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Österreichische PATENTSCHRIFT N"16264. EDMUND PASTERNEK IN MAXGLAN (SALZBURG).
Windkraftmaschine.
Die Erfindung betrifft eine Windkraftmaschine, deren Flügel veränderbar belastet werden können, um den Wirkungsgrad der Maschine einzustellen, sowie bei unregelmässiger Windgeschwindigkeit jede augenblickliche oder länger andauernde schädliche Beschleunigung des Ganges der Maschine zu verhindern.
Fig. 1 der Zeichnung stellt die Windkraftmaschine dar ; Fig. 2 zeigt in Stirnansicht und Fig. 3 in Längsansicht einen einzelnen Flügel samt dessen Lagerung und die Fig. 4 und 5 veranschaulichen die Betätigungseinrichtung für die Flügel.
Die Windkraftmaschine besteht aus dem turmartigen Gestelle a, in dessen obersten Teile die das Windrad, die Übersetzung auf die lotrechte Welle 1 und den Steuerfliigel tragende Drehbühne c zweckdienlich auf Kugeln d drehbar gelagert ist. Das Windrad setzt sich aus einer entsprechenden Anzahl von Flügeln e, e, die drehbar zwischen zwei einen starren Rahmen bildenden Lagerringen f, f eingesetzt sind, zusammen. Die Lagerringe f,f sind durch Speichen g miteinander verbunden, die vorzugsweise aus Winkeleisen gebildet sind.
Die Flügel ss sind mittels Scharnieren oder Fischbändern h an den Speichen y derart
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geordnet ist, dass sie in der Mitte der Welle befestigt ist und nach den beiden Enden hin in entgegengesetzter Richtung die Welle umwindet, während die Enden/ senkrecht zur Welle j auslaufen und sich gegen die zugekehrte Fläche der Flügel e legen, wodurch die Flügel sich parallel zur Drehrichtung des Rades zu stellen suchen, d. h. alle Flügel des
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Flüge) c sind aber nicht in ihrer Symmetrieachse gelagert, sondern unsymmetrisch derart, dass sie die grössere Hälfte je nach einer und die kleinere je nach der anderen Seite ihrer Lagermittel kehren, so dass durch den Winddruck die Flügel in die entsprechende Offenstellung gebracht werden.
Die Federspannung setzt nun diesem Öffnen einen bestimmten Widerstand entgegen, welche Einrichtung bisher schon dazu benützt wurde, den Wirkungs- grad einer Windkraftmaschine gleichbleibend zu erhalten, indem man die Flügel unter einseitige Belastung stellte, so dass ihr Neigungswinkel durch den Unterschied des Winddruckes und des Federdruckes bestimmt wurde.
Nach der Erfindung soll aber der jeweilig erforderliche Wirkungsgrad der Maschine vorher eingestellt werden, was durch folgende
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Auf der Federwelle j sitzt eine Trommel m, auf der ein mit einem Ende auf ihr befestigtes Zugorgan It aufgewickelt ist, dessen anderes Ende über eine Leitrolle o zu einer auf der Speiche 9 nächst der Radnabe p gelagerten Doppeltrommel q führt, woselbst es ebenfalls befestigt ist, u. zw.
auf dem Trommelteil von grösserem Durchmesser, während auf dem einen kleineren Durchmesser aufweisenden Trommelteil das Ende eines zweiten Zugorganes r befestigt und letzteres in entgegengesetzter Richtung zum Zugorgan in mehrfach umwickelt ist, so dass bei Zug an r sich dieses von der Trommel q ab-, n dagegen auf dieselbe aufwindet, während bei Nachlassen von !'durch die Wirkung der Feder k M von der Trommel q ab-und r auf dieselbe aufgewickelt wird.
Diese Zugorgane r, deren ebensoviele als Flügel e vorhanden sind, sind mit ihrem anderen Ende an eine Muffe s ange-
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geringer wird, wobei der Unterschied in den Trommeldurchmessern ein rasches Verdrehen der Federwelle j bei verhältnismässig geringem Zug am Zugorgan r bewirkt. Der grösseren oder geringeren Spannung der Federn k entsprechend, bieten die Flügel dem Verdrehen durch den Winddruck einen grösseren oder geringeren Widerstand dar, wodurch somit mittelbar die Arbeitsleistung der Maschine bestimmt (eingestellt) werden kann. Durch vollständiges Abwickeln des Zugorganes n und dadurch gänzlich Entlastung der Federn k wird'erreicht, dass sich die Flügel e unter dem Winddruck wagrecht stellen und somit das Rad gar nicht betätigt wird.
Die Verstellung der Muffe s erfolgt mittels eines in beliebiger Entfernung vom Windrade angeordneten Windwerkes x, das durch ein über Leitrollen y und die hohle Achse 1 geführtes Zugorgan z auf die Muffe s übersetzt.
Von der lotrechten Welle l kann in bekannter Art die Kraft des Windes abgenommen werden. Sämtliche arbeitende Teile, wie Wellen, Getriebe u. s. w. werden durch passende Gehäuse abgedeckt, um sie vor Einwirkung der Witterung zu schützen. Der Hauptvorteil des Motors liegt darin, dass seine Arbeitsleistung innerhalb gewisser Grenzen je dem geforderten Masse entsprechend selbst während des Betriebes veränder-und einstellbar ist, wobei nebstbei noch der bekannte Vorteil federbelasteter Flügel, plötzlichen heftigen Windstössen gegenüber unempfindlich zu sein, beibehalten bleibt.