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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 18711.
FiRMA C. H. WEISBACH IN CHEMNITZ-ALTCHEMNITZ.
Seitliche Walzenrevolveranordnung für Walzenmangeln und andere Gewebebahn- vorbereitungsmaechinen.
Nachdem man bei den Walzenmangeln von hölzernen Kaulen auf eiserne übergegangen war und die Bewicklung der letzteren wegen des durch ihr Gewicht erschwerten Transports in direkter Verbindung mit der Mangel eingerichtet hatte, sind vielfache Vorschläge bezüglich der Bewicklung und Abwickelung der Kaulen in Verbindung nat der Mangel nach deren erleichterter ZufUhrung zwischen die Mangelwalzen gemacht worden.
Als Nachteile der bisherigen Ausführungen sind hervorzuheben, dass die in den sogenannten Revolveranordnungen zu bewickelnde Kaule in einer schwer zu beaufsichtigenden und für den Arbeiter schwer zugänglichen Stellung sich befand und ferner, da die Zeit der Mangeltätigkeit wesentlich kürzer ist als die Vorbereitung der Kaulen, die Mangel niemals zur vollen Ausnutzung ihrer Leistungsfähigkeit kommen konnte. Auch dieser letztere Nachteil wurde bei der Anordnung der Kaulen in wagerechter Höhenlage auf einem Schieber zur Be-und Abwicklung, sowie zur Bearbeitung zwischen den Mangelwalzen, statt der bisherigen zentrischen zur Mangel angeordneten Revolvervorrichtung, nicht behoben, obgleich
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walzen sich wesentlich günstiger gestaltete.
Ausserdem existiert noch bei einem englischen Patente eine seitliche Revolveranordnung, bei welcher die drei Kaulen im Revolver wohl fest gelagert sind, es muss jedoch,
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nach dem Zentrum zu und nach erfolgtem Mangpln zum Auswechseln wieder herausbewegt werden, was sehr zeitraubende und umständliche Arbeiten sind.
Um die gekennzeichneten Nachteile unter Aufrechterhaltung der bis jetzt errungenen
Vorteile zu beseitigen, kommt nach vorlegender Erfindung eine feststehende Revolver- vorrichtung zur Anwendung, welche an einer oder beiden Seiten des Mangelgestelles in solcher Weise angebracht ist bezw.
sind, dass die Bewickelung der Kaulen in einer für deu Arbeiter bequemen und leicht übersehbaren Höhenlage erfolgt und bei dem Hinüber- drücken der bewickelten Kaule zwischen die Mangelwalzen sowie bei dem Zurückbefördern der gemangelten Kau ! e nach dem Revolver die beiden anderen Kaulen keinerlei Veränderung il1ror Lage unterliegen, so dass dieselben gleichzeitig ohne jede Unterbrechung bewickelt t und abgewickelt werden können.
Auf der Zeichnung ist eine Walzen mangel angedeutet, die mit einer Revolver- vorrichtung ausgestattet ist ; Fig. 1 stellt eine mit beiderseitig angeordneter Revolver- vorrichtung versehene Mangel dar, Fig. 2 einen Schnitt A B nach Fig. 1 mit nur einseitiger
Revolveranordnung.
In dem Ständer a sind in gewöhnlicher Weise die unter Druck stehenden Mangel- walzen b b gelagert ; an den Ständerwänden a schliessen sich vor und hinter der Mangel die Gestelle für zwei parallel zu den Mangelwalzen angeordnete Revolvervorrichtungen an.
In den Gestelles sind die Lager c für die Wellen d vorgesehen, auf welchen je zwei
Scheiben e e aufgekeilt sind, welche je drei gegenüborliegend angeordnete als Halblager ausgebildete Einschnitte haben, um die Walzen aufzunehmen. So ist die linksseitige
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zum Mangeln bereit steht, k dagegen schon der Mangolwirknng unterlegen war und nun durch Zug nach oben abgewickelt, wird,. während die Kaule I eben bewickelt wird, wobei die Gewebebahn in bekannter Weise durch Spannstäbe m geleitet wird. In der rechtsseitigen Revolvervorrichtung unterliegt die eine bewickelte Kaule n. der Mangelwirkung, während o bereits gemangelt nach oben abgewickelt und p bewickelt wird.
Jede Revolvervorrichtung ist nun mit Wolle d drehbar ; auf dieser sitzt ein Stirnrad q, in welches das Stirnrad t'eingreift ; das Übersetzungsverhältnis ist vorzugsweise wie 3 : 1 gewählt, so dass, wenn Stirnrad t'mittels Handrades s einmal gedreht ist, die Revolvervorrichtung eine Drittelumdrehung macht, um die frischbewickelte Kaule in die Abführungstelle zu den Mangelwalzen, die gemangelte Kaule an die Abwickelungsstelle und die abgewickelte Kaule an die Aufwickelungsstelle zu bringen.
Aus dieser Anordnung geht die Betriebsweise klar hervor, nach welcher stets an einer Seite der Mangel eine fertig bewickelte Kaule in der Abführungsstelle in Vorrat liegt, um auf Schienen t zwischen die Mangelwalzen und nach erfolgter Mangelwirkung an ihre Stelle im Revolver zurückgeführt zu werden, worauf dann aus dem gegenüberliegenden Revolver die dort fertig liegende Kaule zwischen die Mangelwalzen geführt wird.
Es findet also niemals ein Aufenthalt im Mangeln statt.
Um die Bewicklung der betreffenden Kaule selbsttätig in jeder Revolvervorrichtung erfolgen zu lassen, ist in Richtung der zu bewickelnden Kaule (l linksseitig, p rechtsseitig) eine Welle v mit Mitnehmer und Riemenscheibe u angeordnet, deren vierkantig ausgebildetes Ende durch Eingriff in-ein ebensolches Loch in der Kaule ein Mitnehmen derselben bewirkt.
Um bei Drehung der Revolvervorrichtung ein Herausfallen der Kaulen aus den Einschnitten der Scheiben e zu vermeiden, sind die Lagerarme c mit einem angegossenen Rand ? versehen, der die Revolverscbeiben e an den unteren Hälften ihres Umfanges umschliesst.