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Kinderbett
Die Erfindung bezieht sich einerseits auf zerleg- bare Möbel und anderseits auf solche Möbel, die mehr als einem Verwendungszwecke dienen.
Es wurden bereits Möbel entwickelt, bei welchen ein Bett mit einem oder mehreren Schrän- ken vereinigt und mindestens eine der Bett- querwände als Schrank ausgebildet ist. Ferner sind Betten mit unter der Liegefläche eingebauten
Schubladen und Fächern bekanntgeworden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Kinderbett, welches mit einem am Kopf- oder Fussende ausgebildeten Schrank ein Ganzes bildet, wobei die Längsseitenwände des Bettes über die eigentliche Bettlänge hinaus verlängert sind und einerseits im Bereiche dieser Verlängerung gleichzeitig die Seitenwände des
Schrankes bilden, anderseits nach Abnahme der als Kastenrückwand dienenden Bettquerwand eine Verlängerung des Bettes ergeben.
In vielen Wohnungen ist der Wohnraum so begrenzt, dass Möbel, die nur gelegentlich im Gebrauch stehen, sich störend im Wege befinden.
Dies trifft insbesondere für Möbel von Kleinkindern, u. zw. deren Bett, Kleider-bzw. Wäscheschrank und Bad, zu. Solche Möbel werden nur innerhalb einer gewissen Zeit benötigt und sind häufig in einem üblicher Weise eingerichteten Schlafzimmer aufgestellt. Wenn aber diese Möbel nicht mehr erforderlich sind, nehmen sie unnötiger Weise viel Raum ein. Der Zweck der Erfindung ist nun die Beseitigung dieses Übelstandes, indem das neuartige Kombinationsmöbel verschiedene Anpassungsmöglichkeiten besitzt und bei Nichtbedarf auf engstem Raum zusammengelegt an einer geeigneten Stelle versorgt werden kann. Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht, u. zw. zeigt Fig. 1 das zusammenlegbare Möbel im Schaubild, Fig. 2 in Draufsicht und Fig. 3 wieder im Schaubild, jedoch im geöffneten Zustand.
Die Figuren 4 und 5 veranschaulichen das zusammengelegte Möbel im Schaubild und die Fig. 6 und 7 das aufgestellte Möbel in Seitenansicht bei entfernter, vorderer Längsseitenwand bzw. eine Einzelheit.
Das Kinderbett oder Bett für Erwachsene besitzt Längsseitenwände 1, welche derart ausgebildet und verlängert sind, dass sie gleich-
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üblichen Weise, z. B. mittels einer Hakenverbindung, weshalb sich eine genauere Erläuterung der Verbindungsteile erübrigt. Es erweist sich als zweckmässig, den Tisch aus zwei im zusammengelegten Zustande aufeinander ruhenden Platten 5, 10 auszubilden, von denen die obere um senkrecht zur Längsachse des Bettes gestellte Achsbolzen 11 gegen das Bett hin verschwenkbar ist. Diese Platte 10 kann dann auf dem oberen Rand der Seitenwände 1 bzw. des Gitters 4 aufruhen. Auf diese Weise erhält man eine grössere Tischoberfläche, was einen wünschenswerten Vorteil für die Kinderpflege darstellt.
In vorteilhafter Weise ist die umklappbar Platte 10 mit einem Randbord 12 versehen, der einerseits einen Schutz gegen Herabfallen des Kleinkindes gewährt, anderseits die unsichtbare Unterbringung einer zusammengefalteten Matratze 13 in dem durch ihn freigehaltenen Spaltraum zwischen den Platten 5 und 10 gestattet, sobald diese übereinander geklappt sind. Falls erforderlich, können die
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man nun die herausgenommene Bettfusswand in die Türöffnung des früheren Schrankes als Rückwand für den neuen Schrank hineingibt und die Deckplatte 5bzw. die Deckplatten 5und 10 auf die festgestellten Türen 6, 7 auflegt, gewinnt man einen neuen Schrankraum, wobei die Innenseiten der Türen 6, 7 zur Anbringung von Fächern ausgerüstet sein können. Den vorderen Abschluss dieses Schrankes kann ein auf einer Stange aufgehängter Vorhang bilden.
In gleicher Weise wäre es auch möglich, an Stelle der Fusswand als hinteren Abschluss des Schrankes einen Vorhang zu benützen. Für diese Zwecke kann beispielsweise die Stange 14 herangezogen werden. Sollte eine weitere Vergrösserung der Bettlänge sich als notwendig erweisen, kann auch der durch die
Türen 6, 7 geschaffene neue Schrankraum für die Verlängerung des Bettes ganz oder teilweise benützt werden. Selbstverständlich kann der
Schrank auch in einen Kleiderschrank umwandelbar sein.
Die in Fig. 7 veranschaulichte Ausführungsform der als Tisch verwendeten Schrankplatte unterscheidet sich von der früher besprochenen nur dadurch, dass die verschwenkbare Platte 10 aus
Sperrholz mit einer Auflage aus Gummischwamm besteht und keinen Randbord 12 besitzt, wobei auch die Plattenlänge kürzer als bei der an Hand der Fig. 1 und 2 beschriebenen gehalten ist.
Das Möbel kann, wie bereits erwähnt, bei Nichtgebrauch in zwei tragbare flache Pakete zerlegt werden, von denen das eine sich nach Fig. 4 aus den beiden Bettseitenwänden 1 mit zwischen ihnen gelegter Kopf-und Fusswand des Bettes zusammensetzt, wogegen den Mantel des anderen Paketes gemäss Fig. 5 die Lade 16 bildet, in welcher die Deckplatten 5, 10, die Türen 6 und 7, der Badewannenträger, die Badewanne 15 mit Zubehör, der Handtuchhälter 8, die Räder des Bettes und anderes Zubehör, z. B. ein Beleuchtungskörper, eine Heizplatte, eine Waschschüssel 9 samt Puderbehälter usw., versorgt sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kinderbett, welches mit einem am Kopfoder Fussende ausgebildeten Schrank ein ganzes bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseitenwände (1) des Bettes über die eigentliche Bettlänge hinaus verlängert sind und einerseits im Bereiche dieser Verlängerung gleichzeitig die Seitenwände des Schrankes bilden, anderseits nach Abnahme der als Kastenrückwand dienenden Bettquerwand eine Verlängerung des Bettes ergeben.