AT213809B - Zusatzmittel zur Sekundärförderung von Erdöl durch Fluten - Google Patents
Zusatzmittel zur Sekundärförderung von Erdöl durch FlutenInfo
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Description
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Zusatzmittel zur Sekundärförderung von Erdöl durch Fluten
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müssen wasserlöslich sein und sollen einen Polymerisationsgrad besitzen, der durch einen K-Wert von 100 bis 300 gekennzeichnet ist.
Das Polymerisat wird zweckmässigerweise in einer Menge von zirka 0, 5 bis 50 g/l Lösung eingesetzt.
Das für die Herstellung der Flutungslösung verwendbare Polyäthylenoxyd ist z. B. nach dem in Industrial and Engineering Chemistry"50, (1958), Seite 5-16 referierten Verfahren erhältlich.
Eine besondere Durchführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens besteht in der nacheinanderfolgenden Anwendung von Flutungslösungen mit jeweils verschiedenen Konzentrationen an Polyäthylenoxyd. So kann man die Flutung mit einer Salze enthaltenden Lösung mit einem Zusatz von beispielsweise 4, 5 g/l Polyäthylenoxyd vom K-Wert 235 beginnen.
Nachdem man eine ausreichende Menge dieser Flutungslösung eingeführt hat, um die Erdöllagerstätte um die Einspritzsonde herum zu durchdringen, kann man anschliessend entweder mit derselben Lösung oder mit einer Poly- äthylenoxyd-Lösung geringerer Konzentration, beispielsweise mit einem Gehalt von 1 g/l weiter fluten. Zuletzt kann dann entweder eine Salzlösung oder reines Wasser ohne Zugabe von Polyäthylenoxyd in die Lagerstätte eingepumpt werden. Die Polyäthylenoxyd enthaltenden Lösungen werden so vor der Salzlösung bzw. vor dem reinen Wasser in der Lagerstätte her- geschoben". Auf diese Weise gelingt es unter Einsparung von Polyäthylenoxyd, die Erdöllagerstätten mit demselben Erfolg auszubeuten wie dies bei alleiniger Verwendung einer höher konzentrierten Polyäthylenoxyd-Lösung möglich ist.
Beispiel 1 : a) Eine Portion ölhaltigen Sandes wurde mit einer Salzlösung geflutet, welche etwa 20 g Calciumchlorid, 198 g Natriumchlorid und 23 g Kaliumchlorid im Liter enthielt. Die Lösung hatte eine Viskosität von 0, 85 cP bei 37 C. b) Eine andere Portion des gleichen ölhaltigen Sandes wurde mit einer Lösung geflutet, die 4 gil eines Polyäthylenoxyds vom K-Wert 235 gelöst in Salzwasser obiger Zusammensetzung
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enthielt. Diese Lösung hatte eine Viskosität von 10 cP bei 370 C.
Mit der Lösung a erfolgte der Wasserdurch-
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Die Ausbeute ist also nach b doppelt so hoch wie nach a. Zur Gewinnung von 50% des vorhandenen Öles waren bei einer Arbeitsweise nach a 300 Minuten, nach b nur 150 Minuten erforderlich, wobei im Falle a ein Öl-Wassergemisch mit überwiegender Wassermenge auf-
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stätte mit einer Teilchengrösse von 0, 2 bis 0, 4 mm Durchmesser wurden mit Rohöl von einer Dichte von 0, 917 bei 370 C durchtränkt. Die Aufnahme an Öl bis zur vollständigen Sättigung des Sandes betrug bei 33, 7% iger Porosität des Sandvolumens 45 g.
a) Dieser mit Öl durchtränkte Sand wurde unter einem konstanten Flüssigkeitsdruck von 0, 3 atm/m mit 100 cm3 einer Salzlösung von Polyäthylenchlorid geflutet, die 6 g Polyäthylenoxyd mit einem K-Wert von 259 zusammen mit 110 g Natriumchlorid, 15 g Calciumchlorid und 4, 8 g Magnesiumchlorid pro Liter Lösung enthielt. Nach Einbringung dieser Lösung in den ölhaltigen Sand erhielt man insgesamt 23, 5 g wasserfreies Öl, was einer Erdölausbeute von 52, 2% bezogen auf den Ölgehalt des Sandes vor der Flutung entspricht. b) In dieselbe Menge des oben beschriebenen ölgesättigten Sandes wurden nur 24 cm3 einer Lösung, bestehend aus 6 g Polyäthylenoxyd mit dem K-Wert 259 und aus 110 g Natriumchlorid, 15 g Calciumchlorid und 4, 8 g Magnesiumchlorid pro Liter unter gleichem Flüssigkeitsdruck wie unter a eingepresst.
Danach wurden auf diese Flüssigkeitsmenge 100 cm3 der gleichen.
Salzlösung jedoch ohne Zusatz von Polyäthylenoxyd aufgepresst. Man erhielt hiebei 21, 8 g wasserfreies Öl, was einer 48,5%gen Ausbeute entspricht. c) Wird die gleiche Menge ölhaltigen Sandes unter demselben Flüssigkeitsdruck wie unter a und b mit reiner Salzlösung, ohne Polyäthylenoxydzusatz, geflutet, so erhält man nur 10, 6 g wasserfreies Öl, was einer Ölausbeute von nur 23, 6% der Gesamtmenge des Ölgehaltes im Sand entspricht.
Wie unter b angegeben, zeigt die Anwendung der kombinierten Flutungsmethode, bei der erst eine Polyäthylenoxyd-Lösung und anschliessend reine Salzlösung eingesetzt wird, fast die gleiche hohe Wirksamkeit bezüglich der Ölausbeute wie die Methode a, nach der nur mit einer Polyäthylenoxyd-Lösung geflutet wird. Somit kann man nach der Methode b unter Einsatz einer geringeren Menge Polyäthylenoxyd denselben Grad an Ölverdrängung aus dem Sand erreichen, wie dies nach der Methode a möglich ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zusatzmittel zur Sekundärförderung von Erdöl durch Fluten, bei dem Wasser oder Salzwasser als Flutungsmedium verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass wasserlösliche Polyäthylenoxyde, gegebenenfalls in Verbindung mit wasserlöslichen Salzen, als Zusatz beigegeben werden.
Claims (1)
- 2. Zusatzmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wasserlösliche Polyäthylenoxyde mit einem K-Wert zwischen 100 und 300 verwendet werden.3. Zusatzmittelnach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Flutungsmittel 0, 5-50 g/l eines wasserlöslichen Polyäthylenoxyds enthält.4. Verfahren zur Anwendung der Zusatzmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Flutungsoperation mit Lösungen fortsetzt und beendet, die einen geringeren Gehalt an Polyäthylenoxyden besitzen oder überhaupt kein Polyäthylenoxyd enthalten.
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| DE213809T | 1958-12-31 |
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