AT19905B - Elektrische Stromverteilungsanlage zur Gewinnung von Stickstoffverbindungen aus Gasgemischen. - Google Patents

Elektrische Stromverteilungsanlage zur Gewinnung von Stickstoffverbindungen aus Gasgemischen.

Info

Publication number
AT19905B
AT19905B AT19905DA AT19905B AT 19905 B AT19905 B AT 19905B AT 19905D A AT19905D A AT 19905DA AT 19905 B AT19905 B AT 19905B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
discharge paths
power distribution
distribution system
capacitor
nitrogen compounds
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Initiativ Komitee Fuer Die Her
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Initiativ Komitee Fuer Die Her filed Critical Initiativ Komitee Fuer Die Her
Application granted granted Critical
Publication of AT19905B publication Critical patent/AT19905B/de

Links

Landscapes

  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrische Stromvertellungsanlage zur Gewinnung von Stickstoffverbindungen aus
Gasgemischen. 



   Es ist bereits bekannt, dass beim Durchschlagen von elektrischen Funken durch die Luft aus derselben   sauerstoffhältige Stickstoffverbindungen   entstehen. 



   Es ist auch schon bekannt, dass in mit Wechselströmen arbeitenden Apparaten, in denen Gase der Einwirkung von   Wechselströmen   ausgesetzt werden, eine höhere Frequenz der Oszillationen durch die Anwendung eines zur Entladungsstrecke parallel geschalteten Kondensators erreicht werden kann. 



   Vorliegende Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass nicht nur eine bestimmte hohe Frequenz der elektrischen Oszillationen, sondern ausserdem eine geringe Stromstärke und eine sehr hohe Spannung erforderlich sind, um eine lohnend Ausbeute an Stickstoffverbindungen zu erreichen. 



   Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Stromverteilungsanlage genügt dieser dreifachen Bedingung dadurch, dass in einem und demselben Induktionsstromkreis mehrere Entladungsstrecken in bekannter Weise parallel eingeschaltet sind, mit deren jeder in Serie ein Kondensator und eine Drosselspule geschaltet sind. 



   Der   InduktionsstrornluC1Îs   liefert in bekannter Weise die hohe Spannung, welche   kaum     unmittelbar durch l'lno Stromer7. 0ugungsmaschine   zu erreichen wäre und welche orforderlich ist, um eine genügend lange Funkenstrecke und hiedurch eine genügende   Borührungsnäche   zwischen dem   Flammenbogon   und dem Gasgemisch herbeizuführen. Je höher die Stromspannung, um so besser fällt die Ausbeute an Stickstoffverbindungen aus, indem z.   D.   mit einer Stromspannung von 25000 Volt ein Flammenbogen von 8 cm Bogenlänge, mit einer Stromspannung von 50000 Volt bereits ein Flammenbogen von 24 cm 
 EMI1.1 
 länge erzielt wird.

   Der Kondensator einer je-den Entladungsstrecke beschränkt durch seine   Kapazität   die Stromstärke in jeder derselben auf das erforderliche Mass. 



   Es ist bekannt, dass, wenn ein   Wechselstromgenerator bezw.   ein Induktionsapparat, ein Kondensator und eine Funkenstrecke in einem   Schliessungskreis   hintereinander geschaltet sind, in dem letzteren, sofern die Funkenstrecke im Verhältnis zu der der vorhandenen Spannung entsprechenden Schlagweite klein ist, oszillatorische Entladungen stattfinden, deren Frequenz eine Funktion der Kapazität und der Selbstinduktion des Schliessungskreises ist. Diese Frequenz ist durch die Formel 
 EMI1.2 
 gegeben, wobei t die Zeitdauer der Periode, L die Selbstinduktion und C die Kapazität   des Schliessungskreises bedeutet.   



   Bei dieser Schaltungsweise nehmen die oszillatorischen Entladungen ihren Ausgleichweg durch den Wechselstromgenerator bezw. den Induktionsapparat, den Kondensator und die Funkenstrecke ; Selbstinduktion und Kapazität des Schliessungskreises und infolgedessen auch die Zeitdauer der Periode sind   verhältnismässig   gross. 



    Bei der angemeldeten Anlage ist aber mit den Polen der induzierten Wickelung des Transformators stets eine Mehrzahl von Entladungsstrecken, deren jede in Serie mit einem   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Kondensator geschaltet ist, parallel verbunden. Betrachten wir zwei solcher-parallel geschalteter Entladungsstrecken : sie bilden einen Schliessungskreis, dessen beide Kondensatoren periodisch durch den Transformator geladen worden, und zwar der eine Kondensator dem andern parallel ; in diesem   Schliessungskreis   finden ebenfalls oszillatorische Entladungen statt, welche aber ihren Ausgleichweg nicht mehr durch den Wechselstromgenerator bezw. durch die induzierte Wickelung des Transformators, sondern durch die beiden Kondensatoren und die Funkenstrecken hintereinander nehmen.

   Die Frequenz dieser oszillatorischen   Ent-   ladungen ist nun nicht bedingt durch die Kapazität und Selbstinduktion des Wechselstromgenerators bezw. des Transformators, sondern durch die Kapazität der beiden Kondensatoren in Serie und durch die sehr geringe Selbstinduktion dieses Schliessungskreises. 



   Wenn dieser Schliessungskreis keine Induktionsspulen enthielte, so würde die Frequenz der Oszillationen infolge der geringen Kapazität der hintereinander geschalteten Kondensatoren und des Mangels an Selbstinduktion Millionen von Perioden pro Sekunde erreichen, welche Frequenz für die Gewinnung von Stickstoffverbindungen ungünstig ist Um diese Frequenz auf das als günstig erkannte Mass von zirka 6000 bis 10000 Wechseln pro Sekunde herabzusetzen, ist in jeder Entladungsstrecke mit den Entladungselektroden und dem Kondensator eine kleine Induktionsspule in Serie geschaltet. 



   Bei der bekannten Anwendung eines parallel zu einer einzelnen Entladungsstrecke geschalteten Kondensators ist letzterer eben infolge davon, dass er parallel zur Entladungsstrecke geschaltet ist, nicht imstande, in letzterer bei hoher Spannung Kurzschlüsse zu vermeiden, während bei der vorliegenden Anlage, wo Kondensator und Entladungsstrecke hintereinander geschaltet sind, die Stromstärke in letzterer unter allen Umständen durch die Kapazität des Kondensators bedingt ist, also ein Kurzschluss gar nicht stattfinden kann. Die vorliegende Anlage gestattet somit die Verteilung grosser Energiemenge bei sehr hoher Spannung auf eine Vielheit von Entladungsstrecken, unter Ausschluss der Möglichkeit von Kurzschlüssen in denselben. 



   Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des   Ernndungsgegenstandes   dargestellt. 



   Es bezeichnet a die von einer Stromquelle   o   gespeiste Primärwickelung eines Transformators und c die induzierte oder   Sekundärwickelung   desselben. In den Stromkreis der letzteren sind die Entladungsstrecken   e/, e f...   parallel eingeschaltet, mit deren jeder in Serie ein Kondensator   9   und eine kleine Drosselspule h geschaltet sind. In den Stromkreis der Sekundärwickelung c ist parallel zu den Entladungsstrecken   e f, e f... noch   eine grössere Drosselspule i eingeschaltet. 



   Zwischen den Entladungselektroden e,   f   entladet sich der in die   Sekundärwickelung   c induzierte, hochgespannte Wechselstrom im Flammenbogen und veranlasst hiedurch das Entstehen von Stickstoffverbindungen aus dem die Flammenbögen umgebenden Gasgemisch (atmosphärische Luft   etc.).   Die Elektroden e, f sind in Kammern k angeordnet, welche mit den nötigen Zuführungsmitteln für das Gasgemisch und Absorptions- oder Ableitungsmitteln für die gewonnenen Stickstoffverbindungen versehen sind. 



   Mittels der Drosselspule i kann bei richtiger Dimensionierung in bekannter Weise die wattlose Komponente in dem Induktionsstromkreis verschwindend klein gemacht und hiedurch dieser Stromkreis bezw. die Stromquelle möglichst hoch belastet werden. 



   Um grössere Energieverluste durch Hysteresis und Wirbelströme im Transformator a, c zu vermeiden bezw. um zu verhindern, dass die Oszillationen von hoher Frequenz, welche in den Entladungsstrecken entstehen, durch den Transformator hindurchgehen, ist jeweilen eine Gruppe von   Entladungsstrecken e/, e/...   mit zugehörigen Kondensatoren und kleiner Drosselspule h an eine gemeinsame, zweckmässigerweise mit einem Eisenkern ver- sehene grössere Drosselspule 1 angeschlossen, welche bei richtiger Wahl ihres Selbst-   induktionskoefnzienten   dem Strom niederer Frequenz, wie ihn der Transformator liefert, zur Ladung der Kondensatoren und der Entladungsstrecken den Durchgang zu den letzteren gestattet, jedoch verhindert, dass die Oszillationen hoher Frequenz,

   welche in den durch   je zwei Entladungsstrecken nebst zugehörigen Kondensatoren und kleinen Drosselspulen gebildeten Schliessungskreisen entstehen, sich ausserhalb der letzteren fortpflanzen.   

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Elektrische Stromverteilungsanlage zur Gewinnung von Stickstoffverbindungen aus Gasgemischen durch Entladungen hochgespannter Wechselströme mit mehreren in einem Induktionsstromkreis parallel eingeschalteten Entladungsstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass mit jeder dieser Entladungsstrecken je ein Kondensator und eine Drosselspule in Serie geschaltet ist, so dass einerseits durch die Kapazität des Kondensators in jeder lint- ladungsstrecke die Stromstärke unter allen Umständen auf das zulässige Mass eingeschränkt wird bezw.
    Kurzschlüsse vermieden werden und anderseits je zwei parallel geschaltete <Desc/Clms Page number 3> Entladungsstrecken nebst den zugehörigen Kondensatoren und Drosselspulen einen Schliessungskreis bilden, in welchem oszillatorische Entladungen sehr hoher Frequenz stattfinden, wobei diese Frequenz durch die Drosselspule des betreffenden Schliessungskreises auf das als günstig erkannte Mass eingeschränkt wird.
    2. Eine Ausführungsform der unter 1 gekennzeichneten elektrischen Stromverteilungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass je eine Gruppe von Entladungsstrecken mit zugehörigen Kondensatoren und kleinen Drosselspulen an eine gemeinsame Drosselspule angeschlossen ist, welche durch ihren grossen induktiven Widerstand verhindert, dass die Oszillationen hoher Frequenz, welche in den durch je zwei Entladungsstrecken nebst zugehörigen Kondensatoren und kleinen Drosselspulen gebildeten Schliessungskreisen entstehen, sich ausserhalb der letzteren fortpflanzen. EMI3.1
AT19905D 1903-03-09 1903-03-09 Elektrische Stromverteilungsanlage zur Gewinnung von Stickstoffverbindungen aus Gasgemischen. AT19905B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT19905T 1903-03-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT19905B true AT19905B (de) 1905-04-25

Family

ID=3525446

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT19905D AT19905B (de) 1903-03-09 1903-03-09 Elektrische Stromverteilungsanlage zur Gewinnung von Stickstoffverbindungen aus Gasgemischen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT19905B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE936588C (de) Schalteinrichtung zum Lichtbogenschweissen
WO1998053647A1 (de) Zündvorrichtung für eine entladungslampe und verfahren zum zünden einer entladungslampe
AT19905B (de) Elektrische Stromverteilungsanlage zur Gewinnung von Stickstoffverbindungen aus Gasgemischen.
DE19723784C1 (de) Schaltungsanordnung für die Zündung einer Brennkraftmaschine
DE174564C (de)
DE692706C (de) Anordnung zur Erzeugung von Wechselstrom durch Gas- oder Dampfstroemungen
DE859658C (de) Schreckimpulserzeuger fuer elektrische Einfriedigungsanlagen u. dgl. mit Impulseinleitung durch Gasentladungsroehre
AT144265B (de) Metalldampfgleichrichteranlage.
DE704897C (de) Einrichtung zur Ozonisierung der Verbrennungsluft bei Brennkraftmaschinen
DE1589215C3 (de) Schaltungsanordnung für Niederspanniingsleuchtstofflampen.die aus einer Fahrzeugbatterie oder einer ähnlichen Gleichspannungsquelle gespeist werden
AT134701B (de) Einrichtung zum kurzzeitigen Betrieb von Röntgenröhren.
DE663695C (de) Stufentransformatorschaltung
DE252526C (de)
DE2642751A1 (de) Vorrichtung zur erzeugung von ozon
DE652724C (de) Anordnung zur Verbesserung der Kommutierungsverhaeltnisse bei mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Wechselrichtern in Parallelanordnung
DE245358C (de)
DE623655C (de)
DE503800C (de) Einrichtung zur Erzeugung von Ozon
DE969101C (de) Transformator zur Speisung eines Lichtbogenofens
DE19816642C1 (de) Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Zündfunken in einer Brennkraftmaschine
DE184506C (de)
DE502653C (de) Anordnung zur Erzeugung hochgespannten Gleichstromes aus gleichgerichtetem Wechselstrom
DE1563987C (de) Anordnung zur Impulssteuerung der Spannung eines aus einer Quelle kon stanter Gleichspannung über mehrere parallele Stromzweige gespeisten Gleich Strommotors fur den elektrischen Bahn antrieb
AT64397B (de) Elektrischer Ofen.
DE881211C (de) Vorrichtung zur Erzeugung von steilen Stossspannungen