<Desc/Clms Page number 1>
Gesellsehaftsspiel.
Die Erfindung betrifft ein neues Spiel, das zur Unterhaltung und gleichzeitig zur Belehrung, vorwiegend für Kinder gedacht ist. Es passt sich im Spielverlauf und in der Handhabung vollkommen naturgetreu dem bekannten Versteckspiel der Kinder im Freien an, wobei die-einzelnen Versteckplätze über ein Tableau verteilt sind, das als Bild ebenfalls naturgetreu die Darstellung eines Bauernhofes, einer Försterei, eines Marktplatzes u.'dgl. wiedergibt. Neben der Unterhaltung lernt das Kind also durch die wechselnde Auswahl der Verstecke alle, z. B. zu einem Bauernhof gehörigen Gebäude und sonstigen Einrichtungen genau kennen.
Das Kennzeichen der Erfindung liegt in der Verwendung eines Pappkartons, in dessen Unterteil in einem gewissen Abstand vom Boden eine Zwischenplatte und darüber wieder in einem gewissen Abstand fest oder'auswechselbar eine mit einer bildlichen Darstellung ausgestattete Abschlussplatte eingesetzt ist und ferner mehrere genau senkrecht übereinanderliegende Serien von Aussparungen angeordnet sind, u. zw. je im Boden ein kleines Loch und in der Zwischenplatte und Abdeckplatte je ein grösseres Loch, von denen die letzteren durch genau passende mit einer Handhabe versehene Abschlusskappen zugedeckt werden können.
Der Deckel ist an den Stirnseiten mit Klappen versehen, an denen rechtwinklig abgebogene Nasen sitzen, die durch in den Stirnseiten ausgebildete Schlitze ein Stuck durch die Stirnseiten hindurchtreten und als Auflagen für den in den Deckel eingesetzten Kastenunterteil dienen, so dass der Boden des Unterteiles in einem gewissen Abstand vom Deckelboden zu liegen kommt.
Die Klappen sind mit Zugbändern ausgestattet und werden durch Gummizüge od. dgl. ständig an die Stirnseiten herangezogen, so daS die Nasen stets in das Innere des Deckels hineinstehen.
In dieser Lage können somit mit einem Stiftfuss versehene Figuren so in die durch die Löcher gebildeten Schächte eingesteckt werden, dass die Stifte durch die BodenMeher des Unterteils in den
EMI1.1
Abziehen der Klappen treten-auch die Auflagenasen nach aussen, geben den Unterteil frei, der sieh zufolge der eigenen Schwere senkt, wobei die Stifte der Figuren auf den Deckelboden aufstossen und beim weiteren Senken des Unterteiles die Figuren unter Ausheben ihrer Verschlussdeckel durch die mit Bildern versehene Abdeckplatte -ein StÜck hindurchtreten.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Draufsicht des fertig gemachten Spieles, Fig. 2 ist ein Längsschnitt in vergrössertem Massstabe mit im Deckel hohl eingesetztem Kasten, Fig. 3 ist ein Längsschnitt mit völlig im Deckel einliegendem Kasten. Fig. 4 zeigt eine vergrösserte Draufsicht zu Fig. 1.
1 ist der Kastenunterteil mit Boden 2, Zwischenboden 3 und Abdeekplatte 4. Auf letzterer ist ein beliebiges Bild zur Darstellung gebracht. Im Boden, dem Zwischenboden und der Abdeckplatte sind übereinander eine Anzahl Löcher angeordnet, von denen das oberste 7 durch mit Griffringen 5 versehene Kappen abgedeckt werden kann. 7 und 8 sind zwei gleich grosse Löcher in der Platte 4 bzw. 3 und 9 ist ein kleineres Loch im Boden 2. Die Löcher 7 in der Abdeckplatte 4 sind abgesetzt und mit Passnasen 4 a versehen. Die Klappen 6 sind entsprechend ebenfalls abgesetzt und haben als Gegenprofil für die Passnasen 4 a Einkerbungen 6 a.
Der Teil 1 wird in den abgenommenen und den mit seinem Boden 10 flach auf die Tischplatte aufgesetzten Deckel eingelassen, wobei er auf die konsolartig ausgebildeten Nasen 11 aufzuliegen kommt. Diese Nasen sitzen an den an den Deckelstirnwänden mit
<Desc/Clms Page number 2>
Bändern gelenkig angeschlossenen Klappen 12 und stehen durch Schlitze 13 in das Deckelinnere hinein. Durch Gummizüge 14 werden die Klappen 12 ständig an die Stirnwände herangezogen. Das Abheben und gleichzeitige Herausziehen der Nasen aus den Schlitzen geschieht mittels anschliessender Zugbänder 15.
EMI2.1
zugeteilt erhalten, die aus Holz, Zelluloid, Kunstmasse u : dgl. hergestellt sein kann. Ebenso erhält jeder Spieler ein mit der Figurenfarbe übereinstimmendes Abzeichen.
Wie bei Versteckspiel im Freien zählt einer der als Sucher bestimmten Spieler, dem Spiel abgewendet, bis zu einer ausgemachten Zahl. Während dieser Zeit verstecken die Spieler ihre Figuren in einem beliebig ausgewählten Schacht und verschliessen diesen wieder durch die zugehörige Kappe. Die Figuren liegen nun völlig versenkt und sind von aussen unsichtbar. Die Körper 17 führen in den Löchern 8 und die Stiftsfüsse 16 in den Löchern 9, wobei die Füsse 16 durch den Deckel 10 hineinstehen. Der Sucher hebt nun nach eigener Wahl so lange Kappen auf, bis er eine der versteckten Figuren gefunden hat, wobei die Anzahl der aufgehobenen Kappen von leeren Schächten als Fehler notiert werden und der zur gefundenen Figur gehörige Spieler den Suchenden ablösen muss.
Besonders interessant kann der Gang des Spieles noch dadurch gestaltet werden, dass der Sucher ein paar Stellen angibt, bei denen zufällig dort versteckte und aufgefundene Figuren mit erhöhten Strafpunkten belegt werden.
Nach Auffinden einer Figur ist das Spiel beendet und es ist sehr belustigend, wenn beim Niedergehen des Teiles 1 alle Figuren unter Wegstossen der Kappen heraustreten und zu sehen sind, was durch seitlichen Zug an den beiden Strippen 15 erfolgt. Die Figuren werden nun aus den Schächten herausgenommen, die Schächte mit den Kappen verschlossen und der Teil 1 wieder hochgehoben, so dass das Spiel von neuem beginnen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gesellschaftsspiel, dadurch gekennzeichnet, dass nach Art des Versteekspielens im Freien in einem Kartonunterteil schachtähnliche mit Kappen abdeckbare Verstecke angeordnet sind für Figuren (17)
EMI2.2
der Unterteil hohl in seinen flach umgelegten Deckel eingesetzt wird und die Haltemittel für den Unterteil abziehbar angeordnet sind"so dass nach Abziehen derselben sich der eingesetzte Kastenunterteil zufolge eigener Schwere bis zum Deckelboden niedersenkt und die Figuren unter Wegstossen der Verschlusskappen (6) aus ihren Verstecken frei heraustreten.