AT166794B - - Google Patents

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AT166794B
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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erzeugung von Leichtbauplatten aus Holzwolle u. dgl. Fasern 
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 Magnesia in Verbindung mit Metallsalzlösungen, wie Magnesiumchlorid und Magnesiumsulfat, 
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 meist in schwer zugänglichen und abbaubaren Lagern befinden, so dass der Magnesit zu den hochwertigen   Bodenschätzen gehört   und für besonders wichtige Zwecke, insbesondere für die Herstellung feuerfester Steine, vorbehalten bleiben muss. Aus diesem Grunde werden denn auch für die Herstellung von Bauplatten u. dgl. in der Tat fast ausschliesslich verunreinigte und mindere Sorten von kaustischer Magnesia, insbesondere der einen Fabrikationsabfall bildende Flugstaub, benutzt. Hiedurch ist die Erzeugung der Platten od. dgl. mengenmässig sehr begrenzt. 



  Dabei müssen auch noch die Schwierigkeiten in Kauf genommen werden, die bei der Erzeugung der Formstücke wegen der stark schwankenden Beschaffenheit des magnesiahaltigen Flugstaubes auftreten. Überdies bleibt die Erzeugung im Hinblick auf die Frachtkosten jedenfalls an die Orte in unmittelbarer Nähe der wenigen Magnesitvorkommen gebunden, so dass die fertigen Foimstücke über weite Entfernungen versandt werden müssen. 



   Die Erfindung bezieht sich nun auf die fortlaufende Herstellung von Leichtbauplatten aus Holzwolle u. dgl. durch Verkittung dieser Fasern an ihren Berührungspunkten mit einem steinartig erhärtenden Mörtel nach der oben ausgeführten Arbeitsweise und besteht im Wesen darin, dass als Bindemittel in Verbindung mit Magnesiumsulfat oder, Magnesiumchloridlösung halbgar gebrannter Dolomit oder dolomitischer Magnesit oder ähnliche durch selektives Brennen von natürlichen oder künstlichen Gemengen von Magnesiumkarbonat und Kalziumkarbonat erhaltene Produkte verwendet werden, die neben kaustischer Magnesia Kalziumkarbonat, aber freies Kalziumoxyd höchstens in geringer Menge enthalten. 



   Nach der bevorzugten Ausführungsform wird gemäss der Erfindung von natürlichen Dolomiten oder dolomitischen Magnesiten ausgegangen. 



   Durch selektive Entsäuerung bei entsprechend niederen Temperaturen gelingt es bekanntlich, 

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 in solchen Gemischen dus Magnesiumkarbonat durch Austreibung der Kohlensäure in aktive
Magnesia (Magnesiumoxyd) überzuführen, während das Kalziumkarbonat im wesentlichen unzersetzt bleibt. Gleiches gilt für die Ver- arbeitung von industriellen Abfallprodukten, die aus Gemengen von kohlensaurem Kalk und kohlensaurer Magnesia bestehen, gleichgültig, ob das Kalziumkarbonat oder das Magnesium- karbonat im Gemisch überwiegt. Brennprodukte, die in üblicher Weise gänzlich entsäuert sind und die daher auch Kalziumoxyd in mehr als geringen Mengen enthalten, sind für das vor- liegende Verfahren völlig unbrauchbar. 



   Enthält ein derartiges, selektiv entsäuertes
Brennprodukt oder ein industrielles Abfallprodukt zu geringe Mengen Magnesiumoxyd, so kann durch Beimischung von kaustisch gebrannter
Magnesia, z. B. durch gemeinsame Vermahlung von kaustisch gebrannter Magnesia und der durch selektives Brennen erhaltenen Mörtel- bildnermischung oder durch Vereinigung dieser beiden Komponenten im gemahlenen Zustande vor oder gleichzeitig mit der Bemörtelung der
Faser, die steinartige Erhärtung gefördert und geregelt werden. 



   Es ist bekannt, dass ein durch selektives Brennen von Dolomit entstehendes Gemenge von   MgO   und CaC03 unter Wasser sehr stark erhärtet. 



   Bekannt ist auch, dass in einem Gemisch von gebrannter Magnesia mit fein gemahlenem kohlen- saurem Kalk (z. B. Kreide), wenn man es mit
Wasser anfeuchtet, eine Umsetzung stattfindet, die zu steinartiger Erhärtung führt. Man hat auch bereits vorgeschlagen, halbgar gebrannten
Dolomit in Mischung mit gebranntem Magnesit zur Herstellung von Steinholz unter Zusatz des üblichen Holzmehles als Füllstoff zu verwenden. 



   Ferner ist die Verarbeitung von halbgar ge- branntem Dolomit mit Wasserglas-oder Chlor- magnesiumlösungen zu raumbeständigen Kunst- steinen beschrieben worden, wobei die Ein- bindung von Faserstoffen oder stark porösen
Materialien, wie Sägemehl, Asbest und Kork- pulver, vorgesehen war. In diesen Fällen bildet der Mörtel die Grundmasse, welche die einzelnen
Partikelchen des Füllstoffes vollständig   umhüllt ;   das Ergebnis sind vollständig dichte steinartige
Körper. Die Herstellung von Steinholz und
Kunststeinen vollzieht sich unter grundsätzlich andersartigen Bedingungen als die von porösen
Leichtbauplatten der in Frage stehenden Art. 



   In der Steinholzfabrikation wird die Magnesia mit den Füllstoffen zusammen durch den Zusatz der Metallsalzlösung zu einem Mörtelbrei ver- arbeitet, bei der Leichtbauplattenerzeugung hin- gegen die mit der Metallsalzlösung getränkte
Faser mit dem Mörtelbildner bestäubt, so dass die Mörtelbildung nur auf der Oberfläche der Faser stattfindet. In dem ersteren Falle wird eine zunächst langsame Abbindung, die bei gewöhnlicher Temperatur vor sich geht, als
Voraussetzung für das Legen von Steinholzböden verlangt, in letzterem Falle muss eine rasche Abbindung unter hohen Temperaturen erfolgen. 



  Da zudem auch die Anforderungen, welche an Steinholz einerseits und Bauplatten anderseits ihrem verschiedenen Verwendungszweck   ent-   sprechend andersartige sind, konnte nicht vorausgesehen werden, dass die Anwendung des für Steinholz und ähnliche dichte Kunststeinerzeugnisse vorgeschlagenen halbgar gebrannten Dolomits für die Herstellung von porösen Leichtbauplatten brauchbar wäre. Die vorgenommenen Versuche haben aber überraschenderweise ergeben, dass derartige Massen auch als Bindemittel für die Verkittung sperriger Fasern bei Erhaltung der Hohlraumstruktur unter den bweichenden Bedingungen der Leichtbauplattenherstellung geeignet sind,   ebgleich   bei dieser Erzeugung der Mörtel nur in Form einer dünnen Überzugsschicht, die hauptsächlich an den Kreuzungspunkten der Fasern abgesetzt wird, zur Anwendung gelangt.

   Dabei werden die Eigenschaften der mit Hilfe der bezeichneten Bindemittel hergestellten porösen Gebilde nicht beeinträchtigt ; insbesondere konnte festgestellt werden, dass die Festigkeit der Verkittung auch bei einem sehr erheblichen Gehalt der Mischung an Kalziumkarbonat der bei Anwendung reiner Magnesiazemente erzielbaren Festigkeit keineswegs nachsteht. Das Verfahren hat den Vorteil der beträchtlich gesteigerten Wirtschaftlichkeit, indem durch Ausnutzung der reichlichen und vielfach verstreuten Dolomitvorkommen und der zufolge eines Gehaltes an Kalziumkarbonat sonst nicht verwertbaren magnesithaltigen Abfallstoffe usw. eine erhebliche Verbilligung der Erzeugung der Leichtbauplatten u. dgl. erzielt wird, die so weit gehen kann, dass die Kosten des Bindemittels auf die Hälfte bis ein Drittel heruntergehen.

   Dazu kommt, dass durch Verwendung der bezeichneten Gemische, allenfalls unter Zusatz von 20 bis 25% kaustischer Magnesia, der Vorteil einer regelbaren und gleichmässigen Arbeitsweise erreicht wird und somit die Schwierigkeiten beseitigt werden, die bei der Verwendung minderer Sorten von kaustischer Magnesia, insbesondere von Flugstaub, unvermeidlich sind, weil diese Sorten bei einem Magnesiumoxydgehalt von 60 bis 70% einen bedeutenden, aber schwankenden Anteil an unterbranntem und überbranntem Gut enthalten und daher auch in ihren Eigenschaften stark schwanken. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzeugung von Leichtbauplatten aus Holzwolle u. dgl. Fasern durch Verkittung dieser Fasern an ihren Berührungspunkten mit einem Magnesiumoxyd enthaltenden Mörtel, der in Verbindung mit Magnesiumsulfat-oder Magnesiumchloridlösung steinartig erhärtet, wobei die Abbindung unter Wärmezufuhr bewerkstelligt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Binde- mittel in Verbindung mit den Metallsalzlösungen <Desc/Clms Page number 3> halbgar gebrannter Dolomit Jder dolomitischer Magnesit oder ähnliche durch selektives Brennen von natürlichen oder künstlichen Gemengen von Magnesiumkarbonat und Kalziumkarbonat erhaltene Produkte verwendet werden, die kaustische Magnesia und daneben Kalzium- karbonat, aber höchstens geringe Mengen an freiem Kalziumoxyd enthalten.
    2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem halbgar gebrannten Dolomit od. dgl. zusätzlich kaustisch gebrannte Magnesia beigemischt wird.
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