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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu--18072. PHILIPTHOMASGODSALINFLINTSHIREBEIWHITCHURCH (ENGLAND).
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die dazu dienen, die Konstruktion derartiger Gewehre zu vereinfachen und dieselbe zum Gebrauche für den Kriegsdienst geeigneter zu machen. Nichtsdestoweniger können diese Neuerungen ebensogut auf Jagdgewehre oder dgl. wie auf Armeegewehre angewendet werden.
In den beiliegenden Zeichnungen ist beispielsweise ein Armeegewehr gemäss vor-
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ansicht dargestellt. Fig. 14 veranschaulicht das Spannstück des Verschlusses in Seitenansicht. Fig. 15 ist eine zugehörige Oberansicht, Fig. 16 eine Y order- und Fig. 17 eine
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stellt. Die Fig. 27-29 zeigen in Oboansicht. Seitenansicht bezw. Vorderansicht den Abzughebel bezw. -stange. Die Fig. 30 und 31 veranschaulichen in Seitenansicht bezw. Oberansicht den Patronenzieher.
Fig. 32 zeigt in Seitenansicht einen an der Aussenseite des Gehäuses angeordneten federnden Hebel, während Fig. 33 in Oberansicht einen das
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welche an dem oberen Teile mit gegen die Mitte zu vorstehenden Flanschen d versehen sind, die Führungen für einen später zu beschreibenden Zweck bilden (Fig. 1-8).
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(Fig. 2,4, 5 und 6). Mit der rechtsseitigen geneigten Fläche arbeitet der Handgriff des Verschlusses zusammen, wenn derselbe zwecks Öffnens dos Verschlusses gehoben wird, wodurch der Verschluss nach rückwärts bewegt wird, wodurch die mit demselben verbundene leere Patronenhülse zu dem Beginne der Rückwärtsbewegung veranlasst wird.
Zur Auf- nahmo des Verschtussgriffes bei seiner Bewegung ist in der einen Schiene c eine Aus- normung t (Fig. 4) vorgesehen. An der Aussenseite der Schiene c befindet sich ein federnder Sperrhaken i, der in einen Schlitz j des Verschlussgriffes eintreten kann (Fig. 2, 4 und 5).
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welcher in ein Loch in der Seite der Schiene c eintritt und unter den Abzugshebel greift, so dass dessen Bewegung so lange verhindert ist, bis das Schloss vollständig geschlossen ist. Wenn der Verschluss vollständig geschlossen ist, ist der federnde Sperrhakon i durch den Verschhtssgriff soweit nach auswärts gedrückt, dass der Ansatz z ausserhalb des Bereiches des AbzugshebeL gelangt.
Die Stellung des Ansatzes z gegenüber dem Abzugshebel ist in Fig. 4 punktiert angedeutet.
Der Gehäusekopf b ist an der Seite mit einer Verbreiterung Ir versehen, in die eine schwalbcnschwanzförjnigc Längsnute oingeschnitton ist. In dieser Nute gleitet ein Riegel 1
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eine Ausnehmung desselben hineingeschoben zu werden, um denselben in der geschlossenen Stellung des Verschlusses zu sichern. Bei halbgeöffneter Stellung des Verschlussgriffes ist der Abzugshebel durch den Ansatz z gesperrt und der Schlossmechanismus dadurch gesichert, wenn auch der Sicherheitsriegel 1 vorgeschoben ist. Die Feststellung des Verschlusshebels dient zur Sicherung während des Marsches.
Das vordere Ende des Riegels l ist federnd abgebogen und greift dieser abgebogene Teil in Quemuten k' (Fig. 4) in der Längsnute der Verbreiterung A ; ein, so dass dieser Riegel in seinen Stellungen festgehalten wird und dennoch leicht in und ausser Eingriff mit dem Verschlusshebel gebracht werden kann.
In den unteren inneren Teilen sind die Schienen c dort, wo das Patronenmagazin eingesetzt werden soll, ausgenommen (Fig. 7), um für die Einführung dieses Magazins entsprechenden Raum zu schaffen.
Auf der Sperrschiene e liegt ein federnder Schieber m (Fig. 33), der in seiner vorgeschobenen Stellung den Eintritt aus dem Magazine abschliesst und für dasselbe eine Art Deckel bildet, sofern das Gewehr als Einzellader benützt werden soll.
Der Gewehrkolben n ist an der Sperrschiene e vermittelst der Schrauben e'befestigt (Fig. 1), die auch durch die Platte für den Abzug hindurchgehen. Der Kolben M ist hinter dem Schloss derart gestaltet, dass das Gewehr für einen Bajouettangriff gut erfasst werden kann. Die zu diesem Zweck an der Unterseite des Kolbens gebildete Krümmung bildet eine Art Haken, durch welche das Gewehr an einem Gestelle oder an der Schulter des Soldaten aufgehängt werden kann. Der Gewehrschaft o ist mit seinem rückwärtigen Ende mit dem Kolben n durch eine Nut-und Foderverbindung und einen durch diese Teile hindurchgehenden Stift p verbunden.
Das Züngel r mit seinem Bügel befindet sich vor dem Magazine, wodurch die Waffe wesentlich verkürzt wird, da die Länge des Kolbens durch die Stellung des Züngels bedingt ist.
Nach Beschreibung der feststehenden Teile des Verschlusses sollen nunmehr die be- weglichen Teile beschrieben werden.
Der Verschlusskolben 1 (Fig. 1, 5, 12 und 13) ist an seinem vorderen Ende mit
Warzen 2 versehen, welche bei einer Vierteldrehung desselben in bekannter Weise zur
Feststellung des Verschlusses in entsprechende Ausnehmungen in dem Gehäusekopf b Ain- treten. An dem Verschlusskolben ist der Verschlussgriff 3 in entsprechender Weise befestigt oder mit dem Verschlusskolben aus einem Stücke hergestellt. An dem rückwärtigen Ende des Verschlusskolbens ist eine schräge Fläche 4 vorgesehen, welche vor dem Öffnen des
Verschlusses bei der Drehung des Verschlusskolbens 1 mit Hilfe des Verschlussgrifies 3 in bekannter Weise auf den Schlagstift wirkt.
Der Verschlusskolben ist zur Aufnahme des Schlagstiftes der Länge nach durchbohrt und besitzt nächst dem rückwärtigen Ende eine segmentförmige Nut 5 zur Aufnahme eines Zapfens für einen später zu beschreibenden Zweck.
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welchem an dem vorderen Teile ein Nute 9 eingeschnitten ist, deren Form aus Fig. 14 ersichtlich ist. An dem rückwärtigen Ende des Spannstückes 6 befindet sich eine weitere Nut oder ein Ausschnitt 10, in welchem der Sperrhebel 11 bei 12 drehbar gelagert ist
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19, 22, 23, 24) besitzt einen Ansatz 15, welcher in das vordere Ende des Verschluss- kolbens 1 passt. Verschlusskopf 14 und Ansatz 15 sind der Länge nach zur Aufnahme des verjüngten Endes des Schiagstiftes entsprechend durchbohrt.
An der Unterseite besitzt der @ Verschlusskopf 14 nach abwärts gehende Ansätze 16, zwischen welchen in entsprechender
Weise ein Metallstreifen 17 befestigt ist. Dieser Streifen 17 besitzt einen schwalben- schwanzförmigen Aufsatz JS, welcher in eine Ausnohmung passt, die an der Unterseite des Spannstückcs 6 für diesen Aufsatz angeordnet ist (Fig. 13) und durch welchen der Metall-
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der Unterseite des Spannstückes und des Verschlusskopfes ist. Dieser Streifen überdeckt jeden Winkel, gegen den die Patrone anstossen könnte und durch den sie aus ihrer Lage gebracht werden könnte, wenn der Verschluss zum Auswurf der leeren Patronenhülse und zur neuerlichen Ladung zurückbewegt und vorgeschoben wird.
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zu schieben.
Die Ansätze 16 dienen auch zur Unterstützung des Patronenrandes und bilden ein Widerlager gegen den nach abwärts gerichteten Druck des Patronenziehers, um das Erfassen der Patrone zu unterstützen, damit die leere Patronenhülse entfernt werden kann.
Die an der linken Seite des Verschlusskopfes angeordnete Nut oder Ausnohmung 35 (Fig. 24) dient für den Durchgang des Ejektors 34 an dem vorderen Ende des Hebels sobald die Nase dieses Hebeis in die Ausnehmung 38 eintritt.
Der Schlagbolzen oder Schlagstift 20 besitzt verschiedene Durchmesser. In dem rück-
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die Unrundscheibe des an dem Spannstück 6 drehbar angeordneten Sperrhebels 11 bei gespanntem Schloss eintreten kann, wenn dieser Hebe ! umgelegt wird (siehe besonders
Fig. 8 und 18). Der Sperrhebel wirkt sodann mit der Nut 22 als Sperr- oder Sicherungs- vorrichtung. Der Durchmesser des Kolbenteiles 23 des Schlagstiftes entspricht dem Durch- messer der bohrung des Spannstückes 6 und sichert eine entsprechende Führung. Gleich- zeitig dient dieser Teil als Stütze für L. e Schlagfeder. An dem Kolbenteil 23 ist ein als
Spannrast wirkendes Stück 24 befestigt oder mit demselben aus einem Stilek hergestellt, durch welches der Schlagbolzen von dem Abzugshebel gehalten wird.
Diese Spanurast 24 ist an dem Schlagbolzen unter einem Winkel gegen eine durch die Achse des Schlagbolzens gehende Horizontalebene angeordnet (Fig. 7,8, 19,21, 25 und 26), so dass sie in dem Wege der Abzugsstange liegt (Fig. 1) und von derselben gehalten wird, wie aus einem
Vergleiche der Fig. G und 7 ersichtlich ist.
Das Zunge ! t'besitzt einen Daumen 25, durch welchen es auf den Abzugshebol wirkt.
Der Abzugshebel ist in dem ganzen Schlossmechanismus seitlich angeordnet. Wie aus den Fig. 27 und 29 ersichtlich, liegen die Abzugsstango 26 und der Hebel 27 derselben nicht in einer Ebene, sondern sind dieselben gegeneinander verschoben. Die auf den Abzugshebel wirkende Feder 28 (Fig. 1) ist an dem Gehäusekopf b oder an der Seite der einen Schiene c oder sonst in entsprechender Weise befestigt.
Der Patronenzieher, welcher zweckmässig aus Temperstahl hergestellt wird, besitzt die aus den Fig. 30 und 31 ersichtliche Form und ist an der Unterseite mit einem entsprechend gestalteten Ansatz 30 versehen, mit dem er in der dazu passend geformten Nut 9 des Spannstückes 6 gleitet (Vergl. Fig. 14 und 30). Der Ansatz 30 trägt an der Unterseite einen Zapfen 31, welcher durch das Spannstück 6 hindurchreicht und in die segmentförmige Nute 5 des Verschlusskolbens 1 reicht (Fig. 12). Hiedurch wird der Ver-
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seiner normalen Stellung in anderer zweckentsprechender Weise erfolgen. Wie also ersichtlich, nimmt der atronenzieller an der Drehung des Verschlusskolbens 1 nicht toil und dient dazu, diesen drehbaren Kolben in Verbindung mit dem Spannstücke zu halten.
Die Schlagfeder 33 umgibt den Teil 21 des Schlagbolzens und ist zwischen dem Kolben 33 des letzteren und dem rückwärtigen Ende des Spannstückos 6 in demselben angeordnet.
Um den Verschlussblock von dem Gewehr herauszunehmen, wird durch einen Druck auf das rückwärtige Ende des Hebels f die Nase f' desselben ausserhalb des Bereiches der Ausnehmung 38 in dem Verschlusskolben 1 gehalten, so dass das Spannstück zwischen den Schienen c herausgezogen werden kann.
Um die Teile des Verschlusses auseinanderzunehmen, wird der rückwärtige Teil des Patronenzichers 29 zunächst aus der Ausnehmung 32 ausgehoben und der Patrononzieher seitlich verschoben, so dass der Ansatz 30 aus der Nut 9 des Spannstückes 6 und der
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sofort voneinander getrennt.
Zur Bequemlichkeit kann es wünschenswert erscheinen, hiebei die Schlagfeder 33 durch Spannen des Schlosses zusammenzupressen und den Sperrhebel 11 einzulegen. Dieser Hehel hält dill Feder gespannt, während der Aufsatz 18 des federnden Streifens 17 aus seiner Ausnehmung herausgenommen wird und die einzelnen Teile voneinander getrennt werJf1n. Sodann wird der Spannhebel 11 ausgelöst und die Schlagfeder kann ruhig ontspannt werden, worauf auch der Schlagbolzen aus dem Spannstück herausgenommen wird.
Um das Schloss zusammenzusetzen, werden die Handhabungen umgekehrt vorgenommen, d. h. der Schlagbolzen mit der Schlagfeder worden eingesetzt, die Schlagfeder wird zusammen-
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nfbrnung oingeklinlit. Nun ist der Verschluss bereit, zwischen den Schienen c.'cinges hoben zu werden, wo sie durch die Nase f' des Hebels f wieder gegen Zurückziehen gesichert sind.
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des lebels f in der Ausnehmung 38 in dem Verschlusskolben 1 eintritt, wird der Auswerfer 34 veranlasst, durch die Ausnehmung 35 derart hindurchzugehen, dass er dem Rande der Patronen einen kräftigen Schlag erteilt, um die Patrone aus der Waffe auszustossen.
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vertikalen Stellung erhalten wird und ein Umkippen desselben ausgeschlossen ist, bis der Verschlusskolben in die Verschlussstellung vorgeschoben ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Magazingewehr, bei welchem der Verschlusskolben durch Warzen oder eine unter-
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Verschlusskolben an seiner Drehung nicht behindert wird, welche Vereinigung nach Aus- lösung eines an den Schienen (c) drehbaren Lebels ales Ganzes von dem Gewehre herausgenommen werden kann.
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