AT134736B - Pessar aus porösem elastischem Material wie Schwammgummi. - Google Patents

Pessar aus porösem elastischem Material wie Schwammgummi.

Info

Publication number
AT134736B
AT134736B AT134736DA AT134736B AT 134736 B AT134736 B AT 134736B AT 134736D A AT134736D A AT 134736DA AT 134736 B AT134736 B AT 134736B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
pessary
active substances
sponge rubber
edges
elastic material
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Klein
Original Assignee
Otto Dr Klein
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Otto Dr Klein filed Critical Otto Dr Klein
Application granted granted Critical
Publication of AT134736B publication Critical patent/AT134736B/de

Links

Landscapes

  • Medicinal Preparation (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Pessar aus porösem   elastisehem   Material wie Schwammgummi. 



   Es sind schon Pessare verschiedener Konstruktion bekannt. Man kennt sogenannte Okklusiv-   pessare aus vollkommen oder teilweise starrem Material (Spreitzringe od. dgl. ). Die Nachteile aller dieser   Ausführungen liegen darin, dass sie nur bei gutem Sitz durch Saugwirkung und Druck auf empfindliche Organe wirksam sind, was nur bei   sachhundiger     Ein- und Ausführung durch   einen Arzt wahrscheinlich ist. Bei ihrem längeren Gebrauch entstehen oft Geschwür und Schädigungen durch Abschluss und Ansammlung der Sekrete.   Letzterem Übel suchte   man z. B. durch Anbringen von Ventilen od. dgl. abzuhelfen. Doch ist der unvermeidliche Druck an den anliegenden Rändern besonders schädlich und führt oft zur Bildung krebsartiger Wucherungen.

   Weiters kennt man   Gummipessare,   die im Prinzip aus einer undurchlässigen Membrane aus Gummi oder ähnlichem Material bestehen, die vermittels eines federnden Ringes aus Metall, festem Gummi oder ähnlichen kombinierten Einrichtungen durch Verspreitzen in bestimmter Lage als Trennungswand dienen sollen. Es sind auch solche Pessare bekannt, die einen Doppelboden aufweisen, dessen einer Teil undurchlässig, der andere perforiert ist, und mit einem Schlitz zur Aufnahme einer Borsäurepastille versehen sind.

   Die Nachteile aller dieser Konstruktionen liegen darin, dass zu ihrer Wirksamkeit der verhältnismässig schmale Rand sieh an allen Stellen gegen die   Scheidenwände   tief eindrücken muss, was oft auf Schwierigkeiten stösst und für die Trägerin unkontrollierbar ist ; oft werden die Pessare ungewollt verschoben, wodurch an den   Rändern     Lücken   entstehen und somit die   Schutzwirkung   hinfällig wird. 



   Es sind auch Schwammpessare altbekannt. Diese bekannten Vorrichtungen haben nur eine Wirkung, wenn sie vor dem Muttermund gelagert, einen vollkommenen Abschluss für denselben bilden. 
 EMI1.1 
 pessaren auftretenden Mängeln nur geringen Wert. Bei der für diese Type von Pessaren   üblichen   längeren
Verwendung würde entweder praktisch die Wirkung der Imprägnierungsmittel verschwinden oder bei Anwendung stärker wirkender Substanzen   Schädigung   der Schleimhäute an den notwendigerweise innig anliegenden Pessarteilen auftreten.

   Ein weiterer Nachteil besteht aber darin, dass solche und auch ähnliche Vorrichtungen bekanntlich vor   Einführung   mit Wasser befeuchtet und ausgedrückt werden. wobei ein Grossteil der hier notwendigerweise in   gleichmässiger   Verteilung vorhandenen, wirksamen
Substanzen entfernt wird. Weiters ist man hier in der Wahl der Substanzen, sowohl hinsichtlich ihrer Haltbarkeit, wie bei langer Einwirkung allfälliger schädlicher Einflüsse auf das Material, aus dem das Pessar hergestellt ist, sehr beschränkt. 



   Man hat auch schon   schwammartige   Gebilde aus Gummi od. dgl. hergestellt, die von einer elastischen undurchlässigen Scheidewand durchzogen sind und zum Verschluss von   Körperhöhle   dienen sollen. An der der Körperhöhlung zugekehrten Innenseite ist hiebei eine Aussparung vorgesehen, die zur Aufnahme von   Heil-oder Desinfektionsmitteln   dienen soll. Doch können solche Vorrichtungen neben ändern Mängeln nur dort eine   Wirkung   haben, wo nur eine Wirkung der genannten Mittel nach der Seite verlangt wird, an welcher sie in der Aussparung eingebracht sind. Es kann also überall dort, wo eine   mögliehst   nach allen Seiten sich ausdehnende Schutzwirkung erwünscht ist, diese Vorrichtung ihren Zweck nicht erfüllen. 



   Desgleichen sind als Behälter ausgebildete, aus undurchlässigem Material hergestellte Pessare mit einer engbegrenzten Öffnung zum Auslass desinfizierend wirkender Substanzen sowie aufblasbare   kugelförmige   Pessare, deren Aussenseiten Taschen zur Aufnahme von Medikamenten besitzen, bekannt. Bei der letztgenannten   Ausführung   müssen die Pessare nach Einbringung mittels einer Pumpe aufgeblasen werden, wodurch erst die Medikamente ausgepresst werden. 
 EMI1.2 
 gestalteten, kegelförmigen Pessar aus gleichmässig porösem, elastischem Material, vorzugsweise   Schwamm-   gummi, ein zentral in Bezug auf die Form des Pessars in dessen Innerem angeordneter Hohlraum zur Aufnahme der wirksamen Mittel (wie Desinfektionsmittel, Medikamente) angebracht. 



   Um ein vollkommen gleichmässiges und rasches Austreten der Substanzen bei Gebrauch zu bewirken, wird zweckmässig das Material, aus dem das Pessar verfertigt ist, mit an sich bekannten, physiologisch unschädlichen Netzmitteln homogen imprägniert. 



   Die wirksamen Substanzen können als leicht   lösliche   Pille, der zur Vergrösserung ihrer   Oberfläche,   aber auch um eine allenfalls vorgesehene, zerreissbare Schutzhülle durch leichten Druck auf ihre mittleren Teile sicher   zerstören zu   können, in vielen Fällen keine   Kugel- oder übliche   Tablettenform gegeben wird. ausgestaltet sein. Es hat sich hierfür eine   thoroidähnliche   Form als vorteilhaft erwiesen. 



   Viele der wirksamen Substanzen oder deren Gemische lassen sich aber einerseits z. B. nicht in haltbare bzw. formbare Pillen verarbeiten, anderseits wird ihre Wirksamkeit bei der   Aufbewahrung   

 <Desc/Clms Page number 2> 

   herabgemindert   oder zerstört. (Es seien z. B. Sauerstoff oder halogenabspaltende Stoffe genannt.) Auch können sie bei längerer Einwirkung z. B. den Gummi angreifen und zerstören. Es gibt sogar viele Sub- stanzen   oder Gemische, die für   den angestrebten Zweck sehr geeignet wären, aber aus den vorher genannten
Gründen bisher unverwendbar waren. 



   Erfindungsgemäss werden nun alle Substanzen, bei denen diese Massnahme zweckmässig erscheint, von einer indifferenten dünnen, mechanisch hinreichend leicht zerstörbaren Hülle umgeben. Es eignen sich z. B. hiezu   säekchenartige   Umhüllungen aus Zellulosefolien oder dünnem paraffiniertem Japan- papier   od.   dgl. Mit einer derartigen Hülle versehene Substanzen ermöglichen eine lange Lagerdauer der so hergestellten Pessare und die Beseitigung anderer, schon erwähnter Mängel. Zur Zerstörung der
Hülle, die   zweckmässig   vor Einführung schnell und vollständig stattfinden muss, sind Hilfsvorrichtungen vorgesehen, mit denen z. B. mittels eines schwachen Druckes od. dgl. die Hülle zerstört werden kann. 



   Dies kann z. B. durch Versehen einer Pille mit Kanten, Spitzen, Ausnehmungen (wie z. B. durch die oben genannte   thoroidähnliche   Gestalt bewirkt) erreicht   werden : durch Andrücken   von Hand aus zerreisst die Hülle vermittels der Kanten oder durch das Eindrücken in die vorgesehenen Ausnehmungen. Zur   Erzielung ähnlicher   Effekte können auch Vorrichtungen aus anderem Material innerhalb der Pille bzw. der Umhüllung oder auch ausserhalb der letzteren vorgesehen sein. Zweckmässig sind auch an sich be- kannte Reissvorrichtungen, welche durch den Faden selbst oder indirekt, z. B. Bewegung einer kleinen
Spitze   od.   dgl., ein rasches Zerreissen herbeiführen können. 



   Die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Pessars ermöglicht eine leichte, sichere und rasche An- wendbarkeit, unabhängig von einer Einführung in eine ganz bestimmte Lage. Die Desinfektionswirkung kann eine viel vollständigere sein, als bei den bekannten Ausführungen. Zweckmässig kann das Pessar vor Einführung durch Eintauchen in Wasser befeuchtet und ausgedrückt werden. Hiebei kann gleichzeitig die allenfalls vorgesehene Hülle zerstört werden. Infolge der zentralen Anordnung der wirksamen
Stoffe und allenfalls der hiebei noch unversehrten   Schutzmittelhülle   werden diese bei dieser Handlung nicht ausgelaugt und das Pessar behält somit seine vorgesehene Wirksamkeit.

   Infolge seiner Eigenschaft als schwammartiges Gebilde, welches, gespeist aus seinem Inneren, die wirksamen Substanzen bei Druck in noch verstärktem Masse abgibt, ist die Wirkung eine weitaus bessere als bei den bekannten Ausführungen. 



    Zweckmässig   sind die Pessare mit einer beweglichen, aus einem   Stück   bestehenden Doppelsehlaufe aus
Gummi-oder anderem Band versehen, die ein leichtes Entfernen   ermöglicht.   Durch Anwendung dieser   Doppelschlaufe   wird die Verwendung eines langen Bandes vermieden. Das Pessar wird mit dem spitzen Winkel zuerst eingeführt, wird aber infolge seiner Gestalt und Material in den Fällen einer nicht ganz sachgemässen Einbringung von selbst in eine günstige Lage gebracht. Die Herstellungskosten der   erfin-   dungsgemässen Pessare sind geringe. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Pessar aus porösem, elastischem Material wie Schwammgummi und einem Hohlraum zur Aufnahme von   Desinfektions-oder Heilmitteln, dadurch gekennzeichnet,   dass das Pessar einen gleichmässig porösen Körper mit zentralem Hohlraum zur Aufnahme der wirksamen Substanzen darstellt, wobei die Form des Pessars vorzugsweise keilförmig bzw. kegelförmig gehalten ist.

Claims (1)

  1. 2. Pessar nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Material wie Schwammgummi mit geringen Mengen von an sich bekannten, physiologisch unschädlichen Netzmitteln homogen imprägniert ist.
    3. Ausführungsform des Pessars nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksamen Substanzen als pillenartige Gebilde von thoroidähnlichen oder einer andern mit hinreichend tiefen Ausnehmungen versehenen Form ausgestaltet sind.
    4. Ausführungsform des Pessars nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksamen Substanzen, wie Pillen, Pulver, Pasten, von einer indifferenten, mechanisch innerhalb des Pessars leicht zerstörbaren Hülle (z. B. paraffiniertes Japanpapier, Folien aus Zellulosederivaten) umgeben sind.
    5. Ausführungsform des Pessars nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Hilfsvorrichtungen, wie Kanten, Spitzen. Ränder, innerhalb oder ausserhalb der Schutzhülle für die wirksamen Substanzen angeordnet sind, mit deren Hilfe infolge eines mechanischen Druckes oder einer Zugwirkung ein sicheres Zerstören der Hülle innerhalb des Pessars bewirkt wird.
AT134736D 1932-01-12 1932-01-12 Pessar aus porösem elastischem Material wie Schwammgummi. AT134736B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT134736T 1932-01-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT134736B true AT134736B (de) 1933-09-25

Family

ID=3638421

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT134736D AT134736B (de) 1932-01-12 1932-01-12 Pessar aus porösem elastischem Material wie Schwammgummi.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT134736B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2633988C2 (de) Augeneinlage zur Erzeugung künstlicher Tränen
DE69012124T2 (de) Verbesserungen bei der behandlung von zähnen.
DE69919957T2 (de) Pflaster, Anordnung bestehend aus einem Pflaster und einem Behälter, und Verfahren
DE69700148T2 (de) Verpackungseinheit und Abgabevorrichtung
DE3811412A1 (de) Ohrstoepsel
DE2658599A1 (de) Medizinisches fussbekleidungsstueck
DE10056114A1 (de) Narbenfreie Entfernung von Tätowierungen
DE2517452B2 (de) Kollagenfolie für kosmetische Anwendung
DE1853710U (de) Medizinisches polster.
DE3629994A1 (de) Vorrichtung zur medikamentenapplikation in koerperhoehlen bzw. auf koerperoberflaechen
DE112024000033T5 (de) Medikamententragender Einkerbungsballon und Ballonkatheter
DE69418339T2 (de) Schweisshemmende mitteln und verfahren zu seiner applikation sowie vorrichtung dazu
AT134736B (de) Pessar aus porösem elastischem Material wie Schwammgummi.
DE69636550T2 (de) Verrieglungskupplungen für osmotische abgabevorrichtungen
DE2218394C3 (de) Aerosol-Sprühvorrichtung für die intrakutane oder epikutane Verabreichung eines Arzneimittels, Desinfektionsmittels, kosmetischen Präparates o.dgl
DE1980847U (de) Vorrichtung zum einfuehren eines verbandes, insbesondere fuer natuerliche koerperoeffnungen des menschen.
DE622316C (de) Vorzugsweise aus Zellstoff bestehender Tampon
AT106809B (de) Zerlegbare Zange zum Einführen von Stoffen in Körperhöhlen.
AT157157B (de) Vollblick-Gasschutzmaske.
DE102008053776A1 (de) Additive Pflegeformulierung für Tätowierfarben
DE3505536C2 (de) Verfahren und Arzneimittelbehälter zur Verarbreichung von Medikamenten o.dgl. an in Wasserbehältern gehaltene Tiere, insbesondere Fische
DE2355883A1 (de) Arzneimittelzubereitung
DE603405C (de) Zum Einfuehren von Pulvern in feuchte Koerperhoehlen bestimmte gefuellte Arzneikapsel
AT64866B (de) Okklusivpessar.
DE657681C (de) Zitzenstift