AT145735B - Einrichtung zur Verhinderung der Übertragung von Stößen oder Schwingungen. - Google Patents

Einrichtung zur Verhinderung der Übertragung von Stößen oder Schwingungen.

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AT145735B
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Adolf Ferrand
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Adolf Ferrand
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Description


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  Einrichtung zur Verhinderung der Übertragung von Stössen oder Schwingungen. 



   In der Technik werden zwecks Vermeidung der zerstörenden oder sonstwie nachteiligen Wirkungen von Stössen, mechanischen und akustischen Schwingungen auf die betroffenen Gegenstände vorzugs- weise elastisch federnde Zwischenelemente verwendet. Der angestrebte Erfolg wird aber mit diesen
Elementen im allgemeinen nur unvollkommen erreicht, denn sie vermögen nur einen Teil der Stoss- energie in Deformationsarbeit (Wärme) umzusetzen, leiten dagegen den übrigen Teil als mechanische
Bewegung weiter. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet demgegenüber eine Einrichtung, die es ermöglicht, die z. B. von ihr getragenen Gegenstände, Maschinen, Geräte, Personen u. dgl. weitgehender gegen die
Wirkung von Stössen bzw. mechanischen und akustischen Schwingungen zu schützen, als dies durch
Verwendung elastisch federnder Zwischenelemente erreichbar ist. 



   Gemäss der Erfindung dient als   Stoss-bzw. Sehwingungsdämpfer zwischen Stosserreger   und Masse eine in einem allseitig geschlossenen, in seinem Volumen veränderlichen Behälter zugleich mit einem
Kondensat enthaltene Dampfmenge. Diese Dampfmenge steht im Ruhezustand unter einem solchen
Druck, dass im Augenblick geringster Druckzunahme deren teilweise Kondensation, bei geringster Druck- abnahme dagegen Verdampfung an der Kondensatoberfläche eintritt. Bei der unter Volumenverminderung erfolgenden Kondensation wird die   Stoss-bzw. Schwingungsenergie   in Wärme übergeführt, die in das Kondensat gelangt und aus ihm gegebenenfalls ständig durch an sich bekannte Einrichtungen abgeführt werden muss, um dessen Temperatur konstant zu halten. 



   Die an der vom Dampf berührten Kondensatoberfläche auftretenden Temperaturschwankungen können dadurch in engen Grenzen gehalten werden, dass man eine möglichst grosse   Berührungsfläche   zwischen beiden Medien herstellt, indem man zwischen ihnen eine poröse, Kondensatflüssigkeit aufsaugende Masse anordnet, die vorzugsweise aus gut Wärme leitenden Stoffen besteht. Als solche Massen eignen sich z. B. Kupfergewebe, Metallspäne u. dgl. 



   Als im Volumen veränderlicher Behälter für die Aufnahme von Dampf und Kondensat kann z. B. ein Zylinder mit Kolben dienen, wobei ersterer mit dem   Sehwingungserreger,   letzterer mit der gegen die Schwingungen zu   schützende   Masse verbunden ist. Statt durch einen Kolben kann der Behälterinnenraum auch durch eine Membran abgeschlossen sein, die mit der Masse mechanisch verbunden ist. 



  Es können schliesslich auch Behälter mit allseitig elastischer, z. B. aus Gummi, Zelluloid od. dgl. bestehender Wandung, wie Gummihohlkugeln, Pneumatiks u. dgl., verwendet werden. 



   Selbstverständlich kann die beschriebene Einrichtung auch mit einer normalen Feder kombiniert werden, so dass diese schwächer dimensioniert werden kann. 



   Auf der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Einrichtung durch ein Ausführungsbeispiel veranschaulich. Mit der schwingungserregenden Unterlage 1 ist der Zylinder 2 und mit der gegen die Übertragung der Schwingungen zu schützenden Masse 4 der Kolben 3 verbunden. Am Zylinderboden befindet sich das Kondensat   5,   z. B. flüssige Kohlensäure, und im Zylinderraum 6 Dampf der Kondensatflüssigkeit von der Temperatur entsprechendem Druck, wobei die Kolbenfläche so bemessen ist, dass die Masse 4 gerade getragen wird. An der Oberfläche des Kondensats befindet sich die poröse, mit Kondensatflüssigkeit getränkte, z. B. aus Kupferdrahtgewebe bestehende Masse 7 mit sehr grosser, vom Kondensat benetzter Oberfläche.

   Wird auf den Zylinder 6 von seiten der Unterlage 1 ein Stoss ausgeübt, so tritt mit der Kompression der Dampfmenge im Zylinderraum 6 deren teilweise Kondensation unter Wärmeabgabe auf. Die dabei entwickelte Wärmemenge entspricht dem der bewegten Unterlage entzogenen 

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 Energiebetrag, durch die Einführung der porösen Masse 7 ist aber dafür gesorgt, dass die Temperatur des Kondensats praktisch nicht steigt. Mit der Kondensation ist eine Volumenverminderung verbunden, so dass keine Druckerhöhung im Zylinder und daher auch keine Übertragung des Stosses auf den Kolben 2 und die Masse 4 erfolgt. 



    PATENT-ANSPRÜCHE.   



   1. Einrichtung zur Verhinderung der Übertragung von   Stössen   oder Schwingungen, gekennzeichnet durch eine in einem allseitig geschlossenen, in seinem Volumen veränderlichen Behälter zugleich mit ihrem. Kondensat enthaltene. als   Stoss-bzw. Schwingungsdämpfer zwischen Stosserreger   und zu schützender Masse wirkende Dampfmenge.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter 2 mit Dampf und Kondensat eines Stoffes gefüllt ist, bei welchem der Wechsel zwischen Kondensation und Verdampfung mit einer der Geschwindigkeit des durch die Schwingungen bewirkten Druckwechsel entsprechenden Geschwindigkeit erfolgt, und dass die Temperatur des Kondensats durch an sich bekannte Mittel praktisch konstant gehalten wird.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Stossdämpfer ein Gemisch eines bei den zur Wirkung kommenden Drücken kondensierbaren Dampfes mit einem schwer kondensierbaren Gas dient.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Kondensat und Dampf ein das Kondensat aufsaugender, poröser, aus festem Stoff bestehender Körper angeordnet ist, zum Zweck, eine möglichst grosse Berührungsoberfläche zwischen beiden Medien herzustellen.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Körper aus gut Wärme leitendem Stoff, z. B. Kupferdrahtgewebe, Metallspänen u. dgl., besteht.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter aus Zylinder (2) und Kolben besteht.
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterinnenraum durch eine die Stösse bzw. Schwingungen aufnehmende bzw. mit der zu schützenden Masse verbundenen Membran abgeschlossen ist.
    8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis'5, dadurch gekennzeichnet, dass den Behälter ein allseitig durch elastische Wände abgeschlossener Hohlkörper, z. B. eine Gummihohlkugel, Pneumatik od. dgl., bildet. EMI2.1
AT145735D 1935-07-31 1935-07-31 Einrichtung zur Verhinderung der Übertragung von Stößen oder Schwingungen. AT145735B (de)

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