AT151875B - Tonwiedergabegerät. - Google Patents

Tonwiedergabegerät.

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AT151875B
AT151875B AT151875DA AT151875B AT 151875 B AT151875 B AT 151875B AT 151875D A AT151875D A AT 151875DA AT 151875 B AT151875 B AT 151875B
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Description


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  Tonwiedergabegerät. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Tonwiedergabegerät, bestehend aus einem in ein Gehäuse eingebauten Membranlautsprecher, welches mit grosser Wiedergabetreue arbeitet und besonders zur Verwendung in Verbindung mit Rundfunkempfängern geeignet ist. 



   Von den wichtigen Faktoren, die bei bekannten   Tonwiedergabeeinrichtungen   die Wiedergabetreue verschlechtern, seien die nicht   gleichförmige Frequenzcharakteristik   des primären Tonwiedergabeelementes bzw. der Membran, die infolge Resonanzerscheinungen nicht gleichförmige Frequenzcharakteristik des Gehäuses oder   der Umhüllung   und Interferenzerseheinungen erwähnt, welche durch die von verschiedenen Teilen der Tonwiedergabeeinriehtung ausgehenden   Wellenzuge   entstehen. 



   Die Verschlechterungen der Wiedergabetreue durch eine nicht   gleichförmige Frequenzcharakteri-   stik der Membran hat man in ziemlich befriedigender Weise durch Verwendung von genügend steifen und leichten Konusmembranen beseitigen können. Eine solche Konusmembran ist jedoch für sich allein noch nicht zu einer befriedigenden   Sehallabstrahlung   geeignet, weil die strahlende Fläche selbst zu klein ist und weil infolge der gegenphasigen   Drucksehwankungen   auf der Vorderseite und der Rückseite der Membran, insbesondere für tiefe Töne, ein Druckausgleich um den Membranrand herum erfolgt. Man ist daher gezwungen, solche Membranen in Gehäuse einzubauen, die den Druckausgleich entweder durch einen völligen Abschluss der Membranrückseite oder durch genügend weit nach den Seiten geführte Wände verhindern.

   Bei beiden Lösungen entstehen jedoch gewisse Schwierigkeiten, u. zw. bei den auf der Rückseite angeordneten abgeschlossenen Gehäusen die Schwierigkeit, eine Verzerrung der Wiedergabe durch Eigenresonanzen des eingeschlossenen Luftraumes zu verhindern, und bei dem Schallwandprinzip die Schwierigkeit, eine genügend grosse   Wandfläche   unterzubringen. Auch bei 
 EMI1.1 
 vorzusehen. 



   Es wurde bereits auch vorgeschlagen, die strahlende Membran in der Ecke eines Raumes anzuordnen und hinter der Membran, beispielsweise im Mauerwerk der Wand, eine abgeschlossene Tonhöhle anzubringen oder die Membran in eine der Ecke eines Raumes angepasste Schallwand einzubauen, wobei der durch die Schallwand abgeschlossene Teil der Ecke als Tonhöhle dient. Diese Anordnungen sind in mancher Hinsicht nicht befriedigend, weil man in der Grösse der Tonhöhle ausserordentlich   beschränkt   ist und weil auch die Strahlungsrichtung der Membran durch die Art des Einbaues in der Raumecke von vornherein in ganz bestimmter Weise, beispielsweise schräg aufwärts, festgelegt ist. 



  Es ist auch eine Anordnung bekannt geworden, bei welcher ein Trichterlautsprecher in der Ecke eines Raumes mit aufwärts   gerichteter Trichteröffnung angebracht   und oberhalb der Trichtermündung eine   Ablenkfläche   angebracht war. zu dem Zwecke, den abgestrahlten Schall in geeigneter Weise in den Raum zu werfen. Dieser Einrichtung haften   natürlich   die bekannten Mängel eines Trichterlautspreehers an und sie reicht hinsichtlich der   Wiedergabequalität nicht   an   Grossfläehenkonus-Laut-   sprecher heran. Erwähnt sei noch, dass man auch vorgeschlagen hat, innerhalb eines Tonwiedergabegerätes die strahlende Membran in eine waagrechte Trennwand einzubauen, wobei die Membran in lotrechter Richtung strahlt.

   Ferner ist es bereits bekannt, die zum Abschluss der Membranrückseite vorgesehene Tonhöhle mit schallabsorbierendem Stoff auszukleiden. Diese Massnahme kann sich natürlich nur dann in dem   gewünschten   Sinne auswirken, wenn die   Tonhöhle   eine ausreichende Grösse besitzt, 

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Ein weiteres wichtiges Problem ist die richtige Verteilung der Tonwellen auf den   Zuhörerral1m.   



  Die frei oder in einer   Schallwand   strahlende Konusmembran strahlt bekanntlieh die Töne höherer Frequenz in einem ziemlich engen Bündel in axialer Richtung aus, so dass es notwendig ist, durch 
 EMI2.1 
 
Die Erfindung bezweckt nun, eine Tonwiedergabeeinriehtung zu schaffen, bei welcher die besprochenen Mängel der bekannten Anordnungen in weitem Masse beseitigt oder wesentlich herabgesetzt werden und welche die Tonwellen mit einer überraschenden Wiedergabetreue und hohem Wirkungsgrad wiedergibt. Ausserdem wird durch die Einrichtung nach der Erfindung eine gleichmässige Verteilung der Tonwellen verschiedener Frequenz über den Wiedergaberaum erzielt und das Entstehen von Interferenzmustern praktisch verhindert.

   Gegenstand der Erfindung ist ein Tonwiedergabegerät zur Aufstellung oder Anordnung in der Ecke eines Zimmers, bei welchem die strahlende Membran mit im wesentlichen lotrechter   Abstrahlungsrichtung   innerhalb eines der Zimmereeke angepassten Gehäuses von vorzugsweise prismatischer Gestalt angeordnet ist ; das Gehäuse ist dabei durch eine die Membran aufnehmende Sehallwand derart unterteilt, dass auf der Rückseite der Membran eine akustisch abgeschlossene und unter Ausnutzung des verfügbaren Raumes in der Zimmererke geräumige Tonhöhle gebildet wird, während gegenüber der Membranvorderseite zur Umlenkung der lotrechten Schallabstrahlung eine   schräg   gestellte   Ablenkfläehe,   vorzugsweise eine   Konusfläche,   angeordnet ist.

   Der vor der Membran angeordnete Ablenkkörper kann einen oder mehrere zusätzliche segmentförmige konische Ablenker und eine Mehrzahl von senkrechten Flossen aufweisen, die von einem Punkt im Innern der Höhle, der ungefähr in der Verlängerung der Membranachse liegt. ausgehen, um eine noch gleichförmigere Winkelverteilung der Tonwellen in dem Wiedergaberaum zu erzielen. Das Gehäuse besteht dabei aus einem starren, im wesentlichen nicht   schwingungsfähigen   Material, wobei in geeigneter Weise schallabsorbierende Stoffe mitverwendet werden können. Eine grössere Menge schallabsorbierenden Materials ist an dem Ende der hinter der Membran   befindliehen   
 EMI2.2 
 
Die nachfolgende Beschreibung eines   Ausführungsbeispieles   in Verbindung mit den Zeichnungen wird die Erfindung in ihrem ganzen Umfang klarer machen.

   Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Tonwiedergabegerätes gemäss der Erfindung. Fig. 2 ist ein   Längssehnitc   der Einrichtung nach Fig. 1 geschnitten entlang der Linie   2-2   der Fig. 4. Fig. 3 und 4 sind Querschnittansichten der Einrichtung nach Fig. 1, geschnitten entlang den Linien 3-3 und 4-4 der Fig. 2. Fig. 5 stellt verschiedene Arbeitseharakteristiken des Gerätes entsprechend den Fig. 1-4 dar und verschiedene Verbesserungen gemäss der Erfindung. Fig. ss ist eine schematische Schaltung eines vollständigen   Rundfunkempfängers,   mit welcher die Tonwiedergabeeinrichtung der Erfindung geeignet verwendet werden kann ; sie   schliesst   
 EMI2.3 
 charakteristik des verbesserten   Tonwiedergabegerätes   ein. 



   In den Fig. 1-4 ist ein Tonwiedergabegerät gemäss der Erfindung gezeigt, das einen Kasten oder ein Gehäuse 10 enthält, welches in seinem unteren Ende in einer Tonhöhle 11 endet, die von dem oberen Teil des Kastens durch die   Seheidewand   12 getrennt ist. Eine Öffnung 12   a,   ist in der Scheidewand vorgesehen, in welcher oder über welcher eine Tonwiedergabeeinrichtung   1. 3 mit Grossflächen-   membran angebracht ist. Damit ist eine Einrichtung gemeint, die eine relativ grosse schwingende 
 EMI2.4 
 dem Scheitel eines Raumwinkels. wie z. B. der Ecke eines Raumes anpasst ; der Schnittpunkt der Wände eines solchen Raumes ist schematisch durch die Linien 14 der Fig. 1 dargestellt.

   Bei solch einer Anordnung bilden die Wände und der Boden oder die Decke tatsächlich eine Fortsetzung und Vergrösserung der Tonhöhle 11 und verbessern die Wirksamkeit der Tonwiedergabeeinrichtung 13. 
 EMI2.5 
 wesentlichen gleich gross ist wie die Basis der Tonhöhle 11. Zu diesem Zweck und auch für die Zwecke, die später beschrieben werden, kann es wünschenswert sein, die   Vordereekkante   des Gehäuses 10 
 EMI2.6 
 der Basis der Höhle 11 bestimmt und sollte vorzugsweise so sein, dass die Tonwellen, die durch die Einrichtung 13 erzeugt werden, im wesentlichen auf den Kopf des Hörers gerichtet werden, der sieh   in der Mitte des Raumes befindet, in welchem die Einrichtung benutzt wird.

   Dieser Scheitelwinkel ist vorzugsweise 130 , er kann jedoch innerhalb der Grenzen von ungefähr : 20  verändert werden.   

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    Der Ablenker 15 dient hauptsächlich dazu, die abwärts gerichteten Tonwellen nach aussen in den Raum hinein zu reflektieren. 



  Um die Verteilung der Tonwellen in senkrechter Richtung zu verbessern, sind ein oder mehrere zusätzliche segmentartige konische Ablenker 16 im wesentlichen parallel zum Ablenker 15 und mitten zwischen ihm und der Scheidewand 72 angeordnet. Der Ablenker 16 erstreckt sich vorzugsweise im wesentlichen bis zur Mitte der Tonhöhe 11 und/oder bis zur Mitte der Tonwiedergabeeinrichtung 1, 3. 



  Um die Winkelverteilung der Tonwellen zu verbessern, ist ausserdem eine Mehrzahl von vertikalen Flossen vorgesehen, in diesem Beispiel die zwei Flossen 17 und 18, die sich zwischen dem konischen Ablenker 15 und der Scheidewand 12 erstrecken und sich im wesentlichen von der Mitte der Tonhöhle und/oder der Mitte der Tonwiedergabeeinriehtung. 13 nach aussen ausdehnen. Die Flossen 17 und 18 können vereinigt sein durch die Flosse 19, die sich bis zur hinteren Ecke der Tonhöhle 11 erstreckt. 



  Die konischen Ablenker 15 und 16 und die senkrechten Flossen 17, 18 und 19 müssen von hinreichender Steifheit sein, um wesentliche mechanische Vibrationen im Hörfrequenzbereich zu verhindern, und sie können zu diesem Zweck mittelstarke Metallbleche oder Metalleinlagen, die gelötet, geschweisst oder anderweitig in gleichförmiger Struktur hergestellt sind, enthalten. 



  Der obere Teil des Gehäuses 10 oberhalb der Scheidewand 12 bildet eine geschlossene ton-   
 EMI3.1 
 der Einrichtung   13   erzeugt werden, mit den Haupttonwellen zu verhindern. Dieser Teil des Gehäuses ist ebenfalls mit relativ schweren steifen,   resonanzverhindernden   Wänden hergestellt und kann   absteifende Bauelemente rnthalten,   um diese Eigenschaften sicherzustellen. Dieser Teil des Gehäuses ist im wesentlichen vollständig mit einem tonabsorbierenden plattenförmigen Material 20 ausgekleidet, welches von irgendwelcher brauchbaren Art sein kann. wie z. B. ein Fiberplattenmaterial, das im
Handel unter der   Bezeichnung "Aeousti-Celotex" erhältlich   ist.

   Zusätzlich trennt ein Schirm oder eine andere tondurehlässige Platte oder ein schmaler Streifen 21 von dem oberen Teil des Gehäuses eine Pyramide, deren Basis das obere Ende des Gehäuses 10 bildet und deren Spitze in der inneren
Ecke des   Gehäuses liegt,   d. h. auf einer Senkrechten durch den   SelieitelderTonhöhlell.   Diese Kammer 22 ist mit einem tonabsorbierenden Material, wie z. B. Wolle, gefüllt und, wenn es gewünscht wird, kann eine Stoffbedeckung für den Schirm 21 vorgesehen werden, um Staub, Schmutz und kleine Teilchen des tonabsorbierenden   1 Materials zurÜckzuhalten.   



   Die Wirkungsweise der verbesserten Tonwiedergabeeinrichtung wird durch das Vorstehende klar geworden sein. Kurz gesagt, werden die Tonwellen, die durch die Einrichtung   7. 3 erzeugt und   abwärts in die Tonhöhle 11 hineingestrahlt werden, durch   den konischen Ablenker 15 nach aussen   in den Raum hinein abgelenkt oder reflektiert. Die konische Ausbildung des Ablenkers 15 erzeugt im wesentlichen eine   gleichförmige   Winkelverteilung der Tonwellen. Wie oben festgestellt, sollte die
Neigung des Ablenkers   15   eine solehe sein, dass sie die Tonwellen aufwärts in einem solchen Winkel ablenkt, dass sie den Kopf eines Hörers erreicht, der   sich ungefähr im   Mittelpunkt eines Raumes befindet, in welchem das Gerät benutzt wird.

   Dieses Ergebnis wird erzielt, wenn der Anstellwinkel des konischen Ablenkers 15 von der Grössenordnung   130  =b 20    ist. 



   Mit der Verwendung des konischen Ablenkers 15 allein können indessen verschiedene Inter- ferenzwege in den Tonwellen, die durch die Einrichtung 13 abwärts gestrahlt werden, durch den plötz- lichen Wechsel in der Richtung hervorgerufen werden. Der segmentartige Ablenker 76 verhindert zusammen mit den senkrechten Flossen 17, 18 und 19 irgendwelche solehe Interferenzen und, um eine gleichförmigere Verteilung der Tonwellen nach verschiedenen Richtungen zu erzielen, bewirkt der Ablenker 15 auch eine Verbesserung der vertikalen Verteilung der Tonwellen, wenn sie die Ton- höhle 11 verlassen. Es hat sich gezeigt, dass die Flossen 17 und 18 und Ablenker 16 besonders wirksam über einen   Hörfrequenzbereich   von 600-1200 Hertz sind. 



   Der Teil des Gehäuses 10 über der Tonhöhle 11 bewirkt eine Absorption der Tonwellen, die durch die   Rückseite   des Diaphragmas der Einrichtung   1.'3   erzeugt werden und diese Absorption soll ohne mechanische Vibration irgendeines Teiles des Gehäusebaues bewirkt werden. Eine solche mechanische Vibration wird im wesentlichen durch die oben beschriebene Verwendung relativ steifer
Wände mit oder ohne Stützen und durch Umhüllung der Wände mit einem tonabsorbierenden Material vermieden. Man muss dabei zwischen den Resonanzeigensehaften des Gehäuses, die durch diese Mittel ausgeschaltet werden und den Resonanzeigenschaften des umgebenden Luftkörpers unterscheiden. 



   Die Resonanz des Luftkörpers wird durch die   pyramidenförmige   Masse tonabsorbierenden Materials 22 verringert, welche den Teil des Gehäuses oberhalb der Schallwand 12 von nicht   gleichförmiger   Tiefe macht, abgesehen von der Fläche seines Querschnittes und durch den   abgeschrägten   Teil 10 a des 
 EMI3.2 
 parallelen   Mantelflächen   in diesem Teil des Gehäuses, und beseitigt dadurch im wesentlichen Resonanzeffekte oder stehende Wellen, erleichtert eine Reflektion in spitzem Winkel und unterstützt die bessere Ausnutzung der Ecke eines Raumes. 



   Die relativen und absoluten Ausmasse des obenbeschriebenen Gerätes werden im wesentlichen durch die Erfordernisse jeder einzelnen Aufstellungsart bestimmt ; die folgenden Beziehungen stellen diejenigen dar, die in einem besonderen Falle befriedigend waren. Der eingeschlossene Winkel zwischen 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 den Seitenwänden und der Tonhöhle ist natürlich durch den Raumwinkel bestimmt, der von der Ecke des Raumes gebildet wird, in welchem das Gerät benutzt werden soll und beträgt   gewöhnlich     90 .   



   Die vertikale Öffnung der Tonhöhle 11 ist vorzugsweise von der Grössenordnung des Membran- durchmessers der Einrichtung 13. Die totale Höhe des Gehäuses 10 ist nicht kritisch, jedoch ist sie vorzugsweise wenigstens   fünf-oder sechsmal   so gross wie der Membrandurehmesser und sollte ein für die tiefen Töne, die durch die Einrichtung erzeugt werden, hinreichend grosses Volumen ergeben. Die Membran der Einrichtung   1. 3   ist vorzugsweise parallel zum Boden, sie kann jedoch leicht dazu geneigt sein ; die Neigungen der Ablenker 15 und 16 müssen dann entsprechend verändert werden. 



   Obgleich das Gehäuse 10 und besonders die Tonhöhle 11 dargestellt worden sind, als bildeten sie im wesentlichen einen richtigen Raumwinkel sowie die Ecke eines Raumes, kann natürlich auch irgendein   mehrilächiger   Winkel oder ganz allgemein irgendwelche konisehe Gestalt verwendet werden, im Falle, dass das Gerät in Verbindung mit einem Raum oder Auditorium aufgestellt werden soll, in welchem eine Ecke von anderer Form vorhanden ist. Es wird ebenfalls klar sein, dass das Gerät umgekehrt werden kann, so dass die Tonhöhle unmittelbar nahe der Decke sich befindet, wobei dieselben   Grundsätze   massgebend sind. 



   Die Frequenzcharakteristik des obenbeschriebenen Tonwiedergabegerätes, aufgenommen durch ein wie bei normalen Arbeitsbedingungen zum Gerät orientiertes Mikrophon, ist durch Kurve A in Fig. 5 gezeigt. Aus dieser Kurve ist zu ersehen, dass die Wiedergabetreue ziemlich gleichförmig über den hörbaren Frequenzbereich von 70-6000 Hertz ist. In der gleichen Figur stellt die Kurve B eine Korrektionskurve dar, welche in Kombination mit dem Gerät, dessen Charakteristik durch die   Kurve-4   dargestellt wird, absolut gleichförmiges Frequenzansprechen hervorbringen würde. Die Kurve B ist deutlich die Umkehrung der Kurve A.

   Kurve C in dieser gleichen Figur stellt eine Korrektionskurve dar, die durch eine Frequenzselektionssehaltung erzielbar ist ; die später in Verbindung mit dem elektrischen Übertragungssystem, mit welchem die Tonwiedergabeeinrichtung verbunden ist, beschrieben werden soll. Man sieht, dass die Kurve C eine sehr nahe Annäherung an die ideale Korrektionskurve B darstellt. Die Resultierende der Kurven A und C ist in Kurve D gezeigt, welche die Frequenzcharakteristik eines vollständigen Systems darstellt, das diese Erfindung verkörpert. Die Kurve D ist über den andern Kurven aufgetragen worden, um Verwirrungen zu vermeiden und da es auf relative und nicht auf absolute Werte des Ansprechens ankommt. Man sieht, dass die Kurve D sich nicht mehr als   ungefähr + 3   Dezibel von ihrem Durchschnittswert entfernt. 



   Ein elektrisches Übertragungssystem, mittels welchem die Kurven der Fig. 5 erhalten werden können, ist in Fig. 6 gezeigt ; es ist eine schematische Darstellung eines vollständigen Rundfunkempfängers, der gemäss der Erfindung ausgestaltet ist. Dieses System umfasst einen   Eingangskreis. 30   zur Verbindung zwischen Antenne und Erde, einen   Hochfrequenzverstärker.'31,   einen Oszillator-   modulator. 32,   einen   Zwischenfrequenzverstärker 33   und einen Detektor.   34,   das Ganze in Kaskade geschaltet. Der Ausgang des Detektors 34 ist mit einem   Niederfrequenzverstärker   verbunden, der die   Vakuumröhren   35 und.   36   enthält, die in irgendeiner   gebräuchlichen   Weise geschaltet sind.

   Der   Niederfrequenzverstärker   ist mit einem   Gegentaktkraftverstärker   verbunden, der die   Vakuumröhren-3/   und. 38 und zugeordnete Schaltelemente enthält, die ebenfalls in   gebräuchlicher   Weise geschaltet und mit der Tonwiedergabeeinrichtung. 39, die von der hier dargestellten Art ist und in Verbindung mit den Fig. 1-4 beschrieben wurde, gekoppelt sind. 



   Um die Frequenzcharakteristik des obigen Systems abzuändern und die Korrektion, die durch Kurve   C   der Fig. 5 dargestellt wird, zu erzeugen, ist eine frequenzselektive Schaltung 40, die durch die gestrichelte Linie eingeschlossen wird, in den Kathodenkreis der Vakuumröhre 35 eingeschlossen. Diese Schaltung enthält einen Parallel-Resonanzkreis, der sich aus einer Induktanz 41 und einem Kondensator 42 mit Nebensehlusswiderstand 43 zusammensetzt, in Serie geschaltet mit einem zweiten Parallel-Resonanzkreis, der aus einer Induktivität 44 und einem Kondensator   45   besteht.

   Mit den zwei in Serie geschalteten   Parallel-Resonanzkreisen   sind durch einen   Bloc1. ierungskondensator   46 Paare von Serien-Resonanzkreisen parallel geschaltet, welche die Induktivitäten 47,49, 51 und   5.'3   und Kondensatoren   48,   50, 52 und 54 enthalten. Weiterhin ist parallel mit der Spreehspule der Tonwiedergabeeinrichtung 39 ein frequenzselektiver Kreis 55 geschaltet (von den gestrichelten Linien umhüllt), der als Serienresonanzkreis die Induktivität 56 und den Kondensator 57 enthält. 



   Natürlich sind die Impedanzen der einzelnen Elemente der oben beschriebenen frequenzselektiven Schaltung vollständig von der besonderen Frequenzeharakteristik des Tonwiedergabegerätes abhängig. Als Beispiel einer frequenzselektiven Schaltung zur Erzeugung der Korrektionskurve C der Fig. 5 können die Siebmittel folgende Werte haben :

   
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Induktivität <SEP> 41-0-12 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 44- <SEP> 75 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 47-17 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 49- <SEP> 5. <SEP> 8 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 51 <SEP> 5 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 53-1-5 <SEP> Henry
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Induktivität <SEP> 56- <SEP> 88 <SEP> Mikrohenry
<tb> Kondensator <SEP> 42-0-027 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 45-0-15 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 46-0-01 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 48-0-5 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 50-0-07 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 52-0-007 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 54-0-006 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 57-3 <SEP> Mikrofarad
<tb> Widerstand <SEP> 43-3000 <SEP> Ohm.
<tb> 
 Wie in der Zeichnung angedeutet,

   erzeugt der Parallel-Resonanzkreis 41,   42   die Senkung in Kurve C bei 2800 Hertz und der Parallel-Resonanzkreis 44,45 die Senkung bei 150 Hertz, der Serien-Resonanzkreis 56, 57 in dem Kreis der Tonwiedergabeeinrichtung eine gewünschte Senkung bei 10.000 Hertz. Anderseits erzeugt der Serien-Resonanzkreis 47, 48 die Spitze bei 55 Hertz, der Kreis 49, 50 die Spitze bei 250 Hertz, der Kreis 51, 52 die Spitze bei 850 Hertz, der Kreis   53, 54   die Spitze bei 1700 Hertz und der   Ausgangskreis,   der die Spule 56 und den Kondensator 57 einschliesst, die Spitze bei 5500 Hertz. 



   Die Schaltungskonstanten zur Schaffung der Korrektionskurve C können empirisch bestimmt werden oder in irgendeiner der verschiedenen wohlbekannten Weisen berechnet werden. Durch die Erfindung ist ein Tonwiedergabegerät geschaffen, das eine nahezu gleichförmige Frequenzcharakteristik hat. 



   Es ist selbstverständlich, dass die verschiedensten Änderungen möglich sind, ohne dass man sich vom Geist der Erfindung entfernt. 
 EMI5.2 
 
1. Tonwiedergabegerät zur Aufstellung oder Anordnung in der Ecke eines   Zimmers,   dadurch gekennzeichnet, dass die strahlende Membran mit im wesentlichen lotrechter   Abstrahlungsrichtung   innerhalb eines einer Zimmereeke angepassten Gehäuses von vorzugsweise prismatischer Gestalt angeordnet ist, welches durch eine die Membran aufnehmende Sehallwand derart unterteilt ist, dass auf der Rückseite der Membran eine akustisch abgeschlossene und unter Ausnutzung des verfügbaren Raumes in der Zimmerecke geräumige Tonhöhle gebildet wird, während   gegenüber   der Membranvorderseite zur Umlenkung der lotrechten Schallabstrahlung eine schräg gestellte Ablenkfläche,

   vorzugsweise eine Konusfläche, angeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände der abgeschlossenen Höhle mit schallabsorbierendem Material ausgekleidet sind.
    3. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der Rückseite der Membran gegenüberliegenden Ende der Höhle eine Masse von schallabsorbierendem Material angebracht ist, deren Oberfläche vorzugsweise gegen die Strahlungsachse geneigt ist.
    4. Tonwiedergabegerät nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des konischen Ablenkkörpers innerhalb einer senkrechten Schnittebene durch den Scheitel des von dem prismatischen Gehäuse gebildeten Raumwinkels liegt.
    5. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1 oder 4. dadurch gekennzeichnet, dass der konische Ablenkkörper im wesentlichen den Boden des Gehäuses bedeckt und sein Anstellwinkel gegen die Vertikale ungefähr 1300 beträgt.
    6. Tonwiedergabegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur gleichmässigen Winkelverteilung der abgelenkten Schallwellen zusätzliche Mittel in Form von Leitflossen innerhalb der Schallführung angeordnet sind.
    7. Tonwiedergabegerät nach einem der Ansprüche l bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter konischer Ablenkkörper in Form eines Segmentes zwischen der Membran und dem ersten EMI5.3 8. Tonwiedergabegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände des Gehäuses bzw. die zur Schallführung dienenden Teile starkwandig ausgeführt sind und EMI5.4
AT151875D 1935-04-04 1936-04-03 Tonwiedergabegerät. AT151875B (de)

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