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Elektrisches Heizkissen.
Es ist bereits bekannt, elektrische Heizkissen mit Paraffin zu füllen und hiedurch einerseits eine erhöhte Speicherfähigkeit für die erzeugte Wärme, anderseits eine unmittelbare Einwirkung des verflüssigten, warmen Paraffins auf den Körper zu erzielen. Die Erfindung bezweckt, das Anwendungsgebiet elektrischer Heizkissen wesentlich zu erweitern und deren Heilkraft zu erhöhen, indem sie eine Füllung von mit elektrisch leitenden Flüssigkeiten (insbesondere Wasser) getränkten Stoffen vorsieht, in welchen die mit einer feuchtigkeits-und säurefesten Schutzhülle umgebenen, flexiblen Heizdrähte verlegt sind.
Die durch die Heizung des Kissens verdunstende Feuchtigkeit wirkt in ganz anderer und meist viel heilkräftigerer Weise auf die Körperoberfläche ein als das flüssige Paraffin, das in den bisher bekannten Heizkissen zur Isolierung der Heizdrähte und zur Vermeidung von Kurzschlüssen erforderlich war. Als Schutzhülle für die Heizdrähte in den neuen Kissen eignen sich insbesondere weiche Metalle wie Blei, die über einer isolierenden Schichte die Leiter umgeben und durch ihre Weichheit die Biegsamkeit des Heizkissens nicht beeinträchtigen. Die Erfindung betrifft noch weitere, zweckdienliche Ausgestaltungsformen des Heizkissens, die einerseits einen günstigen Wärmeaustritt aus den Heizdrähten in das sie umgebende Material, anderseits einen geeigneten Aufbau der Begrenzungwände des Heizkissens betreffen.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 zeigt im Schaubild ein Heizkissen mit teilweise abgenommener oberer Begrenzungwand ; Fig. 2 zeigt im vergrösserten Massstab die Isolierung der Heizdrähte ; in Fig. 3 ist die Befestigung der Heizdrähte im Kissen dargestellt ; Fig. 4 zeigt einen Thermostaten zur Temperaturregelung.
Rund um den Boden 1 des Heizkissens ist eine aufwärtsragende Borts 2 angenäht, wodurch ein tassenförmiges Gebilde entsteht. Am Boden 1 sind die Heizdrähte in meanderförmigen Schlagenlinien verlegt, so dass eine gleichmässige Wärmeabgabe über das ganze Kissen erfolgt. Die Verlegung der Heizdrähte geschieht in der Weise, dass am Boden 1 Asbeststreifen. 3, 8'nebeneinander verlaufend angenäht werden. Die Streifen 3, 3'weisen eine etwas gegeneinander geneigte Oberfläche auf, so dass sie eine flache Rinne bilden, in welcher der Heizdraht verlegt und mittels Bindfaden oder Draht befestigt wird.
Der Heizkörper besteht aus dem Widerstandsdraht 1, der von einem Asbestgeflecht 5 umgeben ist und samt diesem in einem Bleirohr 6 verläuft. Über das Bleirohr ist schraubenförmig ein Aluminiumdraht 7 gewickelt. Der Anschluss der Widerstandsdrähte erfolgt durch einen Kabelkopf 8, in welchen die Bleimäntel der Heizdrähte eingeführt und vergossen werden. Der Kabelkopf ist in einem Gummiklotz 9 gelagert, der in einer Ecke des Heizkissens durch einen bandförmigen Streifen 10 gehalten ist. An den Kabelkopf 8 schliesst ein Kabel an, das zum Regelschalter des Heizkissens führt. Der die Heizdrähte umgebende Bleimantel ist innerhalb des Heizkissens nur ein einziges Mal unterbrochen, u. zw. zum Anschluss des die Temperatur regelnden Thermostaten.
Aueh hier ist es jedoch keine Schwierigkeit, die Bleirohre mit dem Anschlussstutzen 11 des Thermostaten durch Verlötung, Vergiessung oder Verklebung dicht zu verbinden, so dass ein Eindringen von Feuchtigkeit zu den spannungsführenden Teilen unmöglich ist. Der Thermostat ist so konstruiert, dass er möglichst wenig Raum in Anspruch nimmt, um die Biegsamkeit des Kissens nicht zu stören. Er besteht aus zwei Bimetallstreifen 12, 12', die sich bei Abkühlung aneinanderdrücken und hiebei den Stromkontakt schliessen, während sie sich bei Erwärmung auseinanderbiegen und den Stromkreis unterbrechen. Die Bimetallstreifen sind in einer gesonderten Hülse l') gelagert. Nach aussen sind sie durch eine Kappe 14 abgedeckt, die zur besseren Wärmeleitung vorteilhaft aus Metall besteht.
Die Bimetallstreifen sind in den Stromkreis der Heizdrähte eingeschaltet.
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Die aus dem Boden 1 und den Randteilen 2 gebildete Tasse ist aus einem wasserdichten Stoff hergestellt und mit einem feuchtigkeitsgetränkten Stoff wie Asbest, insbesondere aber mit Schlamm, Moorerde od. dgl. gefüllt. Zur Abdeckung dieser Füllmasse dient ein feuchtigkeitsdurchlässiges Gewebe, insbesondere ein Haarnetz 15, das am oberen Rand der Streifen 2 befestigt wird. Die Feinmaschigkeit des Netzes 15 richtet sich nach dem Füllstoff des Heizkissens und ist so zu wählen, dass dieser durch das Netz nur in ganz unbedeutenden Mengen austritt.
Das Heizkissen wird mit der porösen Fläche 15 auf den zu behandelnden Körperteil aufgelegt, so dass die Wärme und Feuchtigkeit sowie sonstige heilende Kräfte des Füllmaterials unmittelbar auf den Körper einwirken können. Nach längerem Gebrauch ist es erforderlich, die Füllung mit Flüssigkeit zu tränken. Es empfiehlt sich auch, dieselbe in regelmässigen Abständen zu ergänzen bzw. zu erneuern.
Die durch die unmittelbare Nachbarschaft mit feuchtem Material bedingte Ummantelung der Heizdrähte lässt in der erfindungsgemässen Ausgestaltung eine ungehinderte Biegsamkeit des Heizkissens zu. Die Armierung des Bleimantels durch eine Drahtspirale stellt einen Schutz desselben gegen mechanische Beschädigung und überdies eine Vergrösserung der wärmeabgebenden Oberfläche dar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrisches Heizkissen, gekennzeichnet durch eine Füllung von mit elektrisch leitenden Flüssigkeiten getränkten Stoffen, in welchen die mit einer feuchtigkeits-und säurefesten Schutzhülle umgebenen, flexiblen Heizdrähte verlegt sind.