AT147938B - Verfahren zur Einführung von Medikamenten und pharmazeutischen Präparaten in den Organismus. - Google Patents

Verfahren zur Einführung von Medikamenten und pharmazeutischen Präparaten in den Organismus.

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AT147938B
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Gyula Boschan
Cornel Dr Fenyoe
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Gyula Boschan
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   Die meisten Medikamente und pharmazeutischen Präparate gelangen in der Form von Pulvern, Tabletten oder Lösungen über die Verdauungsorgane oder im Wege von subkutanen, intramuskulösen oder venösen Injektionen in den Organismus. Die genannten Mittel sind wegen ihres Gehaltes an Säuren und toxischen Substanzen teilweise schwer verdaulich bzw. schwer resorbierbar, manche   beeinträchtigen   sogar den Verdauungsprozess und üben schädliche Wirkungen auf die   Schleimhäute   aus, ferner geben sie zur Bildung von Magensäure Anlass. Es können selbst Krämpfe oder Schmerzen verursacht werden.

   Die peroral durch den Verdauungsapparat dem Organismus zugeführten Mittel üben aber nicht nur schädliche Wirkungen auf die Magen-und Darmtätigkeit aus, sondern es besteht noch der Übelstand, dass ein Teil der wirksamen Substanzen ohne resorbiert zu werden, entweicht, anderseits aber manche Mittel unter der Wirkung der Magen-und Darmsäfte zersetzt werden, so dass bloss der kleinere Teil der wirksamen Substanzen eine Heilwirkung ausübt. Die durch Injektionen in die Blutgefässe eingeführten Mittel werden nur langsam resorbiert und gelangen nicht unverändert, sondern an Eiweiss gebunden in den Organismus. Die Injektionen verursachen ferner oft schmerzhafte Anschwellungen, örtliche Reaktionen und ist ausserdem auch die Möglichkeit von Infektionen nicht ausgeschlossen. 



   Um diese Nachteile zu beseitigen, wurde vorgeschlagen, die wirksamen Substanzen im Wege des Einatmens in den Organismus einzuführen und wurden hiezu die Substanzen mit verbrennbaren Faserstoffen gemischt in eine Masse gebracht, die entweder Rauchwaren beigegeben oder in brennbare Körper nach Art der Räucherkerzen verpresst werden, deren Verbrennungsprodukte eingeatmet werden. 



   Bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von solchen, wirksame Substanzen enthaltenden Rauchwaren od. dgl. wurden die Faserstoffe entweder mit Lösungen der wirksamen Substanzen getränkt oder es wurden diese, mit Faserstoffen gemischt, in die Form von Tabletten, Stäbchen od. dgl. verpresst, welche dann z. B. in eine Zigarette eingeführt oder nach Art der Räucherkerzen verbrannt wurden. 



   Alle diese bekannten Verfahren haben Nachteile, da einerseits das Tränken der Faserstoffe mit den wirksamen Substanzen und das nachfolgende Trocknen die Wirksamkeit der Substanzen beeinträchtigt, wie auch nur eine der Aufnahmefähigkeit der Faserstoffe für Tränkung entsprechende Dosierung er-   möglicht,   anderseits die Einführung von Substanzen enthaltenden Presslingen in Rauchwaren eine ungleichmässige Verabreichung bedingt. 



   Gemäss der Erfindung werden die Nachteile der bekannten Verfahren dadurch beseitigt, dass die wirksamen Substanzen mit den Faserstoffen vor Überführung derselben in ihre Gebrauchsform auf mechanischem Wege, z. B. durch Verkleben, Pressen od. dgl., verbunden werden. Hiedurch wird der Vorteil erreicht, dass die wirksamen Substanzen mit den Faserstoffen, z. B. Vegetabilien oder vegetabilischen Stoffen, derart verbunden werden, dass sie einerseits in ihrer Wirksamkeit auf den Organismus nicht leiden, anderseits aber auch alle beliebigen, also auch unlöslichen Medikamente bzw. pharmazeutischen Produkte in der jeweils der gewünschten Dosierung entsprechenden Menge mit den Faserstoffen verbunden werden können. Die Fasern werden, bevor man sie mit den wirksamen Stoffen in Verbindung bringt, vorteilhaft von Fremdstoffen und schädlichen Stoffen befreit. 



   Am zweckmässigsten verwendet man als Träger für die wirksamen Stoffe Vegetabilien oder vegetabilische Stoffe in der Form von Zigaretten, Zigarren oder Pfeifentabak. Man verfährt beispielsweise derart, dass man die Vegetabilien in Form von Blättern oder die bereits aufgeschnittenen Blätter von schädlichen und toxischen Stoffen durch Auslaugung oder in anderer Weise reinigt. Die in ent- 

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 sprechender Weise dosierten wirksamen Stoffe werden dann auf mechanischem Wege, beispielsweise durch Kleben oder Verpressen, mit demFaserstoff in Verbindung gebracht. Für diesen Zweck haben sich Klebstoffe mit Zuckergehalt, beispielsweise ein aus Traubenzucker oder Obstzucker hergestellter 5-20%iger Sirup gut bewährt. Der Faserstoff wird zweckmässig derart präpariert, dass er höchstens   14%   Feuchtigkeit enthält.

   Um dem Rauch seine erstickende Eigenschaft zu nehmen, kann der Faserstoff mit beliebigen Geschmackstoffen, ferner gegen etwaigen Geruch des Rauches bzw. gegen den bitteren Geschmack desselben mit deckenden Riechstoffen und Geschmack gebenden Stoffen präpariert werden. 



   Durch dieses Verfahren gelangen die Heilmittel und pharmazeutischen Präparate unmittelbar und ohne jede Nachwirkung in den Organismus, und die Dosierung kann ohne Schaden so oft wiederholt werden, wie dies der Zustand des Kranken erfordert. Die gemäss dem Verfahren hergestellten Präparate sind ausserordentlich billig, sie können dem Kranken ohne ärztliche Hilfe verabreicht werden, man kann sie auch an vom Verkehr entlegenen Orten vorrätig halten. 



   Als Beispiele von Medikamenten, die gemäss diesem Verfahren verarbeitet werden können, seien, ohne die Erfindung auf diese zu beschränken, beispielsweise genannt : Atropin als Schmerzstillmittel von sofortiger Wirkung, Luminal-Koffeinkombinationen als   Sehmerzstillmittel,   Phenol als Desinfektionsmittel und Prophylaktikum, Chinin als Heilmittel und Schmerzstillmittel, Jodkalium, Brenzcatechin usw. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von in den Organismus   einzuführende   Substanzen, wie Medikamente, pharmazeutische Präparate u. dgl. enthaltenden, nach Art der Rauchwaren geformten Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksamen Substanzen mit den Faserstoffen vor Überführung derselben in ihre Gebrauchsform auf mechanischem Wege, z. B. durch Verkleben, Pressen, verbunden werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung der wirksamen Stoffe mit den Fasern zuckerhaltige Klebstoffe, z. B. Sirup, verwendet werden.
AT147938D 1934-04-14 1935-04-11 Verfahren zur Einführung von Medikamenten und pharmazeutischen Präparaten in den Organismus. AT147938B (de)

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