AT154583B - Lichtbogenlöscheinrichtung mit Hilfe eines strömenden Löschmittels. - Google Patents

Lichtbogenlöscheinrichtung mit Hilfe eines strömenden Löschmittels.

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AT154583B
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AT
Austria
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arc
extinguishing
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pressure holding
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Inventor
Floris Dr Ing Koppelmann
Original Assignee
Siemens Ag
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Description


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    Lichtbogenloscheintiehtung   mit   IIilfe   eines strömenden Löschmittel. 



   Das Patent Nr. 146990 betrifft eine Einrichtung zum   Löschen   eines Lichtbogens in verschiedenen Unterbreehungsvorriehtungen mit Hilfe eines strömenden   Löschmittels,   das durch einen Lichtbogenkanal, in den es an einer oder mehreren mittleren Stellen eintritt, in seiner   Längsrichtung   gegen beide Elektroden geführt wird. Die Erfindung verbessert diese   Lichtbogenlöscheinrichtung   in der Weise, dass der Lichtbogenkanal inmitten einer ihm das   Löschmittel   liefernden Druckhaltekammer angeordnet wird. Die den   Lichtbogenkanal   bildenden Hüllen oder Düsen sind hierbei zweckmässig innen an den beiden axialen Enden der Druckhaltekammer befestigt. 



   Durch diese Anordnung wird einerseits dasjenige hohe Druckgefälle und somit diejenige   Strömungsgeschwindigkeit   im Lichtbogenraum hervorgebracht und aufrechterhalten, welche erforderlich sind, um eine durchschlagsfeste Strecke in eine mittlere Stelle des Lichtbogenraumes   einzusehieben.   



  Bei Wechselstromlichtbogen steht hiefür während der sogenannten stromlosen Pause eine sehr kurze Zeit in der Grössenordnung von   0'001 set   zur Verfügung. Anderseits kann bei Anordnung des Lichtbogenkanals inmitten der Druckhaltekammer die Einströmung des   Löschmittels   quer zur Kanalachse vollkommen gleichmässig von allen Seiten stattfinden. Die   Druckhaltekammer   erfüllt somit die doppelte 
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 bei pulsierender Strömung hochzuhalten und den Lichtbogen durch andauernd gleichmässige allseitige   Löschmitteleinströmung   im Raum festzuhalten. Beides zusammen ergibt eine hohe Relativgeschwindigkeit der Strömung zum Lichtbogen, der vollkommen stillsteht und dem   Löschmittelstrom   nicht ausweichen kann.

   Mithin wird der   Liehtbogenkörper   zunächst an einer mittleren Stelle von seinen Ladungsträgern rasch gesäubert, welcher Vorgang gegen beide   Liehtbogenenden   fortschreitet. Man kann also mit Hilfe der Erfindung einen Lichtbogen ohne besondere Verlängerung, mit kleiner Lichtbogenarbeit, viel geringerem   Löschmitteldruck   und viel kleinerer   Löschmittelmenge   unterbrechen, als dies bisher möglich war. 



   Sogenannte Blaskammern sind bei   Druekgassehaltern   bekannt. Ihre Vorteile werden aber dort nicht voll ausgenützt, weil das aus ihnen in den   Lichtbogenraum   abströmende   Löschmittel   auf den ihm teilweise ausweichenden Lichtbogen mechanisch einwirken muss und daher Druckstauungen unterliegt. Bei der   Anordnung   nach der Erfindung kann dagegen die der Druckhaltekammer entnommene Druckenergie nahezu vollkommen in Strömungsenergie umgesetzt werden, so dass das   Löschmittel   mit hohem Druckgefälle und hoher Geschwindigkeit längs des ruhenden Lichtbogens von dessen Mitte gegen seine Enden strömt. 



   Wird die Erfindung auf einen Schalter angewendet, dann ist es wesentlich, dass der Lichtbogen in der Achse des Löschkanals gezogen wird, so dass er von allem Anfang an zentrisch in einer strömenden Gashülle brennt und bis zum Erlöschen in dieser für die Löschung günstigsten zentrischen Lage in bezug auf das strömende   Löschmittel   bleibt. 



   Der Rauminhalt der   Druckhaltekammer   soll ein Vielfaches desjenigen Gasvolumens sein, das während der stromlosen Pause des Wechselstromlichtbogens durch den Löschkanal ausfliessen kann, damit während dieser ganzen Pause annähernd der volle Druck in der   Druckhaltekammer   aufrecht- 
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   Zuflussquerschnitt   aber nicht zu gross machen, vor allem um zu verhindern, dass der Bogen in die Druckhaltekammer schlägt. 



   Es ist besonders zweckmässig, die Wand des   Löschkanals   aus Isolierstoff zu machen, damit keine Rückzündung über sie hinweg erfolgen kann. Mit Rücksicht auf den Abbrand kann es   nützlich   sein, gewisse Teile der Kanalwand aus Metall zu machen, welches aber in keiner Verbindung mit den Elektroden stehen soll, sondern ein Zwischenpotential annimmt. 



   In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. 



   1 ist eine zylindrische Hülle oder Doppeldüse aus Isoliermaterial, die den Löschkanal 2 für den Lichtbogen bildet. Sie hat mitten zwischen ihren beiden Enden ringsum angeordnete Einström- öffnungen 3. Man kann auch die diese Öffnungen voneinander trennenden Stege weglassen, so dass eine zusammenhängende ringförmige Verbindung zwischen der Druckhaltekammer   ?   und dem   Lösehkanal 2   entsteht.   4   ist ein Isolierrohr, das die Hülle 1 konzentrisch   umschliesst.   Durch die kegelig einspringenden Stirnflächen 5, 6 sind die beiden Rohre 1 und   4   zu einem Ganzen verbunden.

   Durch diese Wandungen wird ein geschlossener Ringraum 7 abgegrenzt, der sich rings um die Achse des   Lösehkanals   2 erstreckt. 8 ist das feststehende   Sehaltstück,   9 der Schaltstift, der durch einen nicht gezeichneten An- 

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 trieb bewegt wird. 10 ist die Stromleitung zum feststehenden Schaltstück   8,   11 die Stromableitung vom beweglichen   Sehaltstift   9, 12 ist eine Druckgaszuleitung zum Ringraum 7. 



   Die Unterbrechung des Lichtbogens in dieser   Löscheinrichtung   vollzieht sich folgendermassen :
Zuerst wird durch den Auslöser des Sehalters ein   Druekgasventil,   welches in der Leitung 12 angeordnet ist, geöffnet. Darauf strömt das Druckgas in der Pfeilrichtung durch die Leitung 12 in die Druckhaltekammer 7 ein und tritt von hier in der Richtung der Pfeile durch die Öffnungen 3 in den   Losehkanal.   2 ein. Da der Stift 9 zwischen seinem Umfang und der Hülle 1 einen Ringraum freilässt, kann sich die Gasströmung durch den Löschkanal schon ausbilden, während noch der Stift 9 sich in ihr befindet. Der Schaltstiftantrieb wird mit einer gewissen Verzögerung gegenüber dem Druckgasventil ausgelöst.

   Der Stift bewegt sich nun nach rechts und zieht dabei den Unterbrechungslichtbogen durch den   Löschkanal   2 hindurch. Der Lichtbogen wird durch die Hülle 1 eng umschlossen. Er brennt in einer strömenden Druckgashülle, wobei das ganze aus der Druckhaltekammer 7 nach dem Löschkanal 2 sich ausbildende Strömungsbild axiale Symmetrie mit Bezug auf den Lichtbogen besitzt. 



  In dem Masse, als das Lichtbogenvolumen mit der   Weehselstromfrequenz   wechselt, wechselt auch die Stärke der Druckgasströmung in der Hülle 1, weil deren freier   Strömungsquerschnitt   im Strommaximum des Lichtbogens durch diesen stark verlegt wird, in der stromschwachen Pause des   Wechselstromes   dagegen nicht. Es bildet sich also eine mit der Weehselstromfrequenz pulsierende Gasströmung aus, welche in der Richtung der in der Zeichnung eingetragenen Pfeile aus der Druckhaltekammer 7 durch den Löschkanal 2 hindurch gerichtet ist.

   Dadurch, dass der Ringraum 7 das Vielfache von demjenigen Gasvolumen fasst, welches während der stromschwachen Pause des   Wechselstromlichtbogens   durch den Löschkanal 2 ausfliessen kann und diese Gasmenge durch die geometrische Form des Druckhalteraumes in die unmittelbarste Nähe des   Löschkanals   gebracht ist, wird die aufzuwendende Beschleunigungsarbeit ein Minimum, so dass das Gas im   Löschkanal   kurz vor dem Stromnulldurchgang unter kleinstem Druckverlust auf eine hohe Geschwindigkeit beschleunigt wird. Dadurch tritt im Augenblick des Stromnulldurchganges eine wirksame Löschung des Unterbrechungslichtbogens im   Löseh-   kanal 2 ein. 



   In die Leitung 12 kann, um unnötigen Pressgasverbrauch nach beendeter Abschaltung zu vermeiden, ein drosselnder Teil eingeschaltet werden, dessen   Durchflussquersehnitt   enger ist als der Ausfluss querschnitt des Löschkanals 2, so dass diese Drosselstelle den engsten Teil des ganzen Strömungsweges des Lösehmittels bildet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Lichtbogenlöscheinrichtung   mit Hilfe eines strömenden Lösehmittels nach Patent Nr. 146990, dadurch gekennzeichnet, dass der das   Löschmittel   gegen beide Elektroden führende Lichtbogenkanal inmitten einer das   Lösehmittel   liefernden Druckhaltekammer liegt.

Claims (1)

  1. 2. Lichtbogenlöscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Lichtbogenkanal bildenden Hüllen oder Düsen innen an beiden axialen Enden der Druekhaltekammer befestigt sind.
    3. Lichtbogenlöscheinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen der Druckhaltekammer kegelig gegen die äusseren Mündungen des Lichtbogenkanals einspringen.
    4. Lichtbogenlöscheinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckhaltekammer ein Vielfaches desjenigen Gasvolumens fasst, das während der stromlosen Pause des Wechselstromlichtbogens durch den Liehtbogenkanal ausfliessen kann.
    5. Lichtbogenlöscheinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesamtquerschnitt der Einströmöffnungen des Lichtbogenkanals ein Vielfaches des Gesamtquerschnittes der Ausströmöffnungen beträgt. EMI2.1
AT154583D 1932-05-24 1934-12-01 Lichtbogenlöscheinrichtung mit Hilfe eines strömenden Löschmittels. AT154583B (de)

Applications Claiming Priority (2)

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DE154583X 1933-12-01

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AT154583D AT154583B (de) 1932-05-24 1934-12-01 Lichtbogenlöscheinrichtung mit Hilfe eines strömenden Löschmittels.

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