AT134691B - Verfahren und Vorrichtung zum Aufziehen elastischer Kapseln auf Flaschen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufziehen elastischer Kapseln auf Flaschen.

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AT134691B
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Hermann Ing Heinrich
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Hermann Ing Heinrich
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Description


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  Verfahren und Vorrichtung zum Aufziehen elastischer Kapseln auf Flaschen. 



   Das Aufziehen dehnbarer, insbesondere elastischer Kapseln auf Flaschen war bisher mit
Schwierigkeiten verbunden, da eine gleichmässige Ausdehnung des Randes der Kapsel oder dieser selbst. die ein glattes Einführen des Flaschenhalses in die Kapsel ermöglicht hätte, nicht   durehführbar   war.
Dies hatte zur Folge, dass diese Kapseln trotz ihrer Vorzüge nur in geringem Umfang   Verwendung   finden konnten. 



   Es sind zwar schon Vorrichtungen   bekanntgeworden, durch welche   die gedehnte Kapsel auf den Flaschenhals mit Hilfe von federnden   Spreizstiicken   aufgesetzt wird, indem man den Flaschenhals zwischen den Spreizstücken so durchsteekt, dass er die Kapsel von ihnen abstreift. Vor dem Aufsetzen der Kapsel auf die Spreizstücke muss die Kapsel aber erst mit Dampf erweicht und dann gedehnt werden, um ihr jenes Ausmass zu geben, dass eine Einführung des Flaschenhalses   ermöglicht.   Diese Vorarbeit ist aber mit Zeitverlust verbunden und erfordert grosse   Geschicklichkeit,   so dass diese Arbeitsweise für ein rationelles Arbeiten nicht in Betracht kommt. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren und eine Vorrichtung, durch welche jede Vorarbeit wegfällt und durch die es   möglich   ist, die Kapseln in schneller Aufeinanderfolge auf die Flaschen aufzuziehen. Das Verfahren besteht darin, dass die in einer Festhaltevorrichtung beliebiger Art gehaltene Kapsel durch ein   Druckmittel,   z. B. Luft, soweit gedehnt wird, dass der Flaschenhals   eingeführt   werden kann, und nach Einführung des Halses die Wirkung des Druckmittels durch Herbeiführung eines Druckausgleichs aufgehoben wird, so dass sich die Kapsel   zusammenziehen   und sich an den Flaschenhals anlegen kann.

   Die zur   Durchführung   des Verfahrens dienende Vorrichtung besteht aus einer mit einem Widerlager zusammenwirkenden und auf diese Weise eine Festhaltevorrichtung bildenden Spannvorrichtung für den Rand und einer an diese Festhaltevorrichtung angeschlossenen Saugleitung, durch welche über der festgehaltenen Kapsel ein Unterdruck erzeugt werden kann. In oder an der Saugleitung ist ein Sperrglied, z. B. ein Ventil, angeordnet, welches durch die eingeführte Flasche geöffnet werden und den Eintritt des Druckmittels in die Saugleitung ermöglichen kann, was einen Druekausgleich und das Zusammenziehen der Kapsel um den Flaschenhals zur Folge hat. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. 



  Es zeigt   Fig. l   einen lotrechten Schnitt der Vorrichtung in zwei Stellungen, u. zw. links in Ruhestellung, in welcher die Kapsel auf die Spannvorrichtung aufgebracht werden kann, rechts in der die eingeführte Kapsel spannenden und festhaltenden Stellung. Fig. 2 veranschaulicht einen lotrechten Schnitt durch den oberen Teil der Vorrichtung und Saugleitung, bei durch die   eingeführte Flasche geöffnetem   Sperr- 
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   Die Vorrichtung besteht aus zwei Teilen, u. zw. aus einem Saugzylinder und aus einer auf diesem verschiebbaren, zum Aufziehen des unteren Randes der Kapsel dienenden Spannvorrichtung, wobei beide zusammen als Festhaltevorrichtung dienen. Die zum Aufziehen des unteren Randes dienende Spannvorrichtung besteht aus einem   Grundring 1   und einem   Deckring. 9, zwischen   denen zwei Führungringe 4 und 5 für die in   Radialführungen 50   dieser Führungsringe ruhenden Spann-oder Spreizglieder J, die zum Aufsetzen der   Kapsel 28   und zum Aufspannen des Kapselrandes dienen, angeordnet sind. Die Ringe 1 und 2, die miteinander durch Schrauben 6 verbunden sind, gestatten ihrerseits eine Verdrehung mittels des   Handgriffes 7 gegenüber   den Führungsringen 4 und 5.

   In dem Grundring 1 sind kurvenförmige Nuten 8 eingearbeitet, in welche die   abwärtsgebogenen   Enden 9 der Spreizglieder 3 eingreifen, 

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 eines mit dem nicht dargestellten Maschinenrahmen verbundenen Saugzylinder 12 angeordnet sind, in der Achsrichtung dieses Zylinders geführt werden. In dem Saugzylinder 12 befindet sich ein durch die   Gewindestücke   13 gehaltenes rohrförmiges Widerlager 14 für die auch zum Festhalten der Kapsel dienenden Spannglieder 3. Der innere Querschnitt dieses Widerlagers 14 ist vieleckig. um ein gutes Anliegen der Kapsel, die durch die sich nur an einzelnen Stellen anlegenden Spreizglieder angepresste, wird, zu gewährleisten.

   Oberhalb dieses Widerlagers 14 ist ein durch Feder 17 belasteter Kolben   15   angeordnet, in dem Bohrungen 16 vorgesehen sind, die als Luftführungskanäle dienen. In dem Saugzylinder 12 befindet sich eine an eine Saugleitung 27 angeschlossene Bohrung   18,   die so angeordnet ist, dass ihre Mündung an die obere Kante des Kolbens 15 reicht. Im Kolben 15 ist ferner eine Stellschraube 19 
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   Führung   findet. In dieser Haube sind   auch Luftzutrittsöffnungen 26   vorgesehen, durch die die Luft zum Ventil gelangen kann. 



   Die Handhabung und Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Die elastische Kapsel wird auf die angeordneten Spreiz-oder Spannglieder 3, welche sich in der in Fig. 1 links dargestellten vorgeschobenen Stellung befinden und in einem Kreise geringen Durchmessers angeordnet sind. aufgesetzt, ohne dass sie hiefür besonders vorbereitet werden müssten. Das Einführen erfolgt zwischen den   Führung-   armen 10 (Fig. 3) hindurch von Hand aus. Nachdem dies geschehen ist, wird die aus den Teilen 1, 2,   3,   4, 5 und 9 bestehende Spannvorrichtung mit Hilfe des Hebels 7 mittels der Arme 10 längs der aus den Keilen 11 und Nuten   H'gebildeten Geradführung hochgesehoben,   bis die Spann-oder Spreizglieder in den sternförmig ausgebildeten unteren Teil 14'des   rohrförmigen   Widerlagers 14 eingreifen.

   Hierauf wird der Hebel   7   und mit ihm die Ringe 1, 2, von welchen der Ring 1 die   kurvenförmigen   Nuten 8 trägt, im Sinne des Uhrzeigers gedreht. Durch diese   Drehung werden die Spreiz- oder Spannglieder 3, die   z. B. die Form winkelförmig gebogener radial   angeordneter Stäbchen   haben, mittels der in die Nuten 8 eingreifenden Winkelenden 9 nach auswärts bewegt, wobei sie den unteren Rand der Kapsel 28 spannen und gegen den unteren inneren Rand   14'des Widerlagers 14   anpressen, so dass er an ihm fest und luft- 
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   Soll die Flasche jedoch in die, wie oben angeführt, am unteren Rand ausgeweitete Kapsel nicht eingedrückt, sondern nur eingesehoben werden, so wird nach erfolgtem Anpressen der Kapsel an das 
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 der Kapselrand freigegeben und kann sich an die Flasche anlegen. Das Herausnehmen der verkapselten Flasche aus der Vorrichtung erfolgt dann durch Abwärtsziehen derselben. 



   Die Vorrichtung bietet noch die Möglichkeit, die Kapseln gleichzeitig mit dem   Aufziehen   auf die Flaschen mit einer Marke zu versehen. Dies wird dadurch erreicht, dass der Boden des Kolbens oder der andern Teile des Ansaugzylinders mit Ausnehmungen, sei es einer Bombierung, Schriftzeichen od. dgl., versehen werden. Bei entsprechend starkem Unterdruck werden die Kapselteile in diese Ausnehmungen eindringen und, da nach der Freigabe der Kapsel, an diesen Stellen Luft eingeschlossen bleibt, Erhabenheiten bilden, welche als Marke dienen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜC HE : 1, Verfahren zum Aufziehen elastischer Kapseln auf Flaschen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapseln vor dem Aufziehen an ihrem unteren offenen Teil gedehnt und an diesem Teile festgehalten werden, worauf der restliche Teil der Kapsel durch mechanischen Druck der Flasche oder durch ein Druckmittel, z. B. Luftdruck, aufgeweitet wird.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel durch ein Druckmittel, z. B. Luft, gedehnt wird, indem gegebenenfalls die Luft am äusseren Mantel der Kapsel abgesaugt wird, worauf die Flasche eingeführt und sodann über und unter der Kapsel ein Druckausgleich herbeigeführt wird, wodurch sich die Kapsel zusammenzieht und an den Flaschenhals anlegt.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Kapselfesthaltevorrichtung, die aus mindestens einem in bekannter Weise aus Spreizgliedern (3) gebildeten Spannglied und einem gegebenenfalls hülsenförmigen Widerlager (14) besteht, gegen welches das Spannglied verschoben werden kann, um die Kapsel anzupressen.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Widerlager (14) an eine Saugleitung (27) angeschlossen ist, wodurch die durch die Spannvorrichtung an das Widerlager angepresste Kapsel (28) einen Abschluss der Saug eit-ang bildet.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizglieder (3) in zwei gegeneinander verstellbaren Teilen, z. B. Führungsringen (1, 2 und 4, 5), angeordnet sind, in welchen sie in bekannter Weise durch unter einem Winkel zueinanderstehenden Nuten (8, 30) geführt werden.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (14) rohrförmig und in seinem Querschnitt der Form und Anordnung der Spreizglieder angepasst ist. EMI3.1 Stoff besteht.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugleitung (27) in einem ein Einlassventil (20) besitzenden Zylinder (24) mündet, in welchem ein Kolben (15) bewegbar angeordnet ist, auf dessen Kolbenweg die Mündung der Saugleitung und eine Ventilstange (21) des Einlassventils (20) liegt, so dass er bei einer ihm durch die eingeführte Flasche erteilten Bewegung die Saugleitung schliessen und das Einlassventil (20) öffnen'kann. EMI3.2
AT134691D 1931-04-11 1931-04-11 Verfahren und Vorrichtung zum Aufziehen elastischer Kapseln auf Flaschen. AT134691B (de)

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