstafel dieser Art hat den wesentlichen Nachteil, dass die aufgebogenen Ränder der Blechtafel beim Auswechseln der Inschrift starken Beanspruchungen ausgesetzt sind, die häufig zu ihrer Beschädigung oder zum Bruch führen.
Ein einigermassen schönes Einrollen des beim Auswechseln aufgebogenen Randes kann nur mit Hilfe von Spezialwerkzeugen durchgeführt werden. Da die Blechplatte, um das Einrollen der Ränder von Hand aus überhaupt zu ermöglichen, verhältnismässig dünnwandig ausgebildet werden muss, besteht die Gefahr, dass die Einrollungen durch Schläge oder Stösse verquetscht werden, was sowohl unschön wirkt als auch ein Auswechseln der Inschrift erschwert bzw. unmöglich macht. Der die Inschrift aufweisende Schreibblock sowie die Inschrift selbst sind den Witterungseinflüssen ausgesetzt, unter denen sie zufolge der Herstellung des Blockes aus Kartonblättern und der notwendigen Anbringung der Inschrift mit einer Farbe so stark leiden, dass die Inschrift schon nach kurzer Zeit nicht mehr lesbar ist.
Bei einer andern bekannten Kennzeichnungstafel ist die Kennzeichnungsaufschrift auf einem Kartonblatt angebracht, das in einem Rahmen zwischen einer Glasplatte und einer Rückwand befestigt ist, wobei der Rahmen mit Hilfe von Schrauben an dem aus Metall gefertigten und zugleich auch die Rückwand abstützenden Pflock befestigt ist. Die Auswechslung der Inschrift ist nur nach Lösen der Schrauben und Abnahme des Rahmens sowie der Glasplatte möglich. Auf Grund der Befestigung des Rahmens mit Hilfe der Schrauben ist eine beträchtliche Wandstärke für den Rahmen erforderlich.
Da die Kennzeichnungstafeln dieser Art den an sie zu stellenden Anforderungen nicht voll entsprechen, werden bisher fast ausschliesslich Grabnummerntafeln verwendet, die gemeinsam mit dem Pflock aus Metall gegossen sind, wobei die Nummer entweder im Gussverfahren gemeinsam mit dem Pflock und der Tafel hergestellt oder nachträg- lich durchAufmalen auf einen schild artigen Ansatz des Pflockes aufgebracht wird. Derartige Tafeln haben wieder den Nachteil, dass sie von Zeit zu Zeit neu lackiert und in vielen Fällen auch neu beschriftet werden müssen, was natürlich einen beträchtlichen Arbeitsaufwand erfordert.
Darüber hinaus kommt es bei Friedhofserweiterungen, Friedhofszusammenlegungen usw. vor, dass die Gräber neu numeriert werden
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müssen, was dann, wenn die einzelnen Nummerntafeln mit einer aufgemalten Aufschrift versehen sind, eine neue Bemalung und Beschriftung der Nummerntafeln notwendig macht, während Nummerntafeln, die mit einer gleich beim Guss hergestellten Numerierung versehen sind, überhaupt unbrauchbar werden. In gleicherWeise ist es äusserst schwierig, eine in Verlust geratene Nummerntafel zu ersetzen. Die Instandsetzung bzw. Neubeschriftung derartiger Nummerntafeln kann nicht an Ort und Stelle erfolgen, sondern es ist notwendig die Nummerntafeln zu entfern !'1n, instandzusetzen und von der Werkstatt wieder an Ort und Stelle zu bringen. Andere Kennzeichnungstafeln, wie sie z.
B. zur Kennzeichnung verschiedener Pflanzen und Beete bei botanischen Versuchen, in Gärtnereien und Baumschulen sowie etwa auch als Weitenmarken bei Sportveranstaltungen Verwendung finden, bestehen meist aus einem mit der jeweiligen Beschriftung versehenen und an einem Pflock befestigten Täfelchen. Pflock und Tafel werden fast immer aus Holz gefertigt. Die Beschriftung wird mit-Tinte, Farbe oder Tusche aufgebracht. Es ist klar, dass derartige Kennzeichnungstafeln nur einmal und auch dann nur für kurze Zeit verwendet werden können, da das Holz durch die Witterungseinflüsse angegriffen wird und die Schrift bald verblasst.
Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt. Diese betrifft eine an einem Pflock sitzende Kennzeichnungstafel der eingangs genannten Art und besteht darin, dass zur Befestigung des Plättchens ein Randwulst des vorzugsweise rund oder oval ausgebildeten und einstückig mit dem Pflock hergestellten tafelartigenAnsatzes vorgesehen ist, der in der Auflageebene eine einspringende Nut aufweist, in die das Plättchen mit seinem Rand bzw. mit an diesem abstandsweise vorgesehenen Ansätzen eingreift, wobei der Randwulst nur an einer Stelle, vorzugsweise an der Pflockseite einen schmalen, bis zur Ebene der Auflagefläche reichenden Spalt aufweist.
Die erfindungsgemässe Ausführung ermöglicht es, trotz der einfachen einstückigen Ausbildung des tafelattigen Ansatzes mit dem Pflock, das die Kennzeichnungsaufschrift tra- gende Plättchen einfach durch Eindrücken zu befestigten, wobei es sich elastisch verformt, bis schliesslich sein Rand bzw. die an diesem vorgesehenen Ansätze in die Nut des Randbordes eingreifen. Trotzdem ist eine mutwillige Entfernung oder Vertauschung von Kennzeichnungsplättchen verhindert. Das Auswechseln des Plättchens kann in der Weise durchgeführt werden, dass ein schraubenzieherartiges Werkzeug über den Spalt des Randwulstes zwischen Plättchen und Auflagefläche eingeführt wird, wonach das Plättchen mit Hilfe dieses Werkzeuges so lange angehoben werden kann, bis sein Rand bzw. die an diesem vorgesehenen Ansätze aus der Nut herausspringen.
Das Plättchen kann dann abgenommen und durch ein anderes ersetzt werden. Der Spalt wird jedoch so schmal gehalten, dass es nicht möglich ist, das Plättchen durch Einbringen eines Fingers in diesen Spalt zu lösen. Der Pflock mit dem. tafelartigen Ansatz wird vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff gepresst und das Schriftplättchen wird ebenfalls bevorzugt aus thermoplastischem Material hergestellt. Dadurch kann die gesamte Nummemtafel leicht gereinigt werden und es besteht keine Gefahr einer Beschädigung durch Korrosion. Die Beschriftung selbst kann am Plättchen durch Aufmalen (bevorzugt bei durchsichtigen Plättchen mit Spiegelschrift auf der Plättchenrückseite) oder auch durch Einprägen angebracht werden. Es ist auch möglich, das Plättchen undurchsichtig auszubilden und beidseitig mit gleichen oder verschiedenen Afschriften zu versehen.
Die Form des tafelartigen Ansatzes wird, wie erwähnt, bevorzugt rund oder oval gewählt. Es wäre aber auch eine drei-, vier- oder mehreckige Form dieses Ansatzes ohne weiteres denkbar.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 eine Grabnummerntafel in Vorderansicht, Fig. 2 die Tafel im Längsschnitt und Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie ni-in der Fig. 1.
Die Grabnummerntafel besitzt einen nach unten zu konisch verjüngten Pflock l, der gemeinsam mit einem ovalen, tafelartigen Ansatz 2, der einen eine Auflagefläche 4 umgebenden Randwulst 3 aufweist, aus thermoplastischem Kunststoff in einem Pressverfahren hergestellt ist. Im Randwulst ist in der Ebene der Auflagefläche 4 eine einspringende Nut 5 vorgesehen. Weiterhin besitzt der Randwulst pflockseitig einen bis zur Ebene derAuflagefläche 4 reichenden Spalt 6. Auf die Auflagefläche ist ein aus thermoplastischem Material hergestelltes und ebenfalls ovales Plättchen 7 aufgelegt, das elastisch verformbaristund mit seinem Rand in die Nut 5 eingreift. Das Plättchen 7 trägt die Nummernaufschrift.
Das Plättchen wird durch Eindrücken befestigt und kann anderseits mit Hilfe eines über den Spalt 6 zwischen Plättchen 7 und Auflagefläche 4 eingeführten, schraubenzieherartigen Werkzeuges angehoben und entfernt werden.