AT1513U1 - Bohrkrone - Google Patents

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AT1513U1 AT0064195U AT64195U AT1513U1 AT 1513 U1 AT1513 U1 AT 1513U1 AT 0064195 U AT0064195 U AT 0064195U AT 64195 U AT64195 U AT 64195U AT 1513 U1 AT1513 U1 AT 1513U1
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Abstract

Bei einer Bohrkrone (1), insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohrkrone, deren Bohrkopf an seiner Stirnfläche (2) Schneiden (3, 4) zum Lösen und/oder Zerkleinern des abzubauenden Materials aufweist, sind wenigstens zwei unterschiedlich in radialer Richtung der Stirnfläche (2) verlaufende Schneiden (3, 4) vorgesehen, wobei wenigstens eine gekrümmt zu einer radialen Richtung der Stirnfläche (2) des Bohrkopfes verläuft, um ein verbessertes Anschlagbild zum Abtragen des Materials zu erhalten.

Description

AT 001 513 Ul
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bohrkrone, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohrkrone, deren Bohrkopf an seiner Stirnfläche Schneiden zum Lösen und/oder Zerkleinern des abzubauenden Materials aufweist.
Derartige Bohrkronen, insbesondere für ein Schlag- oder Drehschlagbohren, sind in unterschiedlicher Ausführungsform bekannt geworden. So sind beispielsweise der DE-OS 28 41 679 sowie der DE-OS 29 52 295 Gesteinsbohrkronen zum Drehschlagbohren zu entnehmen, wobei an der Stirnfläche des Bohrkopfes eine Mehrzahl von in radialer Richtung der Stirnfläche verlaufende Schneiden angeordnet sind, welche sich jeweils nur über einen Teil der radialen Erstreckung der Stirnfläche erstrecken. Beim Drehschlagbohren wird üblicherweise jeweils nach einer schlagenden Beanspruchung der Bohrkrone diese Bohrkrone um einen gewissen Winkel versetzt und wiederum mittels eines Schlagwerkzeuges beaufschlagt, wobei durch das abwechselnde Versetzen in Drehrichtung und Schlagen systematisch auf der von der Bohrkrone bei der Drehbewegung überstrichene Fläche das Material zerkleinert und ausgebrochen wird. Die bei den bekannten Ausführungsformen verwendeten Schneiden sind im wesentlichen trapezförmig oder dreieckförmig xmd bewirken somit bei einer schlagenden Beanspruchung eine Ausbildung von Rillen oder Nuten durch das Eindringen der Schneiden in das abzubauende Material, wobei bei Anordnung von in radialer Richtung verlaufenden Schneiden durch die schlagende Beanspruchung das Material sektorartig beim Eindringen der Schneiden unterteilt wird. Für den Fall, daß bei der zwischen den Schlagbeanspruchungen vorgenommenen Drehbewegung der gegenseitige Winkelabstand zu groß gewählt wird, werden durch die Schneiden lediglich Rillen in das Material eingearbeitet und es verbleiben zwischen den einzelnen Rillen relativ große, sektorförmige, erhabene Materialquerschnitte, welche nicht ohne weiteres herausgebrochen werden können. Für einen ordnungsgemäßen Abbau muß somit dafür Sorge getragen werden, daß der zwischen den Schlagbeanspruchungen gewählte Drehwinkel ausreichend klein
Qiu bemessen wird, um durch ein neuerliches Versetzung und Eindringen der Schneiden das Ausbringen der sektorförmigen, rippenartigen Erhebungen des Materials möglichst vollständig bewirken 2 AT 001 513 Ul zu können. Darüberhinaus ist unmittelbar einsichtig, daß dieser Winkelabstand wesentlich von den Abstand am Außenumfang der Bohrkrone bei radialer Anordnung der Schneiden bestimmt wird, während in Richtung zum Zentrum gleichzeitig ein unnötig dichtes Setzen der Schneiden vorgenannten wird. Weiters ist insbesondere bei hartem Gestein zu befürchten, daß für den Fall, daR die sek-torförmigen Erhebungen zwischen den Eindringstellen der Schneiden beim Versetzen nicht ohne weiteres durch das Eindringen der Schneiden weggebrochen werden können, bei Vollendung einer gesamten Umdrehung der Bohrkrone bzw. bei entsprechend geringerem Winkelabstand, falls die Schneiden symmetrisch angeordnet sind, die Schneiden in bereits bestehende Kerben oder Nuten eintreten bzw. ab rutschen und der zwischen einzelnen, in radialer Richtung verlaufenden Nuten bestehende Materialquerschnitt nicht abgebaut werden kann. Ähnliche Ausbildungen einer Bohrkrone bzw. eines Bohrmeißels sind darüberhinaus auch der EP-A-0 017 518 zu entnehmen, wo speziell ausgebildete und in entsprechenden Ausnehmungen eines Bohrkopfes teilweise lösbar angeordnete Schneiden ebenfalls im wesentlichen in radialer Richtung verlaufen, wodurch sich wiederum die obengenannten Probleme ergeben.
Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, eine Bohrkrone der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß sich durch eine entsprechend abgeänderte Positionierung der Schneiden an der Stirnfläche des Bohrkopfes der Bohrkrone ein einen rascheren Abbau begünstigendes Anschlagbild der Schneiden verwirklichen läßt. Insbesondere wird hiebei darauf abgezielt, daß auch bei Wahl eines relativ großen Winkelabstandes zwischen einzelnen Schlagbeanspruchungen bei einem Drehschlagbohrer die gesamte abzubauende Fläche im wesentlichen gleichmäßig von den Schneiden überstrichen wird und die zwischen einzelnen Eindringstellen der Schneiden verbleibenden Materialquerschnitte sicher beim Oberstreichen mit einer nachfolgenden Schneide abgebaut bzw. ausgebrochen werden können. Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Bohrkrone im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daR wenigstens zwei unterschiedlich in radialer Richtung der Stirnfläche verlaufende Schneiden vorgesehen sind, 3 AT 001 513 Ul wobei wenigstens eine Schneide gekrümmt zu einer radialen Richtung der Stirnfläche des Bohrkopfes verläuft. Dadurch, daß erfindungsgemäß wenigstens zwei unterschiedlich in radialer Richtung der Stirnfläche verlaufende Schneiden vorgesehen sind, wird sichergestellt, daß im Gegensatz zur Verwendung von lediglich in radialer Richtung angeordneten Schneiden, welche ein Anschlagbild unter Ausbildung von sektorförmigen Erhebungen zwischen den einzelnen Eindringstellen der Schneiden ergeben, ein weniger einheitliches und weniger regelmäßiges Anschlagbild erzeugt werden kann, wobei sich die einzelnen Eindringstellen bzw. Auftrefflinien im Anschlagbild der Schneiden in unterschiedlichsten Winkeln kreuzen. Dadurch ergibt sich bei Überstreichen des abzubauenden Materialquerschnittes durch Verdrehung der Bohrkrone ein Anschlagbild, bei welchem wenigstens teilweise unregelmäßig geformte Erhebungen zwischen einzelnen Anschlag linien der Schneiden verbleiben, welche aufgrund ihrer unregelmäßigen Form leicht gebrochen werden können. Die Ausbildung von leicht auszubrechenden, unregelmäßig geformten Materialquerschnitten zwischen den einzelnen Anschlaglinien wird hiebei weiters dadurch begünstigt, daß wenigstens eine der Schneiden gekrümmt zu einer radialen Richtung der Stirnfläche des Bohrkopfes verläuft, wie dies ebenfalls erfindungsgemäß vorgesehen ist.
Die Krümmung der wenigstens einen gekrümmt zur radialen Richtung der Stirnfläche verlaufenden Schneide kann als kreis-bogenförmige Krümmung ausgebildet sein, wobei dies eine relativ einfache Herstellung der Schneide ermöglicht. Hiebei kann der Krümmungsradius entsprechend den Einsatzbedingungen in weiten Grenzen gewählt werden, wobei auch sehr flache Krümmungen, d.h. große Krümmungsradien, welche Schneiden ergeben, welche nur geringfügig von in gerader Linie ausgerichteten Schneiden abweichen, möglich sind. Selbstverständlich können auch Schneiden verwendet werden, deren Krümmung wenigstens einen Wendepunkt auf weist. Die Anzahl der am Bohrkopf angeordneten Schneiden hängt ebenfalls wesentlich vom Einsatzzweck, d.h. vom abzubauenden Material, sowie von der Größe des Bohrkopfes ab. während bei relativ geringen Durchmessern des Bohrkopfes mit relativ wenig 4 AT 001 513 Ul
Schneiden, d.h. beispielsweise zwei bis vier Schneiden, von welchen wenigstens eine gekrümmt zu einer radialen Richtung der Stirnfläche des Bohrkopfes verläuft, das Auslangen gefunden werden kann, kann die Anzahl der Schneiden bei Bohrköpfen größeren Durchmessers, welche beispielsweise bis zu 80 oder 100 cm Durchmesser auf weisen, ein Vielfaches der oben angegebenen Anzahl von Schneiden, beispielsweise bis zu 40 oder 50 Schneiden betragen.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Bohrkrone derart weitergebildet, daß eine einen Winkel mit einer radialen Richtung einschließende Schneide vorgesehen ist. Durch Vorsehen einer einen Winkel mit einer radialen Rieht lang einschließenden Schneide wird insbesondere in Kombination mit der gekrümmt zu einer radialen Richtung der Stirnfläche verlaufenden Schneide in jedem Fall im wesentlichen unabhängig von der Positionierung der geradlinig verlaufenden Schneide das gewünschte, nicht einheitliche Anschlagbild sichergestellt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß an der Stirnfläche der Bohrkrone eine sich in radialer Richtung erstreckende Schneide vorgesehen ist, welche vom Zentrum der Bohrkrone bis zum Rand der Stirnfläche der Bohrkrone verläuft. Durch Vorsehen einer derartigen sich in radialer Richtung und über einen vollständigen Radius der Stirnfläche erstreckenden Schneide wird sichergestellt, daß gemeinsam mit der wenigstens einen gekrümmt zur radialen Richtung verlaufenden Schneide im wesentlichen rautenförmige Erhebungen zwischen benachbarten Anschlaglinien gebildet werden, wobei bei derartigen rautenförmigen, verbleibenden Materialquerschnitten zwischen den einzelnen Anschlaglinien spätestens bei einer nochmaligen Umdrehung sichergestellt ist, daß eine Schneide im wesentlichen mittig auf einen verbliebenen, rautenförmigen Querschnitt auftrifft und dieser verbliebene Materialquerschnitt daher zuverlässig und vollständig beseitigt wird.
Um insbesondere im mittleren Bereich und gleichzeitig in den am äußeren Umfang liegenden Randbereichen eine sichere und vollständige Bearbeitung des Materialquerschnittes zu ermög- 5 AT 001 513 Ul liehen, ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, daß die gekrümmte Schneide als eine kreisbogenförmige Schneide ausgebildet ist, welche vom Zentrum der Bohrkrone ausgeht bzw. durch das Zentrum der Bohrkrone verläuft und sich mit wenigstens einem Ende bis an den äußeren Rand der Stirnfläche der Bohrkrone erstreckt. Durch eine derartige Ausbildung wird sichergestellt, daß auch die am äußeren umfang der Bohrkrone zwischen einzelnen Anschlaglinien verbleibenden Materialquerschnitte gering sind und somit ein vollständiger Ausbruch des Materials sichergestellt werden kann. Für ein weiter verbessertes Überstreichen der am äußeren Umfang liegenden Bereichen ist darüberhinaus die Ausführung bevorzugt so getroffen, daß das am äußeren Rand der Bohrkrone liegende Ende der mit der radialen Richtung einen Winkel ein-schließenden Schneide und/oder der gekrümmten Schneide mit einer Radialen der Stirnfläche einen Winkel zwischen 10 und 40°, insbesondere 15 bis 30°, einschließt. Für ein entsprechend einfaches Eindringen der Schneiden in das Material und um ein Lösen und Ausbrechen des zwischen den durch die Schneiden erzeugten Anschlagrillen verbleibenden Materials zu vereinfachen, ist die Ausbildung weiters bevorzugt so getroffen, daß die Schneiden in an sich bekannter weise im Querschnitt im wesentlichen dreieckförmig ausgebildet sind und an ihren Spitzen mit beispielsweise von Hartmaterialeinsätzen gebildeten Schneidkanten versehen sind.
Um auch beim Ausbrechen von größeren Materialteilen einen einfachen Abtransport derselben zu ermöglichen, ist darüberhinaus die Ausbildung bevorzugt so getroffen, daß der Bohrkopf an seinem Außenumfang neben den Schneiden abgesetzte und/oder abgeflachte umfangsbereiche aufweist, welche gegebenenfalls in Drehrichtung der Bohrkrone mit zusätzlichen Schneiden versehen sind, weiters wird durch derartige zusätzliche in Richtung der Bohrkrone angeordnete Schneiden darüberhinaus dafür Sorge getragen, daß eine entsprechende gleichmäßige Außenkontur des herzustellenden Bohrloches erzielt werden kann. Für ein einfaches Einbringen einer Spül- oder Kühlflüssigkeit in den Bereich der Stirnfläche der Bohrkrone und/oder auch 6 AT 001 513 Ul für einen einfachen Abtransport, insbesondere ein Ansspülen, des abgebauten Materials ist gemäß einer weiteren Ausbildungsform bevorzugt vorgesehen, daß die Bohrkrone mit wenigstens einem Kanal zum Einbringen einer Spül- oder Kühlflüssigkeit und/oder zum Ausbringen des abgebauten Materials ausgebildet ist. Für eine gleichmäßige Verteilung über die gesamte Stirnfläche der Bohrkrone ist hiebei bevorzugt vorgesehen, daß der Kanal in eine Mehrzahl von Austrittsöffnungen mündet, welche an der Stirnfläche des Bohrkopfes zwischen den Schneiden münden.
Zur Bearbeitung besonders harter oder widerstandsfähiger Materialien kann darüberhinaus vorgesehen sein, daß zusätzlich Stift- oder kugelförmige Hartmaterialeinsätze an der Stirnfläche der Bohrkrone festgelegt sind, um insbesondere in den am Außen-umfang liegenden Randbereichen größere Materialquerschnitte möglichst vollständig zu entfernen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der beigeschlossenen Zeichnung näher dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigen
Fig. l eine schematische Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer erfindungsgemäßen Bohrkrone;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Stirnfläche des Bohrkopfes der Bohrkrone gemäß dem Pfeil II der Fig. l;
Fig. 3 ein Anschlagbild, welches mit der in Fig. 2 dargestellten Schneidenanordnung erhalten wird; und die Fig. 4 bis 9 in zu Fig. 2 ähnlichen Ansichten in verkleinertem Maßstab schematische Darstellungen von weiteren abgewandelten Ausführungsformen der Anordnung von Schneiden an einem Bohrkopf einer erfindungsgemäßen Bohrkrone.
In Fig. l ist mit l allgemein eine Bohrkrone bezeichnet, an deren Stirnfläche 2 des Bohrkopfes eine Mehrzahl von Schneiden 3 und 4 angeordnet ist, wie dies aus der Draufsicht der Fig. 2 näher ersichtlich ist. Bei der dargestellten Ausführungsform verläuft eine der Schneiden in radialer Richtung der Stirnfläche 2 des Bohrkopfes, während die andere Schneide 4 kreisbogenförmig gekrümmt relativ zur radialen Richtung verläuft. Beide der dar-gestellten Schneiden 3 und 4 dieser Ausführungsform gehen vom Zentrum 5 der Bohrkrone l aus, wobei sich weiters beide Schnei- 7 AT 001 513 Ul den 3 und 4 bis an den äußeren Umfangsrand der Stirnfläche 2 des Bohrkopfes erstrecken. Die am Außenumfang liegenden Enden der Schneide 4 schließen hiebei einen spitzen Winkel mit einer Radialen ein, welcher schematisch mit oc bezeichnet ist.
Wie dies insbesondere aus der schematischen Darstellung gemäß Fig. 1 ersichtlich ist, ist im Inneren der Bohrkrone ein Kanal 6 vorgesehen, welcher in mehrere Austrittsöffnungen 7 an der Stirnfläche 2 mündet, wobei über diese Austrittsöffnungen 7 Spül- oder Kühlflüssigkeit ausgebracht werden kann. Weiters ist zwischen den Schneiden 3 und 4 eine Mehrzahl von gestuften bzw. abgesetzten Bereichen 8 vorgesehen, welche einen leichteren Materialabtransport von gegebenenfalls größeren Materialstücken ermöglichen. Weiters können an diesen abgestuften oder abgesetzten Bereichen 8 in Drehrichtung zusätzlich Schneiden 9 vorgesehen sein, welche auch für eine entsprechend glatte Ausbildung der Außenkonturen des herzustellenden Bohrloches ein-setzbar sind. Falls erforderlich, können darüberhinaus an der Stirnfläche 2 der Bohrkrone noch kugel- oder stiftförmige, zusätzliche Abbauwerkzeuge vorgesehen sein, welche schematisch in Fig. 2 mit 10 angedeutet sind.
Mit der in Fig. 2 dargestellten Anordnung der Schneiden 3 und 4 läßt sich beispielsweise das in Fig. 3 dargestellte Anschlagbild verwirklichen, wobei mit starken Linien eine der Positionen der Schneiden 3 und 4 angedeutet ist und mit entsprechend schwächeren Linien jeweils die erzielbaren Auftrefflinien bzw. Einschnittlinien der Schneiden 3 und 4 nach einer Verdrehung angedeutet sind. Es ergibt sich unmittelbar, daß dadurch, daß die Schneiden 3 und 4 unterschiedlich in radialer Richtung auf der Stirnfläche 2 verlaufend angeordnet sind, wobei eine der Schneiden 4 gekrümmt ausgebildet ist, ein Anschlagbild erzielen läßt, in welchem im wesentlichen rautenförmige Materialquerschnitte zwischen den einzelnen Linien verbleiben. Durch entsprechende Wahl des Winkels in Abhängigkeit von der relativ zueinander erfolgenden Positionierung der Schneiden 3 und 4 und in Abhängigkeit von der Krümmung der Schneide 4 kann der Winkel zwischen benachbarten Schlagbeanspruchungen derart gewählt werden, daß jeweils eine der Schneiden 3 und 4 bei der nächsten 8 AT 001 513 Ul
Umdrehung im wesentlichen mittig auf verbliebene Materialquerschnitte auftrifft und somit ein sicheres Ausbrechen des Materials über die gesamte Oberfläche gewährleistet werden kann. Es ist unmittelbar einsichtig, daß durch die vorgeschlagene Anordnung der Schneiden insbesondere verhindert wird, riaft bei einem neuerlichen Ansetzen der Schneiden 3 und 4 diese in bereits bestehende Vertiefungen oder Einkerbungen von vorangehenden Schlagbeanspruchungen eintreten bzw. ab rutschen können, sondern daß ein sicheres Abtragen von zwischen vorangehenden Eindring-stellen der Schneiden verbleibendem Material vorgenommen werden kann.
Aus Fig. 3 ist ebenfalls ersichtlich, daß durch die vorgeschlagene, gegenseitige Anordnung der Schneiden 3 und 4 sowohl im Inneren der abzubauenden Fläche als auch am Außenumfang keine übermäßig großen, abzubauenden Materialquerschnitte zwischen einzelnen Anschlaglinien verbleiben und daß somit auch hartes Gestein ohne weiters sicher abgebaut werden kann, ohne mit übermäßig kleinen Winkelabständen zwischen den einzelnen Schlagbeanspruchungen arbeiten zu müssen.
In den Fig. 4 bis 9 sind weitere schematische Ansichten abgewandelter Ausführungsformen der Anordnung von Schneiden auf jeweils einer Stirnfläche 2 eines Bohrkopfes dargestellt. So weist die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform eine bogenförmig gekrümmte Schneide 11 auf, welche sich ausgehend vom Zentrum der Stirnfläche 2 bis an den Rand derselben erstreckt, wobei darüberhinaus eine geradlinige Schneide 12 vorgesehen ist, welche außerhalb des Zentrums der Stirnfläche 2 verläuft.
Bei der Ausbildung gemäß Fig. 5 ist wiederum eine geradlinige, außerhalb des Zentrums verlaufende Schneide 12 vorgesehen, wobei zusätzlich ähnlich zu der Ausführungsform gemäß Fig. 2 eine bogenförmig gekrümmte Schneide 4 vorgesehen ist, welche sich zum einen durch das Zentrum der Stirnfläche 2 erstreckt und mit ihren freien Enden jeweils bis an den Außenumfang der Stirnfläche 2 des Bohrkopfes reicht.
Bei der Ausbildung gemäß Fig. 6 findet wiederum eine bogenförmige Schneide 4 Verwendung, welche ähnlich den Ausführungen der Fig. 2 und 5 ausgebildet ist. Zusätzlich ist eine weitere 9 AT 001 513 Ul gekrümmte Schneide 13 vorgesehen, welche sich außerhalb des Zentrums der Stirnfläche 2 erstreckt, wobei diese Schneide 13 einen gegenüber der Schneide 4 sehr flachen Verlauf, d.h. einen sehr großen Krümmungsradius aufweist.
Bei der Ausbildung gemäß Fig. 7 ist neben einer in radialer Richtung verlaufenden Schneide 3 ähnlich zur Ausbildung gemäß Fig. 2 eine gekrümmte Schneide 14 vorgesehen, welche ebenso wie die Schneide 3 durch das Zentrum der Stirnfläche 2 des Bohrkopfes verläuft, wobei bei dieser Ausführung die gekrümmte Schneide 15 wellenförmig ausgebildet ist, d.h. eine Krümmung mit wenigstens einem Wendepunkt auf weist.
In Fig. 8 ist eine insbesondere einfach herzustellende und besonders für kleine Durchmesser anwendbare Ausbildung dargestellt, wobei neben einer in radialer Richtung ausgehend vom Zentrum der Stirnfläche 2 verlaufenden Schneide 3 eine bogenförmig gekrümmte Schneide 11 ähnlich zur Ausbildung gemäß Fig. 4 vorgesehen ist, welche sich ebenfalls ausgehend vom Zentrum der Stirnfläche 2 bis zum äußeren Umfangsrand derselben erstreckt.
Schließlich ist bei der Ausbildung gemäß Fig. 9 neben einer bogenförmig gekrümmten Schneide 4, welche sich durch das Zentrum der Stirnfläche 2 der Bohrkrone erstreckt, eine geradlinig verlaufende Schneide 16 vorgesehen, welche mit einer radialen Richtung einen Winkel einschließt. Zusätzlich ist bei dieser Ausführungsform noch eine weitere wellenartige Schneide 17 vorgesehen, welche ebenfalls wiederum mehr als einen Wendepunkt in ihrem Krümmungsverhalten aufweist.
Wesentlich für sämtliche der in den Fig. 4 bis 9 dargestellten Ausführungsformen ist, ebenso wie bei der Ausführung gemäß Fig. 2, die Tatsache, daß dadurch, daß die unterschiedlichen Schneiden in radialer Richtung auf der Stirnfläche unterschiedlich verlaufend angeordnet sind, wobei wenigstens eine der Schneiden gekrümmt ausgebildet ist, ein Schlagbild erhalten werden kann, in welchem unterschiedliche Muster bzw. Material-quer schnitte zwichen den einzelnen Anschlaglinien verbleiben. Weiters wird durch entsprechende Wahl des Verdrehungswinkels der Bohrkrone zwischen benachbarten Schlagbeanspruchungen sichergestellt, daß jeweils wenigstens eine der Schneiden bei der 10 AT 001 513 Ul nächsten Umdrehung im wesentlichen mittig auf verbliebene Materialquerschnitte auftrifft und somit ein sicheres Ausbrechen des Materials über die gesamte Oberfläche erzielbar ist. Hiebei wird durch Vorsehen von unterschiedlichen Krümmungen bzw. durch Vorsehen von geraden Schneiden, welche einen Winkel mit einer radialen Richtung einschließen, immer sichergestellt, daß bei einem neuerlichen Ansetzen der Schneiden diese nicht in bereits bestehende Vertiefungen oder Einkerbungen verbliebener Material-querschnitte eintreten bzw. abrutschen können. 11

Claims (10)

  1. AT 001 513 Ul Ansprüche 1. Bohrkrone, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohrkrone, deren Bohrkopf an seiner Stirnfläche Schneiden zum Lösen und/oder Zerkleinern des abzubauenden Materials aufweist, wobei wenigstens eine Schneide gekrümmt zu einer radialen Richtung der Stirnfläche des Bohrkopfes verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine weitere geradlinig verlaufende Schneide (3, 12, 16) an der Seite der konvexen Krümmung der gekrümmt verlaufenden Schneide (4, 11, 14) angeordnet ist. .
  2. 2. Bohrkrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geradlinig verlaufende Schneide (12, 16) einen Winkel mit einer radialen Richtung der Stirnfläche (2) einschließt.
  3. 3. Bohrkrone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die geradlinig verlaufende Schneide (3) als eine sich in radialer Richtung erstreckende Schneide (3) ausgebildet ist, welcher vom Zentrum (5) der Bohrkrone (1) bis zum Rand der Stirnfläche (2) der Bohrkrone (1) verläuft.
  4. 4. Bohrkrone nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gekrümmte Schneide (4, 11) in an sich bekannter Weise von einem Kreisbogen gebildet ist, welche vom Zentrum (5) der Bohrkrone (1) ausgeht bzw. durch das Zentrum (5) der Bohrkrone (1) verläuft.
  5. 5. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das am äußeren Rand der Bohrkrone (1) liegende Ende der geradlinig verlaufenden Schneide und/oder der gekrümmten Schneide (4, 11, 12, 13, 14, 15, 16) mit einer Radialen der Stirnfläche einen Winkel (a) zwischen 10 und 40°, insbesondere 15 bis 30°, einschließt.
  6. 6. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden (3, 4, 11, 12, 13, 14, 15, 16) in an sich bekannter Weise im Querschnitt im wesentlichen drei- 12 AT 001 51S Ul eckförmig ausgebildet sind und an ihren Spitzen mit beispielsweise von Hartmaterialeinsätzen gebildeten Schneidkanten versehen sind.
  7. 7. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrkopf (1) an seinem Außenumfang neben den Schneiden (3, 4) abgesetzte und/oder abgeflachte Umfangsbereiche (8) aufweist, welche gegebenenfalls in Drehrichtung der Bohrkrone (1) mit zusätzlichen Schneiden (9) versehen sind.
  8. 8. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrkrone (1) mit wenigstens einem Kanal (6) zum Einbringen einer Spül- oder Kühlflüssigkeit und/oder zum Ausbringen des abgebauten Materials ausgebildet ist.
  9. 9. Bohrkrone nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (6) in eine Mehrzahl von Austrittsöffnungen (7) mündet, welche an der Stirnfläche (2) des Bohrkopfes (1) symmetrisch verteilt zwischen den Schneiden münden.
  10. 10. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Stift- oder kugelförmige Hartmaterialeinsätze (10) an der Stirnfläche (2) der Bohrkrone (1) festgelegt sind. 13
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