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Im Anspruch 8 des Patentes Nr. 127412 ist eine nach dem Gegenstromprinzip stetig arbeitende Vorrichtung zurDurehführung desVerfahrens zum Extrahieren von Zucker und anderen löslichen Kohlenhydraten aus Rüben, Zuckerrohr und andern Pflanzen durch Diffusion beschrieben und dargestellt worden, gemäss welcher in einer umlaufenden Trommel eine Schnecke befestigt ist, deren Gänge durch Roste oder durchbrochene Bleche miteinander verbunden sind, und bei welcher die Förderung der Schnitzel entgegen der Strömungsrichtung der Flüssigkeit durch eine Reihe von schräg angeordneten Blechen erzielt wird, die an der Drehbewegung nicht teilnehmen.
Der Zweck der Erfindung ist nun, eine Vorrichtung zu schaffen, bei welcher die im Innern der Trommel feststehenden Teile, wie die schräg geneigten Bleche, fortfallen, derart, dass erfindungsgemäss alle zur Erzielung der Förderung der Schnitzel dienenden Teile an der Trommel selbst befestigt sind und mit ihr sich drehen. Hiedurch werden die Nachteile beseitigt, welche sich bei der Ausbildung der Vorrichtung mit im Innern einer drehbaren Trommel feststehenden Teilen ergeben. Diese Nachteile sind daraul zurückzuführen, dass die Teile durch von der Trommel unabhängiges Balkenwerk getragen werden müssen und letzteres Schwierigkeiten in der Bauart ergibt, da es sich bei den Vorrichtungen nach der Erfindung um Trommeln mit grossen Abmessungen in der Länge handelt.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass jedem Rost oder jedem durchbrochenen Blech eine von der Trommel getragene Rinne entspricht, die in dem mittleren Raum der Trommel sich befindet. Durch diese Rinnen werden die durch die durchbrochenen Roste angehobenen Schnitzel einer Flüssigkeitsmenge zugeführt, die verschieden ist von der, welche die Schnitzel gerade verlassen haben, derart, dass die Förderung der Schnitzel im Gegenstrom zu der Flüssigkeit erzielt wird. In dem mittleren Raum der Trommel befindet sich eine grosse Anzahl solcher Rinnen, von denen jede einem Rost entspricht. Da eine Verwicklung der Rinnen vermieden werden muss, ist die Bauart um so einfacher, je geringer die Anzahl der Schaufeln ist.
Im Stammpatent sind beispielsweise pro Schraubenwindung sechs Roste dargestellt. Beim Gegenstand der Erfindung ist es jedoch aus oben angegebenen Gründen zweckmässig, nur drei oder selbst nur zwei Roste pro Schraubenwindung zu verwenden.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und es zeigen Fig. 1 eine abgebrochene Draufsicht auf eine Einzelheit der Vorrichtung nach der Erfindung, Fig. 2 eine Seitenansicht derselben, Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung, Fig. 4 einen Querschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform, Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung, Fig. 6 einen Querschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 5, Fig. 7 und 8 den Fig. 5 und 6 ähnliche Darstellungen mit der Vorrichtung in andrer Lage, u. zw. nach einer Viertelumdrehung derselben, Fig. 9 eine schaubildliche Ansieht der mittleren Scheidewand der Vorrichtung und der schrägstehenden Platten nach Fig. 5-8.
Zur Vereinfachung der Erläuterung wird zweckmässig eine sehr einfache Form betrachtet, welche das den verschiedenen, entlang der gleichen Erzeugenden der Trommel angeordneten Rosten entsprechende Ganze der Rinnen erhalten kann. Diese Form ist in Fig. 1 und 2 dargestellt.
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Auf einer ebenen Platte P sind senkrecht zu dieser in gleichem Abstand voneinander Scheidewände c befestigt. Jedes Paar von Scheidewänden bildet mit dem zwischen diesen liegenden Teil der Platte P eine Rinne, die am Ein-und Auslassende eine Breite p hat und deren Einlass-und Auslassende infolge der Schrägstellung der Scheidewände um den Betrag a ; mit Bezug aufeinander verschoben sind.
Die der Platte gegenüberliegende freie Kante der Scheidewände kann beliebige, beispielsweise kreisbogenförmige Gestalt haben, wie dies aus Fig. 2-4 ersichtlich ist. Das Ganze soll später als Rinnenplatte bezeichnet werden.
Bei der in Fig. 3 veranschaulichten Ausführungsform sind je Gang drei Roste E, E', B"und bei den Ausführungsformen nach Fig. 4 und 5-8 zwei Roste E', Et vorgesehen. Bei Verwendung von drei Rosten werden die Rinnenplatten P entlang drei Sehnen der mittleren Öffnung angeordnet, so dass sie im Schnitt ein gleichseitiges Dreieck ergeben. Bei Verwendung von zwei Rosten stossen die beiden Platten stumpf gegeneinander, so dass in Wirklichkeit nur eine Platte vorhanden ist, welche an beiden Flächen die Scheidewände trägt. Da jedem Rost eine Rinne entsprechen muss, ist ihre Breite p (Fig. 1) gleich der Steigung der Schraube der Trommel, und die ganze Platte ist derart befestigt, dass die Einlässe der Rinnen gegenüber den Rosten liegen.
Die in den Fig. 5 -9 dargestellte Ausführungsform weicht von der nach den Fig. 3 und 4 im wesentlichen dadurch ab, dass die mittlere Aussparung der schraubenförmigen Wandung anstatt kreisförmig viereckig ausgebildet ist. Die Platten c erhalten daher, wie insbesondere auch aus den Fig. 6,8 und 9 ersichtlich ist, rechteckige Gestalt.
Im übrigen sind die Bezugszeichen der Fig. 6-9 entsprechend den der Fig. 1-4 gewählt worden.
Wenn die Archimedische Schraube rechtsgängig ist und die Drehung im Sinne des Pfeiles erfolgt, strömen die Flüssigkeiten dem Beobachter entgegen. Damit nun die von den Rinnen abstürzenden Schnitzel im entgegengesetzten Sinne gefördert werden, müssen die Scheidewände c so schräg gestellt werden, dass die Punkte a dem Beobachter am nächsten und die Punkte b am weitesten entfernt von diesem liegen. Die Versetzung x (Fig. 1) ist so gewählt, dass sowohl im Falle der Ausbildung nach Fig. 3 als auch nach Fig. 4 und 5-8 die aus einem Abteil der Vorrichtung angehobenen Schnitzel bei der Abwärtsbewegung der Rinne in das benachbarte Abteil fallen.
Die von der Vorderseite des Rostes Er abfallenden Schnitzel kommen mithin über die Rückseite des hinter dem Rost E"in der nächsten Windung sich befindenden Rostes an. Sie werden mithin von der Vorderfläche des genau hinter dem Rost Er in der benachbarten Windung liegenden Rostes aufgenommen usf., wobei als Vorderfläche des Rostes die während der Drehung nach vorn gekehrte Seite und als Rückseite die gegenüberliegende Seite zu betrachten ist.
Es ergibt sich mithin, dass die Schnitzel und die Flüssigkeiten im entgegengesetzten Sinne mit gleicher Geschwindigkeit (eine Steigung pro Umdrehung) sich bewegen. Wenn beispielsweise die Vorrichtung 40 Windungen aufweist, ist ihre Wirkungsweise mit der einer Batterie von 40 Diffuseuren zu vergleichen.
Da die Schnitzel um eine Steigung pro Umdrehung vorwärts bewegt werden, müssen sie 40 Umdrehungen machen, bevor sie die Vorrichtung verlassen. Sie werden mithin 40 mal in verschiedenen Flüssigkeiten eingetaucht.