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ostend chiche PATENTSCHRIFT Nr. 18614. KARL PETTER NILSSON IN STOCKHOLM.
Schlamm-Schleuder.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schleudermaschine zur Abscheidung von in Flüssigkeiten geschlämmten festen Teilen ohne Anwendung von Siebfläche, welche Maschine in bekannter Weise mit einer vollwandigen Trommel und zwangläufig bewegten Förderschnecken versehen ist.
Das Wesen der Erfindung besteht hauptsächlich darin, dass die Trommel an mehreren Stellen ihres Umfanges Ausbauchungen bezw. Kammern 1 besitzt, in denen sich die durch die Fliehkraft abgeschiedenen festen Bestandteile ansammeln und von dort mittels in diese Kammern eingebauter, in bekannter Weise radial und in Gehäusen angeordneter Förderschnecken gegen die Schleuderachse gefördert werden, um durch in bekannter Weise innerhalb der Flüssigkeitsoberfläche vorgesehene Öffnungen im Trommelboden abgeführt zu werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt : Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch die Schleudermaschine und Fig. 2 ein Schnitt nach Linie A-B in Fig. 1. Zwecks passender Anordnung der Förder- vorrichtungen ist der Trommdkörper mit radial vorspringenden Kammern 1 versehen, welche Abnussöffnungon S für den Abzug der gereinigten Flüssigkeiten besitzen. Dieselben sind in einem solchen Abstande von der Trommelachse angeordnet, dass aus ihnen bei der Benützung der Schleuder nur die Flüssigkeit, nicht aber der Schlamm austritt. Um den Luftwiderstand möglichst zu verkleinern, ist ein Ring 3 um die Schleudertrommel gelegt.
Selbstverständlich könnte dieselbe auch statt dessen von vorneherein zylindrisch sein und die Bildung der Kammern ; ! könnte beispielsweise in der Weise erfolgen, dass volle oder hohle Einlagen in die Trommel derart gelegt werden, dass zwischen denselben Räume frei bleibon, die den Kammern 1 entsprechen.
Beim Betriebe wird dio Flüssigkeit in der Mitte eingeführt, wobei durch die Wirkung der Fliehkraft der in der Flüssigkeit enthaltene Schlamm nach aussen gedrängt wird und sich in die Kammern 1 absetzt, wo er von Förderschnecken 5 oder anderen geeigneten, ihn nach innen hin pressenden Vorrichtungen erfasst wird, die ihn zwingen, durch die Abzugsöffnungen 5 hindurch zu treten, die beispielsweise von Hülsen 4 umgeben, deren äussere Enden offen sind, so dass der Schlamm in diese Hülsen 4 eintreten kann. Die Abxngsöffnungon C liegen dann innerhalb des von diesen Hülsen eingeschlossenen Raumes.
Wie in Fig. 1 linksseitig veranschaulicht, können die Schnecken 5 bis zu den Abzugs- öffnungen 6 und noch darüber hinaus reichen, es genügt aber auch schon, wie dies die rechtsseitige Darstellung der Zeichnung erkennen lässt, eine geringere Länge der sich natürlich bis nahe an den inneren Trommelmantel erstreckenden Förderschnecken :
In diesem Falle empfiehlt sich die Anbringung von Löffelseliaufeln 7 oder ähnlichen
Rührvorrichtungen, die zugleich mit den Schnecken in Umdrehung versetzt werden und verhindern, dass der Schlamm sich in den Hülsen 4 festsetzt, anstatt aus den Abzugs- öffnungen 6 auszutreten.
An den äusseren Enden der Förderschnecken kann man zweckmässig wagrechto, drehbare Räder 12 anordnen, die in Eingriff mit den Förderschnecken und von den letzteren
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gedreht werden. Zweck der Räder 12 ist, den Schlamm an der drehenden Bewegung der Förderschnecken teilnehmen zu lassen und dadurch zu verhindern, dass sich der Schlamm an den äusseren Enden der Schnecken festsetzt.
Der Antrieb der Schnecken 5, wie der Schaufeln 7 wird zweckmässig gemeinschaftlich von der in der durchbohrten Trommelachse liegenden Achse mittels eines Kegelräder- getriebes 10, 11 bewirkt.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Schleudermaschine zur Abscheidung von in Flüssigkeiten geschlämmten festen Teilen ohne Anwendung von Siebfläcben, mit einer vollwandigen Trommel und zwangläufig bewegten Förderschnecken, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel an mehreren Stellen ihres Umfanges Ausbauchungen bezw. Kammern (1) besitzt, in denen sich die durch die Fliehkraft abgeschiedenen festen Bestandteile ansammeln, welche Teile von dort mittels in diese Kammern eingebauter, in bekannter Weise radial und in Gehäusen (4) angeordneter Förderschnecken (5) gegen die Schleuderachse gefördert werden, um durch in bekannter Weise innerhalb der Flüssigkeitsoberfläche vorgesehene Öffnungen (6) im Trommelboden abgeführt zu werden.