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Apparat zur Behandlung von Kindertoxikosen
Derzeit beginnt man die Behandlung von Kindertoxikosen mit einer Magenspülung unter Zuhilfenahme einer beliebigen Sonde, woran sich eine wasserreiche Diät und Massnahmen zur Vermeidung oder Behebung eines Kollapszustandesanschliessen. Gleichzeitig sorgt man auf parenteralem Wege für eine Gleichgewichtsherstellung durch Gaben von Hydroelektrolytika, Antibiotika, Vitaminen, Schutzmitteln für die Leberzellen und Herzanregungsmitteln.
Die wasserreiche Diät dauert 24. - 72 Stunden, worauf eine Nahrungswiederaufnahme des Kranken per os folgt.
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Darmentgasung.
Bei diesen Toxikosebehandlungen benutzt man für die Magenspülung eine Nelatonsonde, für die Darm- entgasung eine Einhornsonde und für die Rektalentgasungeinebeliebige Rektalsonde. Die bei Erwachsenen gelegentlich benutzten Pratt- und Mll1ler-Abbot-'Sonden werdel1 bei Kindern nicht verwendet.
Die gegenwärtige übliche Behandlung weist den Nachteil auf, dass eine längere wasserreiche Diät zum Zwecke der Entgiftung und Wiederhydratierung eine Deproteinisierung des Organismus des Patienten zur Folge hat, dessen Metabolismus sehr intensiv ist, ohne dass es zumeist gelingt, den Organismus vollständig zu entgiften : Magen und Darm halten noch giftige Staseflüssigkeiten mit verändertem PH zurlick, welche die Dehydratierung durch Brechreiz und Durchfall weiter verschlimmern.
Die Erfindung bezieht sich nun auf einen Apparat zur Behandlung von Kindertoxikosen durch gelenkte Magen- und Darmsptilung und Absaugung der überschüssigen Flüssigkeiten und Gase, sowie durch Hydratierung und Nahrungsmittelzuführung und die Erfindung besteht bei einem derartigen Apparat im wesentlichen darin, dass auf einem beweglichen und einstellbaren Träger zwei, gegebenenfalls auf verschiedene Unterdrücke. evakuierbare Röhrenangeordnet sind, die an ein U-förmig gebogenes mit Hähnen od. dgl. Absperrorganen versehenes Rohrstück angeschlossen sind, und eine der beiden Röhren über eine Zuleitung mit einer Magensonde und die andere Röhre über einen Anschluss mit einer Darmsonde in Verbindung steht.
Durch diese Anordnung wird ein Apparat geschaffen, mittels welchem die Behandlung von Toxikosen in vielfacher Weise je nach den Erfordernissen variiert werden kann, wobei mit diesem Apparat eine Vielzahl von nebeneinander bzw. hintereinander verlaufenden Operationen durchgeführt werden kann. Es ist mit diesem Apparat insbesondere eine gelenkte und längere Magenspülung mit aufeinanderfolgenden ver- dUnnten Lösungen unter Absaugen des Überschusses an Flüssigkeiten und Gasen möglich, wobei diese Magenspülung in Höhe der Fundusregion stattfindet und mit einer Wiederhydratierung und Ernährung kombiniert werden kann.
Die Lenkung der Spülung besteht in einem aufeinanderfolgenden Einlauf von Wasser oder Tee, Glukosatserum, Muttermilch oder Magermilch, wobei die Aufnahme per os so oft als möglich erfolgt oder durch Sonde in Höhe der Fundusregion bzw. durch Perfusion.
Weiters kann mit diesem Apparat eine gelenkte Da. rmspülung mit Absaugen des Überschusses anStaseflüssigkeit und Gasen in Höhe des Zwölffinger-Leerdarms (Duodenum-Intestinum jejunum) durchgeführt werden. Die Lenkung besteht hiebei aus dem aufeinanderfolgenden Einlauf verschiedener hydroelektroly- tischer Flüssigkeiten oder von Glukosatserum durch Perfusion, wobeidiese Flüssigkeiten, mit der Staseflüssigkeit gemischt, nachher wieder vollständig abgesaugt werden. Im Falle von Heus erfolgt zu Beginn eine Absaugung des Gas- und Flüssigkeitsüberschusses, worauf man die Perfusion erst nach Ileusremission beginnt.
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Unter Zuhilfenahme dieses Apparates erfolgt die Behandlung einer Toxikose in folgender Weise :
Unter Röntgenüberwachung wird die Darmsonde 10 z. B. durch die rechte Nasenhöhle bis in den Magen eingeführt. Am äusseren Sondenende wird eine Spritze angeschlossen, mit welcher Flüssigkeitsproben zur
Untersuchung des Chemismus entnommen werden ; hierauf wird die Sonde in den Darm in Höhe des Duode- nums-Intestinum jejunum eingeführt und in gleicher Weise Proben der Darmflüssigkeit entnommen.
Durch die andere Nasenhöhle wird die Magensonde 1 eingeführt, mit deren Hilfe eine Magenspülung durchgeführt wird. Hierauf wird die Sonde in einer Höhe von ungefähr 2 cm unterhalb derCardia gehoben.
Die beiden Sonden werden an die Hähne 2 und 11 der durchsichtigen Rohre 3 und 12 angeschlossen, in welchen durch Absaugen mit Hilfe der Spritze 17 Unterdruck erzeugt wird. Nach der Erzeugung des Un- terdrucks werden beide Zweige mit Hilfe der Klemmschrauben 7 und 15 gesperrt und die Spitze 17 durch das Rohr 19 ersetzt, das in die Wasserflasche 20 eingeführt wird. Es werden hierauf die Klemmschrauben 7 und 15 geöffnet, worauf das Wasser durch das Manometerrohr 19 bis in die Rohre 3 und 12 steigt. Nun saugt der Apparat aus Magen und Darm selbsttätig ab.
Während des Betriebes kann der Unterdruck in jedem der beidenZweige des Apparates erhöhtwerden, u. zw. durch Absaugen mit Hilfe der Spritze 9 oder 17 durch den dritten Weg des entsprechenden Dreiweg- hahns. Gewöhnlich arbeitet man mit Unterdrücken zwischen 30 und 100 mm Hg.
Während durch die Sonden desApparates die giftigen Flüssigkeiten und Gase aus Magen und Darm ab- gesaugt werden, flösst man dem Kranken per os Flüssigkeiten ein. In comatösen Fällen wird der Magen- zweig unterbrochen, um die Absaugung aufzuhalten, worauf Flüssigkeiten mit Hilfe der Spritze 9 unmittelbar durch den Apparat eingeführt werden. Mit Ausnahme comatöser Fälle, wenn keine Nahrungsmittel zugeführt werden, ist der Magenzweig im allgemeinen dauernd geöffnet.
Die Flüssigkeiten werden zu Beginn in Zeitspannen von 1 bis 2 Stunden verabreicht, in steigenden Mengen von 40 bis 80 cm3 aufwärts. Die eingeflössten Flüssigkeiten, Wasser oder Glukosatserum 20 Ufo, gelangen in den Magen, mischen sich mit den giftigen Staseflüssigkeiten, die sie verdünnen, wodurch eine gelenkte Spülung erfolgt ; was gegenüber der Clivarblase überschüssig ist, wird zusammen mit den Gasen abgesaugt und durch den Apparat bis zur Wasserflasche 20 geführt. Durch neue Einführungen werden aufeinanderfolgende Verdünnungen und Entleerungen der Staseflüssigkeiten durchgeführt, wobei die überschüssigen Flüssigkeiten von dem Apparat ständig abgesaugt werden, bis der Pylorus seine normale Funktion wiederaufnimmt und durch den Magenzweig nur noch Gase abgesaugt werden.
In diesem Augenblick fällt der Unterdrück im Magenzweig bis auf 30... 40 mm durch die Öffnung des betreffenden Hahnes und Zulassung der notwendigen Luft.
Drei bis vier Stunden nach Inbetriebsetzung des Apparates beginnt die Ernährung mit Muttermilch oder Magermilch per os oder durch den Apparat je nach dem Fall in Zeitabständen von etwa zwei Stunden.
Sofort nach Inbetriebnahme des Apparates wird der Darmzweig offen gelassen, um die giftigen Flüssigkeiten und die Gase aus dem Darm abzusaugen, nachdem sie durch die durch Perfusion eingeführten Flüssigkeiten verdünnt wurden. Durch Einführung von Perfusionsflüssigkeiten, wie hydroelektrolytischen Flüssigkeiten, Glukosatserum, Plasma usw. und durch den Durchgang der Flüssigkeiten aus dem Magen durch den Pylorus bewirkt man eine Verdünnung der giftigen Flüssigkeiten aus dem Darm, welche abgesaugt werden, wobei ebenso wie im Magen eine gelenkte Spülung erfolgt. Der Arbeitsdruck beträgt 80 bis 100 mm. Die anfänglichen Perfusionen werden nur bei Kranken ohne Ileus vorgenommen, während sie bei Kranken mit Ileus in Zeitabständen von 3 bis 4 Stunden, d. h. also nachteilweiser Ileusremission durchgeführt werden.
Nach vier bis sechs Stunden dauernder Darmspülung wird die Absaugung aus dem Darm durch Unterbrechung des betreffenden Zweiges ausgesetzt und es werden in Zeitabständen von vier bis sechs Stunden Perfusionen mit hydroelektrolytischem Serum, Plasma, Glukosatserum, Antibiotika, Vitaminen usw. durchgeführt. Der Darmzweig wird hierauf für zwei Stunden unterbrochen, um eine Absorption und örtliche Wirkung der eingeführten Stoffe zu gestatten, worauf von Zeit zu Zeit und nach Bedarf abgesaugt wird.
Während der Behandlung durch beide Zweige werden in den Probeentnahmegläschen 6 und 14 die abgesaugten Flüssigkeiten angesammelt und der chemischen Untersuchung z. B. auf ihren PH-Wert, die Toxizität, die Fermente usw. zugeführt. Diese gestattet eine Beurteilung der klinischen Entwicklung der Krankheit und je nach den Ergebnissen werden verändernde Stoffe wie Salzsäure, Pepsin, Bikarbonat, Fermente usw. eingeführt. Die Einführung erfolgt per os oder durch den Magenzweig bzw. durch Perfusionen oder mit der Spritze durch den Darm zweig in bestimmten Zeitabständen, etwa alle zwei bis sechs Stunden.
Während dieser ganzen Zeit wird die Gleichgewichtswiederherstellung durch ständige Gaben von Hydroelektrolytika, Antibiotika, Vitaminen, von Schutzmitteln für die Leberzellen und von Herzanregungsmitteln vervollständigt.
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Der in Fig. 2 und 3 dargestellte Apparat umfasst je zweiMagen-und Dannzweige, wobei in dem Falle jeder Zweig einen Perfusionsapparat für gegebenenfalls gleichzeitige Perfusionen in den Magen und in den
Darm enthält. Der Unterdruck wird mit einer Vakuumpumpe in je einem evakuierbaren Rohr von grossem Fassungsvermögen und in je einem graduierten Sammelrohr von kleinem Fassungsvermögen, das mit Pro- beentnahmeröhrchen für die Sammlung von Staseflussigkeiten versehen ist, erzeugt. Das Vorratsrohr und das graduierte Rohr sind durch getrennte Rohre mit der unteren Flasche verbunden. Der Apparat ist in einem
Kasten mit Beobachtungsfenster und Betätigungsknöpfen für die Klemmschrauben untergebracht.
Er wird von einem nicht dargestellten beweglichen Stativ mitteleskopvorrichtung in der Gebrauchslage gehalten.
Infolge seiner doppelten Ausführung gestattet der Apparat, bei dem gleichen Patienten zwei bis vier Sonden zu verwenden, wobei gleichzeitig Absaugungen und Hydratierungen des Magens bzw. des Darmes unter vollständiger Ausschaltung der Verabreichung per os möglich werden. Der Apparat kann durch das Schliessen der Klemmschraube 22 benutzt werden.
DerApparat weist in symmetrischerAnordnung einen Magen- und einen Darmzweig auf, welche wegen dieser Anordnung im folgenden gemeinsam beschrieben werden. Jeder Zweig besteht aus einem Perfusionsrohr 24,24', das einen seitlichen Füllstutzen 25, 25' für die Füllung hat und mit der Tropfvorrichtung 26, 26' über einen Gummischlauch samt Unterbrechungsklemmschraube27, 27' verbunden ist. Am unteren Ende ist die Tropfvorrichtung 26, 26' über einen Gummischlauch mit dem Metallteil 28, 28' ver- bunden, welcher vier Abzweigungen hat, an welche die beiden Sonden angeschlossen werden können, von denen die eine durch die Klemmschraube 29, 29' abgesperrt werden kann.
An die vierte Abzweigung wird durch einen Gummischlauch mit Klemmschraube 30, 30'ein Metallrohr 31, 31' inDoppel-U-Form angeschlossen, das geneigt ist und vier Abzweigungen besitzt.
An dieses Rohr 31, 31' wird ein graduiertes Sammelrohr 32, 32' angeschlossen, das am unteren Ende mit zwei Hälsen versehen ist, wodurch der Anschluss an das mit einer Klemmschraube 33, 33'versehene Sammelröhrchen 34, und durch den Gummischlauch mit Klemmschraube 35, 35'mit dem Sammelgefäss 36, 36'erfolgt. An die dritte Abzweigung des Rohres 31, 31' wird durch e1nenGummischlauch mit Klemm- schraube 37, 37'ein T-förmiges Rohr 38 angeschlossen, welches mit einer Vakuumpumpe 39 verbunden ist. Die vierte Abzweigung des Rohres 31, 31'ist mit dem oberen Ende eines Behälterrohres 40, 40' mit einem Fassungsvermögen von einem Liter verbunden.
Das untere Ende des Behälterrohres 40, 40' ist durch einen Gummischlauch an einen T-förmigen Metallteil 41, 41' angeschlossen, dessen untere Abzweigung sich nach dem Vorratsbehälter 36 zu durch den Gummischlauch 42, 42'mit einer Klemmschraube 43, 43' für die Absperrung verlängert. Über eine dritte Abzweigung des T-förmigen Rohres 41,41' sind die beiden Zweige über einen Gummischlauch mit Klemmschraube 44 miteinander verbunden.
Wenn der Apparat mit je einer Sonde für jeden Zweig betrieben wird, so erfolgt die Behandlung in folgender Weise: Es werden die beiden Sonden in der bereits zu Fig. l beschriebenen Weise eingeführt. So-
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sonde an die vierte Abzweigung des Teiles 28'angeschlossen wird. Auf diese Weise werden beide Sonden mit dem Apparat verbunden und es beginnen die Absaugungen in Magen und Darm, nachdem das notwendige Vakuum im Apparat hergestellt wurde.
Zu diesem Zweck wird die Verbindung zwischen dem Apparat und dem Magenperfusionsrohr durch die Klemmschraube 27 bzw. die Verbindung zwischen dem Apparat und dem Darmperfusionsrohr durch die Klemmschraube 27'unterbrochen. Hierauf werden die Verbindungen mit der Magen- und der Darmsonde durch Schliessen der Hähne 30 und 30'unterbrochen. Im Magenzweig wird durch Öffnen der Verbindung zwischen dem Rohr 31 und dem Rohr 38 und durch Schliessen der Verbindung zwischen dem Rohr 31'und dem Rohr 38 ein Vakuum erzeugt. Dies geschieht mit Hilfe der Pumpe 39, wodurch die Wassersäule aus dem Gefäss 36 in dem Rohr 40 steigt. Nun wird die Verbindung zwischen Rohr 31 und Rohr 38 unterbrochen.
Hierauf wird im Darmzweig durch Herstellung der Verbindung zwischen Rohr 31'und Rohr 38 ein Vakuum erzeugt und das Wasser aus dem Gefäss 36 steigt im Rohr 40'. Hierauf wird die Verbindung zwischen Rohr 31'und Rohr 38 unterbrochen. In dieser Zeit bleiben die Klemmschrauben 35 und 35'geschlossen.
Es beginnt die Absaugung in beiden Zweigen gleichzeitig. Zu diesem Zweck werden die Verbindungen zwischen dem Apparat und der Magensonde bzw. der Darmsonde durch Wiederherstellung der Verbindung zwischen dem Rohr 31 und dem Rohr 28 bzw. dem Rohr 31'und dem Rohr 28'durch das Öffnen der Klemmschraube 30 und 30'wiederhergestellt. Die Klemmschraube der Hähne 29 und 29'bleibt geschlossen.
Die durch den Magenzweig angesaugten Flüssigkeiten werden in dem'Piobeentnahmeröhrchen 34 und in dem graduierte Sammelrohr 32 gesammelt. Wenn die Probeentnahmeröhrchen 34 und 34'voll sind oder in bestimmten Zeitabständen werden sie durch andere, leere Röhrchen ersetzt, wobei Sorge getragen
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wird, dass vorher die betreffenden Verbindungen unterbrochen werden, damit keine Flüssigkeiten aus den
Sammelrohren fliessen. Nach dem sich die graduierten Sammelrohre 32, 32'gefüllt haben, werden die
Mengen aufgeschrieben und die Verbindung mit dem Sammelgefäss hergestellt, damit siedorthin ablaufen.
Hierauf werden diese Verbindungen erneut unterbrochen, damit keine Luft eindringen kann. Nach einer 'StundeAbsaugenwerden die Verbindungen mit demPerfusionsapparatwiederhergestellt und die Verbindung mit dem Rest des Apparates unterbrochen, worauf man beginnt, gleichzeitig Perfusionen in den Magen und in den Darm durchzuführen.
Anfangs werden in den Magen Flüssigkeiten und nach drei bis vier Stunden Nahrungsmittel eingeführt.
Im Fall von Änderungen des PH- Wertes werden Korrektivstoffe eingeführt.
Die Magenperfusionen werden zu Beginn in Zeitabständen von zwei Stunden durchgeführt, worauf der
Magenzweig wenigstens eine Stunde geöffnet bleibt, um Spülungen mit verdünnten Lösungen durchführen zu können.
In den Darm wird zu Beginn eine Perfusion zur Spülung durchgeführt, u. zw. in Fällen ohne Heus in einer Folge 20 - 25 Tropfen physiologischer Lösung per Minute, worauf das eingeführte Serum im Gemisch mit den Staseflüssigkeiten durch Absaugen entleert wird. In Fällen von Ileus werden nur Absaugungen in den ersten drei bis vier Stunden und eine Korrektur des Chem ismus durch Zugabe von ändernden Stoffen durch- geführt, worauf die therapeutischen Perfusionen beginnen. Die Perfusionen in den Darm erfolgen von vier zu vier Stunden in. einer Menge von 14 Tropfen per Minute unter Einführung von hydroelektrolytischen Lo- sungen, Plasma, Antibiotika usw.
Nach Durchführung kann der Unterdruck im Apparat von einem Zweig zum andern durch Heben oder
Senken der Wassersäule in den Röhren 40 und 40'erhöht oder erniedrigt werden.
Nach Durchführung der Darmperfusion wird der Darmzweig ein bis zwei Stunden geschlossen gelassen, hierauf wird einbis zwei Stundenabgesaugt, worauf eine neue Perfusion erfolgt.
Der Apparat gestattet in besonders vorteilhafter Weise die Hydratierung und gleichzeitige Nahrungs- aufnahme in Magen und Darm unter Umgehung einer Aufnahme per os und sichert dem Kranken die not- wendige Ruhe, sowie auch den Schlaf. Er arbeitet mit erhöhtem Unterdruck und gestattet die Sammlung von reinen Stasesekretionen, sowie ihre Messung. Er ist widerstandsfähig und kann mit Leichtigkeit ge- handhabt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Apparat zur Behandlung von Kindertoxikosen durch gelenkte Magen-und Darmspülung undAbsau- gung der überschüssigen Flüssigkeiten und Gase, sowie durch Hydratierung und Nahrungsmittelzuführung, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem beweglichen und einstellbaren Träger zwei, gegebenenfalls auf verschiedene Unterdrücke evakuierbar Röhren (3, 12) angeordnet sind, die an ein U-förmig gebogenes, mit Hähnen od. dgl. Absperrorganen versehenes Rohrstück (8) angeschlossen sind, und eine der beiden Röh- ren (3) über eine Zuleitung (1) mit einer Magensonde und die andere Röhre (12) über einen Anschluss (10) mit einer Darmsonde in Verbindung steht.