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Verfahren und Vorrichtung zum Anzeigen von Bränden.
Feuersbrünste nehmen oft lediglich deshalb ein grosses Ausmass an, weil das Feuer zu spät wahr- genommen wird. Nicht selten wird die Feueisbrunst erst bemerkt, nachdem das Feuer sieh bereits bis zur Aussenseite des Gebäudes durchgefressen hat. Dies ist insbesondere bei Fabriksgebäuden und
Lagerhäusern, bei Museen und ähnlichen Bauten der Fall, in denen während der Nacht nicht gearbeitet ) wird.
Es sind bereits Feuermeldevorrichtungen bekannt, welche durch das bei einem plötzlichen
Temperaturanstieg auftretende Schmelzen oder Ausdehnen eines Anzeigestoffes betätigt werden.
Diese Vorrichtungen sind jedoch deshalb nachteilig, weil sie häufig erst dann anzeigen, wenn die
Temperatur infolge des Feuers um einige zehn Grade angestiegen ist.
Die Erfindung betrifft demgegenüber eine Vorrichtung, welche das Ausbrechen eines Feuers bereits dann anzeigt, wenn die Temperatur des Raumes, in dem die Vorrichtung aufgestellt ist, unter dem Einflusse des Feuers nur um einige Grade angestiegen ist, u. zw. unabhängig von der Höhe der in dem betreffenden Raume vor Feuerausbrueh herrschenden Temperatur.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass eine beliebige Alarmvorrichtung mittels eines kleinen, frei aufgehängten Behälters betätigt wird, welcher sich infolge der durch das Feuer bewirkten Änderung der Dichte der umgebenden Luft senkt und dadurch die Alarmvorrichtung ein-bzw. aus- schaltet.
Das Luftgewicht nimmt bekanntlich im umgekehrten Verhältnis zu der Lufttemperatur ab und die in einem abgeschlossenen Raume, z. B. in einem Zimmer befindliche Luft wird sich unter dem unmittelbaren Einflusse der Flammen rascher als unter der Einwirkung von Witterungsänderungen oder infolge der Zentral-oder Ofenheizung erwärmen. Diesen Tatsachen wird nun bei dem Bau der
Vorrichtung nach der Erfindung Rechnung getragen, indem den Wandungen des Behälters ein solcher
Grad von Wärmeleitfähigkeit verliehen wird, dass die Vorrichtung lediglich auf Feuer, nicht aber auf eine allmähliche Temperatursteigerung anspricht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ansicht der Vorrichtung, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 und Fig. 3 einen waagrechten Schnitt durch die Vorrichtung nach der Linie A-B der
Fig. 2.
Die Vorrichtung nach der Erfindung besteht aus einem Gehäuse 1, das drei Kammern a, b, c enthält. In der mittleren Kammer b ist ein Waagegestell 2 mit dem Waagebalken. 3 untergebracht.
An dem einen Waagebalkenende ist in der Kammer c ein Behälter 4 und an dem andern Waagebalken- ende ein Gegengewicht 5 aufgehängt. Der eine Pol V der Stromquelle ist an das Gehäuse 1 angeschlossen, während der andere Pol V'von demselben isoliert und in das Innere des Gehäuses eingeführt ist. Der Waagebalken berührt daher beim Anwachsen des Behältergewichtes den Pol V', schliesst den Stromkreis und schaltet dabei die nicht dargestellte Alarmvorrichtung ein. In der Wand der Kammer b ist in den Stromkreis eine Kontrollglühlampe 6 eingeschaltet. Der Waagebalken. 3 ist in seiner üblichen Lage an der Seite des Gegengewichtes ein wenig überlastet, derart, dass er sich mittels der Feder 8 auf den Bolzen 7 legt.
Diese Feder verhindert ein etwaiges Abprallen des Waagebalkens von der
Stütze bei Erschütterungen der Vorrichtung und einem hiedurch hervorgerufenen blinden Alarm.
Das Gehäuse 1 ist mit zur Befestigung der Vorrichtung an der Wand bestimmten Ösen 9 sowie mit einem Lot 10 versehen.
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Um die Leistungsfähigkeit der Vorrichtung zu gewährleisten, müssen ihre wesentlichen Bestandteile, nämlich der Behälter, der Waagebalken und das Gegengewicht, auf das sorgfältigste gegen Be- schädigungen geschützt sein, die durch Staub, Insekten, Luftzug u. dgl. bewirkt werden könnten.
Aus diesem Grunde besitzt die Waage eine besondere Hülle 11, die den Zufluss der Wärme zum Inneren der Kammer c gestattet, jedoch zugleich diese Einrichtungsbestandteile vor den genannten äusseren Einflüssen weitgehend schützt. Die Hülle 11 ist entweder aus einem sehr dichten Gewebe oder aus einem sehr dünnen Blech von hoher Wärmeleitfähigkeit hergestellt. Die Öffnungen 12 des Gehäuses 1 sind durch Kappen 12'verdeckt. Da das Gehäuse 1 nicht luftdicht abgeschlossen sein kann, schützt es den Behälter 4 nicht vollständig vor dem Eindringen von kleinen Staubteilchen, so dass es an sich möglich wäre, dass der Behälter nach Ablauf einer gewissen Zeit unter dem Einfluss dieser Belastung sinken und einen unnötigen Alarm bewirken könnte.
Um dies zu verhindern, ist das Gegengewicht aus demselben Werkstoff wie der Behälter 4 hergestellt und besitzt eine gleiche Oberfläche wie der Behälter, so dass die Mengen des sich beiderseits des Waagebalkens absetzenden Staubes einander stets gleich sind. Da unter dem Einfluss des wechselnden barometrischen Druckes die Luftdichte und damit auch das Luftgewieht des Raumes Änderungen erfahren, während das Gewicht der im Behälter 4 eingeschlossenen Luft stets gleich bleibt, könnte dies zu einem unerwünschten Ausschlagen der Waage nach der einen oder andern Richtung und zu einem unnötigen Alarm führen. Um dies zu verhüten, weist der Behälter 4 eine verhüllte Öffnung 13 auf, die bei Änderung des atmosphärischen Druckes einen allmählichen Ausgleich der Luftdichte an der Aussen-und Innenseite des Behälters gestattet.
Die Vorrichtung wirkt folgendermassen :
Beim Ausbruch eines Feuers entsteht eine plötzliche Steigerung der Lufttemperatur in dem betreffenden Raume. Die erwärmte Luft gelangt durch die Öffnungen 12 des Gehäuses 1 durch die Hülle 11 hindurch ins Innere der Kammer c und bewirkt, falls die Hülle 11 aus einem dünnen Metallbleeh guter Wärmeleitfähigkeit hergestellt ist, eine rasche Erwärmung der in der Kammer c befindlichen Luft.
Die dadurch herbeigeführte Abnahme der Dichte der den Behälter 4 umgebenden Luft bewirkt die Senkung dieses letzten, wodurch der Waagebalken 3 mit dem Kontakt V'in Berührung kommt und die Alarmvorrichtung einschaltet.
EMI2.1
mittels eines frei aufgehängten Behälters betätigt wird, der infolge der durch das Feuer herbeigeführten Änderung der Dichte der umgebenden Luft abwärts sinkt und dadurch den Kontakt einer elektrischen Alarmvorrichtung ein-oder ausschaltet.