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Telephonrelais.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein neuartiges Verstärkungsrelais, welches dazu bestimmt ist, auf einem Hauptamte in die zu verbindenden Telephonlinien eingeschaltet zu werden, zum Zwecke, undulatorische elektrische Ströme ans einem ersten in einen zweiten Stromkreis zu übertragen und diese Ströme zu verstärken. Das Prinzip, auf dem vorliegende Erfindung beruht, ist folgendes : Nimmt man zwei Stromkreise a und b (Fig. 1), von welchen der eine a von einem konstanten, von einer Stromquelle c kommenden Strome durchlaufen wird und bewegt man den zweiten Kreis b parallel zu dem ersten, so werden in dem Kreis b Induktionswechselströme hervorgerufen.
Wenn die aufeinander folgenden Bewegungen des Stromkreises b mit genügender Geschwindigkeit erfolgen, so kann die Intensität der induzierten Ströme höher werden, als diejenige des durch den Stromkreis a fliessenden Stromes (was in jeder Wechselstrommaschine stattfindet). Wenn man weiter die Ilin und Herbewegungen des Stromkreises b durch ein geeignetes mechanisches oder anderes Mittel auf 50. 000 bis 60. 000 in der Sekunde bringt, so werden die Induktions- weclliwlströmc so rasch aufeinander folgen, dass ein von denselben durchssossener telephonischer Empfänger unempfindlich bleibt.
Wenn anderseits die Intensität des Strom- kreises n während der Bewegung des Stromkreises b beliebige Veränderungen erfährt, z. X. vermittets eines Mikrophons, so werden die Veränderungen in einem in b eingeschalteten Empfänger der Bewegungsgeschwindigkeit von b entsprechend verstärkt. Die
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zwecken besitzt den Nachteil, nicht in jeder Richtung arbeiten zu können und es haftet diesen Einrichtungen ausserdem der Übelstand an, dass bei denselben Kollektorlamellen erforderlich sind. Diese Übelstände werden durch die vorliegende Erfindung vermieden, da bei dem neuen Verstärkungsrelais die Kollektorlamellen in Wegfall kommen und durch einen beständigen Schleifkontakt ersetzt sind.
Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des Verstärkungsreluis sowie dessen Anwendung auf dem Telephonamte. Fig. 1 ist das bereits erwähnte Schema zur Erklärung des dem Apparat zugrunde liegenden Prinzips ; Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Verstärkungsrelais mit teilweisem Längsschnitt ; Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht (abgebrochen) der drehbaren, inneren Scheiben mit in vergrössertem Massstabe dargestellter
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gesehen, in welcher je eine der drehbaren Scheiben (Rotoren) 2, 2 aus Ebonit mit ge- nügendem Spiel Aufnahme findet. Die Scheiben 2,2 sind mittels Metallplatten 4 auf einer Welle 3 befestigt, welche in geeigneten, an den metallenen Seitenplatten 5,5 angeordneten Lagern liegt und mittels einer Riemenscheibe 7 beständig in Umdrehung versetzt wird.
Die Metallplatten 5,5 sin'-m den Statoren j !, vermittels Schraubenmuttern festgehalten, welche auf die die Statoren verbindenden Stangen 6 aufgeschraubt sind. Jeder Rotor 2 ist auf der Aussenseite mit einem vorspringenden Rande 8 versehen, in welchem
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Rotors ist der Anfang des BewicMungsdrahte & . M verlötet und von dieser Lötstelle aus geht der Draht durch den benachbarten Sägeschnitt über den in der Figur linksseitig dargestellten Rotor hinweg zu dem rechtsseitigen Rotor, auf welchem der Draht durch den entsprechenden Sageschnitt unter den vorspringenden Rand 8 gelangt.
Hier wird der Draht umgebogen. um durch den nächsten Sägeschhitt über den rechtsseitigen Rotor hinweg zu dem linksseitigen Rotor zurückzukehren und hier um den vorspringenden Rand des letzteren gebogen zu werden, durch den nächsten Sägeschnitt wieder nach dem rechtsseitigen Rotor zurückzukehren usw., bis schliesslich das Ende dos Bewicklungsdrahtes auf der Metallplatte 9
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welche auf dem inneren Umfang der Statoren 1, 1 liegt, geschieht auf dieselbe Weise. Zu diesem Zwecke sind die Statorscheiben 1, 1 mit einem kreisrunden vorspringenden Rande 11 mit entsprechenden Sägeschnitten zur Aufnahme des äusseren Bewicklungsdrahtes 12 versehen, dessen Enden mit den auf den Statorscheiben angeordneten Klemmen 13, 13 in Verbindung stehen.
Der Rotorbewicklungsdrabt ist mit dem Zuleitungsdraht vermittels der Schleifkontaktvorrichtungen 14, 15 und der Klemmen 16 elektrisch verbunden. Diese Vorrichtungen sichern eine beständige Verbindung im Gegensatze zu den Kollektorlamellen der oben erwähnten Elektromagnetmaschinen. Zur Stütze der inneren Bewicklung kann auf der Achse 3 eine isolierende Scheibe 17 befestigt sein, auf welcher der Draht durch ein (nicht dargestelltes) Seidenband gesichert ist. Beide Bewicklungsdrähte sind vorzugsweise mit einer dünnen Schicht von isolierendem Firnis überzogen. Die so hergestellten Stromkreise gestatten, wie ersichtlich, ein rasches Aufeinanderfolgen von Nord-und Südpolen, im vorliegenden Falle zwei Nord-und zwei Südpole auf einen Millimeter der inneren und äusseren Bewicklung.
Der Apparat bildet demnach eine Wechselstrommaschine besonderer Art.
Wird der Rotor mit einer Lineargoschwindigkeit von 15 m in der Sekunde gedreht, so wird der in dem Stator erzeugte Strom 15.000 X 4 = 60.000 Schwingungen (30. 000 Perioden) in der Sekunde aufweisen, vorausgesetzt, dass der Induktorstrom dem erwähnten Prinzip gemäss konstant ist. Dies findet statt, wenn die Mikrophone 18, die über das Amt untereinander verbunden sind (Fig. 4), im Ruhezustande sind, wobei der so induzierte Wechselstrom keinen hörbaren Einfluss auf die Platten der Empfänger 19, 19 ausübt.
Wird jedoch die Platte des einen oder des anderen Mikrophons 18 in Schwingungen versetzt, so wird hiedurch der Widerstand des Induktorkreises (Rotor oder Stator) verändert und diese Widerstandsvorändprungen werden durch den beschriebenen Apparat verstärkt zu dem entsprechenden Empfänger 19 übertragen. Es ist leicht ersichtlich, dass bei dem beschriebenen Vorstärkungarolais sowohl der Stator wie der Rotor als Induktor wirken können, so dass dasselbe die Verstärkung in jeder Richtung gestattet.