<Desc/Clms Page number 1>
Kassette für Radioapparate.
Die Erfindung betrifft eine Kassette für Radioapparate mit eingebautem Lautsprecher und ist darin gelegen, dass die Kassette zum grössten Teil aus wärme empfindlichem Material, insbesondere aus Holz, zum andern Teil jedoch aus Metall besteht, metallische Einlagen, metallische Auflagen oder Metallanstrich besitzt. Bei Radioapparaten mit eingebautem Lautsprecher müssen die Kassettenwände so ausgeführt sein, dass sie nicht durch den Lautsprecher in Schwingungen versetzt werden können.
Diesen Bedingungen kommen insbesondere Holzkassetten nach, welche eine akustisch gute Wiedergabe ermöglichen. Jedoch besitzt das Holz ebenso wie andere akustisch gut geeignete Materialien den Nachteil, dass es stark temperaturempfindlich ist und bei zu grosser Hitze Risse bekommt. Holzkassetten sind meist mit Edelholzfurnieren belegt und pol tiert. Die dünne Furnierschicht ist aber sehr tempe- raturempfindlieh und reisst bei Erwärmung. Diese Wirkung kann erfahrungsgemäss so weit gehen, dass ganze Kassettenteile verzogen werden und deren Verbindungen reissen. Um die im Apparat entwickelt Wärme abführen zu können, muss daher die Kassette gut ventiliertsein, wodurch es aber praktisch unmöglich wird, das Apparatehassis vor Staub zu schützen.
Durch die erfindungsgemässe Massnahme, einen Teil der Kassettenwandung aus Metall herzustellen bzw. mit metallischen Einlagen, Auflagen oder Metallanstrich zu versehen, wird es möglich, die Wärmeabgabe der Kassette erheblich zu steigern. ohne dass in akustischer Hinsicht Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Man kann z. B. die akustisch meistbeanspruchten Teile, wie Vorderwand und Seitenteile, aus Holz oder ähnlichem akustisch hochwertigem Material herstellen, den der im Apparat erzeugten Wärme am stärksten ausgesetzten Deckel hingegen aus Metall ausführen. Man erzielt so ohne Beeinträchtigung der Qualität der Wiedergabe eine so hohe Wärmeabfuhr, dass die aus wärmeempfindlichem Material bestehenden Teile vor Überhitzung geschützt sind. Man kann sogar auch das Gehäuse so weit abschliessen, z.
B. durch eine Bespannung der bisher meist dem Luftstrom offenen Rückseite mit dichtem Stoff, dass die Verstaubung hintangehalten wird. Die bekannten Kassetten, welche ganz aus Metall bestehen, entsprechen zwar in wärmeteehniseher Hinsicht, sind aber akustiseh unbrauchbar, da bei Einbau eines Lautsprechers die Wände leicht mitschwingen und durch Resonanz die Wiedergabe verschlechtern.
Besteht die Kassette aus in ein Traggerüst eingesetzten Platten, so wird man zweckmässig das Traggerüst aus Metalleisten herstellen, welche Kassettendeckel und Kassettenboden verbinden und an der Kassettenaussenfläche liegen. Ein solches Metallgerüst ergibt insbesondere in Verbindung mit einem Metalldeekel eine gute Wärmeableitung.
Auflagen oder Anstriche haben nicht nur die Wirkung, dass sie das Holz vor dem Entstehen wenn auch nur mikroskopischer Risse schützen, die in späterem Zeitpunkt merkbare Dimensionen annehmen, sondern haben auch noch den Wert, dass sie eventuell entstandene Schäden, die insbesondere an den Kanten auftreten, unsichtbar halten.
Da bei der erfindungsgemässen Konstruktion ein Grossteil der im Apparat erzeugten Wärme durch die Wandungen nach aussen abgegeben wird, kann man die Apparatrüekwand, welche bei den bisherigen Konstruktionen eine gute Luftzirkulation gestatten musste, nunmehr z. B. mit dichterem Stoff abschliessen, der das Apparatchassis vor Verstauen schützt.
Die Erfindung bezieht sich vor allem auf Kassetten für Radioapparate mit eingebautem Lautsprecher, denn der eingebaute Lautsprecher verlangt, dass die Wand überwiegend aus Holz od. dgl. besteht, damit sich keine den Blechwänden eigene Resonanzerscheinungen ausbilden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kassette für Radioapparate mit eingebautem Lautsprecher, dadurch gekennzeichnet, dass sie zum grössten Teil aus wärmeempfindlichem Material, insbesondere aus Holz, zum andern Teil jedoch aus Metall besteht, metallische Einlagen, metallische Auflagen oder Metallanstrich besitzt.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.