AT127829B - Rückschlagsicherung für Gasleitungen. - Google Patents

Rückschlagsicherung für Gasleitungen.

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    RüekseMagsichcruHg   für Gasleitungen. 



   Zur Verhinderung einer Fortpflanzung von   Flammenrückschlägen   in Gasleitungen wurden Metallsiebe oder Metallgewebe pfropfenartig in die Leitung zwischengeschaltet oder aber auch zwischen derartigen Platten oder Gittern lose, durchlässige und feuersichere bzw. unbrennbare Stoffe, wie Asbest, Eisenspäne od. dgl., zwischengeschaltet. 



   Die Verwendung von Metall in irgendeiner Form, sei es als Siebplatte, Gewebeplatte oder auch in Spannform ist jedoch zur wirksamen Verhinderung von   Zündruckschlägen   auf die Dauer nicht geeignet ; praktische Versuche haben ergeben, dass bereits selbst bei den ersten Metallpackungen nach 3-5   Rück-   schlägen der Zündflamme ein Durchschlagen des Sicherungspfropfens eintritt.

   Der Grund für diese Minderwertigkeit der metallischen   Paekungsmittel Hegt   darin, dass auch bei Übereinanderlagerung mehrere Siebe oder Gewebeplatten die zwischen ihnen verbleibenden   Durchgangsöffnungen   (Kapillaren) zu wenig fein sind, wobei ausserdem durch die gute Wärmeleitfähigkeit bzw. schlechte Wärmekapazität des Metalls eine derartige Erhitzung der Metallpackung durch die   Rückschläge   stattfindet, dass der Durchschlag 
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 nicht verhindert werden kann. Ausserdem sind die Wände der verbleibenden   Durchgangsöffnungen   naturgemäss glatt und erleichtern auch aus diesem Grunde ein   Durchzünden   der   Rückschlagflamme   durch den Pfropfen. 



   Die Verwendung von nichtmetallischem Paekungsmaterial, wie. z. B. Asbest, hat den Nachteil, dass durch die erforderliche Zusammenpressung des Pfropfens beim Einbau in die Gasleitung eine Festpackung des betreffenden Fasermaterials unvermeidlich ist, welche entweder den Gasdurchtritt überhaupt ausschliesst oder aber in der Leitung einen derartigen Druckverlust zur Folge hat, dass die Verwendung dieser Sicherungseinrichtung aus diesem Grunde ausgeschlossen ist. 



   Erfindungsgemäss wird als   Packungseinlage   ein Gewebe aus Fasermaterial verwendet, welches entweder unbrennbar bzw. feuersicher ist oder aber durch Imprägnierung unbrennbar bzw. feuersicher gemacht wird. Erforderlichenfalls können die genannten Gewebe durch mitgewirkte Drahtfäden widerstandsfähiger gemacht werden. 



   Die Verwendung von Geweben aus Fasermaterial für die Packung von   Rückschlagsicherungen     besitzt gegenüber der Verwendung desselben Materials in Faserform als Packungsmittel besondere Vorteile.   Zunächst wird ähnlich wie bei den Metallsieben auch bei längerer Verwendung und der durch   Rückschlag   hervorgerufenen stossweisen Beanspruchung dem   durchzuführenden   Gas immer der gleiche Durchgangsquerschnitt freigegeben, wogegen bei den in Faserform nicht geordneten, in die Sicherungspatrone eingebrachten Füllmaterialien sich die Zwischenräume zwischen den einzelnen Füllstücken im Verlauf der   Benützungsdauer   verlegen und dadurch eine feste kompakte Masse bilden, welche dem Gasdurchtritt einen praktisch unmöglich hohen Widerstand entgegensetzt.

   So kann beispielsweise selbst flockiger Asbest durch den Pressdruck beim   Schliessen   der   Sicherungspatrone   derart fest gepackt werden, dass entweder ein Gasdurchlass überhaupt ausgeschlossen ist oder die Verstopfung nach kurzer Verwendungsdauer der   Sicherungspatrone,   namentlich bei Gasen mit Ablagerungsprodukten, wie Staub, Teer, Wasser od. dgl., eintritt. 



   Bei Verwendung von Geweben aus Faserstoffen, z. B. Asbestgeweben, verbleiben jedoch an den Kreuzungsstellen von   Ketten-und Schussfäden   kleine Öffnungen, deren Grösse nur von der Dichte des Gewebes abhängt und welche ausserdem in ihrer gegenseitigen Lage nicht beeinflusst werden können. Wird das   Asbestgewebe   in vielen Lagen   übereinandergelegt,   so bilden diese feinen Öffnungen Kanäle 

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 Anordnung gewährleistet daher wirksamen Schutz gegen Rückzündung, ohne jedoch dem Gasdruck einen zu grossen Widerstand entgegenzusetzen. 



   Diese kleinen, durch das Gewebe gebildeten Kanäle zerlegen den Gasstrom in viele Einzelströme, wodurch verhindert wird, dass die Wärmemenge eines in Explosion begriffenen Teilstromes ein zulässiges Höchstmass   überschreitet.   Ausserdem wird durch die grosse Oberfläche der Kanäle eine innige Berührung mit den einzelnen Gasteilchen hervorgerufen, so dass im Falle einer Explosion eine kräftige Kühlwirkung auf den Gasstrom ausgeübt wird, welche ausreicht, das Gas nach kurzer Wegstrecke unter die Zündtemperatur zu kühlen und so die Flamme verlässlich zum Verlöschen zu bringen. Das Weiterschreiten der Explosion durch den Pfropfen hinhurch ist daher ausgeschlossen.

   Die Erklärung dieser praktisch leicht nachweisbaren Wirksamkeit liegt offenbar darin, dass von den Fäden des Gewebes feine Härchen oder Fädchen in   das Lichtraumprofil der Kanälchen ragen, wodurch   neben der Aufrauhung der Flächen   der Durchgangskanäle   auch eine grössere Oberfläche und damit eine wirksamere Abkühlung erzielt wird, wobei noch hinzukommt, dass durch die Verwendung von Geweben aus Faserstoff, d. h. schlechten Wärmeleitern, eine hohe Wärmekapazität für die Aufnahme der in den   Rückschlaggasen   enthaltenen Wärmemengen zur Verfügung steht und daher Durchschläge des Pfropfens ausgeschlossen sind. 



   Auf der Zeichnung ist ein Ausfühlungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Fig. 1 im Längsschnitt und in Fig. 2 in Draufsicht und in teilweisem Querschnitt dargestellt. 



   In einer Büchse b, deren Boden o und Deckel e als Metallsieb ausgebildet ist, wird faseriges Asbestmaterial a in Form von Geweben schichtenweise eingepresst, wobei zur Erhöhung der Pfropfenwirkung in bekannter Art auch Metallsiebe   81   und   82   in der Büchse dicht zwischengeschaltet sein können. Diese Metallsiebe haben die Aufgabe, im Falle des   Zündschlages   die auftretende hohe Temperatur   möglichst     rasch abzuleiten und dadurch ein Übergreifen der Zündflamme mit Sicherheit auszuschliessen. Die Büchse b   wird in einer topfartigen Erweiterung t der   Rohrleitung l'dicht eingeschaltet.   Die Strömungsrichtung des Gases ist durch den Pfeil p bezeichnet. 



   Diese Ausbildung der   Rückschlagsicherung   gewährt auch schon bei einer verhältnismässig geringen Anzahl von Asbestgewebeschichten einen verlässlichen Schutz gegen   Zünddurchschlag, so   dass bei dieser Anordnung auch die sonst gebräuchlichen, mit ähnlichen   Rückschlagsicherungen   meist kombinierten 
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 auf der Ausströmseite der Gasleitung, bei   Rückschlägen   hoch erhitzen und verbrennen, so dass sie bald unwirksam werden und dadurch nur eine Störungsquelle für den Betrieb der Einrichtung bilden. 



   Das bei   Zündschlägen   entgegen der Strömungsrichtung p rückbrennende Mischgas wird bereits in der ersten oder   zweiten Asbestgewebesehicht gelöscht,   so dass etwa bereits fünf Gewebeschichten hinreichen, um den Durchschlag zu verhindern,   Zweckmässigerweise   wird aber aus Sicherheitsgründen ein Vielfaches von Gewebeschichten in der gemeinsamen Büchse b angeordnet, was um so leichter geschehen kann, als der durch die Gewebe bedingte Druckverlust praktisch ohne Einfluss bleibt. 



   An Stelle von Asbest kann auch ein anderes Fasermaterial zur Herstellung des Gewebes verwendet 
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 gemacht wird. Es kann etwa Leinengewebe mit Wasserglas oder einer andern   Imprägnierungsmasse   getränkt und damit feuerbeständig gemacht werden. Zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Gewebes sowohl für mechanische Beanspruchungen als auch zur besseren Ableitung der Wärme können Drahtfäden mit den Gewebefäden mitgewebt werden. 



   Mit den bekannten Einrichtungen gleicher Zweckaufgabe, bestehend aus Metallsieben, hat demnach der Erfindungsgegenstand den Vorzug gemeinsam, dem durchtretenden Frischgas möglichst geringen Widerstand zu bieten, diesen Einrichtungen gegenüber jedoch den Vorzug, die Rückschlagflamme im Gewebepfropfen selbst mit Sicherheit zu löschen. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1.   Rückschlagsicherung   für Gasleitungen unter Verwendung eines im Gasleitungsrohr eingeschalteten Pfropfens aus unbrennbarem und   gasdurchlässigem   Material, dadurch gekennzeichnet, dass die Packungeinlagen des   Rückschlagpfropfens   aus Geweben von Fasermaterial bestehen.

Claims (1)

  1. 2. Rückschlagsicherung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Asbestgewebe als Packungseinlagen. 3. Rückschlagsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Paekungseinlagen aus Fasermaterialgewebe bestehen, in welchem Metalldrahtfäden mitgewebt sind.
    4. Rücksehlagsieherung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als Paekungsmaterial beliebige Faserstoffgewebe verwendet werden, welche durch Imprägnierung unbrennba bzw. feuerbeständig gemacht werden.
AT127829D 1931-06-02 1931-06-02 Rückschlagsicherung für Gasleitungen. AT127829B (de)

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