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Verfahren und Einrichtung zur Durchleitung von Flüssigkeit durch Behälter oder
Becken in verschiedenen Tiefen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchleitung von Flüssigkeit durch Behälter oder Bekken in verschiedenen Tiefen, insbesondere zur Reinigung von Abwasser, und eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
In verschiedenen Industriezweigen werden an vielerlei Stellen Arbeitsprozesse durchgeführt, die eine Behandlung von Flüssigkeiten in Becken oder Behältern erforderlich machen. Insbesondere die Reinigung von Abwasser bedingt in vielen Fällen die Durchleitung des Abwassers durch Absetzbehälter, die vorzugsweise eine rechteckige oder runde Grundfläche aufweisen und in denen während des Durchleitens des Abwassers der Klärvorgang erfolgt. Wesentlich für die wirkungsvolle Ausnutzung derartiger Behälter ist die Art der Einleitung des Abwassers in dieselben und die Durchleitung durch den Behälter. Der Einlauf erfolgt bei rechteckigen Behältern an einer geraden äusseren Stirnwand und der Durchlauf demzufolge in paralleler Richtung zu den andern Behälterwänden.
Bei runden Behältern ist der Einlauf in den meisten Fällen im Zentrum angeordnet, so dass der Durchlauf in radialer Richtung nach aussen erfolgt. Gelegentlich ist der Ein-
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vorgesehen, wobei der Durchlauf quer durch das ganze Becken hindurch stattfindet, so dass die Ableitung wiederum an einem Sektor der Aussenwand, der dem Einlaufsektor gegenüberliegt, erfolgt. Auch die Ableitung des geklärten Abwassers aus dem Behälter heraus beeinflusst den Erfolg des Klärvorgangs.
Wesentlich ist auf jeden Fall eine gleichmä- ssige Wasserverteilung am Einlauf des Behälters.
Um eine solche zu erreichen, sind bereits seit langer Zeit verschiedene Einrichtungen bekannt. Eine dieser bekannten Einrichtungen sieht vor dem Einlauf mehrere über die ganze Breite des Behälters sich erstreckende, nach abwärts gekrümmt, in verschiedener Tiefe in den Behälter hinabreichende Platten vor, welche das zulaufende Abwasser mittels der zwischen ihnen gebildeten Fächer in mehrere Teilströme zerlegen und dieses dann in breiten, dünnen Bändern in verschiedene Tiefen in den Albsetzraum des Behälters einführen.
Eine derartige Einrichtung kann bei ständig gleichbleibenden Zuflussmengen eine einigermassen gleichmässige Verteilung des Abwasserzuflusses ergeben, je unterschiedlicher aber die Zuflussmengen sind, desto ungünstiger wird auch die Verteilung, da bei sehr geringem Zufluss beispielsweise nur die untersten der nach abwärts gekrümmten Platten als Verteilerplatten wirken können. In jedem Falle wird sich aber eine gewisse Wirbelbildung an den im Behälter in verschiedener Tiefe befindlichen Ablaufkanten nicht vermeiden lassen, ganz abgesehen davon, dass der für die Anordnung der Platten erforderliche Raum ebenfalls als für den Absetzvorgang verlorener Raum anzusehen ist.
Um die Zulaufmengen des Wassers in verschiedene Tiefenlagen steuern zu können, wurden beispielsweise auch bereits mit Durchlochungen versehene Zylinder vorgesehen, deren Durchlochungen durch geeignete Abdeckungen verschlossen werden konnten, so dass der Durchtritt des zu behandelnden Wassers in verschiedene Höhenlagen eingestellt werden konnte.
Auch die Anordnung von Überfällen verschiedener Art, z. B. als glatte Tauchwände oder Leitschaufeln an der Einlaufseite innerhalb des Be- hält, ers ist bekannt. Ferner ist auch schon die Beckeneinlaufwand selbst als schürzenartige Oberdeckung der Verteilerrohre, die in den Behälter münden, ausgebildet worden. Weiterhin sind noch im Klärbecken angeordnete Prallwände in ver-
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tet wird.
Eine wirklich zuverlässig gleichmässige Verteilung der eintretenden Flüssigkeit auf möglichst den ganzen Beckenquerschnitt ist mit diesen bekannten Enrichtungen trotzdem nicht zu erreichen. Die Bildung von Wirbeln, Totwassergebieten od. dgl. blieb nicht aus, so dass die tatsächliche Aufenthaltszeit der Flüssigkeit im Absetzbecken vermindert und dementsprechend die Klärwirkung beeinträchtigt wurde. Wenn sich diese Nachteile nicht so stark auswirken sollten, konnte eine Milderung nur auf Kosten geringerer Wassertiefe im Behälter und ensprechend geringerem Wirkungsgrad bzw. grösserer Baukosten erreicht werden.
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Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren und eine Einrichtung zu schaffen, die eine einwand- freie Durchleitung der zu behandelnden Flüssig- keit durch den Behälter in verschiedenen Tiefen gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Flüssigkeitszufluss vor dem Einlauf in den Behälter zwangsläufig in mindestens zwei
Teile mit vorheribestimmbarem, beliebig grossem
Volumen derart aufgeteilt wird, dass auch bei schwankender Zuflussmenge eine prozentual gleichbleibende Aufteilung beibehalten wird, ferner je- der der Teile für sich über die ganze Behälter- front an der Einlaufseite des Behälters verteilt und auch jeder der Teile für sich in den Behälter in verschiedener Tiefe eingeleitet und durch diesen in Schichten hindurchgeleitet wird.
Mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens ist es nunmehr möglich, den Flüssigkeitszufluss nach Belieben zu verteilen, ganz gleich, ob der Zufluss ständig das gleiche Volumen oder in längeren oder kürzeren Zeitabständen schwankende Zuflussmengen hat. Auch die Durchleitung der zu behandelnden Flüssigkeit durch den Behälter ist auf diese Weise in übereinander befindlichen Schichten gewährleistet, so dass der Behälter im vollen Umfang ausgenutzt werden kann, ohne dass Toträume vorhanden sind.
Eine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete Einrichtung ist so ausgebildet, dass bei Zufluss am Aussenrand des Behälters mindestens zwei über die Einlauffront des Behälters sich erstreckende Verteilerrinnen angeordnet sind, die durch voneinander unabhän- gige Zuleitungen mit dem Flüssigkeitszufluss und je für sich durch Abflüsse mit dem Behälter verbunden sind. Dabei kann die Einlauffront des Behälters in zwei oder mehrere in der gleichen Ebene befindliche Abschnitte oder Sektoren unterteilt sein, denen je ein getrennter Flüssigkeitszufluss zugeordnet ist. Vorzugsweise sind die Verteilerrinnen zuerst in waagrechter Ebene nebeneinander und dann in senkrechter Ebene übereinander angeordnet.
Dabei ist die Sohle der Verteilerrinnen zweckmässigerweise mit nach den Abflüssen zu geneigten Flächen ausgebildet. Ferner sind in jedem Flüssigkeitszufluss mindestens zwei Verteilerzungen derart vorgesehen, dass der Zufluss in Teile mit beliebig grossem Volumen aufgeteilt und jeder der Teile jeweils einer der Verteilerrinnen zugeleitet wird.
Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Einrichtung ist in einer andern Ausführungsform so ausgebildet, dass bei Zufluss im Zentrum des Behälters mindestens zwei kranzförmige Verteilerkammern senkrecht übereinander angeordnet sind, die durch voneinander unabhängige Zuleitungen mit dem Flüssigkeitszufluss und je für ich durch Abflüsse mit dem Behälter verbunden sind. Dazu ist eine Ausführungsform so ausgebil- : let, dass für die Flüssigkeitszuleitung zu den Verteilerkammern mindestens je eine voneinan- der unabhängige Flüssigkeitszuleitung vorgesehen ist, die den in Teile mit beliebig grossem Volumen aufgeteilten Flüssigkeitszufluss jeweils einer der Verteilerkammern zuleiten.
Eine weitere Ausführungsform ist derart ausgebildet, dass für die Flüssigkeitszuleitung zu den Verteilerkammern eine ibis in die unterste Verteilerkammer reichende gemeinsame Flüssigkeitszuleitung vorgesehen ist, deren Zufluss in Teile mit beliebig grossem Volumen aufgeteilt und jeder der Teile jeweils einer der Verteilerkammern zugeleitet wird. Dazu ist für die Aufteilung des Zuflusses in die gemeinsame Flüssigkeitszuleitung mindestens eine weitere Leitung geringeren Querschnitts koaxial eingeschoben vorgesehen.
Ausser an der Einlauffront des Behälters kann auch an der Auslauffront des Behälters eine An- ordnung in im wesentlichen umgekehrten Ver- hältnis zu der an der Einlauffront vorgesehen sein.
Mit Hilfe der Einrichtung kann die Zufluss- menge, ganz gleich, ob sie schwankend ein grö- sseres oder geringeres Volumen aufweist, zuverlässig in Teile mit beliebig grossem Volumen aufgeteilt und in diesen Teilen jeweils in Schichten durch den Behälter hindurchgeleitet werden.
Eine Wirbelbildung wird dabei vermieden, ebenso wie keine Toträume vorhanden sind, weil innerhalb des Behälters keinerlei Einbauten benötigt werden, so dass der gesamte Rauminhalt des Behälters ausgenutzt ist.
Ausserdem kann aber in den Behältern eine grössere Wassertiefe vorgesehen werden als diese bei den bisher angewendeten Behältern anzutreffen war, weil durch die Durchleitung der Flüssig- keit in zwei oder mehreren Schichten eine vollständige Ausnutzung des Behälters gewährleistet ist.
Die Erfindung wird an Hand der'in der Zeichnung dargestellten Einrichtung in einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf die Einlauffront, eines rechteckigen Behälters. Fig.
2 ist ein senkrechter Schnitt durch den Behälter mit Draufsicht auf die Einlaufwand. Fig. 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Sektor der Einlauffront eines runden Behälters. Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. l bzw. Fig. 3. Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 1 bzw. Fig. 3. Fig. 6 ist ein senkrechter Schnitt nach der Li- nie VI-VI der Fig. 1 bzw. Fig. 3. Fig. 7 stellt einen senkrechten Schnitt durch das Zentrum eines runden Behälters dar. Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7.
Fig. 9 ist ein Schnitt ähnlich der Fig 8 einer andern Aus- ! führungsform. Fig. 10 zeigt eine schematische Draufsicht auf die Auslauffront eines rechteckigen Behälters. Fig. 11 ist ein senkrechter Schnitt durch den Behälter mit Draufsicht auf die Auslaufwand. Fig. 12 stellt eine schematische Draufsicht auf einen Sektor der Auslauffront eines run-
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den Behälters dar. Fig. 13 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 10 bzw. Fig. 12. Fig. 14 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie XIV-XIV der Fig. 10 bzw. Fig.
12.
Fig. 1 zeigt den Behälter 1 mit dessen Einlaufwand 2. An der Aussenseite der Einlaufwand 2 des Behälters 1 ist eine Art Vorkammer angeordnet, die so ausgebildet ist, dass sich zwei voneinander getrennte Verteilerrinnen 3 und 4 ergeben. Die Flüssigkeitszuführung erfolgt durch die Zuflussleitung 5, die kurz vor ihrem Anschluss an die Verteilerrinnen 3 und 4 zu einer Erweiterung 6 ausgebildet ist. Der auf diese Weise sich erweiternde Flüssigkeitszufluss ist sowohl mit der Verteilerrinne 3 als auch mit der Verteilerrinne 4 verbunden. Diese Verbindung erfolgt in der Weise, dass in die Erweiterung 6 der Zuflussleitung 5 Verteilerzungen 7 hineinragen, die an ihrem andern Ende an die nach der Zuflussleitung 5 zu gerichtete Aussenwand der Verteilerrinne 3 angeschlossen sind.
Die Verteilerzungen 7 sind mit dem Boden der Erweiterung 6 der Zuflussleitung 5 verbunden. Die Verbindung kann entweder fest oder vorzugsweise auch verstellbar vorgesehen werden. Der Boden der Erweiterung 6 der Zuflussleitung 5 ist zwischen den beiden Verteilerzungen 7 über die Verteilerrinne 4 hinwegreichen'd als Brücke 8 verlängert, wie auch aus Fig. 5 ersichtlich ist, so dass dieser Bodenteil ebenfalls bis an die Aussenwand der Verteilerrinne. 3 reicht. Die Aussenwand der Verteilerrinne 3 weist einen der Breite der Brücke 8 und der Höhe der Verteilerzungen 7 entsprechenden Durchbruch auf.
Auf diese Weise wird durch die Verteilerzungen 7 aus der mit der Zuflussleitung 5 zugeführten Flüssigkeit eine bestimmte Teilmenge abgeteilt und der Verteilerrinne 3 zugeleitet. Der restliche Teil der von der Zuflussleitung 5 zugeführten Flüssigkeit wird zu beiden Seiten der Verteilerzungen 7 weitergeleitet und tritt über die Aussenwand der Verteilerrinne 4 hinweg in diese ein.
Nach Fig. 2 ist die Einlaufwand 2 des Behälters 1 als mögliches Ausführungsbeispiel mit je zwei versetzt übereinander angeordneten Reihen von Durchbrechungen 9 bzw. 10 versehen.
Die Fig. 3 stellt die gleiche Einrichtung an einem runden Behälter dar. In diesem Falle sind die Verteilerrinnen 3 und 4 durch Trennwände 11 in einzelne Sektoren aufgeteilt. Jeder der Sektoren umfasst dadurch einen Teil des Umfanges des runden Behälters, so dass die Sektoren voneinander unabhängig sind. Jedem Sektor ist deshalb eine besondere Flüssigkeitszuflussleitung 5 zugeordnet, die genau wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel mit der Erweiterung 6, den Verteilerzungen 7 und der Brücke 8 versehen ist.
Auch die Durchbrechungen 9 bzw. 10 sind an der in diesem Falle runden Einlaufwand 2 vorgesehen.
Sowohl bei dem rechteckigen Behälter nach Fig.
1 als auch bei dem runden Behälter nach Fig. 3
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und 4 zunächst in einer waagrechten Ebene nebeneinander. Die Verteilerrinne 3 und auch die
Verteilerrinne 4 sind, wie aus den Fig. 4-6 ersichtlich ist, durch nach der Einlaufwand 2 des Behälters 1 geneigt verlaufende Wände derart ausgebildet, dass sie dann an der Einlaufwand 2 des Behälters 1 in einer senkrechten Ebene übereinander angeordnet sind. Die Durchbrechungen 9 befinden sich in Höhe der Verteilerrinne 3, während die Durchbrechungen 10 in Höhe der Verteilerrinne 4 befindlich sind. Die Sohle der Verteilerrinnen 3 und 4 ist dabei zweckmässigerweise mit geneigten Flächen versehen, die jeweils nach den Durchbrechungen 9 bzw. 10 zu gerich-
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strichelten Linien dargestellt, aber auch in den andern Figuren ist sie durch entsprechende Schraffierung bzw. Striche angedeutet.
Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die mit dem Flüssigkeits- zufluss zugeführten Sinkstoffe auf jeden Fall durch die Durchbrechungen 9 bzw. 10 hindurch in den Absetzbehälter eingeleitet werden und nicht bereits am Boden der Verteilerrinnen 3 bzw. 4 sich ablagern können. Auf diese Weise wird die zu behandelnde Flüssigkeit von den Verteilerrinnen 3 bzw. 4 aus in zwei übereinanderliegenden Schichten in den Behälter 1 eingeleitet und in diesem weitergeleitet.
Nachdem die zu behan- delnde Flüssigkeit durch den Behälter 1 durchgeleitet ist, wird sie zweckmässigerweise mit einer ähnlichen Einrichtung, die an der Auslauffront des Behälters in umgekehrtem Verhältnis wie an der Einlauffront angeordnet ist, abgeleitet.
Die Einrichtung, die nach den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen mit einem in zwei Teile aufgeteilten Flüssigkeitszufluss versehen ist, kann selbstverständlich auch mit drei oder mehr Verteilerzungen versehen werden, so dass eine Aufteilung der Zuflussmenge in drei oder vier oder noch mehr Teile erfolgen kann, wobei natürlich auch eine entsprechende Anzahl Verteilerrinnen vorhanden sein muss, so dass die Einleitung der zu behandelnden Flüssigkeit in den Behälter entsprechend in drei oder vier oder mehr Schichten erfolgt.
Ebenso besteht auch die Möglichkeit, an Stelle der im Ausführungsbeispiel beschriebenen und dargestellten Durchbrechungen 9 bzw. 10, die in je zwei versetzt übereinander angeordneten Reihen für jede Verteilerrinne vorgesehen sind, entweder nur eine oder auch mehr als zwei Reihen Durchbrechungen in beliebiger anderer Anordnung vorzusehen, insoweit damit die gleichmässige Einleitung der zu behandelnden Flüssigkeit in den Behälter erreicht werden kann.
Ferner kann die an runden Behältern nach Fig.
3 vorgesehene Aufteilung der Verteilerrinnen. 3 und 4 in Sektoren auch an rechteckigen Behältern in der Weise angewendet werden, dass die Einlauffront des Behälters in mehrere Abschnitte aufgetrennt ist, wobei ebenfalls jedem dieser Ab-
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schnitte eine gesonderte Flüssigkeitszuleitung 5 zugeordnet wird.
Weiterhin ist es selbstverständlich, dass auch Behälter mit keilförmiger Grundfläche, d. h. deren Einlaufseite länger ist als deren Auslaufseite, mit einer Einrichtung ausgerüstet werden können, die entweder der Ausführungsform nach Fig. 1 gleicht oder auch der Ausführungsform nach Fig. 3 ähnlich sein kann, wenn die Einlaufseite eines Behälters etwa bogenförmig ausgebil- det ist und die Grundfläche fast einen Kreissektor darstellt. In einem solchen Falle könnte eine Einrichtung in einer ähnlichen Ausführung wie die nach Fig. 3 verwendet werden, wobei die Trennwände j ? J ? etwa den Seitenfronten des Behälters entsprechen würden.
In den bisherigen Ausführungsbeispielen sind Einrichtungen für die Einleitung der zu behandelnden Flüssigkeit in rechteckige oder runde Be- hälter beschrieben, wobei die Durchleitung durch rechteckige Behälter parallel zu den Längsseiten des Behälters und durch runde Behälter von der Aussenwand aus radial nach dem Zentrum zu, d. h. von aussen nach innen, erfolgt. Bei runden Behältern ist selbstverständlich auch eine Durchleitung in anderer Richtung möglich, u. zw. vorzugsweise derart, dass der Zufluss im Zentrum des Behälters erfolgt und die Durchleitung durch den Behälter nach der Aussenwand hin, d. h. von innen nach aussen, stattfindet. Auch in einem derartigen Falle kann die Einleitung des Flüssigkeitszuflusses in den Behälter nach dem erfindungsgemässen Verfahren durchgeführt werden.
In Fig. 7 und 8 ist eine derartige Ausführungsmöglichkeit dargestellt. Der Boden 12 eines runden Behälters weist in seinem Zentrum eine an sich bekannte Schlammsammelgrübe 13 auf, aus der der darin gesammelte Schlamm in ebenfalls bekann- ter Weise entfernt werden kann. Senkrecht über der Schlammsammelgrube 13 sind nach dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel zwei kranzförmige Verteilerkammern 14 und 15 angeordnet. Die Verteilerkammer 14 weist einen schräg nach unten verlaufenden Boden 16 auf, in dessen Zentrum eine Durchbrechung 17 vorgesehen ist. Ferner weist die Verteilerkammer 14 eine Decke 18 auf, die im wesentlichen kegelförmig nach oben gerichtet ist und gleichzeitig den Boden der Verteilerkammer 15 bildet.
Der Flüs- sigkeitszufluss wird mittels der Zuleitung 19 durch die Durchbrechung 17 im Boden 16 der Verteilerkammer 14 hindurch in diese eingeleitet. Die an ihrem oberen Ende offene Zuleitung 19 bildet somit einen Überlauf, aus dem die Flüssigkeit in die Verteilerkammer 14 eintreten kann. Am oberen Ende der Zuleitung 19 ist koaxial in diese eingeschoben eine weitere Zuleitung 20 mit geringerem Querschnitt angeordnet, die durch die Dekke 18 der Verteilerkammer 14 hindurchgeführt ist und in der Verteilerkammer 15 mündet. Durch Wahl eines bestimmten Querschnittes für die Zu-
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19 herangeführte Flüssigkeitszufluss in Teile mit beliebig grossem Volumen aufgeteilt und dementsprechend sowohl der Verteilerkammer 14 als auch der Verteilerkammer 15 zugeführt werden.
Die Aussenwand der Verteilerkammern 14 und 15 ist mit Durchbrüchen 21 bzw. 22 versehen, durch die die zu behandelnde Flüssigkeit in den Behälter abfliessen kann. Die Durchbrechungen 21 bzw.
22 können auch in diesem Falle in verschiedener Anordnung in der Aussenwand vorgesehen sein, so dass beispielsweise in die Verteilerkammer 15 gelangender Schlamm durch die am Boden 18 dieser Verteilerkammer vorgesehenen Durchbrechungen 22 in den Behälter austreten und von dort aus auf kürzestem'Weg In die Schlammsammelgrube 13 eintreten kann. Die Durchbrechung 17 am Boden 16 der Verteilerkammer 14 ist vorzugsweise etwas grösser ausgebildet als es für die Durchführung der Zuleitung 19 erforderlich wäre, damit am Boden 16 der Verteilerkammer 14 abgelagerter Schlamm sofort in die
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Diese Ausführungsform einer zentralen Einleitung des Zuflusses in einen runden Absetzbehäl- ter ist vor allen Dingen für Flüssigkeiten geeignet, die keine groben Absetzstoffe, wie z. B. Putzlappen od. dgl. enthalten.
Vorteilhaft kann eine derartige Einrichtung an sogenannten Nachklär- becken verwendet werden.
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hälter abgeleitet werden. Selbstverständlich besteht auch in diesen Fällen die Möglichkeit, den Flüssigkeitszufluss in mehr als zwei Teile mit beliebig grossem Volumen auf- zuteilen und in voneinander unabhängige Verteileerkammern einzuleiten. Beispielsweise könnte in
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die in Fig. 7 und 8 dargestellte Zuleitung 20 eine weitere Zuleitung am oberen Ende der Zuleitung 20 eingeschoben werden, mit deren Hilfe ein weiterer Teil des Zuflusses in eine weitere Verteilerkammer eingeleitet werden könnte. Die glei- che Massnahme wäre sinngemäss auch bei der Aus- führungsform nach Fig. 9 in die Wirklichkeit umzusetzen.
Nachdem die zu behandelnde Flüssigkeit den jeweiligen Behälter entweder in paralleler Richtung oder in radialer Richtung von aussen nach innen oder von innen nach aussen durchflossen hat, kann an der Auslauffront des Behälters eine Anordnung im im wesentlichen umgekehrten Verhältnis zu der an der Einlauffront vorhandenen vorgesehen sein. Ausführungsbeispiele dafür sind in den Fig. 10-14 dargestellt. Die Fig. 10 zeigt die Auslaufseite eines rechtwinkeligen Behälters, an dem die Auslaufrinnen 26 und 27 vorgesehen sind. Die in Fig. 11 in den oberen zwei Reihen dargestellten Durchbrechungen 28 stehen mit der Auslaufrinne 26 in Verbindung, während die unteren zwei Reihen Durchbrechungen 2 mit der Auslaufrinne 27 in Verbindung stehen, wie dies auch aus den Fig. 13 und 14 ersichtlich ist.
Selbstverständlich brauchen die Durchbrechungen 28 bzw. 29 nicht die dargestellte runde Lochform aufzuweisen, sie können genau so gut als Langlöcher, Schlitze od. dgl. ausgebildet sein, um einen möglichst ruhigen Auslauf aus dem Behälter zu bewirken. Auf diese Weise kann die durch die Behälter durchgeleitete Flüssigkeit entsprechend ihrer Durchleitung in Schichten abgeleitet werden, wenn beispielsweise die Auslaufrinnen 26 und 27 jeweils über die überlaufschwelle 30 hinweg mit der zur Ableitung der fertig behandelten Flüssigkeit bestimmten Rinne 31 Verbindung haben.
Auch an einem runden Behälter, bei dem der Durchlauf von innen nach aussen erfolgt, kann die Ableitung in gleicher Weise vorgenommen werden, wie aus Fig. 12 ersichtlich ist. Auch in diesem Falle sind die Auslaufrinnen 26 und 27 nebst überlaufschwelle 30 und die zur Ableitung dienende Rinne 31 vorhanden, wobei selbstverständlich alle Rinnen der Behälterrundung angepasst sind.
Bei Durchleitung der Flüssigkeit durch einen runden Behälter von aussen nach innen können im Zentrum zur Ableitung dienende Kammern übereinander angeordnet sein, u. zw. in einer ähnlichen Ausführung, wie es für die Einleitung der Flüssigkeit in den Fig. 7-9 dargestellt ist. Zur Ableitung würden in diesem Falle die Böden der beiden Kammern schräg nach unten verlaufen und jeweils an ihrem untersten Ende eine Ablaufmündung aufweisen, die an die Sammelalbleitungen angeschlossen ist.
Die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele dürften in genügendem Masse herausstellen, dass das erfindungsgemässe Verfahren den verschiedenen Behälterformen zweckentsprechend angepasst werden kann, ohne dass es auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbei- spiele beschränkt ist.
Falls es in besonderen Fällen erwünscht sein sollte, kann selbstverständlich auch die Einleitung der Flüssigkeit in den Behälter in einer einzigen Schicht erfolgen, während die Ableitung in mehreren Schichten vorgenommen wird. Auch das umgekehrte Verhältnis, Einleitung in mehreren Schichten-Ableitung in einer Schicht, wäre durchaus zu verwirklichen.
In jedem Fall ist gewährleistet, dass unnötige Wirbelbildungen und Toträume vermieden werden, so dass jeder Behälter in seiner ganzen Ausdehnung wirksam ausgenutzt werden kann. Ein besonderer Vorteil ergibt sich daraus, dass nunmehr ohne weiteres Behälter mit grösserer Wassertiefe als bisher verwendet werden können, da deren restlose Ausnutzung durch die schichtweise Durchleitung voll und ganz gewährleistet ist. Daraus ergeben sich auch geringere Baukosten für derartige Kläranlagen trotz Behandlung gleicher Flüssigkeitsmengen.
Selbstverständlich kann das erfindungsgemässe Verfahren und die dazu geeignete Einrichtung nicht nur für die Reinigung von Abwasser eingesetzt werden. Es ist in gleicher Weise für die Behandlung von Flüssigkeiten in Behältern zu verwenden, wenn ähnliche Probleme wie die für die Reinigung von Abwasser geschilderten Massnahmen zu lösen sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Durchleitung von Flüssigkeit durch Behälter oder Becken in verschiedenen Tiefen, insbesondere zur Reinigung von Abwasser, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitszu-
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läufig in mindestens zwei Teile mit vorherbestimmbarem, beliebig grossem Volumen derart aufgeteilt wird, dass auch bei schwankender Zuflussmenge eine prozentual gleichbleibende Aufteilung beibehalten wird, ferner jeder der Teile für sich über die ganze Behälterfront an der Einlaufseite des Behälters verteilt und auch jeder der Teile für sich in den Behälter in verschiedener Tiefe eingeleitet und durch diesen in Schichten hindurchgeleitet wird.