AT201255B - Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus thermoplastischem Material, beispielsweise aus Glas - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus thermoplastischem Material, beispielsweise aus Glas

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AT201255B
AT201255B AT201255DA AT201255B AT 201255 B AT201255 B AT 201255B AT 201255D A AT201255D A AT 201255DA AT 201255 B AT201255 B AT 201255B
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Description


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  Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus thermoplastischem Material, beispielsweise aus Glas 
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine
Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus thermoplastischem Material, beispielsweise aus
Glas, mit einer Zuführungsvorrichtung, aus der in einer Vielzahl von Reihen Ströme des flüssi- gen Ausgangsmaterials n Fäden ausgezogen werden, wobei der   fli-sige Teil   des Stromes zwischen Schmelzbad und Faden durch eine von der Zuführungsvorrichtung durch einen Abstand getrennte Zwangskühlvorrichtung zwangsläufig gekühlt und gegen Luftwirbel abgeschirmt ist. 



   Es hat sich gezeigt, dass sich die Instabilität der sich beim Austritt thermoplastischer Massen bildenden Konusse durch unmittelbare kühlende Abschirmung der Materialströme im Bereich dieser Konusse beseitigen lässt. Man hat deshalb bereits den flüssigen Teil der Ströme zwischen dem Schmelzbad und dem sich bildenden Faden zwangsläufig gekühlt und gegen Luftwirbel abgeschirmt. 



   Durch die Erfindung wird eine solche Kühlung und Abschirmung vorgeschlagen, die gegenüber den bekannten Ausführungsformen solcher Vorrichtungen den Vorteil einer besonders individuellen Abschirmung der einzelnen Fäden bietet, wobei die Abschirmvorrichtungen durch die von der Zuführungsvorrichtung abstrahlende Wärme weitgehendst unbeeinflusst bleiben. 



   Bei den bekannten Verfahren, bei welchen die Fadenkonen durch Kühlflächen gekühlt werden, ist die Kühlfläche entweder an einer Seite der Düsenanordnung oder an gegenüberliegenden Seiten angeordnet, oder sie besteht aus einem zylindrischen oder rechteckigen Mantel, der gegebenenfalls schwenkbar ausgebildet ist Die Kühlung ist hiebei nur bei den unmittelbar neben den Kühlflächen liegenden Konen voll wirksam und es kann überhaupt nur eine geringe Anzahl von Konen gekühlt werden, um die am weitesten von den Kühlflächen entfernten Konen noch mit der Kühlung zu erfassen. 



   Gemäss vorliegender Erfindung werden diese Nachteile beseitigt, indem die Austrittsöffnungen und somit das austretende Fadenbündel in kleine, durch Längsrippen gekühlte Gruppen unterteilt werden, wodurch eine wesentlich wirksamere und absolut gleichmässige Kühlung bei beliebiger Anzahl von Auslassöffnungen erreicht wird. Durch die erfindungsgemässe Vor- richtung ist es weiters möglich, die Fadenkonen im Zuge ihrer Bildung zu besichtigen und wäh- rend des Betriebes zu kontrollieren. Ausserdem wird durch vorliegende Erfindung die Qualität des Erzeugnisses und die Wirtschaftlichkeit der
Herstellung verbessert. 



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einer auf einer Seite der Ströme angeordneten, gekühlten Tragvorrichtung, von der eine Reihe dünner, nebeneinanderliegender, sich zwischen die Reihen der Ströme erstreckender Längs- rippen vorsteht, welche die Gesamtzahl der
Ströme unmittelbar an den Austrittsöffnungen der Zuführungsvorrichtung in Gruppen von Strömen unterteilt, wobei jeder aus der Zuführungsvorrichtung austretenden Ströme wenigstens an einer Seite mit einer Längsrippe in wärmeabsorbierender Beziehung steht. 



   Die Abschirmvorrichtungen werden zweckmässig an Tragvorrichtungen angebracht, die seitlich von den aus der Zuführungsvorrichtung austretenden Strömen angeordnet und vorzugsweise hohl sind, so dass man sie zu ihrer Eigenkühlung und zur Kühlung der Rippen mit einem Kühlmittel beschicken kann. 



   Bei der Verarbeitung der   Schmelzströme'in   der erfindungsgemässen Vorrichtung lassen sich Glaszusammensetzungen verwenden, von denen man bisher glaubte, dass sie nicht zu Fäden oder Fasern ausgezogen werden könnten. Bei vielen Glassorten zeigt das Glas eine hohe Fliesstemperatur oder einen steilen Abfall in der   Viskosität - Temperatur - Kennlinie   oberhalb der Fliesstemperatur, so dass es wegen des Zwanges zur Aufrechterhaltung bestimmter kritischer Viskositätsverhältnisse praktisch unmöglich ist, aus solchen Gläsern Fäden oder Fasern herzustellen. Bringt man jedoch die erfindungsgemässe Abschirmung zur Anwendung, dann lassen sich die Verhältnisse in der Umgebung der Fadenbildungszone auf die zur Herstellung von Fäden oder Fasern notwendigen oder unverlässlichen Werte nunmehr ohne Schwierigkeiten einregeln.

   Man kann also die Viskosität des aus den   Austrittsöffnungen   austretenden, sehr flüssigen Gutes sehr schnell auf einen Wert herabsetzen, bei dem sich die Fäden ausziehen lassen ; d. h. beim erfindungsgemässen Verfahren ist man in der Lage, den Konus so zu sta- 

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 bilisieren, dass die Herstellung von Fasern oder
Fäden gleichmässig guter Qualität keinerlei
Schwierigkeiten bereitet. 



   Die Zeichnungen zeigen in Fig. 1 eine Seiten- ansicht einer gemäss der Erfindung mit Konus- abschirmung versehenen Vorrichtung ; Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig.   1 ;  
Fig. 3 einen vergrösserten Schnitt durch den die
Fäden bildenden Teil der Vorrichtung nach
Fig.   1   und 2 ; Fig. 4 eine Vorderansicht der
Vorrichtung nach Fig. 3 ; Fig. 5 eine Unteran- sicht der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung ;
Fig. 6 einen vergrösserten Schnitt durch ein Paar
Zuführungsspitzen mit beidseitiger Konuasab- schirmung ; Fig. 7 einen Schnitt durch eine ringförmige Zuführung mit der   erfindungsgemässen,   entsprechend angepassten Abschirmung und Fig. 8 eine Unteransicht der in Fig. 7 gezeigten Anordnung. 



   In den Fig. 1 und 2 ist bei 10 ein mit hitzebeständigem Material ausgekleideter Schmelzofen, z. B. für Glas, angedeutet, an dem eine Zuführungsvorrichtung 11 sitzt, aus deren Löchern eine Vielzahl von Glasströmen zu Fäden 16 ausgezogen wird. Diese Fäden laufen zu einem Sammelglied 17, an dem auch eine über das an einem nicht gezeichneten Behälter angeschlossene Rohr 18 zufliessende Schichte aufgebracht wird. Die aus den gesammelten Fäden bestehende Lunte 19 wird von einer Aufwickelvorrichtung 20 mittels einer auf dem Rohr 23 sitzenden umlaufenden Spule 22 unter Führung durch den Fadenführer 21 aufgewickelt.

   Die Wickelvorrichtung liefert beim Umlauf der Spule die Auszugskraft für die Fäden, d. h. soviel Zug in jedem Faden, dass er laufend von dem aus der   Zuführungsvorrich-   tung austretenden geschmolzenen Glas abge-   zogen.   wird. 



   Die Tragvorrichtung 26 enthält eine Vielzahl 
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 zwischen einem Paar von   Zuführungsspitzen-   reihen 41 so erstrecken (vgl. hiezu auch Fig. 3 und 4), dass jeweils neben jeder Rippe eine Spitzenreihe zu liegen kommt. Die Orientierung der dünnen blattartigen Rippen unterhalb der Zuführungsvorrichtung bezüglich der Zuführungsspitzen ist besonders deutlich aus den Fig. 3,4 und 5 zu erkennen. Die Zeichnung zeigt, dass die Spitzen 14 und damit auch die aus deren Öffnungen 13 austretenden Konen 12 tatsächlich in querverlaufende Paarreihen aufgeteilt sind. Die Rippen 28 sitzen an einem in Längsrichtung verlaufenden Kühlmittelrohr 29, das seitlich an der Zuführungsvorrichtung angeordnet ist. Durch die Leitungen 27 wird diesem Rohr 29 ein   Kühlmittel,   z. B. Wasser, zugeführt bzw. entnommen.

   Das Wasser tritt an einer Seite ein, fliesst durch das Innere 25 in dieses Rohr und verlässt das Rohr schliesslich mit etwas höherer Temperatur, die auf die Wärmeabsorption der Rippen zurückzuführen ist. Das Wasser lässt sich mit solcher Geschwin digkeit und Temperatur durch das Rohr hin- durchschicken, dass der erforderliche Temperatur- unterschied zwischen den Rippen und dem aus den Zuführungsspitzen austretenden Glas er- halten bleibt. 



   Bei Anwendung des erfindungsgemässen Prin- zips kann man an der Zuführungsvorrichtung
11 eine   grössere   Anzahl von Spitzen vorsehen, so dass man den vorhandenen Platz an der ge- wöhnlich aus sehr wertvollem Material be- stehenden Zuführungsvorrichtung besser und wirkungsvoller ausnutzen kann. Mit der be- kannten Anordnung ohne Abschirmung kann man zwar mit einer oder zwei Längsreihen von
Spitzen zufriedenstellend arbeiten, Vorrichtun- gen mit drei und mehr Spitzenreihen können jedoch nicht ohne Schwierigkeit betrieben wer- den und mehr als vier Reihen sind praktisch unmöglich.

   Durch Anordnung von wenigstens einer Abschirmung in unmittelbarer Nachbar- schaft jedes aus einer Zuführungsvorrichtung austretenden Konus, kann die Zuführungsvor- richtung ohne Rücksicht auf innere Spitzen- reihen bei mit mehr als zwei Spitzenreihen versehenen Zuführungsvorrichtungen zufrieden- stellen betrieben werden. 



   Wenn die Zuführungsvorrichtung mehr als zwei Spitzenreihen, beispielsweise wie in der
Zeichnung dargestellt, sechs solcher Reihen auf- weist, dann verlaufen die Rippen vorzugsweise quer unter der Zuführungsvorrichtung und im
Abstand von zwei Spitzenreihen (Fig. 5). 



   Vorzugsweise haben die Rippen eine Dicke in der Grössenordnung von 0, 5 bis   1, 5 mm.   Die Öffnungen, aus denen die Glaskonen ausge- zogen werden, haben einen Durchmesser in der Grössenordnung von 0, 5 bis 2 mm mit einem bevorzugten Durchmesser von 1 mm. Der Ab- stand zwischen den Spitzenreihen, in dem die Rippen angeordnet sind, kann etwas grösser gemacht werden als der zwischen den anderen Reihen, um die Rippendicke auszugleichen und eine grössere Toleranz zur seitlichen Einstellung der Rippen zu haben. 



   Die Höhe der Rippen 28 ist vorzugsweise so gewählt, dass in der Betriebsstellung die Oberkante etwas über der Unterkante der Spitze liegt, während die Unterkante der Rippe sich etwa bis zur Spitze des aus der Öffnung austretenden Konus erstreckt. Beispielsweise kann die Oberkante der Rippen   zirka 0,8 mm   oberhalb der Unterkante der Zuführungsspitzen sitzen, soll jedoch die Bodenfläche der Zuführungsvorrichtung selbst nicht berühren. Bei dieser Einstellung der Oberkante braucht die Rippe zur vollständigen Abdeckung der Konen in vielen Fällen nur zirka 1 cm hoch zu sein. 



   Zur Erleichterung des Einbaues der Abschirmung in die Zuführungsvorrichtung wird eine geeignete einstellbare Montage vorgesehen. 



  Nach Fig. 3,4 und 5 ist eine Konsole 30 an einer Seite des Mantels 15 des Glasbehälters 10 

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 mittels der beiden Befestigungsschrauben 31 und durch eine Stellschraube 35 fest montiert. 



   Eine drehbare Lagerwelle 32 verläuft parallel zu der   Zuführungsvorrichtung 11   durch ein Paar im Abstand angeordnete Lagerbunde 36 und 38, die auch einen Teil der Konsole 30 bilden können. Die Welle weist einen Gewindeteil 33 auf, der mit einem entsprechenden Innen- gewinde im Bund 36 in Eingriff steht, so dass die Welle in Achsrichtung verschoben werden kann. Das Vierkantende 34 der Welle 32 er- laubt das Aufsetzen einer Kurbel. 



   Das Rohr 29 der Abschirmung ist an einer
Platte 46 auf einem Kipparm 42 montiert, der selbst wieder mit einer Schwenkkonsole 40 auf der Welle 32 zwischen den Bunden 36 und 38 verbunden ist. Die Schwenkkonsole 40 lässt sich längs der Welle 32 durch ein Paar von
Stellbunden 39 einstellen, von denen jeder durch eine Stellschraube fest mit der Welle ver- bunden ist. Die Schwenkkonsole erlaubt das
Heben und Senken der Rippen   28   um die Welle
32 durch Einstellen der Schrauben 44, die recht- winklig durch ein Armpaar 43 an der Unter- seite der Konsole 30 auf der den Rippen 28 ge- genüberliegenden Seite der Welle 32 greifen. 



   Durch diese Anordnung lassen sich die
Wärmeleitrippen in Längs-und Querrichtung bezüglich der Austrittsöffnungen und sowohl über die Breite als auch über die Länge der Zuführungsvorrichtung in ihrer Höhe einstellen. 



  Die seitliche Einstellung der Wärmeleitrippen über die Breite der Zuführungsvorrichtung erfolgt durch Querbewegen des Rohres im drehbar gelagerten Konsolenlager. Die seitliche Bewegung der Wärmeleitrippen in Längsrichtung der Zuführungsvorrichtung erfolgt durch Bewegen der Konsole 40 längs der Lagerwelle   32   durch Drehen dieser Welle. Eine horizontale Höheneinstellung der   Wärmeleitrippen über   die Breite der Büchse erfolgt durch Drehen der Schrauben 44 unter Heben und Senken der Wärmeleitrippen, um die Lagerwelle 32 als Drehachse, wobei dieses Schwenken der Wärmeleitrippen um die Welle 32 wegen des grossen Abstandes der Welle von den Wärmeleitrippen im Vergleich zu den vorgenommenen Einstellbewegungen praktisch nur zu einer Einstellung in senkrechter Richtung führt.

   Eine horizontale Einstellung der Wärmeleitrippenreihen als Gruppe über die Länge der Zuführungsvorrichtung erfolgt durch Kompensationseinstellung der Schrauben 44, um die Konsole 42 in der Drehkonsole 40 zu kippen. Ein besonderer Vorteil der oben beschriebenen Abschirmung besteht darin, dass der Arbeiter die aus den Zu-   führungsöffnungen   austretenden Konen direkt beobachten kann, da sich die Rippen quer zur Zuführungsvorrichtung erstrecken und an einer Seite offen sind. Auf diese Weise kann der Arbeiter dafür sorgen, dass bei Betriebsbeginn tatsächlich alle Fäden aus der Zuführungsvor- richtung ausgezogen und zu einem Strang ge sammelt werden. 



   Fig. 6 ist eine vergrösserte Ansicht zweier
Zuführungsspitzen eines Paares benachbarte1
Spitzenreihen 60 und es sollen an ihr die phy- sikalischen Verhältnisse der Abschirmung auf den gegenüberliegenden Seiten der aus der
Spitzen austretenden Glaskonen 61 veranschau- licht werden. Obwohl, die Konusschilde auch zufriedenstellend arbeiten, wenn die Spitzen- reihen in Paare unterteilt sind, beispielsweise durch die Rippen 62, lassen sich entsprechende
Wirkungen auch dann erzielen, wenn man die
Spitzen und Konen in Einzelreihen mit einer
Zwischenrippe 63 aufteilt, so dass auf beiden
Seiten jeder Spitze jeweils eine Rippe vorhan- den ist (Fig. 6). 



   Durch Schaffung von Kanälen in den Längs- rippen und durch entsprechende Anordnung der
Kühlmittelzufuhr und-ableitung kann das
Kühlmittel durch die Rippen selbst zirkuliert und eine wirksamere Kühlung erreicht werden.
Im Betrieb stabilisieren die Rippen die Konen, aus denen die Glasfasern ausgezogen werden, einmal durch die Regelmöglichkeit der Wärme- absorption vom Glas beim Austritt aus den
Zuführungsspitzen, so dass das Glas die für den
Ausziehvorgang erforderliche Stabilität erhält, und zweitens durch Herabsetzen der unkontrollierbaren Beeinflussung durch Luftwirbel um den Konus, die eine Folge der vorhandenen Temperaturgefälle und der Bewegung des Glases selbst sind. 



   Es hat sich gezeigt, dass die Wärmeverluste am Konus auf Strahlung und Konvektion zurückgehen. Die Strahlungsverluste treten wohl hauptsächlich im Bereich unmittelbar unterhalb der Zuführungsspitze, d. h. an der Basis des Konus auf, wo das Glas. die hellste Lichtausstrahlung aufweist, während beim Abwärtswandern bis zum Scheitel des Konus die Verluste mehr und mehr auf Konvektion zurückzuführen sind. Der Wärmeübergang auf die gekühlte, in der Nähe der Konen angebrachte Abschirmung erfolgt also sowohl durch Strahlung als auch durch Konvektion. Man wählt deshalb das Material für die Abschirmungsrippen hinsichtlich thermischer Leitfähigkeit und Emissionsfähigkeit so, dass eine ausreichende Absorption und Ableitung der von den Konen kommenden Wärme gewährleistet ist. Als sehr gut geeignet haben sich z. B. 



  Kupfer, Platin, Silber, Aluminium, Monel und Nickel, aber auch Legierungen aus diesen Metallen erwiesen. 



   Die Abschirmung nimmt nicht nur Wärme vom Glas auf, sondern trennt oder isoliert auch die Konen von der Umgebung und verhindert so Luftwirbel in dem Bereich der Konen. Es werden also die auf solche Luftwirbel zurückgehenden Temperaturänderungen   und -schwan-   kungen wesentlich herabgesetzt und in vielen Fällen sogar praktisch vermieden. Ausserdem 

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 wird der Luftsfrom, der durch den Temperaturunterschied zwischen den sich bildenden Konen verursacht wird, durch Trennung der einzelnen Konusreihen voneinander herabgesetzt und damit werden die durch die thermischen Zwischen-   wirküngen   hervorgerufenen Schwierigkeiten auf ein Minimum vermindert.

   Vorzugsweise wird die Höhe der Rippen so gewählt, dass sie sich nach unten bis zur eigentlichen Konusspitze er- 
 EMI4.1 
 
Düsenspitze,bei'die von dem Schmelzstrom in der Ausziehzone unmittelbar an der Austrittsöffnung eingenommene Gestalt. 



   Reichen die Rippen zu hoch über die unteren Enden der Spitzen, dann kommen sie in unmittelbare Nachbarschaft der Böden der Zuführungsvorrichtung und wirken dabei in unerwünschter Weise als Strahlrippen für die Wärme der Zuführungsvorrichtung. Es muss aber der Oberteil der Rippe oberhalb des unteren Bodenendes der Austrittsspitzen liegen, da sonst gerade der heisseste Teil der Konen nicht abgeschirmt ist. Damit würde aber die Strah-   lungsabsorption herabgesetzt   werden und Luftwirbel hätten freien Zutritt zu dem kritischen flüssigen Konusboden, was zu erheblichen Störungen Anlass gäbe. 



   Die Rippen müssen ausserdem so lang sein, dass Luftzutritt zu den Teilen des Konus verhindert wird, die in der Nähe der Spitze liegen. 
 EMI4.2 
 dass die extreme Geschwindigkeit der Faseroberfläche, die am Unterteil der Rippen vorhanden ist, ein Pumpen der Konen zur Folge hätte. Diese Erscheinung scheint teilweise auf die Luft zurückzuführen zu sein, die von oben infolge der Reibungsverhältnisse zwischen dem schnellen Teil der abgedeckten Fadenteile auftritt und teilweise darauf, weil bei langen, die mit hoher Geschwindigkeit laufenden Oberflächen umgebenden Rippen die Luft schnell von dem umgrenzten Raum am Boden der Rippen abgezogen wird, so dass eine Art Ventilatorwirkung auftritt. In anderer Hinsicht können die Rippen infolge ihrer Aufgabe, die Luftströmungsbedingungen einzustellen, auch als Prall- oder Dämpfungsglieder angesprochen werden. 



   Bei Verwendung der   erfindungsgemässen   Abschirmung arbeitet z. B. eine übliche Zuführungsvorrichtung, die 450   Lunten-18. 670   m/kg Glas produziert, zufriedenstellend mit einer Strömungsgeschwindigkeit von annähernd 1, 5 bis 2, 5 Liter Wasser/Minute in der Kühlmittelleitung bei einer Eintrittstemperatur von 200 bis 25  C. Das austretende Wasser hat dann eine Temperatur von 300 bis 380 C. Die pro Stunde aufwickelbar   Durchschnittszahl   vollständiger Spulen ist gegenüber dem Normalbetrieb ohne Abschirmung verdoppelt. Darüber hinaus ist die Anzahl der Brüche an der Zuführungsvorrichtung auf ein Zehntel der normalen Zahl herabgesetzt, während di2 Anzahl der Brüche an der Sammelstelle weniger als die Hälfte beträgt.

   Der Leistungseingang der Zuführungsvorrichtung ist dabei auf annähernd   150/o   über den Normalwert gesteigert. Aus dieser Zahl erkennt man auch, dass die Zuführungsvorrichtung auf einer höheren Temperatur als im Normalfall ohne Abschirmung arbeiten kann und dass die zusätzliche Wärme der Konen von den Rippen selbst absorbiert und damit eine Regelung der Konustemperatur und der Konusviskosität im Herstellungsbereich erreicht wird. 



   Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Anordnung der Rippen im Zusammenhang mit einer kreisförmigen Zuführungsvorrichtung. In diesem Falle ist die Zuführungsvorrichtung 102 eine Ringzuführungsvorrichtung mit Leitrippengliedern, die sich radial von einer ringförmigen Zuführungs- oder Kopfleitung erstrecken. Insbesondere zeigt Fig. 7 im Querschnitt eine solche Zuführungsvorrichtung mit einem Behälter für geschmolzenes Glas, der eine äussere zylindrische Wandung 100 und eine innere Zylinder- 
 EMI4.3 
 führungsvorrichtung 102 vorgesehen ist. Die
Zuführungsvorrichtung enthält eine Vielzahl von Öffnungen   103,   die in Spitzen 104 aus- münden, durch die das Schmelzgut 105 hin- durchfliesst. Der Schmelzgutbehälter liegt inner- halb einer wärmeisolierenden Wandung 113 und 114.

   Eine Scheibe 116 aus wärmeisolieren- dem Material ist innerhalb der inneren Wan- dung 101 etwas oberhalb der Zuführungsvor- richtung 108 angeordnet und dient zur Befesti- gung der Abschirmung 107. 



   Die Anordnung 107 enthält eine ringförmige ,Hauptleitung 108 für das Kühlmittel, das durch eine Einlassleitung 109 eingeführt und durch eine Auslassleitung   HO   entnommen wird. Die aus dünnen blattartigen Gliedern bestehenden
Leitrippen 111 erstrecken sich radial von der
Zentralleitung nach aussen und verlaufen quer über die Unterseite der Zuführungsteile, denen sie zugeordnet sind, zwischen radial in Flucht liegenden Reihen von Spitzen 104. Die gesamte
Abschirmung ist im Abstand von der Scheibe
116 über wärmebeständige Vorsprünge 118 oder andere geeignete Befestigungsmittel be- festigt, wobei die Rippen 111 zwischen den
Spitzen 104 hindurchlaufen, jedoch mit einem solchen Abstand, dass sie mit der Unterfläche der Zuführungsvorrichtung nicht in Berührung stehen. 



   Fig. 8 zeigt die radiale Orientierung der
Spitzen 104 auf der Unterseite der Zuführungs- vorrichtung 102. Die radialen Spitzenreihen bilden ferner einen Teil von sechs im Umfang herauslaufenden Reihen, jedoch teilen die Leit-   rippenschildglieder m   die Umfangsreihen in 

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Gruppen auf, von denen jede eine oder zwei radial orientierte Spitzenreihen enthält. Die
Spitzen 104 sind ferner so angeordnet, dass ein
Spalt in dem regulären Abstand zwischen den
Glasströmen 106 entsteht, um den Durchgang der   Einlass- und   Auslassleitungen 109 bzw. 110 nach aussen von dem durch die Ströme definierten Zylinder zu gewährleisten. 



   Selbstverständlich kann die Hauptleitung   lots   in zwei oder mehrere getrennte Hauptleitungen mit jeweils eigenen Ein- und Auslassleitungen unterteilt werden. Die Leitrippen 111 können ferner neben der inneren Ringleitung 108 mit einer äusseren Ringleitung in Verbindung stehen, die so angeordnet ist, dass sie jeweils die zwischen ihnen verlaufenden Rippen kühlt. Vorzugsweise werden jedoch dis Kühlrippen im allgemeinen radial angeordnet, um die Beobachtung der Spitzen und des aus den   öffnun-   gen austretenden Glases während des Betriebes der Herstellungsvorrichtung zu ermöglichen.

   Bei konzentrischen inneren und äusseren Ringleitungen können die Rippen rohrförmig ausgebildet sein und eine der Ringleitungen kann so angeordnet sein, dass das Kühlmittel zugeführt wird, während die andere Ringleitung als Austrittskanal für das Kühlmittel dient. Bei einer anderen Ausbildung der Zuführungsvorrichtung kann eine feste Ringplatte vorgesehen werden, die öffnungen aufweist, welche sich im Abstand vollständig über die Unterseite erstrecken, wobei eine äussere Ringleitung mit radial nach innen vorstehenden Schildgliedern vorgesehen ist. 



   Fig. 8 zeigt 204 Spitzen, die in Gruppen unterteilt sind, welche jeweils eine Reihe von sechs in Flucht liegenden Spitzen enthalten, die durch die Rippen 111 voneinander isoliert sind, so dass für jede Gruppe voneinander unabhängig eine Regelung und Kontrolle der Ausseneinflüsse möglich ist. Unter gewissen Umständen kann es erwünscht sein, die Spitzen durch Ringrippen, Spiralrippen bzw. nicht radiale Rippen voneinander zu trennen. Selbstverständlich können die Rippen die Spitzen in Gruppen einteilen, die jeweils zwei Reihen in Flucht liegender Spitzen an Stelle einer Reihe, wie dargestellt, enthalten. 



   Wie bei den vorher beschriebenen Ausführungsformen gemäss der Erfindung ist es vorzuziehen, die Rippen zwischen den Spitzenreihen derart hindurchzuleiten und zu führen, dass die Zone von wenigstens unmittelbar in der Höhe der öffnung bis zu einer Höhe etwa unterhalb der Stelle, wo das Glas in die Fäden ausfliesst, im wesentlichen durch Wärmeverluste oder Turbulenz atmosphärischer Strömungen nicht mehr beeinflusst wird. 



   Es ist selbstverständlich, dass die hier beschriebene Abschirmung auch für die Herstellung von Faserglaskombinationen von Bedeutung ist, die nicht zu strangartigen Produkten führen. Beispielsweise kann man bei der Herstellung superfeiner Fäden die Abschir- mung zur Herstellung von Glasfaserprimär- strahlen verwenden, wobei das Glas langsam, beispielsweise durch Walzen, ausgezogen wird und dann in diskontinuierliche Fäden durch einen gasförmigen Blasstrom, z. B. eine Brenner- flamme, zerfasert wird. Wegen der Abschirmung erhalten die Primärfäden über ihre ganze Länge einen gleichmässigeren Durchmesser und dar- über hinaus hinsichtlich des Durchmessers eine grössere Gleichförmigkeit untereinander.

   Wer- den solche Primärfäden zum Durchgang durch die Brennerflamme nebeneinander gelegt, dann ermöglicht es die Gleichmässigkeit der Durch- messer, gleichmässigere Ausziehbedingungen für alle Primärfäden zu schaffen. Die Brenner- flamme kann unter solchen Bedingungen kriti- scher auf eine optimale Erwärmung und einen optimalen Ausziehvorgang bezüglich der jeweils verwendeten Fadendurchmesser eingestellt wer- den. Man erhält aber nicht nur einen wirkungs- volleren Ausziehvorgang, sondern es werden selbstverständlich auch die sich ergebenden
Sekundärfasern in ihren Eigenschaften gleich- mässiger. 



   Infolgedessen ist es selbstverständlich, dass die hier beschriebene Abschirmung mit Vorteil auch bei der Herstellung von Stapelfasern Ver- wendung finden kann, wo der Ausziehvorgang durch gasförmige Blasströme, beispielsweise aus
Dampf oder Luft, erfolgt. 



   Selbstverständlich sind dem Fachmann auch noch andere Abänderungen möglich, ohne den
Bereich der Erfindung zu verlassen. Beispiels- weise kann die Oberfläche der festen Rippen bei der ersten und zweiten Ausführungsform durch
Aufrauhen verändert werden, um eine grössere
Wärmeabsorption zu erhalten, oder sie kann beispielsweise mit Graphit überzogen werden, um Niederschläge zu verhindern. Man kann sie auch mit Stoffen überziehen, die die Strahlungsabsorptionseigenschaften ändern, um eine optimale Konusausbildung für die verschiedensten   Glaszusamm nsetzungen   und Anordnungen der Zuführungsspitzen zu erreichen.

   Dar- über hinaus kann die Ausführungsform nach den Fig. 1-5 mit einem Zuleitungskopf an beiden Enden der Rippen versehen sein, so dass man sie verlängern kann, während trotzdem gleichmässige Kühlungsbedingungen über die Gesamtlänge der Rippen vorhanden ist. Die Rippen können ausserdem nur an benachbarten Reihen der Konen statt an den Aussenreihen vorgesehen werden, die in diesem Falle anderweitig Strahlungsabsorptionsmittel aufweisen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus thermoplastischem Material, beispielsweise aus Glas, mit einer Zuführungsvorrichtung, aus der in einer Vielzahl von Reihen Ströme des flüssigen Ausgangsmaterials in Fäden ausge- <Desc/Clms Page number 6> zogen werden, wobei der flüssige Teil des Stromes zwischen Schmelzbad und Faden durch eine von der Zuführungsvorrichtung durch einen Abstand getrennte Zwangskühlvorrichtung zwangsläufig gekühlt und gegen Luftwirbel abgeschirmt wird, gekennzeichnet durch eine auf einer Seite der Ströme angeordnete gekühlte Tragvorrichtung (26), von der eine Reihe dünner, nebeneinanderliegender, sich zwischen die Reihen der Ströme erstreckender Längsrippen (28) vorsteht, welche die Gesamtzahl der Ströme unmittelbar an den Austrittsöffnungen (13) der Zuführungsvorrichtung (II)
    in Gruppen von Strömen unterteilt, wobei jeder der aus der Zuführungsvorrichtung (11) austretenden Ströme wenigstens an einer Seite mit einer Längsrippe (28) in wärmeabsorbierender Beziehung steht. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den Längsrippen (28) auch die gekühlte Tragvorrichtung (26) von der Zuführungsvorrichtung (11) einen eine Berührung verhindernden Abstand aufweist. EMI6.1 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die gekühlten Längsrippen (28) parallel zueinander so ausgerichtet sind, dass sich jede zwischen zwei Reihen von Strömen erstreckt, wobei zwei Stromreihen zwischen jedem Rippenpaar verbleiben (Fig. 4, 5).
AT201255D 1954-11-22 1955-11-12 Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus thermoplastischem Material, beispielsweise aus Glas AT201255B (de)

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