AT210945B - Einrichtung zur Übertragung elektrischer Meßwerte von bewegten Maschinenteilen auf ruhende Anzeigegeräte - Google Patents

Einrichtung zur Übertragung elektrischer Meßwerte von bewegten Maschinenteilen auf ruhende Anzeigegeräte

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AT210945B
AT210945B AT790358A AT790358A AT210945B AT 210945 B AT210945 B AT 210945B AT 790358 A AT790358 A AT 790358A AT 790358 A AT790358 A AT 790358A AT 210945 B AT210945 B AT 210945B
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Description


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  Einrichtung zur Übertragung elektrischer Messwerte von bewegten Maschinenteilen auf ruhende Anzeigegeräte 
Die Erfindung betrifft Einrichtungen, die es   ermöglichen,   auf elektromagnetischem Weg elektrische
Messwerte (Spannungen bzw. Ströme) von bewegten Maschinenteilen ohne Verwendung von   Gleitkontak-   ten irgendwelcher Art   massgetreu   auf ruhende Anzeigegeräte zu übertragen. Dabei benützt die Erfindung den Gedanken, ein in einer   Wicklung   auf dem bewegten Maschinenteil von der Messgrösse erzeugtes Ma- gnetfeld durch ein in einer ruhenden Wicklung durch einen Strom erzeugtes Magnetfeld zu kompensieren. 



   Dieser Kompensationsstrom, der ein massgetreues Abbild der Messgrösse ist, wird durch ein Messgerät zur
Anzeige gebracht. Diese Anzeige ist somit ein Mass für die Messgrösse. Die Regelung des Kompensations- stroms auf den richtigen Wert erfolgt durch bekannte, vorzugsweise elektronische Geräte. 



   Im Maschinenbau werden heute immer höhere Drehzahlen verwendet. Dabei tritt das Problem auf, Messungen auf den rotierenden Maschinenteilen vorzunehmen. Viele Messgrössen lassen sich in elektrische
Grössen umwandeln. Es müssen dann also diese elektrischen Grössen von den rotierenden Teilen auf ruhen- de Anzeigegeräte übertragen werden. Dazu werden fast   immer Gleitkontakte in verschiedenen   Formen verwendet. 



   Alle Gleitkontakt haben den Nachteil, dass sie keinen einwandfreien Stromübergang   ermöglichen.   



  Die Ursachen hiefür sind die mechanischenstromunterbrechungen speziell   beihöherenDrehzahlen   und die Verunreinigungen der Kontaktbahnen, die zu hohen Übergangswiderständen fuhren können. Gleitkontakte kommen für genaue Messungen und bei höheren Drehzahlen nicht in Frage. 



   Es wurde daher versucht, ohne irgendeine mechanische Verbindung die Messgrössen zu übertragen. Ein Verfahren ist in der österr. Patentschrift Nr. 172308 beschrieben. Dort wird auf dem rotierenden Teil eine Brückenschaltung aus Induktivitäten und Widerständen verwendet. Die Brücke wird mit hochfrequenten Spannungen über einen Transformator oder Kondensator (von denen eine Wicklung bzw. ein Belag rotiert und die zweite Wicklung bzw. Belag ruht) gespeist. Die Messgrösse verändert durch irgendeine Beeinflussung die Induktivitäten der Brücke. Die Ausgangsspannung der Brücke wird wieder über einen Transformator oder Kondensator einem Messgerät zugeführt. 



   Dieses Verfahren hat mehrere Nachteile. Eine direkte Übertragung der Messgrösse ist nicht möglich. 



  Daher muss die Messgrösse grundsätzlich erst eine Induktivitätsänderung bewirken. Dies ist z. B. im Fall einer elektrischen Spannung recht umständlich und mit Ungenauigkeiten verbunden. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Anzeige direkt von den Kopplungsverhältnissen der Transformatoren bzw. Kondensatoren abhängt. D. h., ändern sich diese im Betrieb auch nur geringfügig, so wirkt sich dies auf die Anzeige entsprechend aus. Wenn mehrere Messstellen verwendet werden sollen, oder wenn kein freies Wellenende der Maschine zugänglich ist, wird die Anordnung der Transformatoren oder Kondensatoren ausserordentlich umständlich. Es wird dann viel Platz benötigt. 



   Die Erfindung weist nun die geschilderten Nachteile der bekannten Einrichtungen (wie Unterbrechungen, Drehzahlbegrenzung, indirekte Messwertübertragung, grosser Platzbedarf usw.) nicht auf. 



   Fig. l zeigt die grundsatzliche Anordnung der   Messeinrichtung. Auf   der Mantelfläche der Welle A sind   zwei U-förmige, bewickelte MagnetschenkelB undC   diametral gegenüberliegend angeordnet. Die Einrich-   tung funktioniert   prinzipiell auch nur mit   einem Schenkel ; die Fl1ehkraftbeanspruchung der Welle 1st   dann aber ungünstiger. Gegenüber den rotierenden Schenkeln ist ein mit zwei Wicklungen K und L bewickelter ruhender Schenkel D angebracht, so dass bei jeder Umdrehung der Welle zweimal der magnetische Kreis zwischen dem ruhenden Schenkel undeinem bewegten Schenkel für kurze Zeit geschlossen   ist. Die Schen-   kel sind zur Vermeidung von Wirbelströmen aus dünnen Blechen oder   Pulvermaterialien   aufgebaut.

   Um 

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 auch bei   IdeinenErregungen   hohe magnetische Induktionen erreichen zu können, hat das verwendete Ma- terial eine hohe Anfangspermeabilität. 



   Fig. 2 zeigt die Schaltung derMesseinrichtung. Dabei stellt a die Schaltung des bewegten Teiles, b die Schaltung des ruhenden Teiles dar. Die auf dem rotierenden Teil zu messende Spannung U wird über i die Punkte E und F den Wicklungen G und H der rotierenden Schenkel zugeführt. Die Wicklungen können in Serie oder parallel geschaltet sein. In den Wicklungen G und H fliessen die Ströme JG und   Jar, dise   der   Messgrösse proportional   sind (keine Induktivitäten bzw. langsame zeitliche Änderungen der Messgrösse an- genommen). 



   Die Strom JH ergibt z.B. eine magnetische Erregung   err   der Spule H. Die Erfindung beruht nun darauf, diese Erregung durch eine gleich grosse entgegengesetzte Erregung e der Spule L zu kompensieren, so dass kein magnetischer Fluss auftritt. Das gleiche gilt natürlich auch für   6G   der Spule G, wenn diese   derSpu1e     L.   gegenübersteht. Die Schenkel D und C bzw. D und B bilden den magnetischen Kreis. Tritt in 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 dt auf,strom in L kompensiert werden kann. Anderseits braucht eine zeitlich veränderliche Erregung in G bzw. H zur Kompensation eine gleiche zeitlich veränderliche in L. Die Erregung in L ist also ein getreues Abbild 
 EMI2.3 
 
H.

   DamitBisher wurde angenommen, dass sich die Erregungen des Rotors    (erg   bzw.   #H) und   der Kompensationsspule L   (QL)     vollständig   kompensiert. In der Indikatorspule K entsteht dann keine Spannung. Ist aber   er.   
 EMI2.4 
 
Die einfachste Möglichkeit, den Kompensationsstrom J1 auf seinen richtigen Wert einzuregeln, ist in Fig. 14 angegeben.Die Indikatorspule K ist an einen Kathodenstrahloszillographen KO angeschlossen. Von Hand wird nun der   Regelwiderstand so   lange verstellt, bis kein Impuls am Kathodenstrahloszillographen mehr sichtbar ist. Dann ist die Kompensation erreicht. 



   Eine praktischere Möglichkeit zur Regelung vonJ1 ist in Fig. 2 gezeigt. Der Impuls auf der Wicklung K wird einem Verstärker   V1   zugeführt, verstärkt und in einen proportionalen Strom   J1   umgewandelt. Dieser Strom wird der Wicklung L des Schenkels D so zugeführt, dass das dadurch entstehende Feld das Feld des Stromes in den Wicklungen G bzw. H kompensiert. Es ist damit ein geschlossener Regelkreis gebildet, der dasFeld zwischen   denSchenkeln   D und C bzw. B und D selbständig auf annähernd Null regelt. Eine kleine Abweichung von Null muss für das Arbeiten des Regelkreises vorhanden bleiben. 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
 EMI2.7 
    ist,Indikatorspule   K bei konstanter Messgrösse linear mit der Drehzahl (Frequenz der Impulsfolge) ansteigt. 



  Dies ist gleichbedeutend mit einem Anstieg von V.   11   wird also durch die Drehzahl praktisch nicht beeinflusst, wenn nur V genügend gross ist. Aus aem obigen ergibt sich auch, dass die Einrichtung grundsätzlich nur bei Drehung der Welle arbeitet, da für die Drehzahl Null keine Spannung an der Indikatorwlcklung auftritt. 

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 EMI3.1 
 baut wird.   i Die Verstärkeranordnung   mit dem Integrierglied   1st   aus Fig. 10 ersichtlich. Das Glied besteht aus dem
Widerstand Ro und dem Kondensator Co. Allgemein gilt nun 
 EMI3.2 
 wobei   il   (t) der Ladestrom des Kondensators Co ist.

   Wenn man Ro und Co sehr gross macht, wird praktisch i, = U1/R0 und damit 
 EMI3.3 
 
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 so für alle andern Teilschwingungen der   Fourier-Reihe,   so dass auch die Impulsamplitude umgekehrt proportional zur Häufigkeit (Impulsfolgefrequenz) der Impulse ist. Nun steigt aber der Indikatorimpuls   U1   (t) mit der Drehzahl proportional an. Die Amplitude von Uc (t) wird also daher von der Drehzahl (Frequenz) der Welle unabhängig. 



     Fig.11   zeigt die Kennlinie der auf das Integrierglied folgenden Röhre. Durch geeignete Wahl der Git-   tervorspanhung   Ug wird erreicht, dass nur Impulse mit positivem Vorzeichen (volle Linie) einen Anodenstromimpuls ergeben. Negative Impulse, die dadurch entstehen können, dass der Ausgangsstrom   J1   grösser als sein Sollwert wird (Überkompensation), womit die in Fig. 3 und Fig. 4 gezeichneten Impulse ihr Vorzeichen (strichliert) umkehren, ergeben keinen Ausgangsstrom. Man hat also   eine"einseitige"Regelung.   



  Die Spannung Ug ist so gross eingestellt, dass die Störungen S des Impulses keinen Anodenstrom ergeben. 



  Die Störungen S sind die Folge von gerir   Jn   unvermeidlichen Remanenzen in den Magnetschenkeln, von Einstreuungen durch Wechselfelder usw. Der pulsierende Anodenstrom wird durch den Kondensator   C.   



  (Fig. 10) geglättet, so dass der mittlere Strom   J1   entsteht. 



   Wenn auch negative Messgrössen erfasst werden sollen, wird eine Schaltung nach Fig. 12 verwendet. Die Kennlinie zeigt Fig. 13. Wenn kein Impuls vorhanden ist,   fliesst   der Anodenstrom   10'Dieser f11esstnicht   durch das Messgerät M und die Kompensationsspule L, da eine Batterie mit der Gegenspannung   U.   = JA vorhanden ist. le nachdem, ob positive oder negative Impulse vorhanden sind, wird der Anodenstrom grö- sser oderkleiner. Es tritt durch M und L einpositiverbzw. negativer Strom. Eine Unterscheidung zwischen Überkompensation und negativer Messgrösse ist in diesem Fall der zweiseitigen Regelung naturgemäss nicht notwendig. Es würde   z. B.   eine Überkompensation einen negativen Impuls ergeben und den Anodenstrom schwächen.

   Der gleiche Effekt wird auch durch eine negative Messgrösse erreicht. Die Ausschaltung der Störungen St ist hier nicht notwendig, da sie symmetrisch zur Null-Linie sind und damit den mittleren Anodenstrom    10   nicht verändern. 



   Schwingungen   der Welle habenLuftspaltänderungenzwischen   den Magnetschenkeln zur Folge, die aber auf das Messergebnis keinen Einfluss haben, da das Feld ja auf nahezu Null kompensiert wird und damit von der Luftspaltgrösse in weiten Grenzen unabhängig ist. 



   Beide Pole jedes Magnetschenkels sind bewickelt. Es wird damit verhindert, dass Störmagnetfelder 

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   (z. B. Felder in der Nähe angeordneter Magnete, Erdfelder usw. ), die eventuell sich von der Welle über die ruhenden Schenkelteile schliessen, Spannungsimpulse induzieren. Diese Felder treten dann so durch die Schenkel, dass in beiden in Reihe geschalteten Wicklungen Spannungen mit entgegengesetzten Vorzeichen entstehen, die summiert Null ergeben. 



  ! Die Messanordnung funktioniert ganz analog, wenn statt der Rotation der Schenkel diese eine periodische hin-und hergehende Bewegung (z. B. Kolbenmaschine) machen. 



  Die gesamte Messeinrichtung muss mit der zu messenden Spannungsquelle und den Zuleitungen geeicht werden. 



  Fig. 5 zeigt eine andere Möglichkeit der Feldkompensation. Auf der Welle N befindet sich ein ringförmigerMagnetschenkelkörper O.Dieser trägt die Wicklung Q, die mit der zu messenden Spannungsquelle-verbunden ist. Der ruhende Schenkelkörper P schliesst mit 0 den magnetischenKreis. Die WicklungR in P dient zur Erzeugung des magnetischen Gegenfeldes. Ist das Feld zwischen den Schenkeln Null, soist der Strom in R ein Mass für den Strom in Q und damit für die Messgrösse. Die Nullanzeige des Magnetfeldes kann mit bekannten Methoden, z. B. mit den Hallgeneratoren S und T vorgenommen werden, die an einer oder mehreren Stellen des Umfanges angeordnet sind. Die Hallspannung wird einem Gleichstromverstärker zugeführt, dessen Ausgang die Wicklung R so erregt, dass das Feld im Sinne einer Kompensation wirkt. Der Strom in der WicklungR ist ein Mass für die zu messende Spannung. 



  Die oben als erste beschriebene Messanordnung muss-wie schon gesagt-mit der zu messenden Spannungsquelle und denZuleitern geeicht werden. Änderungen des Widerstandes im Messkreis gehen direkt in die Messung ein. Bei der Auswechslung der zu messenden Spannungsquelle, z. B. Thermoelement, muss die Anordnung neu geeicht werden. Will man dies vermeiden, so kann eine andere Einrichtung auf Grund der Erfindung verwendet werden. 



  Das der Messgrösse proportionale Magnetfeld auf dem bewegten Maschinenteil wird dabei nicht durch die Messgrösse selber, sondern durch einen Stromimpuls, der auf elektromagnetischem Wege auf dem bewegten Maschinenteil hervorgerufen wird, erregt. Dieser Stromimpuls wird so gross gemacht, dass der an einem Widerstand auftretende Spannungsabfall die zu messende Spannung kompensiert. Die Spannungquelle ist damit praktisch unbelastet und die oben angeführten Nachteile treten nicht auf. Das durch den Stromimpuls hervorgerufene Magnetfeld ist der zu messendenspannung proportional und wird mit der oben beschriebenen Kompensationsmethode gemessen. 



  Fig. 6 zeigt die grundsätzliche Anordnung dieser Messeinrichtung. Sie besteht aus drei Magnetschenkelgruppen : der Spannungsschenkelgruppe mit den Schenkeln 5,2 und 8, der Messschenkelgruppe mit den Schenkeln 6,3 und 9 und der Indikatorschenkelgruppe mit den Schenkeln 7, 4 und 10. Auf der Welle sind je zwei Schenkel jeder Gruppe diametral gegenüberstehend angeordnet, so dass bei jeder Umdrehung der Welle der magnetische Kreis zwischen den ruhenden und rotierenden Schenkeln zweimal geschlossen wird. 



  Für den Schenkelaufbau gilt das bei der obigen Anordnung Gesagte. 



  Fig. 7 zeigt die Schaltung zur Messeinrichtung. Dabei stellt c die Schaltung des bewegten Teiles, d die Schaltung des ruhenden Teiles dar. Auf dem rotierenden Teil sei z. B. die Gleichspannung U zu messen. Sie wird den Punkten 27 und 28 zugeführt. Ein Gleichstrom J4, erzeugt in dem ruhenden Schenkel 8 ein magnetisches Feld. Dieses induziert bei der Vorbeibewegung des rotierenden Schenkels 2 in der Wicklung 12 einen Spannungsimpuls. Die Schenkelform ist so gewählt, dass der Spannungsimpuls die in Fig. 8 angegebene Form bekommt. U und t bedeuten Spannung bzw. Zeit. Dieser Spannungsimpuls treibt einen Strom J. durch die Wicklung 16 des Schenkels 3. Die Wicklungen sind so gewählt, dass die Form des Stromes J, der Form der Spannung entspricht.

   Zwischen den Punkten 25 und 26 tritt, während der Strom J. sei" nen Maximalwert hat, ein bestimmter Spannungswert auf (Spannungsabfall an einem Teil der Wicklung 16 desmessschenkels 3 und dem Vorwiderstand 22). Der Strom J. wird nun so gewählt, dass dieser Spannungsabfall U wird. Es fliesst dann durch die Wicklungen 19 und 20 der Schenkel 4 und 7 kein Strom. Daher wird auch in der ruhenden Wicklung 18 keine Spannung induziert. Bewegen sich die Schenkel 5,6 und 7 an den Schenkeln 8,9 und 10 vorbei, so spielt sich der oben beschriebene Vorgang in den Wicklungen 13 und 17   
 EMI4.1 
 gerade gegenüberstehen. Ist die Spannung zwischen den Punkten 25 und 26 nicht gleich der Spannung zwi-   schen     denPunkten 27 und 28, so fliesst einAusgleichsstrom   durch die Wicklungen 19 und 20, der Schenkel 4 und 7.

   Es entsteht dann in der Wicklung 18 ein Spannungsimpuls der in Fig. 9 bezeichneten Form. Dieser Spannungsimpuls wird einem Verstärker   V.   zugeführt, verstärkt und in einen Strom   L   umgewandelt. Der Strom J. wird nun der Wicklung 11 des Schenkels 8 zugeführt. Damit ist ein geschlossener Regelkreis ge- 

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 bildet, der selbständig die Spannung zwischen 25 und 26 auf die Spannung zwischen 27 und 28 (zu mes- sende Spannung) abgleicht. Es muss ein Spannungsunterschied zwischen der zu messenden Spannung U und der Kompensationsspannung zwischen 25 und 26 bestehen, da sonst der Ausgangsstrom   J. des   Verstärkers Va
Null werden würde.

   Wird der Ausgangsstrom   J4   grösser als sein Sollwert, dreht sich der Spannungsimpuls in der inFig. 9strichliert gezeichneten Weise   um. Der Verstärker Va   ist nun so ausgelegt, dass er dann keinen
Ausgangsstrom   J. abgibt   (einseitige Regelung). Um die Spannungsdifferenz und damit den Strom durch die
Wicklungen 19 und 20 klein zu halten, hat der Verstärker einen möglichst hohen Verstärkungsfaktor. Die Änderung der Drehzahl der Welle hat auf den Kompensationsvorgang nur insofern einen Einfluss, als mit steigender Tourenzahl die in den Wicklungen 12 bzw. 13 und 18 induzierten Spannungen immer grösser werden.

   Der   Verstärker arbeitet   so, dass mit steigender Frequenz (steigender Drehzahl und damit steigen-   der Spannung) seines Eingangsimpulses   einen konstanten Ausgangsstrom J. abgibt, wenn der Ausgleichsstrom in den Wicklungen 19 und 20 konstant bleibt. Detaillierte Erklärungen zu den letzten Punkten wurden be- reits bei   dererläuterung des Ausführungsbeispieles nactif ig. 2 gegeben. Sie   gelten hier entsprechend. 



   In der Wicklung 16 des Messschenkels fliesst ein Strom, der derSpannung zwischen 25 und 26 propor- tional ist. Dieser Strom wird nun mit Hilfe der Einrichtung, bestehend aus   Vs, 15   und 14, gemessen. Sie entspricht völlig der einfachen Kompensationseinrichtung von Fig. 2 und wird daher nicht weiter beschrieben. 



   Die Spannung zwischen 25 und 26 wird durch Einschaltung der Widerstände 21,22 bzw. 23,24 von
Widerstandsänderungen in den Wicklungen 16 bzw. 17 unabhängig, wenn die Widerstände 21,22, 23 und 24 gross gegenüber den Wicklungswiderständen sind. Damit ist   erreicht. dass die Spannung   zwischen 25 und 26 nur eine Funktion   von 1a ist.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Einrichtung   zurübertragung vonelektrischenmesswerten   von bewegtenMaschinenteilen auf ruhende Anzeigegeräte, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem bewegten Maschinenteil ein dem elektrischen Messwert proportionales Magnetfeld erzeugt wird, welches durch ein in einer   ruhendenEinrichtung   erregtes magnetisches Gegenfeld kompensiert und damit durch dieses gemessen wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Messwert das ihm proportionale Magnetfeld 1 : 1 einemMagnetschenkel auf dem bewegten Maschinenteil selbst erzeugt.
    3. Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dem elektrischen Messwert auf dem bewegten Maschinenteil proportionale Magnetfeld durch einen auf elektromagnetischem Wege auf den bewegten Maschinenteil gebrachten Stromimpuls, dessen Spannungsabfall an einem Widerstand den Messwert kompensiert, erzeugt wird.
    4. Einrichtung zurübertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Messwert proportionale Magnetfeld in einem Magnetschenkel (C) auf dem bewegten Maschinenteil durch ein ruhendes, von einem Kompensationsstrom in einer Wicklung auf einem dem bewegten Magnetschenkel gegenüberstehenden ruhenden Magnetschenkel (D) erregtes Kompensationsfeld kompensiert wird.
    5. Einrichtung zurübertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Messwert proportionale Magnetfeld in einem ringförmigen bewegten Magnetschenkel (0) durch ein ruhendes, von einem Kompensationsstrom in einer Wicklung (R) auf einem ringförmigen, dem bewegtenMagnetschenkel gegenüberstehenden ruhendenMagnetschenkel (P) kompensiert wird.
    6, Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass auf dem ruhendenMagnetschenkel (D) eine zweite Wicklung angebracht ist, in der bei Über- oder Unterkompensation einSpannungsimpuls mit entsprechendem Vorzeichen entsteht, der den Kompensationzustand anzeigt.
    7. Einrichtung zur Übertragung von elektrischenMesswerten nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige des Kompensationszustandes durch bekannte Feldindikatoren, vorzugsweise Hallgeneratoren, erfolgt.
    8. Einrichtung zur Übertragung von elektrischenMesswerten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Strom in einem ruhenden Magnetschenkel (8) (Spannungsschenkel) ein Feld erregt wird, welches bei derVorbeibewegung eines Gegenschenkels (2) in dessen Wicklung (12) einen Spannungsimpuls induziert, der durch geeignete Dimensionierung der Wicklungswiderstände in einer angeschlossenen Wicklung (16) auf einem Magnetschenkel (3) (Messschenkel) einen Stromimpuls zur Kompensation des Messwertes hervorruft. <Desc/Clms Page number 6>
    9. Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Feld des Stromimpulses mit dem Feld eines ruhenden Messschenkels einer Einrichtung nach Anspruch 4 kompensiert und damit gemessen wird.
    10. Einrichtung zurübertragung von elektrischenMesswenen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichi net, dass der den Kompensationszustand anzeigende Spannungsimpuls einem Verstärker. vorzugsweise einem elektronischen Verstärker, zugeführt, verstärkt und in einen Strom umgewandelt wird, der ein Kompensationsfeld erregt.
    11. Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich- net, dass die Spannung der Feldindikatoren einem Verstärker, vorzugsweise einem elektronischen GleichI stromverstärker, zugefuhrt wird, dessen Ausgangsstrom der Erregerstrom für die Kompensation ist.
    12. Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesamtwiderstand der Wicklungen des Gegenschenkels (2) und Messschenkels (3) durch Vorschalten von Widerständen von der Temperatur unabhängig wird.
    13. Einrichtung zur Übertragung von elektrischenMesswerten nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet. dass die gegenseitige Lage von Gegenschenkel (2) und Messschenkel (3) so eingestellt ist, dass die Mitte des StromimpulsmaXimums in der Messschenkelwicklung genau dann erreicht wird, wenn sich der bewegte und ruhende MessschenkeI gerade gegenüberstehen.
    14. Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Kompensationskreis für den Messwert ein bewickelte Magnetschenkel (4) (Indikatorschenkel) verwendetwird, in dem bei Nichtkompensation des Messwertes durch den dann fliessenden Ausgleichsstrom ein Magnetfeld entsteht, welches in einem ruhenden Schenkel (10) einen Spannungsimpuls induziert, der einem Verstärker, vorzugsweise einem elektronischen Verstärker, zugeführt, verstärkt und in einen Strom umgewandelt wird, der das Feld im ruhenden Spannungsschenkel (8) erregt.
    15. Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 10 oder 14, dadurch gekennzeichnet. dass der Verstärker durch ein geeignet dimensionierte Glied (Integrationsglied) das Vorzeichen des Spannungsimpulses ermittelt und durch eine geeignete Schaltung diesen in einen Strom positiver odernegativerRichtung umwandelt und damit die Messung positiver und negativerspannungen ermöglicht.
    16. Einrichtung zmübertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichzeichnet, dass das Integrationsglied den Anstieg des Spannungsimpulses mit der Drehzahl der Welle aufhebt.
    17. Einrichtung zurübertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich- net, dass der Strom aus dem Verstärker, der dem elektrischen Messwert entspricht, durch ein zeigendes oder schreibende Strommessgerät zur Anzeige gebracht wird.
    18. Einrichtung zur Übertragung von elektrischen Messwerten nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einregelung des Kompensationsstromes von Hand aus erfolgt.
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