AT138697B - Schalteinrichtung. - Google Patents

Schalteinrichtung.

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AT138697B
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interruption
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deionization
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Inventor
Josef Ing Schwarzmann
Original Assignee
Elin Ag Elek Ind Wien
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Sehalteinriehtung.   



   Für die Unterbrechung eines Stromes ist es erforderlich, den Unterbrechungsweg zu deionisieren. 



  Die Deionisation ist um so leichter zu bewerkstelligen, je geringer die Ionenerzeugung und je länger die für die Deionisation verfügbare Zeit ist. Für die Ionenerzeugung ist die Stromstärke massgebend und es sind die Vorbedingungen für die Stromunterbrechung um so günstiger, je geringer bei derselben die augenblicklichen und die unmittelbar vorangegangenen Stromwerte sind. Bei Wechselstrom ist deshalb der Zeitpunkt des   natürlichen   Stromnulldurchganges für die Unterbrechung bevorzugt. Nach der Strom- 
 EMI1.1 
   ziindung   im Unterbrechungsweg herbeiführen kann. 



   Der Erfindungsgedanke besteht darin, für die Deionisation des mit dem Abschaltstrom vorwiegend belasteten Unterbrechungsweges künstlich eine gewisse Zeit zu schaffen, indem der Unterbrechungsweg einen Augenblick lang durch einen parallelen Stromweg kurzgeschlossen und dadurch sowohl vom Strom als auch von der Spannung entlastet wird ;

   die Überleitung des Stromes auf den parallelen Stromweg hat dabei derart zu erfolgen, dass derselbe   im Verlaufe des Abschaltvorganges anfänglich   nur einen geringen oder überhaupt keinen Strom führt, gegen Ende des Absehaltvorganges aber, nahe bei seinem periodischen Durchgang durch den Nullpunkt, den ganzen Abschaltstrom übernimmt.   Selbstverständlich   muss nach dieser Überleitung der im Parallelweg fliessende Strom bei seinem Nulldurchgang unterbrochen werden, wofür keine künstliche   zusätzliche   Deionisationszeit zur Verfügung steht ;

   in diesem Stromweg ist aber die Unterbrechung bzw. die Deionisation dadurch sehr erleichtert, dass die Stromstärke sehr gering nämlich nur ein Bruchteil des Amplitudenwertes und die Belastungsdauer, entsprechend der für die Deionisation des ersten Unterbrechungsweges erforderlichen geringen zusätzlichen Zeit, nur sehr kurz ist. 



   In Fig. 1 ist eine beispielsweise Ausführung der Erfindung dargestellt ; zu einem normalen Schaltorgan   (1)   ist ein gittergesteuertes Entladungsgefäss   (2)   parallelgeschaltet. Mittels der Steuerung wird in an sich bekannter Weise der Stromübergang durch das Entladungsgefäss knapp vor dem   natürlichen   Nulldurchgang des Abschaltstromes bewirkt ; wie in Fig. 2 dargestellt, ist der Augenblick der   Überleitung   so zu wählen, dass sich bis zum Stromnulldurchgang gerade die für die Deionisation gewünschte Zeit ta ergibt. Da es sich bei dieser Zeit in den meisten Fällen etwa um einige zehntausendstel Sekunden handelt, 
 EMI1.2 
 teil der Amplitude des Abschaltstromes J,. 



   Eine weitere   grundsätzliche Möglichkeit,   den Erfindungsgedanken zu verwirklichen, ist durch Fig. 3 und 4 erläutert. Der Absehaltstrom J wird auf zwei   parallelgeschaltete, normale Sehaltorgane   und 2 derart aufgeteilt, dass die beiden Ströme gegeneinander phasenverschoben sind und der nacheilende Strom   J2   wesentlich kleiner als der voreilende   J1   ist. Beim Stromnulldurchgang des voreilenden und zugleich grösseren Stromes   J1   ist also infolge der Phasenverschiebung das Schaltorgan 2 stromdurchflossen und es besteht an demselben ein Lichtbogen, welcher einen   Kurzschluss   für das Schaltorgan 1 darstellt. 



  Das Sehaltorgan 1 erhält somit nach dem Nulldurchgang des Stromes   J1   nur die Lichtbogenspannung des Stromes   J2   (welche beim Nulldurchgang des Stromes   J1   gleich J ist), u. zw. so lange, bis der Lichtbogen beim Nulldurchgang des Stromes J erlischt. Erst danach kehrt die volle Netzspannung an den   Schaltorganen   zurück, so dass also für die Deionisation des   Sehaltorganes   1 die Zeitspanne zwischen dem 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Stromnulldurchgang des voreilenden Stromes   J1   und dem Stromnulldurchgang des Abschaltstromes J zusätzlich gewonnen wurde. 



   Erwünscht wäre selbstverständlich, dass einerseits die am   Schaltorgan   für die Deionisation 
 EMI2.1 
 folgender Zusammenhang zwischen dem zu unterbrechenden Strom J, dem nacheilenden, möglichst klein zu haltenden Strom des Schaltorganes 2   J2, der Deionisationszeit t,   und dem elektrischen Phasenversehiebungswinkel   !) :   sowie der Periodenzahl pro   Set. t   
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 



   Für die richtige Wirkungsweise der erfindungsgemässen Einrichtung muss vorausgesetzt werden, dass der Lichtbogen am Schaltorgan 2 nicht früher erlischt als der am   Schaltorgan j ! ; es würde   ansonsten letzteres den gesamten abzuschaltenden Strom führen, so dass die Ströme   J1   und J identisch wären und daher keine Phasenverschiebung gegeneinander aufweisen. Ein Mittel, die Stabilität der parallelen Lichtbögen zu verbessern, besteht in der Erhöhung der Impedanz der beiden parallelen Stromwege. Durch diese Impedanz wird die bekannte negative Charakteristik der Lichtbogen, welche die Instabilität bewirkt, ganz oder teilweise kompensiert.

   Die zusätzlichen Impedanzen sind in Fig. 5 dargestellt, in welcher 1 und 2 wiederum die beiden Schaltorgane, 3 die die Phasenverschiebung bewirkende Induktivität und 4 die zur Stabilisierung dienenden Impedanzen bedeutet. 



   Die im zweiten Stromkreis liegende Induktivität kann durch Anordnung von ferromagnetischem Material in den Schaltkontakten, welche an sich bekannt ist, erzielt werden ; zweckmässig erfolgt dieselbe derart, dass das ferromagnetische Material auch elektromagnetisch eine Überleitung des   Lichtbogenfuss-   punktes von dem einen auf den andern Kontakt herbeiführt. 



   Eine weitere Ausgestaltung des Erfindungsgedankens kann noch durch Wiederholung des angegebenen Prinzipes, also ähnlich einer Kaskadenschaltung, vorgenommen werden. Es sind dann nicht zwei, sondern drei oder mehrere   Unterbreehungswege   vorzusehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Schalteinrichtung. für Wechselstrom   mit zwei parallelen Unterbrechungswegen, von denen der eine beim Abschaltvorgang   anfänglich   nur einen geringen mittleren Anteil des gesamten   Absehaltstromes   oder überhaupt keinen Strom führt, gegen Ende aber den ganzen Abschaltstrom übernimmt, so dass der andere Unterbrechungsweg während der Dauer dieser Stromübernahme praktisch sowohl strom-als auch spannungslos ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Übernahme des Abschaltstromes durch den im Mittel gering belasteten Unterbrechungsweg zeitlich nahe dem Augenblick des periodischen Nullwerdens des Abschaltstromes erfolgt, derart, dass einerseits der Absehaltstrom bei der Übernahme nur einen Bruchteil seines Amplitudenwertes besitzt und anderseits die Zeitspanne,

   während welcher der andere Unter-   brecJ1ungsweg   strom-und spannungslos ist, zur sicheren Deionisation dieses Unterbrechungsweges genügt.

Claims (1)

  1. 2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verwendung von gesteuerten Eut- EMI2.4 3. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die parallelen Unterbrechungs- wege während des Schaltvorganges phasenverschobene Ströme führen und der jeweils nacheilende Strom wesentlich kleiner als der voreilende ist.
    4. Schalteinrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine möglichst grosse, an 90 elek- trische Grade heranreichende Phasenverschiebung () zwischen je zwei in den parallelen Unterbreehungs- wegen fliessenden Strömen.
    5. Schalteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung der gewünschten Phasenverschiebung eine zusätzliche künstliche Induktivität mittels ferromagnetischem Material geschaffen wird, welches zugleich zur elektromagnetischen Überleitung des Lichtbogenfuss- punktes von dem einen Kontakt auf den andern dient.
AT138697D 1933-03-14 1933-03-14 Schalteinrichtung. AT138697B (de)

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