AT204653B - Lastumschalter mit veränderlichen ohmschen Überschaltwiderständen - Google Patents

Lastumschalter mit veränderlichen ohmschen Überschaltwiderständen

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AT204653B
AT204653B AT518057A AT518057A AT204653B AT 204653 B AT204653 B AT 204653B AT 518057 A AT518057 A AT 518057A AT 518057 A AT518057 A AT 518057A AT 204653 B AT204653 B AT 204653B
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Bernhard Dr Ing Jansen
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Bernhard Dr Ing Jansen
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  Lastumschalter mit veränderlichen ohmschen   Überschaltwiderständen   
 EMI1.1 
 

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 Lastumschaltung bei höchsten Überströmen einerseits und von der Spannungsbeanspruchung mit der normalen Stufenspannung bis zum   Auftreffcn   höchster   Überspannungswellen   umfassen, nutzbar machen. Die Mittel hiezu sind die geeignete Zusammenschaltung von veränderlichen Widerständen mit verschiedener Charakteristik untereinander und mit konstantohmigen Widerständen. Die verschiedenen zu kombinierenden veränderlichen und   konstanten Widerstände müssen   zur Erreichung der richtigen Charakteristiken teils zueinander parallel, teils hintereinander geschaltet werden.

   Die verschiedenen hiedurch für Überschaltwiderstände mit fester Zusammenschaltung der Teilwiderstände erzielbaren Vorteile sind nachstehend beschrieben. Ein weiteres Mittel ist die vorübergehende Zusammenschaltung   femhmiger   oder veränderlicher Teilwiderstände beim Auftreten einer Abweichung der Betriebsverhältnisse des Stufentransformators vom normalen Betriebszustand infolge von   Überströmen   oder Überspannungen. In solchen Fällen können die verschiedenartigen Widerstände durch Schaltmittel miteinander derart kombiniert werden, dass sie   schädliche Auswirkungen   auf den Lastumschalter oder auf den dem normalen Betriebszustand entsprechenden Ablauf der Lastumschaltung selbst fernhalten. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eincn   Lastumschtlter   zum Umschalten der Anzapfungen eines Stufentransformators während des Betriebes mit Hilfe von   Haupt- und Hilfskontakten   und ohmschen Überschaltwiderständen, die teils einen konstanten und teils einen mit dem   Strom/Spannungs-Verhältnis   veränderlichen Ohmwert haben.

   Diese verschiedenartigen ohmschen Überschaltwiderstände sind entweder zu der   gewünschten   Kombination dauernd fest zusammengeschaltet, oder sie werden im entsprechenden Betriebsfall durch Schaltmittel so zusammengeschaltet, dass auch bei einer Abweichung der Betriebsverhältnisse des Stufentransformators vom normalen Betriebszustand infolge von Überströmen oder Überspannungen 
 EMI2.1 
    oderden Vorgang der Lastumschaltung ferngehalten werden.nungs-Kennlinie   ähnlich den in   Überspannungsableitem   angewandten Widerständen ersetzt sind. Nur für einen engen Betriebsbereich (z.

   B. für die normale Vollastbeanspruchung des Stufentransformators) kann man die   veränderlichen   Überschaltwiderstände so auslegen, dass bei gegebener   Stufenspannung   und gegebenem Vollaststrom während des Lastumschaltvorgangs, die durch Drehung des mit der Ableitung C verbundenen Lastumschaltkontaktes K aus der Stellung 1 in die Stellung 7 bewirkt wird, die optimalen Verhältnisse hinsichtlich Spannungsabfall,   Ausgleichsstron.   und   Kontaktabbram'erreicht werden.   Nur für diesen Betriebsfall sind die veränderlichen Widerstände den für ihren Fall optimal berechneten konstanten Widerständen überlegen, da sie bei der Abschaltung der Haupt- und Hilfskontakte (Ha und ha)

   geringe wiederkehrende Spannungen und bei der Überbrückung der beiden Hilfskontakte ha und hb einen geringen Ausgleichsstrom und bei dem alleinigen Stromfluss durch den Hilfskontakt hb einen geringen Spannungsabfall gegenüber der Spannung der Anzapfung B ergeben. Bei der Anwendung konstanter Widerstände würden sich in diesen drei Fällen ungünstigere Werte ergeben. 



   Die Überlegenheit des   Lastumschpifers Fig. l   mit veränderlichen   Widerständen   beschränkt sich jedoch auf einen geringen Belastungsbereich um die Vollastbelastung herum. (Vollastbelastung ¯ x%). Ausserhalb dieses optimalen Bereiches verkehren sich infolge der progressiven Charakteristik der veränderlichen Wi-   derstände   die Vorteile in Nachteile. 



   Dies kann man dadurch vermeiden, dass man die progressiv-steigende Charakteristik durch die Kombination verschieden geschalteter, veränderlicher und konstanter Widerstände in gewünschter Weise den besonderen Anforderungen, die der Lastumschaltvorgang bei verschiedenen Belastungen stellt, anpasst. Der   viel zu grosse Ohmwert bei kleinen Strömen (geringe Trafo-Belastung) erfordert die Parallelschaltung   eines konstanten Widerstandes oder eines veränderlichen Widerstandes von wesentlich geringerer Progression. 



  Umgekehrt erfordert das viel zu starke Absinken des Ohmwertes bei hohen Differenzspannungen die Reihenschaltung eines konstanten Widerstandes von höherem   Ohm wert. In Fig. 2   ist der komplizierteste Fall der Parallel- und Reihenschaltung verschiedenartiger Widerstände Ra 1 bis Ra4 an der oberen Hälfte des Lastumschalters gezeichnet. Der schmal und lang gezeichnete Widerstand Ra 1 mit dem schräg hindurchgehenden Pfeil stellt   einen veränderlichen Widerstand   mit schwach-steigender Strom/Spaanungs-Kennlinie dar, wohingegen der kurz und dick gezeichnete ebenfalls mit einem schrägen Pfeil veränderliche Widerstand Ra4 einen solchen mit stark progressiv-steigender   Strom/Spannungs-Kennlinie   anzeigen soll.

   Von den beiden   konstanten Widerständen Ra   2 und Ra 3 hat der erstere schmal gezeichnete einen niedrigeren Widerstand, während der zweite breit gezeichnete einen höheren Widerstand aufweist. Es liegt auf der Hand, dass ein so aus vier verschiedenen Teilwiderständen zusammengesetzter Gesamtwiderstand zwar in der Charakteristik so zu gestalten ist, dass er dem einfachen Konstantwiderstand überlegen ist ;

   man erkennt aber auch ohne weiteres, dass er wesentlich teurer zu stehen kommt und infolgedessen nur dann wirtschaft- 

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 lich vertretbar ist, wenn die beiden Grenzfälle, die beim Betrieb eines Stufentransformators auf dem   Strom- und Spannungsgebiet   auftreten können, nämlich der höchste   Überstrom   (Kurzschlussstrom) bzw. die höchste Überspannung (Prüfspannung), von dem mit dieser Widerstandskombination ausgestatteten Lastumschalter ausgehalten werden. 



   Auf billigere Weise erzielt man die im Vordergrund des wirtschaftlichen Interesses stehende Festigkeit des Lastumschalters gegen die Grenzbeanspruchung durch   Überströme   und Überspannungen, wenn man nur eine einfache Kombination gemäss Fig. 3 anwendet, bei der die beiden   Konstantwiderstände   Ra 2 und Rb 2 für den normalen Lastumschaltvorgang im Bereich von Leerlauf bis zum doppelten oder dreifachen V oll- 
 EMI3.1 
 benutzt und erst darüber hinausgehend die zusätzlichen veränderlichen Widerstände Ral und Rb 1 zugeschaltet werden. Diesen veränderlichen Widerständen fällt dann die Beherrschung des Bereiches bis zu den maximalen Überströmen und   Überspannungen   zu.

   Wie aus Fig. 3 hervorgeht, kann die Zuschaltung der veränderlichen Widerstände bei Überschreitung des kritischen Bereiches durch Funkenstrecken fa und fb er- 
 EMI3.2 
 abfall am konstanten Widerstand Ra 2, der in dem Moment dem Doppelten bis Dreifachen des Normalwertes zustrebt, in dem der Lichtbogenwiderstand zwischen K und Ha vor Erlöschen des Lichtbogens dem Wert unendlich zustrebt. Die Löschung des Lichtbogens wird unter diesen Umständen betriebssicher erfolgen, wenn ein Funkenüberschlag an der entsprechend eingestellten Funkenstrecke fa den   veränderlichen   Widerstand Ra 1 den für diesen Betriebsfall vielzu hochohmigen Konstantwiderstand Ra 2 parallel schaltet. 



  Der hohe   zwei-bis dreifache Vollaststrom   wird die Spannung an den Enden des veränderlichen Widerstandes Ra 1 tief herab sinken lassen und damit die wiederkehrende Spannung an den Enden des Lichtbogens zwischen K und Ha so weit herabsetzen, dass die Löschung ohne Schwierigkeit erfolgt. Das Gleiche gilt für die entgegengesetzte Lastumschaltung aus Stellung 7 nach Stellung 5 für die entsprechenden Kontakte und Widerstände.   Bei einer solchen Überstromlastumschaltung tritt   die Funkenstrecke fab nicht in Funktion. 



   Erst wenn anstatt eines Überstromes eine Überspannung zwischen den Lastumschaltpolen auftritt,   zün-   det die Funkenstrecke fab und lässt die z. B. über der Ableitung C eintretende   Überspannungswelle   aber   Ha-A-Ra2-fab-Rb2   nach B und weiter nach Hb laufen. Die Energie der   Überspannungswelle   tritt dann zu gleicher Zeit hei den Anzapfungen A und B in die Stufenwicklung des Transformators ein.

   Angeregt durch die Zündung der Funkenstrecke fab und der hiedurch an den Enden der Überschaltwiderstände Ra 2 und Rb 2 auftretenden   Spannungsabfälle   zünden auch die beiden anderen Funkenstrecken fa und fb, so dass nunmehr die veränderlichen Widerstände Ra 1 und Rb 1 parallel zu den Anzapfungen A und B geschaltet sind und kurzzeitig die Spannungserhöhung zwischen den Lastumschalterpolen auf erträgliche Werte herabsetzen. 



  Dadurch wird der Lastumschalter, der die voneinander isolierten Kontakte   Ha-ha-hb-Hb   enthält, gegen Überspannungswellen geschützt, so dass seine Isolierstrecken zwischen vorgenannten Kontakten nicht zu sehr überdimensioniert zu werden brauchen, wodurch der Lastumschalter kleiner und billiger wird. 



   Die Schaltung der   Überschaltwiderstände   nach Fig. 3, die nach dem Vorstehenden geeignet ist, den Lastumschalter sowohl gegen   Überströme   als auch gegen Überspannungen sowohl im stationären Betriebszustand als auch   während   des Lastumschaltvorganges zu schützen, lässt sich einfacher gestalten, wenn man nur eine der beiden   Schutzarten   anwenden will. Soll der Lastumschalter und damit auch die Trafostufe zwischen A und B nur gegen Überspannungen geschützt werden, so genügt es, die Funkenstrecken fa und fb wegzulassen und die Funkenstrecke fab ohne die gezeichneten festen Verbindungen mit   Ra2   und Rb2 direkt zwischen die Enden der   veränderlichen Widerstände   Ra 1 und Eb 1 zu schalten.

   Will man dagegen nur einen Schutz   gegen Überströme   haben, die während einer Lastumschaltung über das   Schaltvermögen   des   LastUlÌ1-   schalters hinausgehen, so kann man nach Fig. 4 die Enden der   veränderlichen   Widerstände Ra 1 und Rb 1 mit   zusätzlichen.   Kontakten ha 1 und hb 1 versehen, die bei der Abschaltung an den Haupt-und Hilfskon- 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. Weisedie andenEnden derabzu-PATENTANSPRÜCHE : 1. Lastumschalter zum Umschalten der Anzapfungen eines Stufentransformators während des Betriebes mit Hilfe von Haupt- und Hilfskontakten unter Verwendung selbsttätig veränderlicher ohmscher Über- schaltwiderstände, dadurch gekennzeichnet, dass ausser diesen genannten Widerständen weitere ohmsche, gegebenenfalls mit dem Strom/Spannungs-Verhältnis veränderliche Widerstände (Ra2, Rb2) mit von den erstgenannten Widerständen verschiedener Strom/Spannungs-Kennlinievorgesehensindund dass diese letzteren Widerstände mit den erstgenannten Widerständen (Ra 1, Rb 1) vorübergehend parallel schaltbar sind,
    wobei die Auslegung und Schaltung der Widerstände so getroffen ist, dass auch bsiAbweichung der Betriebs- verhältnisse vom normalen Betriebszustand, also bei Überströmen oder Überspannungen eine Schädigung des Lastumschalters oder eine Beeinträchtigung der Lastumschaltung selbst vermieden wird.
    2. Lastumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer bestimmten Gruppe von Haupt-und Hilfskontakten (z. B. Ha und ha) zugehörige Widerstände (z. B. Ra 2) mit Widerständen der andern Gruppe (Hb und hb) in Serie schaltbar sind.
    3. Lastumschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Schaltmittel für die Parallel- und/oder Serienschaltung der Widerstände Überspannungsventile dienen (z. B. Funkenstrecken fa, fab, fb).
    4. Lastumschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Parallel- und/oder Serienschaltung der Widerstände zusätzlich Hilfskontakte (hal und hb1@ vorgesehen sind, die während des Last- umschaltvorganges ein-bzw. ausgeschaltet werden.
    5. Lastumschalter nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit fest zusammengeschalteten verschiedenartigen ohmschen Überschaltwiderständen, dadurch gekennzeichnet, dass die fabrihtorisch erzielbaren Strom/Span- nungs-Charakteristiken der veränderlichen Widerstände den speziellen Anforderungen des Lastumschalterbetriebes durch Parallelschalten oder Reihenschalten von Konstantwiderständen angepasst werden.
AT518057A 1956-09-28 1957-08-05 Lastumschalter mit veränderlichen ohmschen Überschaltwiderständen AT204653B (de)

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