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Kipphebelschalter
Bei den bekannten Kipphebelschaltem dient zur Lagerung der Hebelachse ein besonderes, mit dem Sockel durch Nietung oder Schraubung verbundenes Organ, Brücke genannt, das auch zur Begrenzung des Schaltweges des Kipphebels sowie jenes der Kontaktwippe dient. Soll ein Kipphebelschalter dieser Type als Unterputzschalter montiert werden, so wird die genannte Brücke als Scheibe mit einem etwas grösseren Durchmesser als die Unterputzdose ausgeführt und an dieser befestigt.
Im Patent Nr. 162 028 ist ein Kipphebelschalter beschrieben, bei welchem dieses Organ durch Ausbildung des Kipphebels selbst, seiner Lagerung sowie des Schaltersockels mit Anschlägen (Aufziehanschlägen) überflüssig wird, wodurch an Einzelbestandteilen des Schalters gespart wird. Soll nun ein Schalter nach dem genannten Patent in einer Unterputzdose montiert werden, bedarf es hiezu gewisser Vorkehrungen, wenn die bekannten Spreizbefestigungen mit eingelegten federnden Gliedern, Krallen usw. und damit deren Nachteile und Verlegungsschwierigkeiten vermieden werden sollen.
Diese Vorkehrungen bestehen erfindungsgemäss darin, entweder dem Schalter bzw. seinem Sockel einen gesonderten Träger zuzuordnen, mit dessen Hilfe er in der Unterputzdose festlegbar ist, wobei zu seinem Anschluss an den Schalter Befestigungsmittel dienen, die unter allen Umständen, d. i. auch bei Aufputzverlegung-wenn auch für andere Zwecke-vorhanden sein müssen, oder den Schaltersockel selbst zum Träger auszubilden, wobei wieder die nämlichen genannten Befestigungsmittel Verwendung finden. Schliesslich sieht die Erfindung auch eine unmittelbare Auflagerung und Befestigung des Schaltersockels am Boden einer Unterputzdose vor, die erfindunggemäss eine besondere Ausbildung erfährt, welche deren Erzeugung aus Kunststoff zweckmässig erscheinen lässt.
Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnungen beschrieben werden, in denen, soweit als hier erforderlich und möglich, gleiche Bezugsziffern für die nämlichen Teile des Schalters wie in den Zeichnungen zum Stammpatent verwendet sind.
Es stellen dar : Fig. 1 einen Kipphebelschalter nach dem genannten Patent mit Zusatzträger und mit Hilfe desselben in einer Unterputzdose montiert ; Fig. 2 den gleichen Schalter, dessen Aufziehanschläge mit damit gleichzeitig hergestellten Seitenarmen oder Konsolen versehen sind, ebenfalls eingebaut in einer Unterputzdose ; Fig. 3 den gleichen Schalter, aufgesetzt und befestigt am Boden einer entsprechend gebauten Dose ; Fig. 4 den Träger aus Metall in Draufsicht für einen Schalter mit einem Kipphebel ; Fig. 5 eine beispielsweise Ausgestaltung des Trägers für einen Doppelschalter mit zwei Kipphebeln ; Fig. 6 die Trägerausführung nach Fig. 4 mit Stanzschnitten und ungebogen ; Fig. 7 eine solche eines Trägers aus Kunststoff mit versteifenden Seitenborden.
Der Schalter nach Stammpatent besteht im Wesen aus einem in Lagerböcken des Sockels um eine Achse schwenkbaren Kipphebel 6 mit Anschlägen zur Begrenzung seines Schaltweges und aus einer an sich bekannten Kontaktwippe, die mit Anschlägen am Kipphebel und mit solchen des Sockels, den sogenannten Aufziehanschlägen, bei der Verstellung des Hebels zusammenarbeitet. Diese Aufziehanschläge 19 werden durch Verstärkung des Sockels geschaffen und diese Verstärfungen dienen zur Aufnahme von Schrauben 22, mit deren Hilfe die Schalter- kappe Ban den Sockel1 angeschlossen werden kann.
Soll ein derartiger Schalter statt als Aufputzals Unterputz-Schalter Verwendung finden, so genügt die Beigabe eines zusätzlichen Trägers 50, etwa in den in den Fig. 4-6 veranschaulichten Formen. Dieser Träger besteht aus einem ausgestanzten Streifen aus Blech mit einer oder mit mehreren zentralen Ausnehmungen 51, um ihn über den Kipphebel 6 und dessen Lagerböcke hinweg auf den Sockel des Schalters aufschieben und auflegen zu können. Bohrungen 52 in der Längsachse des Streifens lassen die Kappenbefestigungsschrauben 22 und ein weiteres Paar Schrauben 61 zum Anschluss des Trägers an den Sockel bzw. an Ohren der Unterputzdose 53 einführen.
Eingeschnittene und unter rechtem Winkel nach abwärts gebogene Zungen 54 dienen zum Zentrieren des Trägers am Sockel, während ausgeschnittene und teilweise nach abwärts gebogene Seitenlappen 55 zur Festlegung der Kipphebelachse gegen Längsverstellung und Verdrehung bzw. zum Anschluss der Kappe Verwendung finden.
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Die durch das Ausschneiden und Abwärtsbiegen der Zungen 54 gewonnenen Ausschnitte des Trägers können zur Einführung von Spreizbefestigungen dienen, die mit der Doseninnenwand zusammenarbeiten.
Um den Schalter in einer Unterputzdose zu montieren, genügt es, den Träger 50 auf dessen Sockel aufzuschieben, die Schrauben 62 anzuziehen und die Befestigungsschrauben 61 in die Dosenohren einzuschrauben sowie die Kappe aufzusetzen und ebenfalls zu befestigen. Es genügen demnach zur genannten Montierung die
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vollkommen der nämliche bleibt, wie er für Aufputzmontierung dient.
Die streifenförmige Ausführung des Trägers hat den Vorzug, dass der Zutritt ins Doseninnere, z. B. zur Klemmung der Stromanschlüsse usw., nur geringfügig behindert wird, im Gegensatz zu den vorbekannten kreisscheibenförmigen Brücken üblicher Kipphebelschalter. Materialbedarf und Herstellungskosten der erfindungsgemäss zu verwendenden Träger sind minimal. Dank der Zentrier-und Lagerhaltelappen sowie dank der vollständigen Umschliessung des Schaltersockels durch den Träger und dessen satter Auflage auf diesem Sockel ist der sonst beobachtenden Tendenz von in Unterputzdosen verlegten Apparaten zum Abkippen vorgebeugt.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 sind der Sockel bzw. dessen Aufziehanschläge 19 schon mit seitlichen Armen oder Konsolen 60 erzeugt, welche sich auf die Unterputzdose bzw.
Ohren derselben auflegen und mittels der
Schrauben 61 dortselbst befestigt sind.
Bei der Ausführungsform des Trägers nach
Fig. 6 sind die seitlichen Lappen 55 bei sonst gleicher Ausbildung dieses Trägers aus dem auszustanzenden mittleren Teil ausgespart und werden nach abwärts abgebogen, um die Kipphebelachse zu sichern. Die Variante gemäss Fig. 5 ist grundsätzlich übereinstimmend mit der Ausführung des Trägers nach Fig. 4 und 6, nur mit dem Unterschied, dass sie für einen Doppelkipphebelschalter bestimmt ist, daher in der Mitte zwei Ausnehmungen aufweist und dass die Seitenlappen ebenfalls zur Befestigung an der Unterputzdose herangezogen sind.
Die Beigabe des Trägers kann gänzlich entfallen, wenn der Schalter gemäss Fig. 2 selbst mit Seitenkonsolen seiner Aufziehanschläge ausgestattet ist oder ferner, wenn durch entsprechende Ausbildung des Bodens der Unterputzdose der Sockel 1 des Schalters auf diesem Boden aufgesetzt und daran befestigt werden kann. Diese Ausführung zeigt Fig. 3, gemäss welcher ein Aufputzschalter ohne jegliches Zusatzglied als Unterputzschalter montiert ist und auch keine Seitenkonsolen besitzt. Der Boden, der in ihren sonstigen Abmessungen normalisierten Dose 53, ist mit einem erhöhten, zentralen Auflagerteil 56 ausgestattet, auf welchen die Sockelunterfläche aufsetzbar und mittels Schraube 57 in gleicher Weise wie bei Aufputzmontierung befestigbar ist.
Die Höhe des Auflagerteiles ist dabei so bemessen, dass Schalter und Kappe richtig sitzen. Diese Einbauart hat den Vorteil, dass die Zugänglichkeit ins Doseninnere praktisch überhaupt nicht mehr als durch den Schalter selbst beengt ist und dass weder Träger noch zusätzliche Schrauben erforderlich sind ; im eingebauten Zustand ist dadurch ein guter Abschluss gebildet. Derartige Dosen können vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt sein. Auch der Träger 50 kann statt aus Blech ebenfalls aus Kunststoff bestehen, in welchem Falle es sich empfiehlt, versteifende Randborde 58 anzubringen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Brückenloser Kipphebelschalter nach Patent Nr. 162 028, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Montierung in Unterputzdosen die Aufziehanschläge (19) seines Sockels zum fallweisen Anschluss eines zusätzlichen Trägers mit Hilfe von Befestigungsmitteln ausgebildet sind.
2. Brückenloser Kipphebelschalter nach Patent Nr. 162 028, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufziehanschläge (19) mit vorzugsweise daran angegossenen Seitenkonsolen (60) ausgestattet sind, mit denen der Schalter in der Unterputzdose (53) befestigbar ist.
3. Brückenloser Kipphebelschalter nach Patent Nr. 162 028, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltersockel zum Aufsetzen auf einen vorzugsweise erhabenen Teil des Dosenbodens ausgebildet und an diesem festlegbar ist.