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Einrichtung zur Anbringung eines Schraubstockes an aufrechten Baumstämmen u. dgl. für Arbeiten im freien Gelände
Bei den Überlandfahrten von Kraftfahrzeugen kommt man häufig in die Lage, aufgetretene kleine Schäden durch Arbeiten am Schraubstock beheben zu können, was in Ortschaften, wo sich ein Schlosser oder Mechaniker befindet, ohneweiters möglich ist. Wenn hingegen derartige Schäden im freien Gelände sich ergeben, stösst deren Beseitigung auf Schwierigkeiten, da dem Fahrer, der diese kleinen Schäden leicht auch selbst beheben könnte, dort keine geeignete Auflage für die Anbringung eines Schraubstockes zur Verfügung steht, so dass der Fahrer gezwungen ist, in die nächste Ortschaft zu wandern und den schadhaften Teil dort wiederherstellen oder ersetzen zu lassen.
Es ist zwar bereits bekanntgeworden, einen von einer Halteplatte mit ebener Passfläche getragenen Schraubstock mittels Ketten und einer Spannschraube an Pfosten rechteckigen Querschnittes festzulegen, doch ist diese Einrichtung wegen der eigenartigen Halteplatte für Pfosten runden Querschnittes nicht verwendbar, was von grossem Nachteil ist, da im freien Gelände kaum Kantholzpfosten vielmehr aber Baumstämme zur Verfügung stehen.
Die vorliegende Einrichtung ist für Pfosten kantigen und runden Querschnitts gleich gut vetwendbar und bietet auch die Möglichkeit zum Ablegen der bei der Arbeit verwendeten Werkzeuge.
Erfindungsgemäss besteht die Einrichtung aus zwei, an dem Baumstamm oder Pfosten diametral anzulegenden Holmen, die einerseits auf ein Auflagerbrett für den Schraubstock, anderseits auf eine mit Spannschraube versehene Spannleiste zur Bildung eines den Baumstamm od. dgl. umschliessenden Rahmens aufgeschoben werden, der mittels der Spannschraube an dem Baumstamm od. dgl. festgeklemmt werden kann, wobei sich die Spannleiste und das Auflagerbrett mit der Aussenseite gegen Widerlager an den Seitenholmen stützen.
In der Zeichnung ist (ine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in den Fig. 1 und 2 in Seitenansicht und in Draufsicht dargestellt ; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie a-b der Fig. 2 im grösseren Massstabe.
Die Einrichtung weist zwei Holme 1, 1 auf, die, wie aus Fig. 3 ersichtlich, aus einem durch Zurückbiegen eines Stahlbandes entstandenen engen U-förmigen Bügel bestehen, dessen Schenkel durch mehrere Stehbolzen 2auseinandergehalten sind ; zwischen je zwei aufeinanderfolgende Bolzen 2 können die Enden einer Spannleiste 3 eingeschoben werden, die mit einer Spannschraube 4 ausgestattet ist. In den durch den Verbindungssteg 5 der Holmschenkel nach aussen begrenzten Raum der Holme 1 sind die Enden eines Auflager-oder Werkbankbrettes 6 eingeschoben, an dessen einem Ende der Schraubstock 7 mit der üblichen Halteschraube 71 festgeklemmt wird.
Durch die beiden Holme 1, 1 und deren Verbindungsstücke 3 und 6 wird ein Rahmen gebildet, der den Baumstamm 8 umschliesst und durch Anziehen der Spannschraube 4 daran festgelegt wird, wobei sich die Spannleiste 3 mit der Aussenfläche gegen einen Stehbolzen 2, das Auflagerbrett 6 gegen den Steg 5 der Holmbügel 1 abstützt.
Das Werkbankbrett 6 ist ungefähr in der Mitte der inneren Kante bei 9 bogenförmig ausgeschnitten, damit sich das Brett 6 an den Baumstamm 8 besser anlegen kann. An der Unterseite des Brettes 6 ist ein Klotz 10 befestigt, dessen innere Fläche mit der Fläche des Ausschnittes 9 bündig liegt und sich daher gleichfalls an dem Stamm 8 anlegt, wodurch eine gesicherte Lagerung des Auflagerbrettes 6 und der gesamten Einrichtung am Baumstamm erreicht wird.
Das Brett 6 ist an der Oberseite mit einer über einen grossen Teil seiner Länge reichenden Vertiefung 11 zum Ablegen des bei der Arbeit benötigten Werkzeuges versehen.
Da der Halterahmen in seine Einzelteile zerlegbar ist, kann die Einrichtung ohne viel Platzbeanspruchung im Fahrzeug mitgeführt werden.
Die Anbringung der Einrichtung an einem Baumstamm geschieht auf folgende Weise :
In den einen Holm 1 werden das Auflagerbrett 6 und die Spannleiste 3 mit dem einen Ende eingeschoben, wobei die letztere zwischen jene zwei Stehbolzen 2 eingeschoben wird, deren Abstand von der Innenseite des Brettes 6 dem Durchmesser des für die Anbringung der Einrichtung ausgewählten Baumstammes einigermassen entspricht. Der so aus diesen drei Teilen gebildete, an der einen Seite noch offene Rahmen
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wird nun auf den Baumstamm aufgesteckt und dann der zweite Holm 1 auf die freien Enden des Auflagerbrettes 6 und der Spannleiste 3 aufgeschoben, wodurch der Rahmen geschlossen wird und so den Baumstamm umschliesst.
Durch Anziehen der Spannschraube 4, deren inneres Ende sich gegen den Stamm stützt, wird die Einrichtung festgelegt, so dass in den Schraubstock eingespannte Werkstücke anstandslos bearbeitet werden können.
Das Abnehmen der Einrichtung von dem Baum erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie beschrieben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Anbringung eines Schraubstockes an aufrechten Baumstämmen u. dgl. für Arbeiten im freien Gelände, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus zwei an dem Baum- stamm od. dgl. an gegenüberliegenden Stellen anzulegenden seitlichen Holmen (1) besteht, die einerseits auf ein Auflager-oder Werkbank-
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zur Bildung eines den Baumstamm umschliessenden Rahmens aufgeschoben sind, der mittels der
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