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Verfahren zum Trocknen von gestapelten Brettern und sonstigen Schnitthölzern.
Das Trocknen von Holz an der Luft nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und ist daher wenig wirtschaftlich. Überdies sind die Ergebnisse von den Witterungsverhältnissen abhängig. Zwecks Vermeidung dieser Nachteile benutzt man Trockenräume, die die Trocknung unabhängig von den Witterungsverhältnissen und in kurzer Zeit ermöglichen. Diese Anlagen sind aber kostspielig und ist auch das Ein-und Ausbringen des Holzes umständlich.
Das Verfahren nach der Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, dass gleich an Ort und Stelle in die Lücken und Spalten eines Stapels gesägten Holzes mittels in flache Düsen endigenden Schläuchen Ströme heisser Luft eingeblasen werden, wobei die Schläuche an einem transportablen Lufterhitzer angeschlossen sind. Es hat sich ergeben, dass man auf diese Weise selbst grosse Stapel von Brettern und sonstigen Schnitthölzern in sehr kurzer Zeit so weit trocknen kann, dass das Holz für den Gebrauch geeignet ist. Bei ungünstigeren Witterungsverhältnissen und Stapeln des Holzes im Freien ist es angezeigt, den Holzstapel dabei z. B. mittels eines Segeltuches zuzudecken.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel für einen Lufterhitzer zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung und in Fig. 2 die Anbringung desselben am Holzstapel.
Im dargestellten Beispiel erfolgt die Heizung der Luft mittels elektrischen Stromes, wodurch
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an eine Stromquelle vorhanden sein muss. Doch ist es klar, dass die Erwärmung auch durch andere Hilfs- mittel erfolgen kann.
Auf einer auf Rollen 2 gelagerten Grundplatte 1 ist ein Sockel 9 four einen Elektromotor und einen damit unmittelbar verbundenen Ventilator 4 angeordnet. Der Ventilator treibt die angesaugte Luft durch ein auf-der Grundplatte 1 gelagertes Gehäuse 5, in dem elektrische Heizelemente 7 untergebracht sind. Die Leitungen für die Zufuhr des Stromes zu den Heizelementen 7 führen ausserhalb des Gehäuses zu einem auf der Grundplatte angebrachten Schaltbrett, auf dem sieh auch ein Kontakt für den Anschluss der
Leitungen an ein Stromnetz befindet. Am Schaltbrett ist auch ein Regelorgan für die Stromzufuhr zu den Heizelementen angeordnet, wodurch die Temperatur der aus dem Gehäuse 5 strömenden Luft regelbar ist.
An der Luftaustrittseite ist das Gehäuse mit einer Platte mit einer Anzahl Mundstücke 9 versehen, in die je das eine Ende eines biegsamen Rohres oder Schlauches 10 angeschaltet werden kann. Diese biegsamen Rohre oder Schläuche tragen am andern Ende ein abgeplattetes Mundstück (Düse) 11, welches an beliebiger Stelle des Holzstapels zwischen die mit Zwischenräumen aufgestapelten Bretter eingeschoben wird (Fig. 2).
Durch ein von Zeit zu Zeit durchgeführtes Versetzen der in die Zwischenräume des Holzstapels eingesehobenen Mundstucke H kann der heisse Luftstrom allmählich durch alle Teile des Stapels hindurchgeleitet werden. Um dieses Versetzen der Mundstücke möglichst einzuschränken, kann das Mundstück 11 durch ein Ansatzrohr mit einer Anzahl von Mundstücken ersetzt werden, in welche dann noch je ein biegsames Rohr mit abgeplattetem Mundstück am äusseren Ende angeschlossen wird. Hiedurch kann eine weitverzweigte Verteilung des Luftstromes in den Zwischenräumen des Stapels erreicht werden, so dass die Versetzung der Mundstücke während des Trocknungsprozesses weitaus weniger oft vorgenommen werden muss.