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Zur Erzielung intermittierender Glimmentladungen in einer Glimmentladungsröhre wird parallel zu den Elektroden, die wiederum in Serie mit einer Stromquelle und einem Hochohm-
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als Kippschaltung bezeichnet wird, ist die Häufigkeit der aufeinanderfolgenden Entladungen (eine Funktion der drei Grössen : Spannung, Widerstand und Kapazität, so dass je nach der
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können. Wird die Spannung und der Widerstand konstant gehalten, so ist dann die Häufigkeit der aufeinanderfolgenden Entladungen lediglich nur von der gewählten Kapazitätsgrösse des Parallelkondensators abhängig.
Nimmt man beispielsweise für die Betriebsspannung einen durch- @ schnittlichen Wert von 200 Volt und für den Hochohmwiderstand ungefähr 200 Megohm an, so ergibt sich für etwa 5 Entladungen pro Sekunde für die Kapazität des Kondensators ein
Wert von 0#001 MF.
Gemäss der Erfindung wird nun die Glimmentladungsröhre in Kippschaltung für die Fern- messung physikalischer Betriebsgrössen, insbesondere elektrischer Messgrössen derart verwendet, dass eine der drei die Häufigkeit der aufeinanderfolgenden Entladungen bestimmenden Grössen (Spannung, Widerstand, Kapazität) in Abhängigkeit von der fernzumessenden Betriebsgrösse geändert wird und die der Betriebsgrösse proportionalen Entladungsimpulse auf der Empfangs- station ein ballistisches Messinstrument beeinflussen.
Handelt es sich um die Fernmessung einer elektrischen Spannung, so kann diese direkt als Zündspannung für die Entladungsröhre Verwendung finden. Bei der Fernübertragung der
Messgrösse eines Zeigerinstrumentes kann auch derart vorgegangen werden, dass mit der Achse des Zeigerinstrumentes eine Kontaktbürste verbunden wird. die über Anzapfungskontakte der
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schlossenen Transformators schleift und die abgenommenen der Messgrösse proportionalen Spannungen als Zündspannung für die Entladungsröhre verwendet werden.
Wie gesagt, ist es natürlich nicht unbedingt erforderlich, dass als von der fernzumessenden Betriebsgrösse beeinflusste Variable die Zündspannung benutzt werden muss. Es ist ebensogut auch denkbar, den Parallelkondensator oder den hoehohmigen Widerstand von der fernzumessenden Betriebsgrösse beeinflussen zu lassen.
Die Fernmessanlage gestattet die Fernmessung jeder beliebigen physikalischen Grösse.
Es ist jedoch, falls die physikalische Grösse nicht eine elektrische ist, erforderlich, diese in eine elektrische Grösse, am vorteilhaftesten wohl in eine elektrische Spannung umzuformen, was ja mit Hilfe der an sich bekannten elektrotechnischen Hilfsmittel grösstenteils leicht möglich ist. Die neue Fernmessanlage ist auch, was ohne weiteres einleuchten dürfte, zur Summenwie auch zur Subtraktionsmessung mehrerer gleichartiger Betriebsgrössen. auf einer Zentralstation geeignet.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung zur Darstellung gebracht.
Fig. 1 zeigt eine Schaltanordnung einer Fernmessanlage, bei der die Zündspannung der Ent- ladnngsröhre in Abhängigkeit von der fernzumessenden Grösse eines Zeigerinstrumentes gesteuert wird, und Fig. 8 die schematische Darstellung einer Summenfernmessanlage.
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Bei der Fernmessanlage nach Fig. 1 ist auf der Achse 1 eines Zeigerinstrulllentes, beispielsweise eines Wattmeters, eine Kontaktbürste 2 befestigt, die über mit Anzapfungen einer Sekundärwicklung.'3 eines Transformators 4 verbundene Kontakte 5 schleift. Die Primärwicklung 6 des Transformators 4 ist über einen Eisenwasserstoffwiderstand 7 an das Wechselstromnetz 8 angeschlossen. Die Sekundärseite des Transformators 4 ist fernerhin mit der Primärwicklung eines Transformators 10 verbunden, dessen Sekundärwicklung 11 einerseits an dem Heizfaden 12 einer Gleichrichterröhre 13 und anderseits an einem Kondensator 14 liegt. Die Heizung der Gleichrichterröhre 13 erfolgt über einen Transformator 15 von dem Netz J'6'.
Zwischen der Elektrode 17 der Gleichrichterröhre 13 und der Elektrode 18 einer Glimm- entladungsröhre 19 liegt ein hochohmiger Widerstand 20. Der Kondensator 14 ist einerseits zwischen Elektrode 18 der Entladungsröhre 19 und Erde geschaltet. Die Elektrode 21 der Entladungsröhre 19 ist mit der Fernleitung 22 verbunden. Das auf der Empfangsstation bessnd- liche ballistische Messinstrument 23 ist zwischen Fernleitung 22 und Erde eingeschaltet.
Bei Änderung der Messgrösse des Zeigerinstrumentes wird nun die Schleifbürste : 2 auf
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Spannung einen andern Wert erhält. Durch die Änderung der Spannung erfährt nun auch die Häufigkeit der aufeinanderfolgenden Entladungen eine Änderung. Die über die Fernleitung auf die Empfangsseite übertragenen Entladungsimpulse bewirken dann eine der Messgrössenändernng des Gebeinstrumentes entsprechende Zeigerverstellung des Empfangsinstrumentes 23.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Summenfernmessanlage befindet sich auf jeder Gebestation Cl, b, c je eine Geberapparatur, die beispielsweise in ähnlicher Weise wie die der Fig. 1 ausgebildet ist. Der Einfachheit halber sind jedoch von den Gebeapparaturen a. b, c nur die Widerstände 20, 20t, 20", die Kondensatoren 14', 14" und die Entladungsröhren 19, 19', 19" zur Darstellung gebracht. Mit jeder Entladungsrohre 19, 1,', J'91 ist eine
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dem einen Anschluss eines ballistischen Messinstrumentes 23 verbunden sind. Der andere Anschluss des Messinstrumentes 23 ist wieder geerdet.
Die Einschaltung der Ventile in die Fernleitungen hat den Zweck, eine Übertragung der von einer Fernleitung ankommenden Eutladungsimpulse über eine weitere Fernleitung nach einer andern Gebestation zu verhindern ; denn es wäre sonst unter Umständen doch möglich, dass bei Übertragung der von einer Gebestation ankommenden Entladungsimpulse auf eine andere Gebestation diese in irgendeiner Weise von den Entladungsimpulsen beeinflusst werden kann, was ja in Anbetracht der Betriebssicherheit vermieden werden muss. Einer besonderen Erläuterung der Wirkungsweise der Summenschaltung nach Fig. 2 bedarf es nicht, denn es ist ohne weiteres einleuchtend, dass das Messinstrument 23
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Entladungsimpulse und damit auch die Summe der Einzelgrössen der auf den Gebestationen befindlichen Messinstrumente anzeigt.
Es ist fernerhin auch denkbar, zur Subtraktionsmessung das Empfangsinstrument entsprechend auszubilden. Auch ist es möglich, ein Registrierinstrument als Empfangsinstrument zu verwenden.
Die erfindungsgemässe Verwendung einer Glimmentladungsröhre in Kippschaltung für
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Reihe höchst wichtiger Vorteile auf. Sie ist besonders einfach und daher auch die Empfangsseite der Fernmessanlage billig ; denn es ist dort weiter nichts erforderlich als ein einfaches ballistisches Messinstrument. Der ohmsche Widerstand der Fernleitung spielt fernerhin so gut
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Aus diesem Grunde kann daher auch ohne weiteres die Erde als Rückleitung benutzt werden, was in vielen Fällen von ausschlaggebender Bedeutung ist. Da es sich fernerhin bei der Messanlage um gleichgerichtete Impulse handelt, hat die Kapazität der Fernleitung gegen Erde keinen Einfluss. Die Verwendung gleichgerichteter Entladungsimpulse hat fernerhin noch den Vorteil, dass über die Fernleitung gleichzeitig zwei verschiedenartige Messgrössen übertragen werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Messgrössen ; dadurch gekennzeichnet, dass eine Glimmentladungsröhre in Kippschaltung Verwendung findet und eine der drei, die Häufigkeit der aufeinanderfolgenden Entladungen bestimmenden. Grössen (Spannung, Widerstand, Kapazität) in Abhängigkeit von der fernzu- messenden Messgrösse geändert wird, wobei die der Messgrösse proportionalen Endladungsimplllse auf der Empfangsstation ein ballistisches Messinstrument beeinflussen.
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