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Sperrige Antenne mit mehreren stabförmigen Elementen
Die Erfindung betrifft eine sperrige Antenne mit mehreren stabförmigen Elementen, die ungeteilt schwenkbar an einem Träger befestigt sind und in der Betriebslage beiderseits senkrecht von diesem abragen. Bei bekannten Antennen dieser Art, die vor allem zum Rundfunk- und Fernsehempfang verwendet werden, sind die schwenkbaren Elemente in der Verpackung parallel zum Träger gelegt. Vor der Montage brauchen die Elemente nur in die zum Träger senkrechte Lage gedreht und mit einer Schraube festgezogen zu werden. Im zusammengelegten Zustand ragen die äussersten Elemente annähernd um ihre halbe Länge über den Träger hinaus.
Das hat den Nachteil, dass die Schachteln, in denen diese vormontierten Antennen üblicherweise verpackt sind, annähernd um die Länge eines Antennenelementes (Reflektor oder Direktor) länger sein müssen als der Antennenträger.
Für den Transport und die Lagerung der Antennen ist es aber sehr vorteilhaft, die Antennen möglichst klein zusammenzupacken. Um die erwähnte zusätzliche Schachtellänge zu vermeiden, hat man deshalb bei bekannten Antennen die beiden äussersten Elemente (den Reflektor und den letzten Direktor) vom Trä- ger abnehmbar gemacht und sie in der Verpackung getrennt beigelegt. Eine 3-Element-Antenne dieser Art kann aber z. B. kaum noch als vormontiert bezeichnet werden, weil nur mehr der Empfangsdipol schwenkbar mit dem Träger verbunden ist.
Die erfindungsgemässe Antenne kann dagegen in eine Schachtel verpackt werden, die nicht wesentlich länger als der Antennenträger zu sein braucht, ohne dass die äussersten Antenennelemente abgenommen werden müssen. Zu diesem Zweck sind mindestens die an den Trägerenden befindlichen Elemente in einer schwenkbaren Halterung längsverschiebbar und eine neben dem Antennenelement angeordnete Schraube oder ein anderes Befestigungselement spannt zugleich die Halterung und das stabförmige Element in der Betriebslage fest.
Eine Verpackungslänge, die nicht wesentlich grösser ist, als die Länge des Antennenträgers, wurde bisher nur dadurch erzielt, dass die Antennenelemente in der Mitte geteilt und ihre beiden Hälften parallel zum Träger gedreht wurden.
Diese Antennen sind jedoch aufwendiger als die erfindungsgemässen, weil man je Dipol zwei Schwenk- und Befestigungsvorrichtungen braucht. Ausserdem sind sie umständlicher zu montieren, weil je Dipol zwei Stäbe geschwenkt und festgeschraubt werden müssen. Schliesslich braucht die zusammengelegte Antenne wegen der nebeneinanderliegenden Schwenk-und Befestigungsvorrichtungen mehr Platz.
Eine weitere Antenne dieser Art hat zwar bei jedem Dipol für beide Dipolhälften nur eine gemeinsame Schwenk-und Befestigungsvorrichtung, die in einem Schlitz des Dipolträgers derart verschoben werden kann, dass sich die zusammengelegten Dipolhälften in den Träger hineinschieben. Der Hohlträger muss jedoch einen sehr grossen Querschnitt haben, um die Dipole aufnehmen zu können. Deshalb ist er für Rundfunk-und Fernsehempfangsantennen zu gross und zu teuer.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemässen Antenne sind die stabförmigen Elemente bereits vor dem Festziehen der Spannschraube oder eines andern Befestigungselementes durch eine zusätzliche Rastvorrichtung in ihrer Betriebslage gegen Längsverschiebung gesichert. Dadurch können die verschiebbaren Elemente auch in der Rastlage mit symmetrisch zur schwenkbaren Halterung liegenden Hälf-
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ten zum Träger parallel gedreht werden. In diesem Zustand kann man nun die Antenne durch eine kleine Öffnung im Dach zwischen den Latten und den Sparren hindurch auf das Dach hinausschieben. Auf dem Dach braucht man die Elemente nur mehr in die zum Träger senkrechte Betriebslage zu schwenken und festzuziehen.
Die dadurch erzielte Montageerleichterung hat sich in der Praxis als sehr bedeutungsvoll erwiesen.
Zweckmässig weisen die verschiebbaren Elemente an ihren Enden Mittel auf, die verhindern, dass sie ganz aus ihren Halterungen herausgleiten können.
Vorteilhaft besteht die Schwenkhalterung aus zwei das Antennenelement umfassenden Spannklauen, die in einer scharnierartigen Einrichtung um eine neben'dem Antennenelement gelegene und zu diesem parallele Achse gegeneinander drehbar sind und auf der andern, dieser Achse gegenüberliegenden Seite des Antennenelementes zum Einspannen desselben mit einer Schraube gegeneinander gezogen werden, mit der die ganze Halterung zugleich auf dem Träger festgespannt wird. Da diese Spannschraube neben dem Antennenelement angeordnet ist und das Antennenelement um diese Schraube geschwenkt wird, geht die Drehachse der Schwenkhalterung nicht durch die Längsachse des Antennenelementes.
Deshalb würde sich das Antennenelement auf dem Träger um den doppelten Abstand dieser beiden Achsen verschieben, je nachdem, ob das zunächst parallel zum Träger liegende Antennenelement links oder rechts herum in die zum Träger senkrechte Lage geschwenkt würde. Dadurch könnten die Antennenelemente in verschiedenen Abständen voneinander montiert werden. Das muss vermieden werden, weil sich die Empfangseigenschaften derartiger Antennen mit den Abständen ihrer Elemente im allgemeinen erheblich ändern.
Mit einfachen Mitteln lässt sich die erfindungsgemässe Antenne so ausgestalten, dass die unzulässigen verschiedenen Abstände zwischen ihren Elementen nicht mehr möglich sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt z. B. der Antennenträger in einer Ausnehmung der Schwenkhalterung, wenn das Antennenelement in die zum Träger senkrechte Lage geschwenkt ist. Auf einer Seite der erwähnten Ausnehmung befindet sich nun ein erhöhter Anschlagsteg, der nicht über den Antennenträger hinweggedreht werden kann, weil ausserdem z. B. durch einen Nietkopf am freien Ende der Spannschraube der mögliche Abstand der Schwenkhalterung vom Antennenträger passend begrenzt ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Antenne sind noch der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels zu entnehmen.
Fig. 1 zeigt eine bekannte Antenne mit schwenkbaren stabförmigen Elementen in zusammengelegtem Zustand und Fig. 2 eine erfindungsgemäss ausgestaltete Antenne ebenfalls in zusammengelegtem Zustand. In Fig. 3 ist die Elementhalterung eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemässen Antenne in einer Ansicht von unten dargestellt. Die Fig. 4 ist ein Querschnitt durch die Mitte dieser Halterung.
Bei der Antenne nach Fig. 1 sind an einem Träger l mit der Masthalterung 2 der Faltdipol 3, der stabförmige Reflektor 4 und der ebenfalls stabförmige Direktor 5 um die Bolzen der Flügelschrauben 6,7 und 8 schwenkbar befestigt. In der Fig. 1 sind die Antennenelemente 3-5 parallel zum Träger liegend dargestellt. Wenn sie in die zum Träger 1 senkrechte Lage geschwenkt sind, werden sie nach dem Anziehen der Schrauben 6-8 in dieser Lage festgehalten, weil der Träger 1 dann jeweils in einer Ausnehmung derSchwenkhalterung9-llliegt.. Um diese zusammengelegte Antenne zu verpacken, braucht man eine Schachtel, deren Länge annähernd um die Länge eines der Elemente 4 oder 5 grösser ist als der Antennenträger.
Die erfindungsgemässe Antenne, die in Fig. 2 ebenfalls mit zum Träger parallel liegenden Elementen dargestellt ist, hat den gleichen Träger l mit einer Masthalterung 2 und den gleichen Faltdipol 3, der wiederum in seiner Mitte schwenkbar befestigt ist. Die an den Trägerenden schwenkbar befestigten Elemente, der Reflektor 12 und der Direktor 13 sind dagegen in ihren Schwenkhalterungen 14 und 15 noch längsverschiebbar. Die Schrauben 13a und 15a sind neben den Antennenelementen 12 und 13 angeordnet und spannen zugleich die Halterungen 14 und 15 und die Antennenelemente 12, 13 in der Betriebslage fest. In dem gezeichneten Verpackungszustand sind die Elemente 12 und 13 zur Trägermitte hin verschoben, bis ein Anschlag an ihren Enden an den Halterungen 14 und 15 anliegt.
Wie die Darstellungen zeigen, muss die Schachtel für die Antenne nach Fig. 1 fast doppelt so lang sein wie die Schachtel für die : 1 erfindungsgemässe Antenne nach Fig. 2.
Bei dem in den Fig. 3 und4 gezeichnetenAusführungsbeispiel einerElementhalterung der erfindungsgemässen Antenne umfassen die beiden Spannklauen 16 und 17 das stabförmige, in diesem Fall aus einem Rohr hergestellte Antennenelement 18. Die beiden Spannklauen sind in einem scharnierartigen Gelenk um eine neben dem Antennenelement 18 gelegene, zu diesem parallele Achse gegeneinander drehbar. Das scharnierartige Gelenk wird in dem gezeichneten Beispiel dadurch gebildet, dass ein Zapfen 19 der Klaue 17 in eine Ausnehmung im Ansatz 20 an der Klaue 16 eingreift.
In ein Gewinde, das in das andere
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Ende 21 der Spannklaue 16 eingeschnitten ist, ist eine Flügelschranbe 22 eingeschraubt, die durch eine
Bohrung im freien Ende 23 der Klaue 17 und zwei Bohrungen in der Wandung des aus einem rechteckigen
Hohlprofil hergestellten Antennenträgers 24 hindurchgesteckt ist. Die Halterung ist in ganz geöffnetem
Zustand unter dem Antennenträger 24 hängend gezeichnet. Das Antennenelement 18 ist in die zum Trä- ger senkrechte Lage geschwenkt. Wenn nun die Flügelschraube 22 in das Gewinde im Klauenende 21 eingeschraubt wird, so werden die Spannklauen 16 und 17 gegeneinander und gegen den Antennenträger 24 gezogen.
Dabei wird das Antennenelement 18, das zwischen den geöffneten Spannklauen lose und in sei- ner Längsrichtung verschiebbar liegt, festgespannt und auch in seiner zum Träger 24 senkrechten Lage festgehalten, weil der Träger 24 in einer Ausnehmung in der Spannklaue 17 festgelegt wird. Die Ränder dieser Ausnehmung, von denen nur einer in der Schnittzeichnung (Fig. 4) zu sehen ist, umfassen den
Rechteckträger 24 seitlich. Der in der Fig. 4 erkennbare Ausnehmungsrand hat einen niedrigeren Teil 25 und einen höheren Teil 26. Der andere nicht dargestellte Ausnehmungsrand ist durchgehend nur so hoch wie der niedrigere Teil 25 des gezeichneten Randes. Wie dJe Fig. 4 erkennen lässt, bildet der höhere Randteil 26 einen Anschlag, der nicht unter dem Träger hinweggedreht werden kann, weil sich die Spannschraube 22 wegen des Nietkopfes 27 an ihrem Ende nicht weiter herausdrehen lässt.
Nur der niedrigere Randteil und der nicht sichtbare-zweite ebenfalls niedrige Ausnehmungsrand können unter dem Träger hinweggedreht werden, wenn die geöffnete Spannhalterung aus der dargestellten zum Träger 24 schrägen Lage zum Träger parallel gedreht wird.
Durch den Anschlag 26 und den Nietkopf 27 an der Schraube 22 ist erreicht, dass das Antennenelement 18 nur in einer Drehrichtung aus der zum Träger parallelen Lage in die zu diesem senkrechte Lage und umgekehrt geschwenkt werden kann. In je zwei Bohrungen in den Spannklauen 16 und 17 ist ein Uförmig gebogener Federdraht 28 eingeführt. Die Bohrungen, deren Durchmesser um ein passendes Stück grösser ist als der Durchmesser des Federdrahtes 28, sind so in den beiden Spannklauen angebracht, dass die beiden Schenkel der U-Feder28 in der Umgebung der Trennfuge zwischen den beiden Spannklauen in den von diesen gebildeten Durchlass mit dem Antennenelement 18 hineinragt. In der Mitte des Antennenelementes 18 ist nun eine rings um dessen Umfang verlaufende Nut 29 eingedrückt.
In diese Nut rasten die Schenkel der U-Feder 28, die federnd an dem Antennenelement 18 anliegen, ein, wenn das Antennenelement in seine Betriebslage geschoben ist.
Der Rücken der U-Feder 28 ist in einen Schlitz 30 in der Spannklaue 16 eingelegt und durch Verstemmen der Schlitzränder darin befestigt. An beiden Enden des Antennenelementes 18 ist ein Anschlag angebracht, damit es nicht ganz aus der Spannhalterung herausgleiten kann. Dazu kann z. B. ein Querstift eingesetzt sein, dessen Enden zu Köpfen 31 (Fig. 3) vernietet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sperrige Antenne mit mehreren stabförmigen Elementen, die ungeteilt schwenkbar an einem Träger angebracht sind und in der Betriebslage beiderseits senkrecht von diesem abragen, dadurch gekenn-
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