DE2463044C2 - Feuerbeständige Bauplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Feuerbeständige Bauplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung

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Victor Ernest Gerrards Cross Buckinghamshire Barrable
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine feuerbeständige, asbestfreie Bauplatte aus einem anorganischen, mit Wasser erhärtenden Bindemittel in Form eines Calciumsilikat-Bindemittels oder der zur Bildung eines solchen Bindemittels erforderlichen Bestandteile oder Portlandzement und einem faserartigen Verstärkungsmaterial, das organische Fasern enthält, die nicht unterhalb von 140° C schmelzen.
Aus der DE-PS 12 39 608 sind Leichtbauformkörper bekannt, die ein hydraulisches oder bituminöses Bindemittel, Cellulosefasern und Perlit oder Vermikulit « enthalten. Diese Leichtbauformkörper weisen nur eine geringe Biegefestigkeit sowie eine völlig unzureichende Feuerfestigkeit auf, da die Formkörper, wenn sie hohen Temperaturen ausgesetzt werden, stark schrumpfen.
Aus der DE-OS 24 11 864 ist ein feuerbeständiges so Plattenprodukt bekannt, das kurze und lange Stapelglasfasern, hydraulischen Zement, Siliciumdioxid, Cellulosefasern und ggf. Perlit und/oder Diatomit enthält Diese Plattenprodukte weisen zwar eine verbesserte Biegefestigkeit auf, sind jedoch in ihrer Feuerfestigkeit nicht zufriedenstellend, da sie bei hohen Temperaturen stark schrumpfen und daher brechen.
Viele der bekannten Bauplatten enthalten Asbestfasern als Verstärkungsmaterial, was jedoch für die mit der Herstellung und Verarbeitung der Bauplatten betrauten Arbeiter zu einem gesundheitlichen Risiko führt.
In der AT-PS 138 639 wird ein Verfahren zur Herstellung von verzierten, gegen Hitze und chemische Einflüsse widerstandsfähigen Wandverkleidungen, Bedachungsplatten usw. aus Hydroxylgruppen enthaltenden Silikaten und beliebigen anorganischen oder organischen Bindemitteln, wie z. B. Zement, beschrieben, wobei die Hydroxylgruppen enthaltenden Silikate, wie z, B, Glimmerarten, bis zur Zerstörung der Hydroxylgruppen erhitzt und dann mit dem Bindemittel gemischt werden. Nach diesem Verfahren werden keine feuerfesten Platten hergestellt
In der DE-OS 2257551 wird eine Isoliermaterialmischung aus »expandiertem gemahlenem Glimmer«, hydraulischen Bindemitteln, Tinerde-Zement und Silikat-Additiv beschrieben. Bei dem als »expandierter gemahlener Glimmer« bezeichneten Bestandteil handelt es sich um Vermikulit Mit dieser vorbekannten Mischung können keine Formkörper mit ausreichender Feuerfestigkeit und Biegefestigkeit hergestellt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine feuerbeständige Bauplatte der eingangs genannten Art zu schaffen, die sowohl eine hohe Biegefestigkeit als auch eine hohe Feuerfestigkeit aufweist
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Bauplatte gelöst
Der Ausdruck »Bauplatte« ist erfindungsgemäß im weitesten Sinne zu verstehen, d. h. als Bezeichnung für Platten, die für beliebige Bauzwecke verwendet werden können. So umfaßt dieser Ausdruck z. B. auch Platten, wie sie in Schiffen angewandt werden, und die als Schiffsplatten bekannt sind.
Die organischen Fasern für die Verstärkung sind vorzugsweise Cellulosefasern, und Beispiele von solchen geeigneten celluloseartigen Fasern sind die aus Zellstoffbrei für die Papierherstellungsverfahren hergestellten Fasern, z.B. nach dem Sulfatverfahren, dem Sulfitverfahren oder auf mechanische Weise hergestellter Stoff, Stoff aller Arten aus Abfallholz, Jute, Flachs, Baumwolle, Stroh, Espartogras, Hanf, Ramiegras (Chinagras) und Bagasse. Andere geeignete organische, faserartige Verstärkungsmaterialien umfassen Polyamidfasern, z. B. Nylon, Polyesterfasern, z. B. Polyethylenterephthalat, Polypropylenfasern, Kohlefaden und Viskose-Fasern. Das faserartige Verstärkungsmaterial kann ausschließlich organischer Natur sein, oder es kann zusätzliche, z.B. anorganische, faserartige Verstärkungsmaterialien enthalten. In Abhängigkeit von den zusätzlichen Verstärkungsmaterialien und ebenfalls von dem Verwendungszweck, für weichen die aus der Masse hergestellten Bauplatten eingesetzt werden sollen, kann das verstärkende Material beliebig von 5 Gew.-% bis 100 Gew.-% an organischem, faserartigen Material enthalten. Obwohl das organische, faserartige Material hauptsächlich für Verstärkungszwecke angewandt wird, bringt es doch einen Teil der Feuerfestigkeit der hergestellten Bauplatten mit sick Eine verbesserte Feuerfestigkeit kann durch zusätzliche anorganische, iaserartige Verstärkungsmaterialien erreicht werden, die in Verbindung mit den organischen Fasern angewandt werden, und diese umfassen Mineralfasern wie Glasfasern (wobei dies alkalibeständige Glasfasern einschließt), Schlackenwollfasern und Gesteinswollfasern, keramische Fasern wie Zirkoniumoxidfasern und Aluminiumoxidfasern, Quarz-Aluminiumoxidfasern, Aluminiumsilikatfasern und Metallfäden. Beliebige dieser Fasern bzw. Fäden oder alle diese Fasern bzw. Fäden können beschichtet sein, Z. B. mit älkalibeständigen Materialien. Wenn diese zusätzlichen, faserartigen Verstärkungsmaterialien angewandt werden, werden sie vorzugsweise in Mengen von 95 bis 0,5 Gew.-% und vorteilhafter 40 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht an faserartigem Verstärkungsmaterial, eingesetzt.
Das anorganische Bindemittel ist ein mit Wasser
abbindender Calciumsilikatbinder, Portlandzement oder ein Gemisch dieser Stoffe, Unter Caleiumsilikat sind beliebige Bindemittel aus der Gruppe derautokJavenbehandelten oder nicht im Autoklaven behandelten Bindemitte] zu verstehen, die aus einer Kombination von kieselerdehaltiger Komponente (d, h, einem reaktionsfähige Kieselerde enthaltenden Material, z, B, PFA [pulverisierte Brennstoffasche], Quarz, Sand, Ton, Diatomit) und kalkhaltiger Komponente (d,h, einem beliebigen Mineral, Rohmaterial oder Abfallprodukt, das mehr als 30% CaO enthält, z. B. Kalk) hergestellt sind. Erfindungsgemäß werden Calciumsilikatbindemittel bevorzugt, und es ist klar, daß unter diesem Ausdruck auch die Ausgangsbestandteile dieser Bindemittel verstanden werden, d. h., daß auch kieselerdehaltige und kalkhaltige Komponenten oder Vorreaktionsprodukte dieser Komponenten in den erfindungsgemäßen Fonnmischungen enthalten sein können.
Das anorganische Bindemittel wird in einer Menge von 70 bis 90 Gew.-°/o, bezogen auf die Gesamtmenge an Bindemittel u«o faserartigem Verstärkungsmaterial in der asbestfreien Masse, eingesetzt
Die dritte wesentliche Komponente der erfindungsgemäßen Bauplatten ist der Glimmer. Er kann in Mengen bis zu 50 Gew.-%, bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt der Mischung, eingesetzt werden. Ein besonders wichtiges Ergebnis der Verwendung von Glimmer in den erfindungsgemäßen Bauplatten sind die verbesserten Schrumpfeigenschaften der Bauplatten. Das geringe Schrumpfen bei hohen Temperaturen macht die erfindungsgemäßen Bauplatten besonders interessant für die Bauindustrie.
Andere Füllmaterialien, die in den erfindungsgemäßen Bauplatten enthalten sein können, umfassen granulatartige, zellartige oder fasferartige Füllstoffe wie Perlit, Vermikulit, Kieselgur, Tone una Tonabfallstoffe, Carbonate wie Kalk, Dolomite und Magnesiumkarbonat, Wollastonit und andere Kalziumsilikatfüllstoffe. Diese können in Mengen bis zu 50 Gew.-%, bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt, vorhanden sein. Es sei auch darauf hingewiesen, daß die Perlite, Kieselgur, Tone und Tonabfallstoffe, wenn sie reaktionsfähige Kieselerde enthalten, eine Komponente des Bindemittels bilden können.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Platten ist es üblich, zuerst eine wäßrige Aufschlämmung der Masse herzustellen. Diese wäßrige Aufschlämmung besitzt normalerweise einen Feststoffgehalt von 3 bis 20 Gew.-% oder höher, z. B. 30 Gew.-%. Die Aufschlämmung kann schwach erwärmt werden, z. B. auf 25°C bis 45°C, und sie kann kleine Mengen solcher Zusatzstoffe, wie Ausflockungsmittel, enthalten, um die Retention des Ausgangsmaterials zu steuern und Filtrationshilfsstoffe (z. B. Polyacrylamide), Wasserretentionshilfsstoffe, Modifikationsmittel für den Wassergehalt (z. B. Carboxymethylcellulosederivate, Polyäthylenoxide), Netzmittel (z. B. Detergentien) und Abbinderegler (z. B. Calciumchlorid und Lignosulfonate).
Die Aufschlämmung kann dann zu Platten nach einem der beliebigen Verfahren zur Herstellung von Bauplatten aus mit Fasern verstärkten Zementen geformt werden. Diese Verfahren sind z. B. a) der Hatschekprozcß, b) der Magnaniprozeß, c) die Verwendung einer einfachen Presse und d) der Fourdrinerprozeß, wobei alle Verfahren die Platten bis zu einem Ausmaß entwässern, wodurch sie leicht handhabbar werden. Beim Magnani-Verfahren wird die Aufschlämmung auf einen kontinuierlichen Filz zwischen zwei angetriebenen Verteilerwalzen aufgebracht. Die Verteilerwalzen sind auf einem Wagen, der über eine bestimmte Länge der Vorrichtung hin und her bewegt wird. Unter dem Filz sind eine Reihe von miteinander verbundenen
Vakuumboxen, die sich mit dem kontinuierlichen Filz vorwärts bewegen. Während das Wasser durch das Vakuum aus der Aufschlämmung auf dem Filz entfernt wird, wird das Volumen des Materials bei jedem Durchgang der sich hin und her bewegenden Verteiler-
walzen wieder vergrößert Wenn die so gebildeten Platten den von dem Hub der Verteilerwalzen überdeckten Bereich verlassen, werden sie zunehmend durch die Vakuumboxen entwässert Die Platten laufen dann unter einem Satz oszillierender Kalanderwalzen ducch, die die Oberfläche der Platten glätten, und durch die die Platten die endgültige Dicke erreichen. Die Platten werden dann fertiggestellt und auf die gewünschte Länge geschnitten. Nachdem die Platten nach einer beliebigen dieser grundsätzlich bekannten Arbeitsweisen hergestellt wurden, wird das Bindemittel oder der Zement erhärten oder abbinden gelassen. Dies kann durch eine Autoklavenbehandlung erfolgen, z. B. falls das Bindemittel ein »Calcuimsilikat«-Bindemittel ist oder falls das Bindemittel ein anorganischer Zement ist durch Erhärtenlassen an der Luft oder durch Erhitzen im Dampf in einem Ofen auf 80 bis 900C und dann vollständiges Aushärtenlassen bei Zimmertemperatur oder in erhitzte« Räumen in Anwesenheit von Feuchtigkeit bis die Produkte mit den gewünschten Eigenschaften erhalten werden. Die Platten können dann gegebenenfalls sofort getrocknet werden.
Die Ausgangsaufschlämmung wird normalerweise durch Mahlen (Hydrapulpen) und Dispergieren der faserartigen Materialien, die in die Masse eingehen, in Wasser und anschließende Zugabe der anderen, pulverförmigen Materialien unter Bildung einer Aufschlämmung mit einem annähernden Wasser: Feststoff-Verhältnis von 5 :1 bis 10 :1 hergestellt Die Aufschlämmung wird dann weiter mit Wasser zur Einstellung eines
Wasser-Feststoff-Verhältnisses von annähernd 25 :1 verdünnt Aus der zuletzt genannten Aufschlämmung werden dann Platten durch Entwässern auf der betreffenden Maschine hergestellt, wobei ein Wasser : Feststoff-Verhältnis von annähernd 1 :1 erhalten wird.
In bestimmten Fällen kann es vorteilhaft sein, das anorganische Bindemittel unmittelbar vor dem Zusammenmischen mit den Fasern zu bilden, insbesondere wenn es vom Calciumsilikattyp ist So können z. B. Kalk
so (die kalkhaltige Komponente) und Quarz (die kieselerdehaltige Komponente) in einem gerührten Autoklaven unter Herstellung von Tobermorit vorher umgesetzt bzw. zur Reaktion gebracht werden. Das faserartige Füllstoffmaterial, Glimmer und beliebige andere Füll-Stoffmaterialien werden dann in das wäßrige System des Tobermorits eingerührt, das dann in die gewünschte Form gebracht gewünschtenfalls weiter im Autoklaven behandelt, entwässert und getrocknet wird.
Bei einer weiteren Ausführungsform wird eine Aufschlämmung von den Calciumsilikat bildenden Bestandteilen, verstärkenden organischen Fasern, Glimmer und Wasser hergestellt, und dieser Aufschlämmung wird frisch hergestellter Tobermorit oder Xonotlit zugesetzt. Das Gemisch wird dann verformt, entwässert, im Autoklaven behandelt und getrocknet, wie dies zuvor beschrieben wurde.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert, wobei sich alle Angaben in Teilen auf
Gewicht beziehen.
Tabelle I Beispiel 1
12 Teile Cellulosefasem wurden in Wasser dispergiert und im Hydrapulper aufgeschlämmt Dann wurden 31,8 Teile Kalk, 29,2 Teile Quarz, 12 Teile Glimmer (95% hatten eine Teilchengröße unter 1,0 mm) und 15 Teile Portlandzement zu der Aufschlämmung zugegeben, die ein Wasser/Feststoff-Verhältnis von annähernd 10 :1 hatte. Djo Aufschlämmung wurde gründlich gemischt und weiter mit Wasser bis zu einem Wasser/Feststoff-Verhältnis von annähernd 25:1 verdünnt Die Aufschlämmung wurde auf einer Hatschek- oder Magnanimaschine zu Platten geformt und entwässert, wobei ein Wasser/Feststoff-Verhältnis von etwa 1 :1 erhalten wurde. Die geformten Platten wurden 24 Stunden bei 0,930 MPa im Autoklaven behandelt Die erhaltenen Platten hatten eine Dichte von 750 kg/m3, einen Bruchmodul von 13,5 N/mm2 und ein MFT (micro fire test)-Reißen von 40 Minuten.
Die MFT-Untersuchung wurde wie folgt durchgeführt: Ein Block eines jeden Produktes mit einem Durchmesser von etwa 101,6 mm und einer Stärke von 9,525 mm wurde mit der in der britischen Norm BSS 476, Teil 8 (1972) vorgeschriebenen Geschwindigkeit erhitzt Diese Geschwindigkeit ist aus folgender Tabelle I zu entnehmen, in der 7*die Ofentemperatur in "C zur Zeit fund 7o die Ofentemperatur in °C bedeutet, von der ausgegangen wird und die zwischen 100C und 400C liegen sollte:
Zeitf
rom
Temperaturanstieg
im Ofen (T-To)
5 556
10 659
15 718
30 821
60 925
90 986
120 1029
180 1090
240 1133
360 1193
Die vom Beginn des Erhitzens bis zum Auftreten des >o ersten Risses benötigte Zeit wird als Ergebnis des Testes angegeben.
Beispiele 2 bis 3 und Vergleichsbeispiel 1
Es wurden Platten hergestellt, indem eine Aufschlämmung der in der folgenden Tabelle angegebenen Bestandteile hergestellt wurde, die dann geformt, entwässert im Autoklaven behandelt und getrocknet wurde. Die Autoklavenbehandlung wurde 30 Stunden bei 0,690 MPa durchgeführt.
2 und 3.
Vergleichs- Beispiel 2
beispie] 1
10 Teile 20 Beispie! 3 8TeMe
800
1,5
Cellulose 10 Teile 2,5 Teile 12 10 Teile
Alkalibeständige
Glasfasern
2^ TeUe 35 Teile 850 2,5 Teile
Kalk 46 Teile 414 Teile 32,5 Teile 1,9 25 Teile
Siliciumdioxid 0 Bruchmodul (N/mm2)
Dichte (kg/m3)
Dilatometerschrumpfung
(linear bei 900° C),%
22,5 Teile
Muscovitglimmer
(95% weniger als 0,4 mm)
16 40
Bruchmodul (N/mm2) 900 10
Dichte (kg/m3) 6,0 800
Dilatometer Schrumpfung
(linear bei 9000Q %
Tabelle zeigt schrumpften die nach dem
sispiel hergestellten Platten wesentlich
ie erfindungsgemäßen Platten der Beispiele
0,5
Beispiel 4
Platten wurden wie in Beispiel 2 beschrieben hergestellt, wobei jedoch folgende Mischung eingesetzt wurde, und die Autoklavenbehandlung bei 0,482 MPa 36 Stunden durchgeführt wurde:
Cellulose 3 Teile
Alkalibeständige Glasfasern 3 Teile
Kalk 32 Teile
Siliciumdioxid 32 Teile
Glimmer (95% weniger als 1,5 mm) 15 Teile
Vermikulit (95% weniger als 1,5 mm) I 5 Teile
Ein ähnliches Produkt konnte erhalten werden, wenn 10 Teile Gesteinswolifasern anstelle der Glasfasern verwendet wurden, und durch geeignete Einstellung des Kalk/Siliciumdioxid-Gehaltes auf 100 Teile ausgeglichen wurde.
Beispiel 5
Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei jedoch der Muscovitglimmer durch 20 Teile gemahlenen Phiogopit ersetzt wurde. Die erhaltene Platte zeigte eine Schrumpfung von 2%.
Beispiel 6
Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei jedoch der Mascovitglimmer durch 20 Teile gemahlenen Biotit ersetzt wurde. Die erhaltene Platte zeigte eine Schrumpfung von 3.5%.
Beispiel 7 und Vergleichsbeispiel 2
Platten wurden wie in Beispiel 2 beschrieben hergestellt, wobei die in folgender Tabelle angegebenen Zusammensetzungen und Autoklavenbedingungen verwendet wurden:
Vergleichsbeispiel 2
Beispiel 7
Vermikulit (95% unter 0,6 mm) 25 Teile 15 Teile
Glimmer (95% unter 1,0 mm) 10 Teile
Alkalibeständige Glasfasern 7 Teile
Cellulosefasern 2,5 Teile 3 Teile
Diatomit 20 Teile
Siliciumdioxid 10 Teile 36,5 Teile
Kalk 35,5 Tciic ·* r r τ--:ι _
JJ,J tcnc
Autoklavenbedingungen 24 h/0,690 MPa 7 h/1,240 MPa
Dichte (kg/m3) 620 815
Bruchmodul (N/mm2) 4,5 7,5
Dilatometerschrumpfung bei 900C 3,6 0,9
Beispiel 8 und Vergleichsbeispiel 3
Ein wasserhaltiges Calciumsilikat vom Tobermorittyp wurde in einem Autoklaven unter Rühren und einem Dampfdruck von 0,928 MPa aus gemahlenem Quartz und wasserhaltigem Kalk in einem Molverhältnis CaO : SiO2 von 0,9 :1,0 hergestellt.
Zu dem so hergestellten Bindemittel wurde Verstärkungsmaterial in Form von 16 Gew.-% Gesteinswcilfasern, 1 Gew.-% zerhackten Glasfasern und 1 Gew.-% Cellulosebrei gegeben. Die Mischung wurde gründlich gerührt und dann unter Verwendung einer hydraulischen Presse und einer Entwässerungsform zu Platten geformt Die Platten wurde bei 150aC getrocknet (Vergleichsbeispiel 3).
Entsprechende Platten wurden aus der oben angegebenen Mischung auf gleiche Weise hergestellt, wobei jedoch 20 Gew.-% gemahlener Glimmer gleichzeitig mit dem Verstärkungsmaterial zugegeben wurden (Beispiel 8). Die Eigenschaften der Platten wurden gemessen, und die folgende Tabelle zeigt die wesentliche Verbesserung bei den Hochtemperatur-Schrumpfungseigenschaften, die durch den Zusatz an Glimmer erreicht wurde.
Eigenschaft'η
35
40
45
50
Vergleichsbeispiel 3
Beispiel 8
Schüttdichte, kg/m3 270 285
Druckfestigkeit, bar 18,6 17,9
Biegesteifigkeit, bar 4,68 4,13
Thermische Schrumpfung
(Dilatometer), %
9503C 2,95 1,30
1000 C 4,5 2,20
Beispiele 9 bis 12 und Vergleichsbeispiel 4
Die folgenden Mischungen wurden auf einer Magnani- oder Hatschekmaschine oder einer einfachen Entwässerungspresse zu Platten geformt. Durch Zusatz von besonderen Weichmachern, z. B. sulfonierten Melamin-Formaldehyd-Kondensaten, wurden die benötigten Wassermengen zur Bildung einer geeigneten Aufschlämmung herabgesetzt Die Fiuidizierung kann ferner durch Vibrationsmethoden erreicht werden. Die in der folgenden Tabelle gegebenen Eigenschaften beziehen sich auf auf der Magnanimaschine hergestellte Platten.
Venjleichsbeispiel 4 Beispiele 9
;o
11
Vermikulit (95% weniger als 0,6 mm)
Glimmer (95% weniger als 0,2 mm)
Cellulose
Portlandzement
Alkalibestindige Glasfasern
Suhlfasern
10 - 10
- 15 15 15 15
3 3 3 3 3
84 79 784 72 72
3 3 _
Fortsetzung
Vergleichs- Beispiele
beispiel 4
9 10 11 12
Mineralfasern - - - 10 -
Dichte, kg/m3 1100 1430 1500 1250 1250
Bruchmodul, N/mm2 9,5 19,5 14,5 13,5 9,5
Dilatometer-Schrumpfung bei 900X, % 2,95 2,0 2,0 2,0 1,75
Beispiele 13 bis 19 und Vergleichsbeispiel 5
Es wurden Bauplatten nach der in Beispiel 1 beschriebenen Technik auf folgenden Bestandteilen mit folgenden Eigenschaften erhalten:
Vergleichs- Beispiele 14 15 16 17 18 19
ticispici j 4 4 4 4 4 4
13 40,8 39,6 38,5 37,4 36,3 34
Cellulose 4 4 50,2 48,9 47,5 46,1 44,7 42
Kalk 43 42,1 5 7,5 10 12,5 15 20
Siliciumdioxid 53 51,9
Glimmer - 2 2,9 2,21 1,7 1,3 0,95 0,7
(95% weniger als 0,5 mm)
Dilatometer-Schrumpfung 5 4
(linear bei 9000C) %
... r- „ . .- » ,, .... ,o Beispiele 20 bis 22
In jedem Fall betrug die Autoklavenbehandlung 18
Stunden bei 1,030 MPa. Die Dichten aller Produkte 35 Platten wurden unter Verwendung der Technik von
lagen im Bereich von 800 bis 865 kg/m3, und Beispiel 1 aus folgenden Bestandteilen hergestellt,
Bruchmodule lagen im Bereich von 11,0 bis 13,0 N/mm2. wobei die Menge des zugesetzten inerten Füllmaterials
Diese Tabelle zeigt, daß mit zunehmender Glimmer- auf Kosten der das Bindemittel bildenden Bestandteile
menge in den Materialien sich die Schnimpfresistenz bei verändert wurde. Folgende Eigenschaften wiesen die
hoher Temperatur verbesserte. 40 Platten auf:
Beispiel 20 Beispiel 21 4,5 Beispiel 22
Vermikulit 15 15 0,9 15
Glimmer 10 10 10
Cellulose 3 3 3
Siliciumdioxid 32,4 27 18
Kalk 32,4 27 18
Kreide 7,2 18 36
Autoklavenbedingungen jeweils 7 Stunden bei 1,240 MPa
Dichte (kg/m3) jeweils 800 bis 825
Bruchmodul (N/mm2) 6,5 3,0
Dilatometer-Schrumpfung 0,9 0,9
(linear bei 900°Q %

Claims (5)

  1. Patentansprüche;
    U Feuerbeständige, asbestfreie Bauplatte aus einem anorganischen, mit Wasser erhärtenden Bindemittel in Form eines Calciumsilikat-Bjndemittels oder der zur Bfidung eines solchen Bindemittels erforderlichen Bestandteile und/oder Portlandzement und einem faserartigen Verstärkungsmaterial, das organische Fasern enthält, die nicht unterhalb von 1400C schmelzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauplatte zusätzlich Glimmer enthält, und daß das anorganische Bindemittel in einer Menge von 70 bis 90 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Bindemittel und faserartigem Verstärkungsmaterial, enthalten ist
  2. 2. Bauplatte nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet daß die organischen Fasern celluloseartige Fasern sind.
  3. 3. Bauplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die organischen Fasern Polyamid-, Polyester-, Polypropylen-, Viskose-Fasern oder Kohlefaden sind.
  4. 4. Bauplatte nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das anorganische Bindemittel ein Calciumsitikat mit der Kristallstruktur von Tobermorit oder Konotlit ist
  5. 5. Bauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die asbestfreie Masse zusätzlich Perlit oder Vermikulit enthält
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