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Gerät zum Aufschrumpfen von thermoplastischem Einwickelmaterial
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Aufschrumpfen von thermoplatischem Einwickelmaterial auf eine Packung durch Aufbringen erwärmter Flüssigkeit, damit die Packung eine glatte, faltenlose und ansprechende Erscheinungsform erhält.
Beim modernen Warenangebot kommt es darauf an, dass Waren ansprechend verpackt und so der Öf- fentlichkeit dargeboten werden. Vorteilhaft wird dabei oft ein durchsichtiger, blattförmiger Stoff um wenigstens einen Teil der Packung gewickelt, so dass das Nahrungserzeugnis dadurch sichtbar ist. Bei dieser Verpackungsart sollte das durchsichtige Einwickelmaterial glatt und gut gespannt sein, um ansprechend zu wirken. Verschiedene Arten von Einwickelstoffen können durch Wärmeeinwirkung zumSchrumpin gebracht werden, z. B. gestrecktes oder orientiertes Gummihydrochlärid (Handelsname Pliofilm) und gestrecktes oder orientiertes Polyvinylchlorid (Handelsname Saran).
Bei Verwendung solcher Einwickelstoffe werden diese ziemlich lose um die Verpackung herumgewickelt und danach einer bestimmten Temperatur ausgesetzt, damit sie sich zusammenziehen und dadurch ein glattes, faltenloses und ansprechendes Aussehen erhalten.
Zur Schrumpfung des Einwickelmaterials wurde eine erwärmte, flache Platte benutzt. Wenn auch dieses Verfahren zufriedenstellend ist, kann manchmal die Erzielung einer gleichförmigen Erwärmung aller Flächen des Einwickelmaterials schwierig sein. Ausserdem muss eine konstante, geeignete Temperatur aufrechterhalten werden, da ja eine zu hohe Temperatur die Schicht zerfliessen lässt und eine zu niedrige eine unzureichende Schrumpfung mit sich bringt. Da das Einwickelmaterial einer heissen Flüssigkeit, insbesonders Wasser, ausgesetzt wird, kann eine gleichmässige, festgesetzte Temperatur leicht auf alle Teile des Einwickelmaterials einwirken, so dass es gleichförmig schrumpft, ohne zu schmelzen und zu zerfliessen.
Oft kann die ganze Packung in heisses Wasser von der benötigten Temperatur getaucht werden ; in manchen Fällen ist dies jedoch nicht möglich, da Flächenteile der Packung zum Anbringen einer Etikette, aus Gründen der Abdichtung oder wegen der Möglichkeit, das Wasser in die Packung eindringt, trocken bleiben müssen.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Gerätes, welches das Einwickelmaterial einer Packung unter Anwendung einer erwärmten Flüssigkeit, insbesonders heissen Wassers, an bestimmten Flächenteilen durch Wärme zum Schrumpfen bringt, ohne dass die Packung in die Flüssigkeit getaucht wird, und das weiterhin zum Anbringen von Zetteln und auch zum Heissversiegeln der Verpackung verwendbar ist.
Das erfindungsgemässe Gerät zeichnet sich dadurch aus, dass eine drehbar gelagerte Rolle nahe an einem Flüssigkeitsbehälter angebracht ist, so dass die erwärmte Flüssigkeit in dem Behälter die Rolle benetzen kann und dass. eine heizbare Druckvorrichtung gegen die Rolle parallel unter Federdruck gehalten wird, wobei die Packung dazwischen auf der einen Seite von der heizbaren Druckvorrichtung trocken erwärmt und auf der anderen Seite durch die Rolle mit der erwärmten Flüssigkeit benetzt wird.
Vorteile dieses Gerätes sind sein einfacher und billiger Aufbau, seine Anpassungsfähigkeit für Packungen verschiedener Formen und seine vielseitige Anwendbarkeit, so dass es leicht zum Aufschrumpfen allein, zur Anbringung von Etiketten oder zum Heissversiegeln der Packung benutzbar ist. Es ist auf einfache Weise bedienbar, auch durch ungeübte Personen ; in der Konstruktion ist es robust, so dass es über lange Zeiten fast ohne Reparaturen verwendbar ist.
Einige beispielsweise Ausführungsformen erfindungsgemässer Geräte sind in den Zeichnungen ersichtlich.
Fig. l ist eine Seitenansicht eines Gerätes zum Aufschrumpfen für eine relativ flache Packung und
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Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1. Fig. 3 ist teilweise ein Querschnitt und teilweise eine Seitenansicht eines
Gerätes für eine relativ dickere Packung und Fig. 4 eine Draufsicht zu Fig. 3, wobei einige Teile wegge- lassen sind. Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5 - 5 der Fig. 2, Fig. 6 ein Schnitt nach der Linie 6 - 6 der Fig. 4. Fig. 7 ist ein Einzelheiten darstellender Schnitt durch die Rollen und durch die Verpackung i nach der Linie 7 - 7 der Fig. 6. Fig. 8 ist eine Ansicht der Einrichtung zur Regelung der Federspannung der Rollen.
Fig. 9 ist eine schaubildliche Ansicht der Zuführungs- und Aufnahmeplatte für das Gerät nach
Fig. 3 und 4. Fig. -10 ist eine Draufsicht auf den Behälter für die erhitzte Flüssigkeit, Fig. 11 ist eine
Seitenansicht hiezu, mit der Einrichtung zur Aufrechterhaltung eines konstanten Flüssigkeitsspiegels im
Behälter. Fig. 12 ist eine schaubildliche Ansicht einer flachen Verpackung, zu deren Herstellung das er- findungsgemässe Gerät benutzbar ist und Fig. 13 eine ebensolche Ansicht einer relativ dickeren Verpackung mit einer abschliessenden Etikette.
Das Gerät nach der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform und der in Fig. 3 und 4 dargestell- ten Ausführungsform besitzt eine Grundplatte 15, auf der sich ein Behälter 16 für Heisswasser oder eine andere heisse Flüssigkeit befindet.
Der Behälter ist in den Fig. 1, 2,3, 4 und 10 ersichtlich ; er hat vorzugsweise Rechteckform und ist oben offen, so dass dieBenetzungsrolle hineinpasst. Der Behälter ist auf der Grundplatte 15 mittels Flügel- muttern verstellbar, die mit geschlitzten Laschen 17 in Eingriff stehen. Durch Lösen der Flügelmuttern ist der Behälter vor-oder rückwärts verschiebbar, um die gewünschte Lage zwischender Benetzungsrolle und der Druckrolle einzunehmen.
In dem Behälter befindet sich eine elektrische Heizung 18 (Fig. 10), die zur Erwärmung des Wassers oder der anderen Flüssigkeit dient. Das Heizelement ist über die Leitungen 19 mit einer elektrischen
Stromquelle verbunden, um die gewünschte Wassertemperatur aufrechtzuerhalten. Das Wasser soll, wenn es mit dem gestreckten Gummihydrochlorid oder Polyvinylchlorid in Berührung kommt, eine Temperatur zwischen 880 C und dem Siedepunkt des Wassers haben.
Geeignete Vorrichtung, z. B. eine drehbar eingesetzte Röhre 20 (Fig. 10, 11), ragen aus der Seiten- wand des Behälters heraus und sind zur Entleerung des Behälters aus der vertikalen in eine horizontale La- ge schwenkbar angeordnet. In vertikaler Stellung der Röhre wird der Wasserspiegel im Behälter auf pas- sender Höhe gehalten.
EinFüllapparat, zweckmässig ein solcher, der die Flüssigkeit von selbst auf dem gewünschten Spiegel hält, ist beispielsweise nach Fig. 11 vorgesehen. Er besteht aus einem geschlossenen Gefäss 21, das eine
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ten in den Wasserbehälter mündet.
Das Gefäss 21 wird von einem Befestigungsarm 24 oberhalb des Behälters 16 gehalten, wobei die Aus- lassröhre in den Behälter bis zum gewünschten Wasserspiegel hineinragt. Das Gefäss 21 wird über das Ven- til 22 mit Wasser gefüllt ; dann wird das Ventil geschlossen. Das Wasser fliesst so lange aus dem Gefäss 21 in den Behälter 16, bis das untere Ende der Auslassröhre 23 ins Wasser taucht. Da das Gefäss 21 vollstän- dig geschlossen ist und Luft nur durch die Auslassröhre 23 in das Gefäss 21 eindringen kann, fliesst kein weiteres Wasser aus der Auslassröhre, wenn ihr unteres Ende in das Wasser im Behälter eintaucht. Das
Gefäss 21 wird von Zeit zu Zeit über das Ventil 22 nachgefüllt, normalerweise bleibt dieses aber ge- schlossen.
Zwei Seitenwände des Behälters 16 sind mit aufwärts ragenden Haltearmen 25 (Fig, 1 - 7) ausgestat- tet, die mit einem Schlitz versehen sind, um die Lager 26 der Welle 27 aufzunehmen, die einen Aluminiumzylinder trägt. Der Zylinder 28 und die Welle 27 sind freibeweglich in den Lagern 26 drehbar.
Eine einstellbare, veränderliche Riemenscheibe 29 ist an dem einen. Ende der Welle 27 befestigt und durch einen Riemen mit einem (nicht gezeigten) Motor od. dgl. Antrieb verbunden. Die Riemenscheibe 29 zeigt die bekannte Ausführung, bei der der Durchmesser auf einfache Weise durch gegenseitige Ver-
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gert oder verringert werden kann.
Der Zylinder 28 dient als Träger für die mit dem Wasser in Berührung kommende Rolle. Verschiedene Rollen können entsprechend der Verpackungsart, für die das Gerät benutzt wird, verwendet werden.
In den Fig. 1, 2,5 und 7 ist eine zylindrische Rolle 31 ersichtlich, die bei relativ flachen und dünnen Päckchen, zum Beispiel bei der Verpackung von Speckscheiben, entspricht. Die Rolle 31 reicht als röh- renförmige Hülle fast über den ganzen Zylinder 28. Sie weist einen Bajonettschlitz 32 auf, der mit einer am Zylinder 28 befestigten Schraube in Eingriff kommt und die Rolle lösbar an ihrem Platz hält. Diergol- le kann aus einem geeigneten Stoff bestehen, dem das heisse Wasser zuträglich ist, in das er teilweise eintaucht. Er kann eine relativ harte und glatte Oberfläche aufweisen. Zweckmässig wird die Rolle mit einer Decke 33 aus einem nachgiebigen, Wasser absorbierenden Stoff, wie Kunststoffschaum oder syn-
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thetischer Schaumgummi, versehen.
Der Durchmesser des Zylinders 28 und der Rolle 31 sind derart ge- wählt, dass der tiefere Teil der Rolle in das Wasser des Behälters 16 eintaucht. Wenn das eine Lager 26 und das eine Ende der Welle 27 aus dem Haltearm 25 herausgehoben wird, kann die Rolle auf einfache
Weise auf den Zylinder 28 auf-oder von ihm abgezogen werden.
In den Fig. 3, 4 und 6 ist eine andere Rolle 34 zu sehen, die sich für relativ dicke und flache Packun- gen eignet, bei denen die Wärme beiden Seiten der Packung und der zur Schau gestellten Fläche zuge- führt werden soll, damit das Verpackungsmaterial eine günstige Schrumpfung erfährt. Die Rolle 34 sitzt als röhrenförmige Hülle fest auf dem Zylinder 28 und ist ebenfalls mit einem Bajonettschlitz 35 ausge- stattet. Rund um einen Teil der Rolle liegt ein Überzug 36 aus dem nachgiebigen absorbierenden Stoff.
An beiden Enden des Überzuges 36 sind Flansche 37 vorhanden, deren einander zugekehrte Seitenflächen mit einem ähnlichen nachgiebigen, absorbierenden Stoff überzogen sind. Wenn sich die Rolle 34 im Be- hälter 16 dreht, nehmen der saugfähige Überzug 36 und die saugfähigen Flächen der Flansche 37 Wasser aus dem Behälter auf und führen es den Seiten und der zur Schau gestellten Fläche der Packung zu.
Mit der Benetzungsrolle 31 bzw. 34 wirkt eine erwärmte Druckrolle zusammen, die die Packung ge- gen die Benetzungsrolle drückt, um die Benetzung der Packung mit der heissen Flüssigkeit sicherzustellen und eingeschlossene Luft aus der Packung herauszudrücken. Da die Druckrolle erwärmt ist, trägt sie zur
Trockenhaltung der Grundfläche der Packung bei. Ausserdem kann sie dazu verwendet werden, einen Zettel an die Packung anzubringen und diesen heiss zu versiegeln.
Die Druckrolle hat eine rohrförmige Welle 38, die in einem Bügel 39 gelagert ist ; dieser besteht aus zwei trennbaren Teilen, die von einem Bolzen und einer Flügelmutter 40 zusammengehalten werden, so dass die beiden Teile leicht voneinander trennbar sind, damit eine Rolle auf die Welle 38 gesteckt oder von dieser abgezogen werden kann. Der Bügel 39 wird von zwei Armen 41 gehalten, die ihrerseits drehbar bei 42 in den Ständern 43 gelagert sind. Die Druckrolle besitzt eine Einstellvorrichtung, so dass sie einen bestimmten Abstand zur Benetzungsrolle einnimmt ; sie kann für jeden Arm 41 als Schraube 44 ausgebildet sein, die eine Lasche 45 durchsetzt und mit einer Gegenplatte 46 am Ständer 47 in Eingriff steht.
Dreht man die Schraube 44 im Uhrzeigersinn, wird der Abstand zwischen Druck- und Benetzungsrolle grösser und umgekehrt.
Eine Feder 48 zwischen der Lasche 45 und dem Ständer 47 drückt die Druckrolle nachgiebig gegen die Benetzungsrolle ; die Federspannung ist einstellbar, wenn die Feder mit einer bestimmten Öffnung im Ständer 47 verbunden wird.
Der normale Abstand zwischen den Rollen kann auf diese Weise entsprechend der Grösse der bearbeiteten Packung geändert werden. Der Abstand sollte ein wenig geringer als die Dicke der Packung sein, so dass die Packung leicht zwischen die Rollen einschiebbar ist. Gleichzeitig jedoch übt die Druckrolle unter der Wirkung der Feder 48 einen leichten Druck auf die Packung aus.
In der rohrförmigen Welle 38 befindet sich eine elektrische Heizung 49, die durch Leitungen 50 mit einer Regelung 51 verbunden ist, die ihrerseits durch Leitungen 52 an eine passende Stromquelle angeschlossen wird. Die Regelung kann in gewünschter Weise einstellbar sein, zweckmässig so, dass die Temperatur der Druckrolle zwischen 880 C und dem Siedepunkt des Wassers aufrechterhalten wird.
Wie bei der Benetzungsrolle wird die Ausführung und Form der Druckrolle entsprechend der zu bearbeitenden Packung geändert. Bei einer relativ dünnen flachen Packung, z. B. bei einer Packung mit ge-
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einem Rohr, das genau auf die Welle 38 passt, und kann aus geeignetem Metall, z. B. Aluminium, hergestellt sein ; sie weist zweckmässig ein Stoffband auf, dass straff rund um die Oberfläche gewickelt ist.
Für eine relativ dickere flache Packung wird eine zylindrische Rolle 54 verwendet, die in den Fig. 3, 4 und 6 gezeigt ist. Die Rolle 54 ist ebenfalls aus geeignetem Metall, z. B. Aluminium, hergestellt und ihre Oberfläche kann geriefelt sein.
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Hiefür sind an den Armen 41 zwei Stäbe 55 angebracht, die eine Vorratsrolle 56 von Etiketten 57 aus Papier od. dgl. festhalten, Die Halterung der Rolle besitzt zwei abwärtsverlaufende Leisten 58 und 59 für Führungsstäbe 60 und 61, unter denen die Etiketten entlang gleiten. Vom Stab 61 aus laufen dieEtiketten über die Oberseite der erwärmten Druckrolle 54. Eine Ringrolle 62, die von den Enden drehbar gelagerter Arme 63 gehalten wird, ruht auf der oberen Fläche der Druckrolle auf und die Etiketten werden zwischen Druckrolle und Ringrolle durchgeführt.
Die Rolle, die Tragarme und die Ringrolle nehmen nicht mehr-als die halbe Breite der Druckrolle ein und sind so angeordnet, wie es in den Fig. 4 und 6 ge-
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zeigt ist, damit sie mit einem Endabschnitt der Druckrolle zusammenwirken.
Die Etiketten besitzen auf einer Seite ein thermoplastisches Klebemittel ; diese Seite ist der Rollen- achse zugekehrt. Wenn also die Etiketten über die erwärmte Druckrolle 54 gezogen werden, ist die Kle- befläche oben der Druckrolle abgekehrt. Die Berührungsfläche zwischen der Ring- und Druckrolle ist re- lativ schmal. Die Wärme der Druckrolle dient zum Vorwärmen des thermoplastischen Klebemittels, so dass es eine ausreichende Flächenklebrigkeit aufweist. um auf der Packung zu haften, wenn die Etikette darauf gelegt wird.
Die Vorrichtung zum Festhalten und Zuführen der Etikette ist an den Armen 41 befestigbar, wenn eine Etikette oder ein Siegel der Packung angeheftet werden soll, und ist entfernbar, wenn keine Etikette aufgeklebt werden soll.
Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist ein verstellbarer Tisch 64 an der Zuführungsseite des Gerätes zur Halterung der Packungen vorgesehen, bevor sie zwischen die Rollen geschoben werden. Den verstell- baren Tisch bildet eine flache Platte mit abwärts verlaufenden Seitenteilen, in die gebogene Schlitze 65 eingelassen sind. In diese greifen Flügelmutteranordnungen 66 ein, die von Stützen 67 gehalten werden und durch deren Lösen ein bestimmter Winkel des Tisches einstellbar ist. Wenn das Gerät zur Bearbeitung relativ dünner, flacher Packungen benutzt wird, reicht der Tisch 64 aus ; wenn das Gerät mitrelativ dickeren, flachen Packungen nicht nur zum Aufschrumpfen von Verpackungsmaterial, sondern auch zum Anbringen von Etiketten und zum Siegeln verwendet wird, wird zum Tisch 64 ein zusätzlicher Tisch 68 vorgesehen.
WieFig. 9 zeigt, bildet den zusätzlichen Tisch 68 in abgestufter Form eine höhere Platte 69 und eine niedrigere Platte 70, die auf einer Grundplatte 71 angebracht ist. Letztere ist am Tisch 64 mit Schrauben
72 befestigt, die Schlitze in der Grundplatte durchsetzen. Der zusätzliche Tisch 68 ist so angeordnet, dass die höhere Platte 69 in derselben horizontalen Ebene liegt wie die obere Fläche der Druckrolle 54 ; sie ist auf die Ringrolle 62 ausgerichtet. Die untere Platte 70 liegt in einer Ebene mit dem überdeckten Teil 36 der Benetzungsrolle 34.
An der Auswurfseite des Gerätes ist eine Fördereinrichtung 73 vorgesehen, die aus in einer geneigten Ebene angeordneten, Rollen tragenden Stangen 74 besteht.
Beim Gebrauch des Gerätes zur Bearbeitung einerrelativ dünnen, flachen Packung wird die Maschine nach den Fig. 1, 2,5 und 7 verwendet, wobei die Benetzungsrolle 31 über den Zylinder 28 und die konkave Druckrolle 53 über die rohrförmige Welle 38 gezogen sind. Die Einstellschraube 44 ist so verstellt, dass sich die Druckrolle 53 in geringem Abstand über der Benetzungsrolle befindet. Der Behälter 16 wird mit Wasser bis zu der nötigen Höhe gefüllt und die Heizung eingeschaltet, damit das Wasser und die Druckrolle die gewünschte Temperatur annehmen.
Eine Verpackung 76 der üblichen Art in flacher, dünner Form zeigt Fig. 12. Ein Blatt aus einem in der Wärme schrumpfenden Verpackungsstoff ist über die dem Beschauer zugekehrte Seite und die anderen Seiten gespannt, wobei sich auf der Rückseite der Packung das Blatt überlappt. Der Längsraum 77 kann auf der Unterseite der Packung heiss versiegelt werden, bevor die Seitenränder 78 darüber gelegt werden.
Die Packung 76 legt man auf den Tisch 64, bevor die Seitenränder 78 nach innen umgelegt werden. Der Antrieb wird in Gang gesetzt. Die Seitenränder 78 werden einwärts geschlagen, während die Packung zwischen den Rollen 31 und 53 durchgeführt wird, wobei die Ansichtsseite der Packung mit der Benetzungrolle 31 in Berührung steht. Die Unterseite der Packung, die das gefaltete Einwickelmaterial tragt, berührt die trockene erwärmte Druckrolle 53. Das von der Rolle 31 aufgenommene erwärmte Wasser gelangt. zum Einwickelmaterial auf der ganzen, dem Beschauer zugekehrten Seite, so dass es gleichmässig schrumpft. Gleichzeitig führt die erwärmte Druckrolle der Unterseite der Packung trockene Wärme zu, versiegelt die übereinander gefalteten Ränder 78 und belässt das gefaltete Material auf der Unterseite der Packung im trockenen Zustand.
Der von der Druckrolle ausgeübte Druck bewirkt nicht nur, dass Wasser auf der Benetzungsrolle aus der aufsaugenden Oberfläche herausgedrückt wird, sondern drückt ebenfalls bei leichtem Druck Luft im Inneren der Packung durch die Säume heraus, bevor diese endgültig versiegelt werden. Die vollständige Packung wird von der Rolle auf Fördereinrichtung 73 abgeworfen.
Wenn das Gerät zur Bearbeitung einer relativ dickeren Packung, zum Aufkleben von Etiketten oder zur Heissversiegelung verwendet wird, dann werden die Benetzungsrolle 34 mit dem Zylinder 28 und die Druckrolle 54 mit der Welle 38 zusammengebaut ; ausserdem werden die Rolle 56 und die zugehörige Haltevorrichtung mit den Armen 41 eingebaut. Die Etiketten werden unter den Führungen 60 und 61 her und zwischen derRingrolle 62 und der Druckrolle 54 entlang geleitet. Wie bei der ersten Ausführungsform der Erfindung wird Wasser bis zur gewünschten Höhe in den Behälter 16 gelassen und die Heizung eingeschaltet.
Eine Packung 80 in allgemeiner Art, wie Fig. 13 sie zeigt, kann von diesem Gerät hergestellt wer-
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den ; sie ist flach, aber relativ dicker als die in Fig. 12 dargestellte Packung. Das in der Wärme schrumpfende Einwickelmaterial wird über die Schauseite und die Seitenflächen der Packung gezogen, von dort nach der Unterseite umgeschlagen und an den Stellen 81 und 82 leicht heiss versiegelt. Die Packung wird auf die Platte 70 des zusätzlichen Tisches gelegt und der Antrieb für die Rollen in Gang gesetzt. Eine vorgewärmte Etikette 57 wird von dem Vorrat abgerissen, der zwischen der Druckrolle 54 und der Ringrolle
62 durchkommt. Die Klebeseite der Etikette wird dann gegen die Unterseite der Packung gedrückt, so dass das bedruckte Material nach aussen gekehrt ist.
Die Packung mit der Etikette, die auf diese Weise leicht an ihrem Platz gehalten wird, wird dann zwischen die Fläche 36 der Rolle 34 und die Druckrolle 54 ge- schoben. Letztere führt der Etikette und der Unterseite der Packung trockene Wärme zu, so dass die
Etikette fest aufklebt und die Unterseite der Packung trocken gehalten wird. Gleichzeitig lässt die Presswirkung der Druckrolle das erwärmte Wasser von dem Überzug 36 über die dem Beschauer zugewandte
Fläche und über die Seitenflächen der Packung abfliessen. Hiebei nehmen die Vorder- und Hinterflächen in gleicherweise heisses W asser auf, wenn die Packung zwischen die Rollen hinein und aus diesen herausgeschoben wird.
Die Benetzung der Schaufläche und der Seitenflächen der Packung lässt das Material gleichmässig schrumpfen, so dass es ein glattes, faltenloses Aussehen erhält.
Wenn die Packung zwischen die Rollen 34 und 54 eingeführt wird, dreht sich die Rolle 54 ausreichend, um eine andere vorgewärmte Etikette auf die Platte 69 zu schieben, wo diese für die Verwendung an der nächsten Packung bereit liegt.
Wie im Falle der flachen Packung treibt der Druck der Druckrolle Luft aus dem Inneren der Packung heraus, weil das Einwickelmaterial nur leicht an der Unterseite der Packung versiegelt ist, bevor sie durch das Gerät läuft, so dass Luft durch die gefalteten Schichten des Einwickelmaterials frei entweichen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerät zum Aufschrumpfen von thermoplastischem Einwickelmaterial auf eine Packung durch Aufbringen erwärmter Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass eine drehbar gelagerte Rolle nahe an einem Flüssigkeitsbehälter angebracht ist, so dass die erwärmte Flüssigkeit in dem Behälter die Rolle benetzen kann, und dass eine heizbare Druckvorrichtung gegen die Rolle parallel unter Federdruck gehalten wird, wobei die Packung dazwischen auf der einen Seite von der heizbarenDruckvorrichtung trocken erwärmt und auf der anderen Seite durch die Rolle mit der erwärmten Flüssigkeit benetzt wird.