AT147338B - Peil- und Blindlandungssystem für Luftfahrzeuge. - Google Patents

Peil- und Blindlandungssystem für Luftfahrzeuge.

Info

Publication number
AT147338B
AT147338B AT147338DA AT147338B AT 147338 B AT147338 B AT 147338B AT 147338D A AT147338D A AT 147338DA AT 147338 B AT147338 B AT 147338B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
directional
omnidirectional
modulated
image
radiation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Marconi Wireless Telegraph Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Marconi Wireless Telegraph Co filed Critical Marconi Wireless Telegraph Co
Application granted granted Critical
Publication of AT147338B publication Critical patent/AT147338B/de

Links

Landscapes

  • Traffic Control Systems (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Peil- und Blindlandungssystem   für Luftfahrzeuge. 



   Die Erfindung betrifft ein Peil-und Blindlandungssystem für Luftfahrzeuge. 



   Die bekannten Systeme dieser Art gestatten es dem Piloten, einen richtigen Kurs nach dem Flugplatz nur in kleinen Höhen, etwa von 35 Metern, zu steuern und geben ihm keine genaue Anzeige über seine tatsächliche Höhe bzw. seinen genauen Abstand vom Landungspunkt ; infolgedessen muss der Gleitwinkel des Flugzeuges bei seiner Landung mehr oder weniger vom Piloten geschätzt werden, was ein hohes Mass von Erfahrung und Geschicklichkeit von seiten des Piloten erforderlich macht. 



   Die vorliegende Erfindung schafft ein System, dass die Blindlandung erleichtert und dem Piloten den Gleitwinkel anzeigt, den er bei der Landung einzuschlagen hat und innehalten muss, bis die Landung erfolgt ist, so dass er selbst beim Landen in Nebel nur die normale Geschicklichkeit für die Landung zu besitzen braucht. 



   Das System gemäss der Erfindung enthält folgende Elemente : eine Einrichtung zum Aussenden eines scharf gerichteten Radiostrahles ; eine Einrichtung   zumAuf-und Abwärtsschwingen   dieses Strahles, so dass er seinen Neigungswinkel gegenüber dem Erdboden verändert ; eine Einrichtung zur verschiedenartigen   Kennzeichnung   dieses Strahles für verschiedene Neigungswinkel. Auf diese Weise wird der Pilot eines Luftfahrzeuges, das mit   einem geeigneten Radioempfänger ausgeriistet   ist, durch die besondere Kennzeichnung des Signals, das er erhält, wenn der Richtstrahl auf sein Fahrzeug auffällt, über den Winkel dieses Strahles gegenüber Erde informiert. 



   Vorzugsweise wird die Kennzeichnung des Richtstrahles durch verschiedene Modulationsfrequenzen bewirkt und vorzugsweise enthält auch die Sendestation auf dem Erdboden zusätzlich zu der Einrichtung zum Aussenden des vertikal schwingenden Richtstrahles eine Einrichtung zur ungerichteten Strahlung, moduliert mit geeigneter Information von identifizierender und belehrender Art, beispielsweise über den Namen des Flugplatzes und die Windrichtung. 



   Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die notwendige Information dem Piloten sichtbar übermittelt, d. h. die Maschine ist mit einem Fernsehempfänger ausgerüstet, der so ausgebildet und angeordnet ist, dass er ein Bild wiedergibt, von dem ein Teil der Modulation entspricht, die ungerichtet gesendet wird, und der verbleibende Teil (der erscheint, wenn Richtstrahlung empfangen wird) aus einem   Bild odereinem sonstigen Zeiehen besteht, das sieh dureh die Modulation   des Richtstrahles bestimmtund kennzeichnend für die Neigung dieses Strahles ist. 



   Fig. 1 zeigt schematisch ein Sendesystem gemäss der Erfindung. Dieses enthält einen ungerichteten Sender   1,   der etwa mit einer Wellenlänge von neun Metern arbeitet, und einen scharf gerichteten Ultra-   kurzwellen-Strahlwerfer   2, der beispielsweise mit einer Wellenlänge von 50 cm arbeitet und etwa eine Dipolantenne 3 im Brennpunkt eines parabolischen Reflektors 4 enthält. Es ist eine (in Fig. 1 nicht dargestellte) Einrichtung vorgesehen, um den Strahl auf einem bestimmten Bogen in einer senkrechten Ebene auf und ab zu schwingen.

   Dieses Schwingen erfolgt beispielsweise gemäss Fig. 2 dadurch, dass das Aggregat Reflektor minus Antenne durch einen Quadranten 5 und ein entsprechendes Getriebe durch einen nicht dargestellten Elektromotor geschwenkt wird, dessen Feld durch Schalter umgekehrt wird, die betätigt werden, wenn das Aggregat das Ende seines Hubes erreicht. Der Kurzwellenstrahl wird durch Tonfrequenzen moduliert, die zu bestimmten Zeiten während der Schwingungen zugeführt werden, so dass die Tonfrequenzmodulation zu jeder Zeit kennzeichnend für die Neigung des Strahles zu dieser Zeit ist. Wenn   z.   B. der Strahl horizontal ist, kann eine 50periodige Modulation zugeführt werden, bei   50   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 über der Horizontalen eine 100periodige, bei   10  über   der Horizontalen eine 200periodige usw.

   Das Gerät zur Tonmodulation ist schematisch bei 6 dargestellt. 



   Der ungeriehtete Sender 1 wird durch einen Fernsehsender 7 mit Signalen moduliert, die einem Bild 8 entsprechen, das den Flugplatz angibt und sonstige gewünschte Informationen enthält ; die beiden   Sender-Modulationensindmiteinanderverbunden, beispielsweisedurcheinedrehendeKontaktvorrichtung9,   10, die auf der Motorwelle 11 für die Abtastscheibe 12 des Fernsehgerätes 7 sitzt, derart, dass, wenn der ungerichtet Sender moduliert wird, der Richtsender nicht moduliert wird und umgekehrt. 



   Das Gerät 13 zur Umwandlung der   Licht- und Schattenänderungen   des Bildes 8 in Stromimpulse und zur Verstärkung dieser Impulse kann von beliebiger bekannter Art sein. 



   Die ungerichtet gesendete Modulation besteht etwa aus einem Bild, das den Namen des Flugplatzes und sonstige Informationen, beispielsweise über die Windrichtung, enthält. Diese Modulation nimmt nicht die ganze Fläche des Bildschirmes, sondern nur einen Teil davon ein, wie in Fig. 3 gezeigt. 



   Es werde beispielsweise angenommen, dass das Fernsehsystem eine   Bildfläche   15mal pro Sekunde mit 50 Zeilen abtaste ; dann kann die Fernseh-Modulation der ungerichteten Strahlung so angeordnet sein, dass sie erst mit der 20. Abtastzeile anfängt und bei der 50. Zeile aufhört, so dass 20 Zeilen der gesamten Bildfläche frei bleiben. In diesem Falle ist das Aggregat 9, 10 so mit dem ungerichteten Sender und dem Strahlwerfer verbunden, dass während der   20 "leeren" Zeilen   der ungerichtet Sender die Modulation Null und während des Restes der Zeilen der Strahlwerfer die Modulation Null hat. 



   Das Bild 8 kann als Schablone mit durchsichtigen Buchstaben ausgebildet werden, von denen ein Abbild auf der   Nipkow-Scheibe   12 oder einer andern Abtastvorrichtung fokussiert wird, so dass sich Bildsignale ergeben, die der Beschriftung der Schablone entsprechen und die dann den ungerichteten Sender modulieren. 



   Die Modulation des Strahlwerfers erfolgt durch eine Reihe von (nicht gezeichneten) Frequenzgeneratoren derart, dass die zu einem gewissen Zeitpunkt ausgesandte Tonfrequenz dem Neigungswinkel des Strahles zu dieser Zeit entspricht. 



   Ein Flugzeug, das nach diesem System arbeiten soll, wird mit zwei Radioempfängern ausgerüstet : einem zum Empfang der 9-m-Welle und dem andern zum Empfang der   50-cm-Welle   ; die Modulationsausgänge von diesen beiden Empfängern werden kombiniert und einem Fernsehempfänger zugeführt, der auf diese Weise ein Gesamtbild wiedergibt, das zum Teil aus den Worten od. dgl. besteht, die ungerichtet gesendet sind, und zum Teil aus einem Muster besteht, das der besonderen Tonfrequenz entspricht, die empfangen worden ist. Dieses Muster, das auf der linken Seite von Fig. 3 für den Fall von Tonfrequenzmodulation wiedergegeben ist, besteht aus einer Reihe von dicken schwarzen schrägen
Strichen, deren Anzahl und Lage von der Tonfrequenz abhängt.

   Diese Muster können bezüglich ihrer Lage und Art normalisiert sein, so dass der Pilot beim Erblicken eines dieser Muster über den notwendigen
Gleitwinkel für die Landung informiert wird. 



   Bei der Blindlandung muss demnach der Pilot folgendermassen verfahren. 



   Das Flugzeug wird bei der Annäherung an den Flugplatz zuerst die ungeriehtete Sendung empfangen ; diese hält den Fernsehempfänger in Gleichlauf und verursacht die Wiedergabe eines Bildes, bestehend aus der ungerichteten gesendeten Information zusammen mit einem leeren Teil. Das Flugzeug beschreibt dann einen kreisförmigen Kurs um den Flugplatz, bis es den Richtstrahl empfängt, der durch den Ultrakurzwellensender gesandt ist, worauf der leere Teil des Bildes durch eine Angabe ausgefüllt wird, die den Piloten über den Gleitwinkel informiert, den er für die Landung verfolgen muss. Diesem
Gleitwinkel folgt nun der Pilot, wie Fig. 2 erkennen lässt. 



   Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist angenommen worden, dass der Richtstrahl durch
Tonfrequenzen moduliert wird. Diese Modulationsart ist deswegen gewählt, weil es in dem gegenwärtigen
Stadium der Entwicklung   der Ultrakurzwellentechnik praktisch schwierig   ist, eine komplexe Modulation zu senden. Die Erfindung beschränkt sich aber nicht auf die Verwendung von Tonfrequenzmodulation, da es von dem praktischen Navigations-Gesichtspunkt aus vorzuziehen wäre, den Richtstrahl so zu modulieren, dass man eine bildlich Wiedergabe der Worte erhält, die den gewünschten Gleitwinkel an- geben ; mit andern Worten, es wäre anstatt einer Tonfrequenzmodulation des   Richtstrahles   eine Bild- modulation vorzuziehen, bestehend aus Wörtern, die den Winkel des Strahles zu jeder Zeit angeben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Peil-und Blindlandungssystem für   Luftfahrzeuge, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum
Aussenden eines scharf gerichteten Radiostrahles, der auf und ab geschwenkt werden kann, so dass sich sein Neigungswinkel gegenüber dem Erboden verändert, und der entsprechend dem jeweiligen Neigungs- winkel verschiedenartig gekennzeichnet wird.

Claims (1)

  1. 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennzeichnung des Richtstrahles durch verschiedene Modulationsfrequenzen erfolgt, die den verschiedenen Neigungswinkeln entsprechen.
    3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es des weiteren eine Einrichtung für eine ungerichtet Strahlung enthält, die mit identifizierenden und informierenden Angaben modu- liert ist, <Desc/Clms Page number 3> 4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ungerichtete Strahlung durch Fernsehsignale moduliert ist, die dem Piloten den Namen des Flugplatzes, die Windrichtung u. dgl. sichtbar angeben.
    5. System nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Richtstrahl und die ungerichtet Strahlung intermittierend und abwechselnd moduliert werden.
    6. System nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale : eine Einrichtung, um auf eine Nipkow-Scheibe oder ein ähnliches Abtastgerät ein Abbild des Namens des Flugplatzes sowie sonstige, ungerichtet auszustrahlende Informationen zu werfen ; eine Einrichtung, um die Licht- und Schattenänderungen dieses Bildes in Stromimpulse zur Modulierung des ungerichteten Strahlers umzuwandeln ; einen Kommutator, angetrieben durch die Antriebsvorriehtung für die Abtastvorrichtung zur Steuerung der Modulation der ungerichteten und der gerichteten Strahlung, so dass die erstere für eine bestimmte Zahl von Abtastlinien einer Bildperiode und die letztere für den Rest dieser Bildperiode moduliert wird.
    7. System nach einem jeden der früheren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Aussendung eines scharf gerichteten Radiostrahles aus einer im Brennpunkt des Reflektors angeordneten Dipolantenne besteht und die Sehwingbewegung des Strahles durch Verschwenkung des aus Antenne und Reflektor bestehenden Aggregates erzielt wird.
    8. System nach einem jeden der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Richtstrahlsender mit einer Wellenlänge von etwa 50 cm und der ungerichtet Sender mit einer Wellenlänge von etwa 9'in arbeitet..
    9. Empfänger für ein System nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch einen Fernsehempfänger, dem Signale zugeführt werden, die von der Demodulation der beiden Strahlungsarten abgeleitet sind, wobei die Anordnung so ist, dass das wiedergegebene Bild über einen Teil der Fläche der ungerichtet gesendeten Modulation entspricht und auf den Rest der Fläche aus einem Muster besteht, das durch EMI3.1 EMI3.2
AT147338D 1935-01-25 1936-01-21 Peil- und Blindlandungssystem für Luftfahrzeuge. AT147338B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB147338X 1935-01-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT147338B true AT147338B (de) 1936-10-26

Family

ID=10046525

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT147338D AT147338B (de) 1935-01-25 1936-01-21 Peil- und Blindlandungssystem für Luftfahrzeuge.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT147338B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE829471C (de) Navigationsanlage fuer Flugzeuge, Schiffe oder aehnliche Fahrzeuge
DE1029890B (de) Radaranlage fuer meteorologische Zwecke
DE1286594B (de) Nachrichtensystem zum UEbermitteln von Nachrichten zwischen Raumflugkoerpern und einer Basisstelle
DE757347C (de) Verfahren zur Blindlandung von Luftfahrzeugen
AT147338B (de) Peil- und Blindlandungssystem für Luftfahrzeuge.
DE2507401A1 (de) Verfahren und einrichtung zur nachrichtenuebertragung
US2463094A (en) Airplane course indicating system
DE755781C (de) Verfahren zur eindeutigen Kenntlichmachung der einzelnen Leitzonen einer Vierstrahlbake
DE708350C (de) Einrichtung zur Bestimmung der relativen Lage der Grenzen eines Hafens, insbesondere Flughafens, von einem Fahrzeug aus
DE640266C (de) Verfahren zur automatischen Peilung unter Verwendung einer ungerichteten und einer rotierenden Richtantenne
DE2543373C3 (de) In Fahrzeugen, insbesondere Luftfahrzeugen, angebrachte Einrichtung zur Darstellung eines Geländeausschnitts
DE614586C (de) Anordnung zur selbsttaetigen Anzeige der Stellung von Fahrzeugen, insbesondere Flugzeugen
DE588867C (de) Signal-Sende-System zum Leiten von Luft-, Seefahrzeugen u. dgl. auf Flug- oder Fahrstrassen begrenzter Breite
DE3130349A1 (de) Treibersystem fuer eine antenne fuer ukw-drehfunkfeuer navigationssysteme
DE1274358C2 (de) Anordnung zur leitstrahllenkung von schiffen
DE704158C (de) Anordnung zur Verhinderung von Zusammenstoessen von Luftfahrzeugen
DE705481C (de) Sendeanordnung zur Festlegung einer bestimmten Leitrichtung mittels elektromagnetischer Strahlungen
DE2332447A1 (de) Schiffsfuehrungssystem
DE660080C (de) Verfahren zur UEbertragung von Warnsignalen auf im Flug befindliche Luftfahrzeuge
DE973199C (de) Funksystem zur Navigation von Fahrzeugen
DE2257362C2 (de) Einrichtung zur Sicherung der Rollbewegungen von Flugzeugen auf Flughäfen
DE916308C (de) Peilanordnung mit umlaufender Richtantenne und Mitteln zur UEberstreichung eines Frequenzbandes
DE507501C (de) Verfahren zur Ortsbestimmung von Fahrzeugen ueber begrenzten Flaechengebieten
DE763431C (de) Einrichtung zur drahtlosen Richtungsbestimmung
DE731349C (de) Anordnung zur UEbermittlung von Richtungsangaben u. dgl. an Flugzeuge