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Tonwiedergabegerät.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Tonwiedergabegerät, bestehend aus einem in ein Gehäuse eingebauten Membranlautsprecher, welches mit grosser Wiedergabetreue arbeitet und besonders zur Verwendung in Verbindung mit Rundfunkempfängern geeignet ist.
Von den wichtigen Faktoren, die bei bekannten Tonwiedergabeeinrichtungen die Wiedergabetreue verschlechtern, seien die nicht gleichförmige Frequenzcharakteristik des primären Tonwiedergabeelementes bzw. der Membran, die infolge Resonanzerscheinungen nicht gleichförmige Frequenzcharakteristik des Gehäuses oder der Umhüllung und Interferenzerseheinungen erwähnt, welche durch die von verschiedenen Teilen der Tonwiedergabeeinriehtung ausgehenden Wellenzuge entstehen.
Die Verschlechterungen der Wiedergabetreue durch eine nicht gleichförmige Frequenzcharakteri- stik der Membran hat man in ziemlich befriedigender Weise durch Verwendung von genügend steifen und leichten Konusmembranen beseitigen können. Eine solche Konusmembran ist jedoch für sich allein noch nicht zu einer befriedigenden Sehallabstrahlung geeignet, weil die strahlende Fläche selbst zu klein ist und weil infolge der gegenphasigen Drucksehwankungen auf der Vorderseite und der Rückseite der Membran, insbesondere für tiefe Töne, ein Druckausgleich um den Membranrand herum erfolgt. Man ist daher gezwungen, solche Membranen in Gehäuse einzubauen, die den Druckausgleich entweder durch einen völligen Abschluss der Membranrückseite oder durch genügend weit nach den Seiten geführte Wände verhindern.
Bei beiden Lösungen entstehen jedoch gewisse Schwierigkeiten, u. zw. bei den auf der Rückseite angeordneten abgeschlossenen Gehäusen die Schwierigkeit, eine Verzerrung der Wiedergabe durch Eigenresonanzen des eingeschlossenen Luftraumes zu verhindern, und bei dem Schallwandprinzip die Schwierigkeit, eine genügend grosse Wandfläche unterzubringen. Auch bei
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vorzusehen.
Es wurde bereits auch vorgeschlagen, die strahlende Membran in der Ecke eines Raumes anzuordnen und hinter der Membran, beispielsweise im Mauerwerk der Wand, eine abgeschlossene Tonhöhle anzubringen oder die Membran in eine der Ecke eines Raumes angepasste Schallwand einzubauen, wobei der durch die Schallwand abgeschlossene Teil der Ecke als Tonhöhle dient. Diese Anordnungen sind in mancher Hinsicht nicht befriedigend, weil man in der Grösse der Tonhöhle ausserordentlich beschränkt ist und weil auch die Strahlungsrichtung der Membran durch die Art des Einbaues in der Raumecke von vornherein in ganz bestimmter Weise, beispielsweise schräg aufwärts, festgelegt ist.
Es ist auch eine Anordnung bekannt geworden, bei welcher ein Trichterlautsprecher in der Ecke eines Raumes mit aufwärts gerichteter Trichteröffnung angebracht und oberhalb der Trichtermündung eine Ablenkfläche angebracht war. zu dem Zwecke, den abgestrahlten Schall in geeigneter Weise in den Raum zu werfen. Dieser Einrichtung haften natürlich die bekannten Mängel eines Trichterlautspreehers an und sie reicht hinsichtlich der Wiedergabequalität nicht an Grossfläehenkonus-Laut- sprecher heran. Erwähnt sei noch, dass man auch vorgeschlagen hat, innerhalb eines Tonwiedergabegerätes die strahlende Membran in eine waagrechte Trennwand einzubauen, wobei die Membran in lotrechter Richtung strahlt.
Ferner ist es bereits bekannt, die zum Abschluss der Membranrückseite vorgesehene Tonhöhle mit schallabsorbierendem Stoff auszukleiden. Diese Massnahme kann sich natürlich nur dann in dem gewünschten Sinne auswirken, wenn die Tonhöhle eine ausreichende Grösse besitzt,
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Ein weiteres wichtiges Problem ist die richtige Verteilung der Tonwellen auf den Zuhörerral1m.
Die frei oder in einer Schallwand strahlende Konusmembran strahlt bekanntlieh die Töne höherer Frequenz in einem ziemlich engen Bündel in axialer Richtung aus, so dass es notwendig ist, durch
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Die Erfindung bezweckt nun, eine Tonwiedergabeeinriehtung zu schaffen, bei welcher die besprochenen Mängel der bekannten Anordnungen in weitem Masse beseitigt oder wesentlich herabgesetzt werden und welche die Tonwellen mit einer überraschenden Wiedergabetreue und hohem Wirkungsgrad wiedergibt. Ausserdem wird durch die Einrichtung nach der Erfindung eine gleichmässige Verteilung der Tonwellen verschiedener Frequenz über den Wiedergaberaum erzielt und das Entstehen von Interferenzmustern praktisch verhindert.
Gegenstand der Erfindung ist ein Tonwiedergabegerät zur Aufstellung oder Anordnung in der Ecke eines Zimmers, bei welchem die strahlende Membran mit im wesentlichen lotrechter Abstrahlungsrichtung innerhalb eines der Zimmereeke angepassten Gehäuses von vorzugsweise prismatischer Gestalt angeordnet ist ; das Gehäuse ist dabei durch eine die Membran aufnehmende Sehallwand derart unterteilt, dass auf der Rückseite der Membran eine akustisch abgeschlossene und unter Ausnutzung des verfügbaren Raumes in der Zimmererke geräumige Tonhöhle gebildet wird, während gegenüber der Membranvorderseite zur Umlenkung der lotrechten Schallabstrahlung eine schräg gestellte Ablenkfläehe, vorzugsweise eine Konusfläche, angeordnet ist.
Der vor der Membran angeordnete Ablenkkörper kann einen oder mehrere zusätzliche segmentförmige konische Ablenker und eine Mehrzahl von senkrechten Flossen aufweisen, die von einem Punkt im Innern der Höhle, der ungefähr in der Verlängerung der Membranachse liegt. ausgehen, um eine noch gleichförmigere Winkelverteilung der Tonwellen in dem Wiedergaberaum zu erzielen. Das Gehäuse besteht dabei aus einem starren, im wesentlichen nicht schwingungsfähigen Material, wobei in geeigneter Weise schallabsorbierende Stoffe mitverwendet werden können. Eine grössere Menge schallabsorbierenden Materials ist an dem Ende der hinter der Membran befindliehen
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Die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Zeichnungen wird die Erfindung in ihrem ganzen Umfang klarer machen.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Tonwiedergabegerätes gemäss der Erfindung. Fig. 2 ist ein Längssehnitc der Einrichtung nach Fig. 1 geschnitten entlang der Linie 2-2 der Fig. 4. Fig. 3 und 4 sind Querschnittansichten der Einrichtung nach Fig. 1, geschnitten entlang den Linien 3-3 und 4-4 der Fig. 2. Fig. 5 stellt verschiedene Arbeitseharakteristiken des Gerätes entsprechend den Fig. 1-4 dar und verschiedene Verbesserungen gemäss der Erfindung. Fig. ss ist eine schematische Schaltung eines vollständigen Rundfunkempfängers, mit welcher die Tonwiedergabeeinrichtung der Erfindung geeignet verwendet werden kann ; sie schliesst
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charakteristik des verbesserten Tonwiedergabegerätes ein.
In den Fig. 1-4 ist ein Tonwiedergabegerät gemäss der Erfindung gezeigt, das einen Kasten oder ein Gehäuse 10 enthält, welches in seinem unteren Ende in einer Tonhöhle 11 endet, die von dem oberen Teil des Kastens durch die Seheidewand 12 getrennt ist. Eine Öffnung 12 a, ist in der Scheidewand vorgesehen, in welcher oder über welcher eine Tonwiedergabeeinrichtung 1. 3 mit Grossflächen- membran angebracht ist. Damit ist eine Einrichtung gemeint, die eine relativ grosse schwingende
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dem Scheitel eines Raumwinkels. wie z. B. der Ecke eines Raumes anpasst ; der Schnittpunkt der Wände eines solchen Raumes ist schematisch durch die Linien 14 der Fig. 1 dargestellt.
Bei solch einer Anordnung bilden die Wände und der Boden oder die Decke tatsächlich eine Fortsetzung und Vergrösserung der Tonhöhle 11 und verbessern die Wirksamkeit der Tonwiedergabeeinrichtung 13.
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wesentlichen gleich gross ist wie die Basis der Tonhöhle 11. Zu diesem Zweck und auch für die Zwecke, die später beschrieben werden, kann es wünschenswert sein, die Vordereekkante des Gehäuses 10
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der Basis der Höhle 11 bestimmt und sollte vorzugsweise so sein, dass die Tonwellen, die durch die Einrichtung 13 erzeugt werden, im wesentlichen auf den Kopf des Hörers gerichtet werden, der sieh in der Mitte des Raumes befindet, in welchem die Einrichtung benutzt wird.
Dieser Scheitelwinkel ist vorzugsweise 130 , er kann jedoch innerhalb der Grenzen von ungefähr : 20 verändert werden.
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Der Ablenker 15 dient hauptsächlich dazu, die abwärts gerichteten Tonwellen nach aussen in den Raum hinein zu reflektieren.
Um die Verteilung der Tonwellen in senkrechter Richtung zu verbessern, sind ein oder mehrere zusätzliche segmentartige konische Ablenker 16 im wesentlichen parallel zum Ablenker 15 und mitten zwischen ihm und der Scheidewand 72 angeordnet. Der Ablenker 16 erstreckt sich vorzugsweise im wesentlichen bis zur Mitte der Tonhöhe 11 und/oder bis zur Mitte der Tonwiedergabeeinrichtung 1, 3.
Um die Winkelverteilung der Tonwellen zu verbessern, ist ausserdem eine Mehrzahl von vertikalen Flossen vorgesehen, in diesem Beispiel die zwei Flossen 17 und 18, die sich zwischen dem konischen Ablenker 15 und der Scheidewand 12 erstrecken und sich im wesentlichen von der Mitte der Tonhöhle und/oder der Mitte der Tonwiedergabeeinriehtung. 13 nach aussen ausdehnen. Die Flossen 17 und 18 können vereinigt sein durch die Flosse 19, die sich bis zur hinteren Ecke der Tonhöhle 11 erstreckt.
Die konischen Ablenker 15 und 16 und die senkrechten Flossen 17, 18 und 19 müssen von hinreichender Steifheit sein, um wesentliche mechanische Vibrationen im Hörfrequenzbereich zu verhindern, und sie können zu diesem Zweck mittelstarke Metallbleche oder Metalleinlagen, die gelötet, geschweisst oder anderweitig in gleichförmiger Struktur hergestellt sind, enthalten.
Der obere Teil des Gehäuses 10 oberhalb der Scheidewand 12 bildet eine geschlossene ton-
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der Einrichtung 13 erzeugt werden, mit den Haupttonwellen zu verhindern. Dieser Teil des Gehäuses ist ebenfalls mit relativ schweren steifen, resonanzverhindernden Wänden hergestellt und kann absteifende Bauelemente rnthalten, um diese Eigenschaften sicherzustellen. Dieser Teil des Gehäuses ist im wesentlichen vollständig mit einem tonabsorbierenden plattenförmigen Material 20 ausgekleidet, welches von irgendwelcher brauchbaren Art sein kann. wie z. B. ein Fiberplattenmaterial, das im
Handel unter der Bezeichnung "Aeousti-Celotex" erhältlich ist.
Zusätzlich trennt ein Schirm oder eine andere tondurehlässige Platte oder ein schmaler Streifen 21 von dem oberen Teil des Gehäuses eine Pyramide, deren Basis das obere Ende des Gehäuses 10 bildet und deren Spitze in der inneren
Ecke des Gehäuses liegt, d. h. auf einer Senkrechten durch den SelieitelderTonhöhlell. Diese Kammer 22 ist mit einem tonabsorbierenden Material, wie z. B. Wolle, gefüllt und, wenn es gewünscht wird, kann eine Stoffbedeckung für den Schirm 21 vorgesehen werden, um Staub, Schmutz und kleine Teilchen des tonabsorbierenden 1 Materials zurÜckzuhalten.
Die Wirkungsweise der verbesserten Tonwiedergabeeinrichtung wird durch das Vorstehende klar geworden sein. Kurz gesagt, werden die Tonwellen, die durch die Einrichtung 7. 3 erzeugt und abwärts in die Tonhöhle 11 hineingestrahlt werden, durch den konischen Ablenker 15 nach aussen in den Raum hinein abgelenkt oder reflektiert. Die konische Ausbildung des Ablenkers 15 erzeugt im wesentlichen eine gleichförmige Winkelverteilung der Tonwellen. Wie oben festgestellt, sollte die
Neigung des Ablenkers 15 eine solehe sein, dass sie die Tonwellen aufwärts in einem solchen Winkel ablenkt, dass sie den Kopf eines Hörers erreicht, der sich ungefähr im Mittelpunkt eines Raumes befindet, in welchem das Gerät benutzt wird.
Dieses Ergebnis wird erzielt, wenn der Anstellwinkel des konischen Ablenkers 15 von der Grössenordnung 130 =b 20 ist.
Mit der Verwendung des konischen Ablenkers 15 allein können indessen verschiedene Inter- ferenzwege in den Tonwellen, die durch die Einrichtung 13 abwärts gestrahlt werden, durch den plötz- lichen Wechsel in der Richtung hervorgerufen werden. Der segmentartige Ablenker 76 verhindert zusammen mit den senkrechten Flossen 17, 18 und 19 irgendwelche solehe Interferenzen und, um eine gleichförmigere Verteilung der Tonwellen nach verschiedenen Richtungen zu erzielen, bewirkt der Ablenker 15 auch eine Verbesserung der vertikalen Verteilung der Tonwellen, wenn sie die Ton- höhle 11 verlassen. Es hat sich gezeigt, dass die Flossen 17 und 18 und Ablenker 16 besonders wirksam über einen Hörfrequenzbereich von 600-1200 Hertz sind.
Der Teil des Gehäuses 10 über der Tonhöhle 11 bewirkt eine Absorption der Tonwellen, die durch die Rückseite des Diaphragmas der Einrichtung 1.'3 erzeugt werden und diese Absorption soll ohne mechanische Vibration irgendeines Teiles des Gehäusebaues bewirkt werden. Eine solche mechanische Vibration wird im wesentlichen durch die oben beschriebene Verwendung relativ steifer
Wände mit oder ohne Stützen und durch Umhüllung der Wände mit einem tonabsorbierenden Material vermieden. Man muss dabei zwischen den Resonanzeigensehaften des Gehäuses, die durch diese Mittel ausgeschaltet werden und den Resonanzeigenschaften des umgebenden Luftkörpers unterscheiden.
Die Resonanz des Luftkörpers wird durch die pyramidenförmige Masse tonabsorbierenden Materials 22 verringert, welche den Teil des Gehäuses oberhalb der Schallwand 12 von nicht gleichförmiger Tiefe macht, abgesehen von der Fläche seines Querschnittes und durch den abgeschrägten Teil 10 a des
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parallelen Mantelflächen in diesem Teil des Gehäuses, und beseitigt dadurch im wesentlichen Resonanzeffekte oder stehende Wellen, erleichtert eine Reflektion in spitzem Winkel und unterstützt die bessere Ausnutzung der Ecke eines Raumes.
Die relativen und absoluten Ausmasse des obenbeschriebenen Gerätes werden im wesentlichen durch die Erfordernisse jeder einzelnen Aufstellungsart bestimmt ; die folgenden Beziehungen stellen diejenigen dar, die in einem besonderen Falle befriedigend waren. Der eingeschlossene Winkel zwischen
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den Seitenwänden und der Tonhöhle ist natürlich durch den Raumwinkel bestimmt, der von der Ecke des Raumes gebildet wird, in welchem das Gerät benutzt werden soll und beträgt gewöhnlich 90 .
Die vertikale Öffnung der Tonhöhle 11 ist vorzugsweise von der Grössenordnung des Membran- durchmessers der Einrichtung 13. Die totale Höhe des Gehäuses 10 ist nicht kritisch, jedoch ist sie vorzugsweise wenigstens fünf-oder sechsmal so gross wie der Membrandurehmesser und sollte ein für die tiefen Töne, die durch die Einrichtung erzeugt werden, hinreichend grosses Volumen ergeben. Die Membran der Einrichtung 1. 3 ist vorzugsweise parallel zum Boden, sie kann jedoch leicht dazu geneigt sein ; die Neigungen der Ablenker 15 und 16 müssen dann entsprechend verändert werden.
Obgleich das Gehäuse 10 und besonders die Tonhöhle 11 dargestellt worden sind, als bildeten sie im wesentlichen einen richtigen Raumwinkel sowie die Ecke eines Raumes, kann natürlich auch irgendein mehrilächiger Winkel oder ganz allgemein irgendwelche konisehe Gestalt verwendet werden, im Falle, dass das Gerät in Verbindung mit einem Raum oder Auditorium aufgestellt werden soll, in welchem eine Ecke von anderer Form vorhanden ist. Es wird ebenfalls klar sein, dass das Gerät umgekehrt werden kann, so dass die Tonhöhle unmittelbar nahe der Decke sich befindet, wobei dieselben Grundsätze massgebend sind.
Die Frequenzcharakteristik des obenbeschriebenen Tonwiedergabegerätes, aufgenommen durch ein wie bei normalen Arbeitsbedingungen zum Gerät orientiertes Mikrophon, ist durch Kurve A in Fig. 5 gezeigt. Aus dieser Kurve ist zu ersehen, dass die Wiedergabetreue ziemlich gleichförmig über den hörbaren Frequenzbereich von 70-6000 Hertz ist. In der gleichen Figur stellt die Kurve B eine Korrektionskurve dar, welche in Kombination mit dem Gerät, dessen Charakteristik durch die Kurve-4 dargestellt wird, absolut gleichförmiges Frequenzansprechen hervorbringen würde. Die Kurve B ist deutlich die Umkehrung der Kurve A.
Kurve C in dieser gleichen Figur stellt eine Korrektionskurve dar, die durch eine Frequenzselektionssehaltung erzielbar ist ; die später in Verbindung mit dem elektrischen Übertragungssystem, mit welchem die Tonwiedergabeeinrichtung verbunden ist, beschrieben werden soll. Man sieht, dass die Kurve C eine sehr nahe Annäherung an die ideale Korrektionskurve B darstellt. Die Resultierende der Kurven A und C ist in Kurve D gezeigt, welche die Frequenzcharakteristik eines vollständigen Systems darstellt, das diese Erfindung verkörpert. Die Kurve D ist über den andern Kurven aufgetragen worden, um Verwirrungen zu vermeiden und da es auf relative und nicht auf absolute Werte des Ansprechens ankommt. Man sieht, dass die Kurve D sich nicht mehr als ungefähr + 3 Dezibel von ihrem Durchschnittswert entfernt.
Ein elektrisches Übertragungssystem, mittels welchem die Kurven der Fig. 5 erhalten werden können, ist in Fig. 6 gezeigt ; es ist eine schematische Darstellung eines vollständigen Rundfunkempfängers, der gemäss der Erfindung ausgestaltet ist. Dieses System umfasst einen Eingangskreis. 30 zur Verbindung zwischen Antenne und Erde, einen Hochfrequenzverstärker.'31, einen Oszillator- modulator. 32, einen Zwischenfrequenzverstärker 33 und einen Detektor. 34, das Ganze in Kaskade geschaltet. Der Ausgang des Detektors 34 ist mit einem Niederfrequenzverstärker verbunden, der die Vakuumröhren 35 und. 36 enthält, die in irgendeiner gebräuchlichen Weise geschaltet sind.
Der Niederfrequenzverstärker ist mit einem Gegentaktkraftverstärker verbunden, der die Vakuumröhren-3/ und. 38 und zugeordnete Schaltelemente enthält, die ebenfalls in gebräuchlicher Weise geschaltet und mit der Tonwiedergabeeinrichtung. 39, die von der hier dargestellten Art ist und in Verbindung mit den Fig. 1-4 beschrieben wurde, gekoppelt sind.
Um die Frequenzcharakteristik des obigen Systems abzuändern und die Korrektion, die durch Kurve C der Fig. 5 dargestellt wird, zu erzeugen, ist eine frequenzselektive Schaltung 40, die durch die gestrichelte Linie eingeschlossen wird, in den Kathodenkreis der Vakuumröhre 35 eingeschlossen. Diese Schaltung enthält einen Parallel-Resonanzkreis, der sich aus einer Induktanz 41 und einem Kondensator 42 mit Nebensehlusswiderstand 43 zusammensetzt, in Serie geschaltet mit einem zweiten Parallel-Resonanzkreis, der aus einer Induktivität 44 und einem Kondensator 45 besteht.
Mit den zwei in Serie geschalteten Parallel-Resonanzkreisen sind durch einen Bloc1. ierungskondensator 46 Paare von Serien-Resonanzkreisen parallel geschaltet, welche die Induktivitäten 47,49, 51 und 5.'3 und Kondensatoren 48, 50, 52 und 54 enthalten. Weiterhin ist parallel mit der Spreehspule der Tonwiedergabeeinrichtung 39 ein frequenzselektiver Kreis 55 geschaltet (von den gestrichelten Linien umhüllt), der als Serienresonanzkreis die Induktivität 56 und den Kondensator 57 enthält.
Natürlich sind die Impedanzen der einzelnen Elemente der oben beschriebenen frequenzselektiven Schaltung vollständig von der besonderen Frequenzeharakteristik des Tonwiedergabegerätes abhängig. Als Beispiel einer frequenzselektiven Schaltung zur Erzeugung der Korrektionskurve C der Fig. 5 können die Siebmittel folgende Werte haben :
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<tb> Induktivität <SEP> 41-0-12 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 44- <SEP> 75 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 47-17 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 49- <SEP> 5. <SEP> 8 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 51 <SEP> 5 <SEP> Henry
<tb> Induktivität <SEP> 53-1-5 <SEP> Henry
<tb>
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<tb> Induktivität <SEP> 56- <SEP> 88 <SEP> Mikrohenry
<tb> Kondensator <SEP> 42-0-027 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 45-0-15 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 46-0-01 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 48-0-5 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 50-0-07 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 52-0-007 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 54-0-006 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 57-3 <SEP> Mikrofarad
<tb> Widerstand <SEP> 43-3000 <SEP> Ohm.
<tb>
Wie in der Zeichnung angedeutet,
erzeugt der Parallel-Resonanzkreis 41, 42 die Senkung in Kurve C bei 2800 Hertz und der Parallel-Resonanzkreis 44,45 die Senkung bei 150 Hertz, der Serien-Resonanzkreis 56, 57 in dem Kreis der Tonwiedergabeeinrichtung eine gewünschte Senkung bei 10.000 Hertz. Anderseits erzeugt der Serien-Resonanzkreis 47, 48 die Spitze bei 55 Hertz, der Kreis 49, 50 die Spitze bei 250 Hertz, der Kreis 51, 52 die Spitze bei 850 Hertz, der Kreis 53, 54 die Spitze bei 1700 Hertz und der Ausgangskreis, der die Spule 56 und den Kondensator 57 einschliesst, die Spitze bei 5500 Hertz.
Die Schaltungskonstanten zur Schaffung der Korrektionskurve C können empirisch bestimmt werden oder in irgendeiner der verschiedenen wohlbekannten Weisen berechnet werden. Durch die Erfindung ist ein Tonwiedergabegerät geschaffen, das eine nahezu gleichförmige Frequenzcharakteristik hat.
Es ist selbstverständlich, dass die verschiedensten Änderungen möglich sind, ohne dass man sich vom Geist der Erfindung entfernt.
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1. Tonwiedergabegerät zur Aufstellung oder Anordnung in der Ecke eines Zimmers, dadurch gekennzeichnet, dass die strahlende Membran mit im wesentlichen lotrechter Abstrahlungsrichtung innerhalb eines einer Zimmereeke angepassten Gehäuses von vorzugsweise prismatischer Gestalt angeordnet ist, welches durch eine die Membran aufnehmende Sehallwand derart unterteilt ist, dass auf der Rückseite der Membran eine akustisch abgeschlossene und unter Ausnutzung des verfügbaren Raumes in der Zimmerecke geräumige Tonhöhle gebildet wird, während gegenüber der Membranvorderseite zur Umlenkung der lotrechten Schallabstrahlung eine schräg gestellte Ablenkfläche,
vorzugsweise eine Konusfläche, angeordnet ist.